Endzeit

Der Anfang vom Ende ist vorbei. Wird dies nun das Ende eines Neuen Anfangs werden?
 
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 Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna

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Kazan



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Do Aug 11, 2016 5:10 am

Kazan sah Twyla an, als sie mit ihm sprach und die Reging in seinem Gesicht veränderte sich überhaupt nicht. Dann aber wandte er sich von ihr ab und sagte dabei: "Wen glaubst du, dass du vor dir hast? Als würde ich es gestatten, dass ALLE meine Männer sich jeden Tag besinnungslos saufen. Natürlich sind das nur die, die dienstfrei haben. Ich stelle die Bedürfnisse meiner Män er nicht in Frage und dieser Wichtigtuer von einem Schneider..." Er behielt es lieber für sich. "Nein, dieser Mann hat einfach keinen Anstand und keine Ehre im Leib. Es wäre ein Segen für diese Stadt, wenn er wegziehen würde."Er blitzte sie an und sagte dann: "Und ich weiß sehr gut, wie eine Siedlung mit verschiedenen Institutionen und Handwerken funktioniert." Diese Predigt hatte nicht not getan. Er blickte hinab in den Garten und es klopfte. Herr im Himmel!
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Twyla



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Do Aug 11, 2016 5:20 am

Twyla hatte ihn nicht wütend machen wollen. Eigentlich hatte sie ihn unterstützen wollen, doch erreagierte nur wieder wütend. Als hätte sie es nicht besser gewusst. Enttäuschung lag in ihrem Blick. Warum musste er nun wieder so sein? Eben war es doch so schön gewesen und nun ließ er seine Wut an ihr aus? Nun zumindest fühlte sie sich so. 
"Kazan ... warum behandelst du mich immer noch wie einen Feind. ich will dir doch nur helfen. ich weiß doch, das du ein wunderbarer Mann und Kommandant bist. Du tust, als wolle ich deinen Männern alles verderben, aber so ist es doch gar nicht."
Vielleicht wäre eine Taverne nur für die Soldaten eine gute Lösung. Es konnte nicht sein, das nur wegen der Launen des Kommandanten, ein Handwerker nach dem Anderen ging.
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Kazan



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Do Aug 11, 2016 11:32 am

Genau das hatte er vermeiden wollen. Er redete ganz normal mit ihr und gleich fühlte sie sich angegriffen. Es klopfte abermals und Kazan ignorierte es noch mal. Er sah nur zu Twyla und erklärte: „Würde ich dich als Feind behandeln, wärst du nicht hier.“ Nur weil sie seine Frau war, hatte sie keine Sonderrechte, was seine Art betraf. Wann hatte er denn behauptet, dass er glauben würde, sie würde alles verderben wollen? Was spann sie sich denn da zusammen? Er musterte sie noch mal kurz und dann klopfte es wieder. Kazan drehte sich zur Tür und schließlich öffnete er sie schwungvoll. „Ich habe zu tun!“, er sagte es ruhig und gelassen, aber wer ihn kannte, wusste, dass dies keine bloße Feststellung von ihm war sondern eine unmissverständliche Warnung.
„J-ja.“, sagte eine sehr junge Wache und hob die Hände in Abwehrhaltung, wobei er sagte: „A-aber… hier ist ein… äh… Bote.“
Ein Elf drückte sich an der Wache vorbei und betrat einfach das Zimmer. Kazan musterte ihn mit einem schneidenden Blick. Er wartete noch einen Augenblick, doch dann wurde ihm das zu doof und er mutmaßte: „König Thanduin schickt euch.“ Der Elf drehte sich zu ihm und sagte: „So ist es.“ Kazan wies mit der Hand auf einen Stuhl und der Elf sagte nur: „Es dauert nicht lang. Unser König wünscht dich zu sehen, Mensch.“
Mensch Wie er es aussprach klang es wie ein Schimpfwort. Kazans graue Augen erschienen fast etwas dunkler. Er fragte: „Weswegen?“
„Ist das wichtig? Wenn er sagt spring! Fragst du wie hoch!“ Kazan trat vor den Elfen, der ihm rotzfrech ins Gesicht schaute. „Deine spitze Zunge ist so unangemessen, wie die Abscheu gegenüber meiner Rasse. Du befindest dich hier in meinem Zuhause und hier gelten die Regeln für alle gleich.“
„Regeln? So sag mir doch, Kazan… Welche Regeln könnten das wohl sein?“
„Sie sollten selbst dir nicht zu schwer sein. Höflichkeit, Stille und Anstand. Mir scheint, dass man dir so etwas nicht beibrachte.“
„Man brachte mir vieles bezüglich der Menschen bei… Höflichkeit gehörte nicht dazu.“ Nun ja, das war wohl auch klar, hm? Kazan funkelte den Mann an. „Wann…?“ Er kam nicht weiter, weil er zu seinem großen Ärger unterbrochen wurde. „Jetzt gleich. Es ist wