Endzeit

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 Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna

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Twyla

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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   So Jul 10, 2016 7:04 pm

Es war nicht so, das Twyla nicht wusste, was sie wollte, aber anders herum musste sie doch auch an ihr Volk denken.
"Ja Vater ... es tut mir leid. ich sollte erst beide Seiten bedenken, ehe ich rede. Dann soll es so sein."
Ein glückliches Glitzern ob der Rettung des Waldes, konnte sie in ihren Augen nicht verbergen. Sie warf einen kurzen Blick zu Arthas, der den Wald mindestens eben so sehr liebte, wie sie selbst.
"Dann werde ich mich mit um den Schutz der Leute kümmern, die den Damm bauen, es sei denn, ihr habt noch andere Aufgaben für mich Vater."
Nun ... sie würde seinem Wunsch folge leisten. Was Kazan im Moment von ihr dachte, war ihr ziemlich egal. Sie war eben so. Erst dachte sie an das leben, welches sie retten könnte, dann an das eigene Volk und schließlich vertraute sie auf das Urteil ihres Vaters. Sie selbst würde nie so gut ihr Volk führen, wie er es tat.
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Kazan

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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   So Jul 10, 2016 7:18 pm

Wie auch immer… Gesagt getan. Kazan schickte einen Raben in die Festung und dann hieß es warten. Am nächsten Morgen kam schon der zuvor losgeschickte Bote zurück und brachte Neuigkeiten aus Isenfurth. Kazan las den Brief und verließ sein Zelt.
„Der Herzog wird samt Gefolge anreisen! Bereitet alles vor!“ Dann ging er zurück in sein Zelt und kleidete sich mit dieser verhassten Rüstung an. Er musste seinen Herrn schließlich gebührend empfangen. Dieser elende Narr! Wieso kam er an die Front? Er konnte doch nicht mal eine Waffe halten. Und er war so friedliebend, dass ihm ein jeder Tod zu schaffen machte. Kazan gürtete letztlich seine beiden Schwerter und trat wieder hinaus.

Zur selben Zeit waren die Elfen im Wald und jagten für die Soldaten der Menschen und auch für sich selbst. Sie sammelten außerdem Pilze und Beeren so wie andere Früchte des Waldes. Da alle Elfen sehr gut im Kampf ausgebildet waren, wurden auch die anderen geholt. Nicht zuletzt auch alte und Kinder, da diese ja auch irgendwie geschützt werden mussten.
Kazan und Solus debattierten gerade über die Situation, als die Jäger zurückkamen.
„… wegsperren so wie in einem eurer Gesindeviertel?“
„Ich sagte euch bereits, dass es nichts dergleichen sein wird. Mein Volk ist nicht so.“
„Ich vertraue euch zu wenig, ich will, dass sie genauso behandelt werden, wie euresgleichen.“
„Ich widerhole mich wirklich ungern, ich sagte diesbezüglich bereits, dass euer Volk nicht anders behandelt werden wird, wie die meinen.“
„Und das könnt ihr auch beweisen?“ Kazan legte sich die Finger an die Schläfen und massierte diese kurz. „Nein, kann ich nicht. Kinder und Alte, haben an der Front aber einfach nichts verloren!“
Solus wusste, dass er Recht hatte, aber er vertraute den Bürgern Isenfurth’s nicht. Kazan mochte ja tolerant sein, aber waren es die Menschen dort auch? Er bezweifelte es.
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Twyla

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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   So Jul 10, 2016 7:33 pm

Twyla hielt sich im Lager auf, um ihrem Vater, in gewisser Weise, zur Seite zu stehen. Er war wirklich nicht gerade angetan von den Menschen, was Twyla durchaus verstehen konnte. Denn noch war Kazan ehrlich. Bis her hatte sie sich zurück gehalten, doch nun fühlte sie sich verpflichtet, Kazan bei zu stehen.
"Vater ... Kazan ist ein guter und aufrichtiger Mann, der sein Wort hält. Ich bin sicher, er wird es nicht erlauben, das man uns anders behandelt, als die Seinen. Er hat recht und du weißt das. Wäre ich noch ein Kind, würdest du mich eben so wenig da draußen wissen wollen. Die Alten haben keine Kraft mehr eine Waffe zu führen. Wir müssen Kazans Wort vertrauen. Kazan wird sicher kein vergehen an unserem oder seinem Volk ungestraft lassen."
Bisher hatte Kazan sich als ehrlich erwiesen.
"Abgesehen davon ... er hat mit dem, was damals geschah, nichts zu tun. Weder er, noch seine Vorfahren. Wir sitzen im gleichen Bot. Würden die Menschen bei uns zuflucht suchen müssen, würde Kazan dir vertrauen, wie er mir vertraute, als ich ihn zu dir brachte."
Sie hätte ihn eben so in eine Falle schicken können, ihn töten können, doch das leben eines jeden Wesens war ihr heilig, sofern es nicht von der Verderbnis betroffen war.
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Kazan

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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   So Jul 10, 2016 7:48 pm

Vertrauen… Nun Kazan vertraute auf seine Fähigkeiten und irgendwie missfiel es ihm, dass sie seinen Vornamen so oft aussprach. Er hatte sich zwar so vorgestellt, aber er hatte eben einfach nicht vorgehabt mit der Tür ins Haus zu fallen, welch wichtige Position er innehatte. Wie auch immer er schwieg zu ihrer Äußerung, schließlich hatte er bereits alles gesagt und er war es leid alles 3 Mal zu sagen. Solus sah zu seiner Tochter. Sie wirkte vernünftig und er sagte schließlich: „Also schön.“
Halleluja!
Solus drehte sich wieder zu Kazan und sagte: „Ich möchte das jedoch mit eurem Herrscher besprechen.“ Kazan musterte ihn nun und drehte sich dann um, wobei er im Gehen sagte: „Er wird am Nachmittag eintreffen.“
Wenn dieser Elfenherrscher respektlos war, konnte er es ja wohl auch sein. Er lief das Lager ab und inspizierte alles, während Arthas zu den anderen beiden kam. „Und? Wie lief es?“ Solus senkte den Blick und lächelte. „Ich denke sie sind in guten Händen, bei diesen Menschen.“ Natürlich. Ihr Vater hatte vermutlich nur mal austesten wollen, wie Kazan reagierte und hatte versucht ihn ein bisschen zu lesen, dass er ihn damit auf die Palme gebracht hatte, schien den Elf ja so gar nicht zu stören.

Am Nachmittag rückte tatsächlich auch der Herzog, Kazans Bruder, samt Gefolge an und wurde entsprechend von den seinen begrüßt. Aber auch die Elfen standen geordnet da und Solus, als auch Twyla und Arthas standen neben Kazan und seinem 1. Offizier, Lorkir. Der Mann war ein richtiger Bär. Er hatte blasse Haut und Himmelblaue Augen, wobei sein Haar schwarz und in Strähnen über Rücken und Schulter fiel. Sein Haar war splissig und ungepflegt und somit kein Vergleich zu dem seidenweichen Haar von Kazan, der das unzufrieden zur Kenntnis nahm.
Er verneigte sich und ging auf ein Knie. „Sire.“ Mehr nicht. Sandor wusste, dass er seinen Bruder verärgert hatte, wenn er ihn nur mit diesem einen Wort begrüßte, aber es war ihm egal. Der Herzog stieg ab und Kazan erhob sich. Er funkelte seinen älteren Bruder an, der schließlich sagte, als er sich zu Solus drehte: „Es ist mir eine Ehre euch zu treffen. Wollen wir nicht direkt reden?“ Solus neigte den Kopf und beteuerte: „Die Ehre ist ganz meinerseits.“ Und dann legte Sandor fest, dass er allein mit dem Elfenherrscher sprechen wollte und so geschah es.
Kazan hingegen wandte sich deutlich erbost darüber ab und ging ein Stück Richtung Wald. Er zog seine beiden Schwerter und fing an, sich abzureagieren. Er trainierte und es sah aus, wie ein geschmeidiger Tanz. Eigentlich hatte er so viel mehr von einem Elf, als von einem Menschen.
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Twyla

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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   So Jul 10, 2016 8:02 pm

Manchmal würde Twyla ihrem Vater nur zu gern um den Hals fallen, doch der Anstand gebot es ihr, das nicht zu tun. Zumindest nicht, wenn jemand Anwesend war. Das er durchaus Weise war, wusste sie. Er war immerhin schon lange der Anführer ihres Volkes, mal abgesehen vom König selbst, den sie noch nie zu Gesicht bekommen hatte. Twyla sah Kazan nach. Er war ein wirklich sonderbarer Mensch und die Worte, die er mit seiner Schwester getauscht hatte, waren nicht vergessen. Twyla beobachtete, wie er nun das Zelt verließ. Es zeugte nun wirklich nicht gerade von großer Ehre sich zu verhalten, wie sein gegenüber, sondern eher wie das Gebaren eines Kindes, welches es jemandem mit gleicher Münze heim zu zahlen gedachte, aber so war dieser Mann nun mal.
"Solange er was zu sagen hat, bestimmt."

Der Nachmittag war angebrochen. Sowohl Elfen als auch Menschen begrüßten den Herzog, der sich nun näherte. Blieb zu hoffen, das ihm hier nichts geschehen mochte. Schließlich musste die Allianz zwischen ihnen bestehen, ohne das Misstrauen gegenseitig zu wecken. Solus zog sich mit dem herzog direkt zurück, während Arthas seine Leute befehligte und Twyla Kazan nach sah. Sie hatte gute Augen und konnte ihn auf eine gewisse Entfernung noch gut beobachten. Er bewegte sich, wie ein Elf es täte, wenn er kämpfte und doch waren ab und zu diese groben Züge der Menschen dabei. Twyla hätte schwören können, das elfisches Blut in seinen Adern mit floß, doch selbst wenn, würde er es ihr wohl nie sagen. Man hatte ihr ihre Kampfmesser mit gebracht, so das auch sie nun endlich wieder den Nahkampf trainieren konnte. Vielleicht hätte Kazan ja nichts gegen ein wenig Partnertaining? Twyla machte sich auf dem Weg zu ihm.
"Ihr solltet nicht im Zorn kämpfen, selbst wenn es nur eine Übung ist,"
erklärte sie eher höflich, wobei ihr Lächeln nun wirklich ehrlich war. Sie hatte gesehen, wie schwer es ihm fiel, mit den gebrochenen Rippe eine Bewegung schmerzfrei zu gestallten. Ihn davon abhalten zu wollen, war vermutlich genau so sinnvoll, wie eine tote Kuh davon zu überzeugen, Eier zu legen.
"Würdet ihr mir die Ehre erweisen, mit mir gemeinsam zu trainieren? Ich werde euch auch schonen,"
lächelte sie. Twyla hatte sich bereits innerlich darauf vorbereitet, ein Nein zu akzeptieren, oder einen Überraschungsangriff in Empfang zu nehmen.
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Kazan

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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   So Jul 10, 2016 8:31 pm

Kazan schwang eben beide Schwerter in einem Halbkreis vor sich, als er angesprochen wurde. Er hatte sie natürlich längst bemerkt und es überraschte ihn nicht wirklich, dass sie ihn so ansprach. Er vollendete seine Übung und steckte beide Klingen mit der letzten Drehung zurück in die beiden Schwertscheiden, die beide rechts an seiner Hüfte waren.
Kazan schwieg einen Moment und sah sie dann unzufrieden aber auch gelassen an. „Ein Kampf setzt einen Gegner voraus und ich habe kein Interesse zu kämpfen.“ Das hieß wohl nein und war gleichzeitig die Antwort darauf, dass er nicht in Zorn „kämpfte“. Sie wollte ihn also schonen, ja? Das war nicht nur erniedrigend, sondern auch verdammt frech von ihr. Finster war sein Blick. Er sah hinüber zum Wald. Die Heimat der Elfe hier vor ihm. Er hoffte wirklich, dass der Damm den Wald schützen konnte, denn die Zeit, die hierfür benötigt werden würde, wäre sonst verschwendete Zeit.



Drei Monate waren vergangen und der Damm war fast fertig. Die Elfen hatten mehr Verluste erlitten, als geplant waren und Kazan hatte stets an ihrer Seite gekämpft. Zu Anfang etwas zaghafter, aufgrund der erlittenen Verletzungen, doch später wieder mit vollem Einsatz.
Es war neblig an diesem Morgen und Sandor stand auf dem Feldherrenhügel, während Kazan bei der Schleuse war. Er kontrollierte noch mal alles und nun hieß es beten. Einer der Bauarbeiter sagte leise: „Oh, Erbauer… Schütze uns alle…“ Kazan gab den Befehl und die Schleuse schloss sich. Das Wasser donnerte hinab in das Tal und nun hieß es warten und hoffen.

Während all dieser Zeit waren sich Arthas und Twyla immer näher gekommen, was Solus mit großem Wohlwollen sah. Sie hatten Zeit miteinander verbracht und waren anders miteinander umgegangen. Vielleicht würden sie sich ja doch irgendwann binden. Er war froh darüber.
An diesem Morgen waren Arthas und Twyla noch einmal den Damm abgegangen, da es ohnehin sehr lange dauern würde, ehe das Wasser überhaupt den entsprechenden Pegel erreicht hatte. Sie waren aufmerksam und schlichen umher. Das Wasser stieg stetig, aber langsam und sie waren eben stehen geblieben, als Arthas sagte: „Twyla… Ich muss dir etwas sagen.“ Er sah auf den Boden und sie bemerkte, die geröteten Wangen von ihm. Er druckste etwas herum und dann sagte er: „Also ich… uhm… ich glaube ich habe… also ich meine… ich glaube ich habe mich verl….“ Er brach ab, als sie das beide das sirren des Pfeils hörten und er direkt in seinen Bauch eindrang. Die Wucht riss ihn um und eine Horde Kreaturen preschte auf sie los. Hinter ihnen war der Damm und vor ihnen die Brut. Arthas schnappte nach Luft. Er war schwer verwundet.
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Twyla

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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   So Jul 10, 2016 8:51 pm

Twyla merkte, wie schwer es war, sich mit diesem Menschen an zu freunden. Sie nahm ihm seine Worte nicht übel, auch wenn es ein wenig bitter schmeckte. Wie böse er sie ansah. Wie viel Zorn und Wut hatte er nur in sich aufgestaut? Immer war er so beherrscht, immer so ruhig, zeigte nie seinen Zorn. Arthas war da ganz anders. Er zeigte deutlich was er fühlte, zeigte deutlich, welche Launen er hatte und hielt mit nichts hinter dem Berg. Menschen und Elfen würden vermutlich niemals Freunde sein können.

In den letzten drei Monaten waren Arthas udn Twyla immer wieder zusammen unterwegs gewesen. Arthas hatte sich durch diesen Krieg verändert. Er war reifer und liebevoller geworden. Twyla fühlte sich in seiner Nähe sehr wohl. Die Menschen hatten den Damm inzwischen fertig gestellt, so das der einstige Plan aufgehen konnte. Von Kazan hielt sich Twyla möglichst fern. Er war eiskalt, wie ein Eisblock, der gegen jegliche Wärme ankämpfte. Arthas und sie, waren schon immer Freunde gewesen, doch war Twyla sich in letzter Zeit nicht sicher, ob sie ihn nur noch als Freund sehen konnte. Es hatte sich etwas zwischen ihnen verändert, wenn gleich Twyla nicht sagen konnte, das es sich um Liebe handelte. Sie freute sich auf jede gemeinsame Unternehmung, spürte eine innige Vorfreude, wenn er sie abholen kam. Etwas regte sich in ihr, doch war sie sich noch unsicher, ob sie sich wirklich gerade in ihn verliebte, oder es nur der Moment und die Aussicht auf eine ... ehe bedenkliche Zukunft war, die sie zusammen schweißten. Eben standen sie auf dem Damm, wo Arthas stehen blieb und sie mit geröteten Wangen an sah. Das tut er doch jetzt nicht wirklich ... er sagt jetzt nicht das ... Twyla hörte die ersten vier Buchstaben, wurde dann jedoch aus der Fassung gebracht, als Arthas von einem Pfeil getroffen wurde.
"ARTHAS!"
Sofort kniete sie neben ihm. So konnte sie mit ihm nicht fliehen. Hinter ihnen der Damm, vor ihnen die Horde ... Das Wasser würde langsam steigen, aber es würde sie Beide nicht retten, wenn es erst in einer Stunde weit genug gestiegen wäre. Ob es sie dann noch retten würde, blieb fragwürdig.
"Halt durch! Ich werde uns hier raus holen, egal wie!"
Twyla sprang auf, und stellte sich schützend vor Arthas, wobei sie schon auf die Ersten Kreaturen schoß, die sich ihnen näherten. Twyla wusste, sie würde allein keine Chance gegen die Horde haben, aber sie konnte Arthas auch nicht einfach allein zurück lassen.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   So Jul 10, 2016 9:07 pm

„Twyla… Lauf! …Bitte…“, krächzte Arthas. Als ob. Sie würde niemals einen verwundeten Kameraden im Stich lassen. Ein Pfeil nach dem anderen flog auf die Kreaturen zu und sie tötete mit jedem Schuss. Einer ihrer Pfeile durchbohrte sogar zwei angreifende Kreaturen. Arthas. Hielt sich die stark blutende Wunde und versuchte aufzustehen. Vergeblich. Er würde hier sterben und Twyla auch, wenn sie nicht endlich abhaute…
„Twyla… Bitte geh…“ Er saß gegen den Damm gelehnt und zog seinen Bogen. „Ich… versuche sie… aufzuhalten.“ Er lächelte liebevoll. Er schloss mit seinem Leben ab und sagte nun voller Zuversicht: „Ich war nicht sicher… doch jetzt… Ich liebe dich, Twyla…“ Er legte einen Pfeil auf die Sehne und hatte wohl keine Kraft mehr, denn der Bogen kippte nach vorn und der Pfeil rutschte einfach hinab, die Augen waren nur noch halb geöffnet.
Die Brut kam immer näher und Twyla hatte nun auch keine Chance mehr zu entkommen. Es war aussichtslos. Wieso hatten sie sich ablenken lassen? Wieso ausgerechnet jetzt? Twyla konnte nur noch ihre Dolche ziehen und konnte nur noch versuchen zu kämpfen. Es waren 20 Kreaturen und aussichtslos, doch sie würde eine Menge mit in den Tod nehmen. Gerade führte sie ihren ersten Angriff als sie das Das Getrappel von Hufen hörte. En schneeweißes Pferd rannte auf sie zu dicht gefolgt von Kazan auf einem schwarzen Pferd. Er hatte sich bereits schon an die Seite seines Hengstes herabgelehnt und streckte den Arm nach Arthas aus. Dieser realisierte im letzten Moment seinen Retter und streckte den Arm in die Luft, als Kazan ihn auch schon packte und ihn mit Schwung hinauf zerrte.
Twyla konnte in die Mähne der Stute greifen und sich hinauf schwingen, weshalb sie entkamen. Sie ritten zurück zum Heerlager, wo auch das Lazarett war und Kazan ritt eben dort hin, um Arthas behandeln zu lassen. Ohne weiter auf irgendwas von Twyla, die vermutlich sowieso sehr aufgeregt war, einzugehen, schritt er schnell auf das Heerführer-Zelt zu und öffnete harsch den Vorhang.

Arthas war bereits bewusstlos und die Flanke des schwarzen Hengstes war komplett mit Arthas‘ Blut besudelt. Sein Leben hing an einem seidenen Faden.
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Twyla

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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   So Jul 10, 2016 9:35 pm

Twyla sah Arthas mit Tränen in den Augen an. Sie wollte Arthas nicht verlieren. Seit Ewigkeiten waren sie Freunde und nun gestand er ihr auch noch seine Liebe. Twyla schüttelte entschlossen den Kopf.
"Ich werde dich nicht zurück lassen. Dann sterben wir eben beide hier,"
meinte sie, ehe sie ihre Kampfmesser zog und sich bereit machte, eine Menge der Horde mit ins Grab zu nehmen. Hufschläge von Pferden waren zu hören. Aus dem Augenwinkel erkannte sie Kazan, der Arthas aufs Pferd riss. Twyla steckte schnell ihre Messer zurück, griff nach der Mähne einer Schneeweißen Stute und schwang sich auf ihren Rücken. Sie waren gerade so entkommen, doch würde die Horde ihnen folgen oder würden sie den Damm nieder reißen? Twyla jagte hinter Kazan her, der Arthas bei sich hatte. Sie wusste, wie schlecht es um ihn stand. Tränen rannen ihr Gesicht herunter, als sie an Arthas dachte, wie er tatsächlich noch versuchen wollte, sie zu retten. Ihre Gefühle waren vollkommen aufgewühlt. Sie kamen am Lager an, wo Arthas sofort ins Lazarett gebracht wurde. Twyla konnte nichts sagen. Sie war Kazan wahnsinnig dankbar. Später würde sie sich bei ihm bedanken, doch nun war Arthas wichtig. Er musste überleben. Twyla spürte diesen unsäglich tiefen Schmerz in ihrer Brust, doch was blieb ihr nun übrig, als entweder bei Arthas zu bleiben, wo sie nichts tun könnte, oder aber ins Heerführer Zelt zu ihrem Vater zu eilen?
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Kazan

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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   So Jul 10, 2016 10:27 pm

Arthas wurde sofort von einigen Elfen in Empfang genommen. Der Pfeil wurde ihm durch den Leib gestoßen, nachdem die Wunde bereits mit Tüchern umlegt war. Arthas erlangte das Bewusstsein durch den neu aufwallenden Schmerz zurück und schrie auf. Er stöhnte und atmete schnell und dann sah er verschwommen Twyla bei sich. Sie half die Wunde abzudrücken und brach gerade den Schaft durch, sodass der Pfeil rausgeholt werden konnte. Sie konnten nicht viel machen, außer die Wunde weiter aufzuschneiden, um die große Ader zu nähen, die einen kleinen Riss bekommen hatte. furchtbar.

Während dessen erstattete Kazan den beiden Anführern Bericht: „Eure Tochter und euer Jäger inspizierten gerade noch den Damm, als ich hier her zurück ritt. Sie wurden von einer Horde der Kreaturen überrascht, derer sie sich nicht erwehren konnten. Ich brachte den Verwundeten her und denke, dass eure Tochter jetzt bei ihm ist.“
„Und der Damm?“ Kazan sah Solus etwas länger an und sagte dann: „Verloren.“
„Gab es keine Möglichkeit, die Kreaturen aufzuhalten?“, fragte Solus.
„Nein.“ Sandor sah ihn zweifelnd an. „Vermutlich wären wir alle gestorben und der Damm trotzdem zerstört.“
„Dann ist der Wald…“ Solus musste sich setzen. Sandor sah Kazan an. „Du hättest es versuchen müssen!“ Kazan sah zur Seite und sagte nichts. Selbst wenn sie überlebt hätten, der Elf wäre gewiss tot und sie hätten vielleicht die Krankheit gehabt. „Ich musste innerhalb eins Augenblickes entscheiden.“ Sandor setzte sich ebenfalls. Dann sagte er: „Geh.“ Kazan sah ihn verdutzt an und dann sagte er lauter: „Hinaus!!“
Kazan war etwas verwirrt, dann aber verneigte er sich, machte auf dem Absatz kehrt und ging hinaus.
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Twyla

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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   So Jul 10, 2016 10:32 pm

Arthas Aufschrei, ließ Twyla ihr Tun nicht unterbrechen. Sie musste den Pfeil heraus holen. Schließlich wusste sie nicht, wie die Krankheit übertragen wurde. Sie wollte kein Risiko eingehen und Arthas so wenig Schmerz wie möglich zumuten, doch würde er auch nur die ersten Anzeichen dieser schrecklichen Krankheit zeigen, würde sie ihn eigenhändig erlösen. Geschickt nähte sie die Ader, welche eingerissen war. Der Damm, das war ihr klar, war verloren, wenn nicht noch ein Wunder geschehen würde. Sie würden den Heerscharen gegenübertreten müssen, ohne die Hilfe der Natur. Sacht strich sie Arthas über den Schopf, als sie soweit fertig war, das er ruhen konnte. Was blieb ihr anderes übrig, als zu warten? Nichts.
"Ich werde über dich wachen,"
flüsterte sie ihm zu, küsste ihn auf die Stirn und setzte sich an sein Lager.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 12:23 am

Arthas war wie im Delirium und schließlich wurde er ruhiger. Die Behandlung ließ er über sich ergehen und man verabreichte ihm Kräuter und irgendein Gebräu, gegen die Schmerzen. Er schloss benommen die Augen und sagte ganz leise: „Ich … Danke…“ Dann schlief er wieder ein.

Kazan wusste nicht wirklich etwas mit sich anzufangen. Er hoffte trotzdem, dass Arthas überlebte, sonst wäre seine Entscheidung nicht den Damm zu schützen noch sinnloser gewesen. Er stand also mitten im Lager herum und überlegte. Er konnte den Fluss nicht mehr aufhalten und den Damm flicken, jetzt konnten sie nur noch warten. Es würde nun länger dauern, die Minen zu fluten, aber es würde trotzdem gelingen, nur wäre jetzt auch der Wald verloren. Vielleicht waren die Kreaturen auch dumm genug, den Damm in Frieden zu lassen. Er stieg hinauf auf den Hügel und Lorkir trat an seine Seite. „Kommandant?“
„Bring die Truppen in bereitschaft.“
Lorkir nickte und verließ ihn wieder. Er musste zu Twyla. Schließlich war der Heerführer der Elfen am Sterben und auf sie würden sie ja wohl deutlich eher hören als auf ihn. Wer wusste schon, wie viele dieser Kreaturen noch kämen, ehe das Wasser ihr Nest geflutet haben würde. Er drehte sich schnell um, weshalb sein Umhang im Wind wehte.

Am Lazarett angekommen sah er die Elfe da sitzen und wie sie Arthas‘ Hand hielt. Er wartete bis sie aufsah und sagte: „Komm.“ Dann machte er wieder kehrt und verließ das Zelt.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 12:33 am

Arthas schlief, was für seinen Körper natürlich das beste war. Twyla saß neben ihm, hielt seine Hand und hoffte. Sie musste den Wald retten ... für ihn und ihr Volk. Sie durften nicht einfach alles sich selbst überlassen. SIE hatten die Verantwortung. Jemand betrat das Zelt. Twyla sah auf. Es war Kazan. Er forderte sie auf, mit ihm zu gehen. Was wollte er noch? Ihr Wald würde sterben, sie alle würden vermutlich sterben und niemand konnte noch etwas dagegen tun. Denn noch. Twyla legte Arthas Hand behutsam auf sein Bett, stand auf und folgte Kazan, nicht ohne das Versprechen, wieder zurück zu kommen. 

Draußen angekommen, folgte sie Kazan, der offensichtlich etwas mit ihr besprechen wollte. Was gab es schon noch zu reden? Twyla spürte die Verzweiflung, wie sie in ihr stieg. Natürlich hatte auch sie noch einen Funken Hoffnung, die Verderbten wären nicht schlau genug den Damm zu brechen. Den Blick abwenden konnte sie ohnehin nicht. 
"Erst weißt du mich dauernd ab und nun brauchst du meine Hilfe,"
stellte sie fest.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 1:40 am

Kazan ging voraus und wartete ein paar Schritte weiter. Er ließ sie herankommen und schließlich sagte sie ihm auch gleich, was ihr auf der Seele lag. Unzufrieden war er. Schon wieder. Er warf ihr einen kühlen Blick zu und antwortete dann: „Bevor du mit derartiger Kritik um dich wirfst, solltest du dich erinnern, wer dich eben noch rettete. Behalte deine Anschuldigungen für dich, ich brauche nicht deine Hilfe, sondern alle hier.“ Lorkir kam eben mit den letzten menschlichen Truppen an. Es waren nun wieder 20. Davon war aber die Hälfte zu jung oder zu alt. Kazan ließ ihren Kommentar auf sich beruhen und sagte schließlich gleich kühl: „Du musst eure Truppen anweisen, auf mich werden sie nicht hören. Sag ihnen, dass sie im Westen Stellung beziehen sollen.“ Lorkir hatte es aufgegeben wieso Kazan immer so ungewöhnliche Befehle gab. Die Berge waren im Osten und der Wald im Nordwesten. Das Hügelland zog sich vom Lager aus nach Westen und der Damm war im Norden. „Lokir du und die anderen folgen mir Richtung Damm.“ Er wartete also gar nicht, was Twyla zu sagen hatte, aber eigentlich war seine Anweisung doch dämlich, oder?

(Hier mal wie es aussieht:)
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Twyla

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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 2:24 am

Wo war das eine Kritik? Es war lediglich eine Feststellung gewesen. War sie undankbar? Nein, ganz und gar nicht, nur fand sie sein Verhalten langsam äußerst lästig. Mal zu schweigen davon, war er alles andere, als freundlich und zuvorkommend, sondern legte einfach fest, was zu tun war. Twyla wollte eben etwas erwidern, als ihr schon wieder einer der Männer Kazans in die Quere kam. Twyla schluckte ihren Ärger vorerst herunter, doch bald würde sie platzen und dann konnte sich auch Kazan dick einpacken. 
"Im Westen?"
Twyla würde sich niemals heraus nehmen, sich als große Strategin auf zu spielen. Im Gegenteil. Sie hatte keine Ahnung davon und wäre glücklicher, wenn Arthas das Kommando weiterhin hielte, doch er war im Lazarett und wem sonst würden die Anderen folgen? Niemandem. Ob Kazans Anweisung nun dämlich war oder nicht ... Vielleicht sah er die Dinge einfach nur anders. Sein Urteil in Frage zu stellen, vermochte Twyla nicht. Sie war immer eher allein unterwegs gewesen und hatte nie ein Heer geführt, wie es Arthas tat. Twyla fragte sich, was Kazan vor hatte. Wie gern hätte sie mit jemandem darüber gesprochen, jedoch ganz gewiss nicht mit Kazan selbst. Von ihm wollte sie nur so weit wie möglich weg. 
"Ich weiß nicht, was du vorhast, aber ... mir bleibt nichts übrig, außer deinem Urteil zu trauen."
Auf dem Absatz machte sie kehrt, um ihren Truppen zu sagen, was diese nun zu tun hätten. Sie selbst würde mit ihnen gehen müssen, um die Anweisungen Kazans weiter zu geben.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 2:43 am

Kazan sah der Elfe nach. Sie schien etwas aufgebracht über seine Wortwahl und fragte noch mal nach, ob sie wirklich in den Westen gehen sollte. Wie er es hasste, sich zu wiederholen, aber zum Glück sah sie schnell selbst ein, dass es besser war, ihm zu vertrauen. Er selbst würde erst zum Damm gehen und Lorkir unterstützen. Sobald das Wasser hoch genug sein würde, wäre es sowieso egal. Gesagt getan. Die Elfenkrieger gehorchten ihr ohne bedenken, denn sie glaubten, die Befehle kämen von Arthas, dem sie alle immer vertraut hatten. Noch wusste niemand, dass der Damm vielleicht brechen würde.

Bei Kazans Posten hatte es keine 10 Minuten gedauert, ehe die Gruppe der Verfolger von ihm und Twyla ankamen. Sie wurden höflichst empfangen und einfach abgeschlachtet. Dann schnappte Kazan sich sein Pferd und galoppierte nach Westen zu der elfischen Truppe. Er kam nach weiteren 30 Minuten an und stieg vom Pferd. Er blickte nach Norden und dann suchte er nach Twyla. Falls er sich irrte, war es eben so, aber hier war die Gefahr einfach zu groß, um die Flanke ungeschützt zu lassen. Er fand die Elfe und bedachte sie lediglich mit seinem kühlen Blick, ehe er wieder auf sein Pferd stieg und an die Spitze des Trosses ritt.
Es hatte insgesamt schon eine ganze Stunde gedauert, in der überhaupt nichts geschah. Immer richteten alle den Blick nach Norden und schließlich konnten sie die Horde sehen, wie sie aus dem Wald stürmte. Sie griffen tatsächlich westlich des Dammes an, um das Lager aus dem Hinterhalt zu überfallen, doch scheinbar hatte Kazan das vorhergesehen und so stand ein Trupp von knapp 60 Elfen bereit, sie zu empfangen. Die Horde hatte in etwa 100 Mann und einer der Krieger sagte in dem gleichen aufmüpfigen Ton, den Arthas immer benutzte: „Einer von uns gegen zwei von denen. Das wird ein Kinderspiel.“ Kazan hielt sein Pferd still und wartete einfach. Auch warteten die Elfen noch auf Twylas Kommando zum Angriff und gerade, als die Brut die ersten sanften Hügelhänge erreichten, schoss das Wasser des gebrochenen Dammes aus dem Wald. Kazan zog ein Schwert und trieb den Rappen an. Er stürmte auf die Monstren zu.
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Twyla

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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 3:06 am

Twyla hatte den Gedanken ebenfalls gehegt, was wäre wenn diese Monstren einfach um den Wald oder den Damm herum kämen. Es war zum verzweifeln. So war diese Seite geschützt und nicht nur das Lager, sondern auch Isenfurth. Es war gut Kazan vertraut zu haben. Als er kam, musste er nicht lang nach ihr suchen. Twyla hatte sich so gestellt, das sie den Norden im Blick halten konnte. Im Wald war kein Vogel mehr zu hören. Es schien, als wäre der ganze Wald verlassen. Tiere spürten, wenn Gefahr drohte und auch die Verderbten konnten sie sicher spüren. Tiere gingen solchen Wesen aus dem Weg. Es dauerte nicht einmal lange, ehe die Verderbten tatsächlich angriffen. Trotz der Verderbnis schienen sie immer noch logisch denken zu können .. oder aber ... jemand führte sie an, aber wer? Das Wasser des gebrochenen Dammes schoß durch den Wald. Twyla verkrampfte sich für einen Moment völlig. Alles was sie liebte, war mit einem Schlag dahin. Inständig hoffte sie, es mögen keine Tiere mehr im Wald gewesen sein. Wohin aber, sollten sie flüchten? Es schmerzte sie so sehr, das sie sich nicht annähernd dazu durchringen konnte, ihrem Pferd die Sporen zu geben. 
"Lasst sie dafür bezahlen!" 
rief sie schließlich und jagte Kazan nach,d er den ersten Angriff wagte.
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Kazan

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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 4:24 am

Kazan hatte damit gerechnet, dass die Elfen nun vollkommen aus der Fassung sein würden. Deshalb hatte er ohne was zu sagen den Angriff eröffnet. Er wusste, man würde ihm und seinem Volk insgeheim die Schuld hieran geben, aber er würde für jeden einzelnen Elfen, der seine Heimat verloren hatte kämpfen. Twyla war einen Moment noch starr vor Schreck und Entsetzen, doch dann rief sie zum Angriff. Ja… lasst sie bezahlen, dachte er bitter. Dein Vater und ich, haben das hier veranlasst…
Die Elfen bewegten sich irgendwie etwas mechanisch und Kazan stürzte sich in die Schlacht: „Tod der Verderbnis!“ rief er und köpfte den ersten. Er sprang vom Pferd und holte auch die andere Klinge hervor, die er um sich wirbelte und dann einen grandiosen Schwerttanz hinlegte, als würde er nie etwas anderes getan haben. Ermutigt durch diese Darbietung und durch Twylas Ruf stürmten sie nun auch in die Schlacht. Es war wirklich ein Kinderspiel. Genau, wie es der Elf gesagt hatte.

Als der Angriff abgewehrt war, stand Kazan da. Er hatte nicht mal einen Blutstropfen abbekommen. Wie unglaublich gut er sein Handwerk beherrschte, war nicht zu beschreiben. Er stieß einen Pfiff aus und sein Rappe kam unversehrt angetrabt. Das schlaue Tier hatte ein paar Mal ausgetreten gehabt und sich dann vom Acker gemacht. Er stieg auf und sah zu den Kriegern und Twyla. Der Angriff war abgewehrt und er wendete nun sein Pferd und war bereit loszureiten.
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Twyla

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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 4:47 am

Twyla schoß einen Pfeil nach dem Anderen ab, um ihre Feinde zu besiegen. Diese Wesen hatten ihr die Heimat genommen und etliche Leben. Dafür mussten sie büßen. Sie gab nicht den Menschen die Schuld an dem Unglück, sondern diesen Verderbten, die plötzlich über alles her fielen, was lebte. Twyla sprang von ihrer Stute, ehe sie die Horde erreichte. Das Risiko, das auch dieses unschuldigen Wesen sein Leben verlor, war ihr zu groß. Den Bogen hatte sie längst weg gesteckt und gegen ihre beiden Kampfmesser getauscht. Diese wirbelten durch die Reihen, wie kleine Sensen, deren Aufgabe es war, den Tod zu bringen. Kazans Kampf glich ebenfalls dem eines Elfen, doch darauf durfte sie sich nicht konzentrieren. Sie musste ihre Leute unbeschadet zurück bringen, das war sie Arthas doch wohl wenigstens schuldig. Als es vorbei war, stand sie mit ihren gesenkten Messern inmitten der toten Horde. Wut und trauer spiegelten sich in ihrem Gesicht. Dieser Angriff war abgewehrt, doch es würden weitere folgen, da war sie sicher. Ihre Schwerter wurden an der Kleidung der Verderbten abgewischt, ehe diese zusammen getragen wurden. Sie wusste, allein an den Blicken ihrer Mitstreiter, ahnte sie, was diese dachten. 
"Hört zu! Ich weiß, wir haben unsere Heimat verloren, doch gebt nicht IHM die Schuld daran,"
rief sie laut über das Feld.
"Gebt sie diesen Kreaturen, die auch uns angegriffen und den Wald vielleicht sogar abgefackelt hätten, wenn sie die Menschen getötet hätten! Ihr habt euch gut geschlagen und meinem Vater und Arthas alle Ehre gemacht! Wir alle müssen nun zusammen halten, um diese Bedrohung aus zu schalten und unsere Völker zu retten! Arthas würde wollen, das ihr den Befehlen des Kommandanten Kazan folgt! Also tut dies ohne ihm irgendwelche Schuld zu geben. Er hat den Damm nicht eingerissen, sondern ihn bauen lassen, um unser Heim zu schützen! Bekämpft die Verderbten und folgt dem menschlichen Kommandanten, bis Arthas wieder bei euch ist, oder mein Vater einen anderen Kommandanten für euch bestimmt!"
Sie verließ das Schlachtfeld, schwang sich auf ihre Stute und ritt Kazan entgegen. 

"Sie werden nun tun, was du ihnen sagst."
Sie konnte es nicht. Sie konnte die Befehle nicht einfach geben. Sie war kein Heerführer und fühlte sich nicht in der Position ein Heer an zu führen. Dafür war sie nicht geeignet, wie sie selbst fand. 
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Kazan

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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 5:20 am

Kazan wendete nicht den Blick nach ihr, aber sie kam angeritten und sagte ihm, was die elfischen Krieger nun tun würden. Er nahm es schweigend zur Kenntnis und sagte nur: „Wir kehren heim.“ Dann brachte er sein Pferd in den Galopp und ritt ins Lager. Er ging ins Zelt und sagte: „Der Angriff ist vorher abgewehrt. Wir…“
„Kazan.“, unterbrach ihn sein Bruder. Solus trat näher und auch Sandor stellte sich vor ihn. Kazan sah ihn merkwürdig an. Warum bitte sollte er sich setzen? Er setzte sich jedoch gehorsam hin und sah hinauf. „Wir müssen reden.“ Kazan hatte keine Ahnung, um was es gehen sollte. War Mutter nun gestorben?

Kazan kam kalkweiß und etwas betäubt aus dem Zelt wieder raus. Er ging ein paar Schritte und setzte sich erst mal auf einen Hackstock. Er legte den Kopf in beide Hände und blickte auf den Boden, während Twyla mit den anderen Elfen eben zurückkam. Sie hatte ihre Kammeraden zurück begleitet.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 5:29 am

Twyla wäre am liebsten einfach davon geritten, doch sie durfte nun niemanden zurück, geschweige denn in Stich lassen. Der Rückweg wurde langsam angetreten. Von Kazan hatte sie nichts anderes erwartet, als das er einfach einen befehl gab und davon ritt. Er war eben ein wirklich sonderbarer Mann, selbst für einen Menschen. 

Schon von weitem konnte sie Kazan dort sitzen sehen. Er schien mit etwas nicht fertig zu werden, doch für gewöhnlich wollte er ja keinen um sich herum haben. Twylas erster Weg würde zum Lazarett führen, wo sie einen hoffentlich noch schlafenden Arthas vorfinden würde. Sie sprang vom Rücken der Stute, ging an Kazan vorbei, konnte es dann aber doch nicht übers Herz bringen, ihn so fertig da sitzen zu sehen. Sie drehte um, musterte ihn, ehe sie schließlich doch zu ihm ging. 
"Ist etwas passiert?"
Sie hoffte inständig, das er ihr jetzt nicht sagen würde, das Arthas die Verderbnis hatte und hingerichtet werden musste.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 5:48 am

Nun… vermutlich hätte ihn DAS so gar nicht fertig gemacht, aber jetzt wo sie so vor ihm stand und ihn ansprach sah er überrascht auf und sah sie an, als sei sie der Leibhaftige, dann wendete er den Blick ab und sah fast aus, als fände er sie habe die Pest. „Dein Vater wünscht dich zu sehen.“

Er erhob sich und ließ sie stehen. Er ging jedoch nicht weit, schien aber nicht mit ihr reden zu wollen. Twyla hatte somit kaum eine andere Wahl, als ins Zelt zu gehen. Als sie dort ankam sah ihr Vater sie ernst an. Er hob die Hände, denn sie sah die Panik, dass Arthas etwas geschehen war. „Ganz ruhig, Kind. Niemand ist gestorben oder krank.“ Setz dich bitte.
„Unsere Heimat ist zerstört. Der Wald wird lange nicht bewohnbar bleiben und deshalb haben wir ein Bündnis geschmiedet.“ Sandor sah ernst zu ihm herüber und Solus sprach weiter, wobei ihm das sehr schwer fiel: „Deshalb…“ Er sah zu Sandor und der half aus: „Wir haben entschieden, dass du die Frau meines Bruders werden sollst.“ BAM!
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Twyla

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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 6:02 am

So wie Kazan sie ansah, musste sie sich mit der Verderbnis angesteckt haben. Sie hatte ihm doch wirklich nie etwas getan, hatte ihm sogar den Rücken gestärkt, als ihre heimat drauf ging und nun ... sprach er nicht einmal mehr mit ihr. Ihr Vater wollte sie sehen? Wie hoffte sie, das es nicht um Arthas ginge. Nein ... eigentlich wusste sie, das es etwas für Kazan unglaublich niederschmetterndes sein musste. Arthas Tod oder Krankheit würden ihn niemals so niederschmettern. Denn noch sorgte sie sich um Arthas. Sie ging ins zelt. 
"Vater! Arthas ist doch nicht ..."
Sie kam erst gar nicht dazu weiter nach zu fragen. Es ging Arthas also gut und er war auch nicht krank, was durchaus beruhigend war, doch dann wurde eine Baumstammfalle gelöst, die Twyla direkt ins Gesicht traf und sie zurück taumeln ließ. 
"Nein ..." 
hauchte sie und starrte ihren Vater eben so wie den Herzog an. 
"Nein! Das ... dein Wunsch war es immer, das Arthas und ich uns finden und nun, wo zumindest er sich seiner Gefühle bewusst ist, willst du mich mit einem MENSCHEN verheiraten?"
Es war nur der Schock der aus ihr sprach. Sie verachtete Kazan nicht, aber er blieb ein Mensch und kein Elf und sie war sich noch immer nicht darüber klar, ob sie Arthas liebte oder nicht. Eigentlich wusste sie, es war sinnlos dagegen an zu reden. 
"Ich werde NIEMALS in einer Stadt leben! Der Wald war meine Heimat und wird es auch bleiben! Das könnt ihr nicht von mir verlangen!" 
schrie sie nun voller Wut und Panik, die in ihr auf stieg. Am liebsten wäre sie nun hinaus gerannt, hätte sich auf den Rücken ihrer Stute geworfen und wäre geflohen, aber ihre Beine verwehrten ihr den Dienst.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 6:16 am

„Beruhige dich, Twyla.“, sagte ihr Vater. Er legte ihre Hände auf ihre Schultern und sah sie an. „Twyla… Ja. Mein Wunsch war es auch unser Dorf zu retten, aber jetzt… Wir brauchen eine Bleibe. Der Wald bot uns immer Schutz, aber jetzt…“ Sandor sagte: „Meine Schwester wird Arthas ehelichen und ihr könnt zusammen in der Burg leben. Du wärst nicht alleine bei Hofe.“ Dass er es jetzt vielleicht nur noch schlimmer machte, schien ihm nicht aufzufallen. Er sah zum Zelteingang. „KAZAN!“ Angesprochener wankte ins Zelt und sah seine Zukünftige an, ehe er einfach den Blick wieder abwandte und etwas beschämt zur Seite sah.
„Kazan ist ein anständiger Mann. Er wird deine Ehre bis aufs letzte verteidigen und nichts unehrenhaftes tun.“ Kazan schloss die Augen. Er sah nicht mal unzufrieden aus sondern irgendwie melancholisch und sehr verloren. Fast etwas traurig. Vielleicht liebte er insgeheim auch jemand anderes. „Bruder…“ Er sah auf. „Sie ist eine wunderschöne und starke Frau.“ Solus hielt seine Tochter solange den Arm um die Schulter. „Mein Engel… Er ist ein sehr anständiger Mann.“, sagte er beruhigend. „Wir alle werden in die Stadt ziehen.“
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 6:29 am

Twyla spürte die Hände ihres Vaters auf ihren Schultern, doch ein Trost war dies nicht. Sandor machte es mit seinen Worten nicht besser. Arthas sollte eben so jemand anderen heiraten, wie sie? Wie sollte eine solche Verbindung bitte funktionieren? 
"Bei Hofe? Ich soll eingesperrt in Mauern leben?" 
Ihre Augen füllten sich mit Tränen. Es war nicht, das sie Kazan als schlecht empfand. Sie zweifelte nicht an seiner Ehre oder seinen Absichten. Im Gegenteil, doch er war unnahbar, ließ niemanden an sich heran und verströmte eine Kälte, die jeden Grashalm im Keim ersticken konnte. 
"Ihr seht doch, das er nicht will ... das wir Beide nicht wollen! Vielleicht hat er eine Andere, die er liebt! Was soll es bringen, wenn wir uns vereinen und Arthas eure Schwester ehelicht? Der Hass zwischen unseren Völkern wird auch weiterhin bestehen und eine Garantie für den Frieden zwischen unseren Völkern, gibt es nicht! Was glaubt ihr wie der König darauf reagiert? Sowohl der unsere, als auch der Eure! Kazan ist ein ehrenvoller Mann, das bezweifele ich nicht, aber wir passen nicht zusammen und er meidet mich eh, wo es geht!" 
Twyla warf sich ihrem Vater in die Arme. Wie konnten sie einfach so über ihren Kopf hinweg entscheiden?
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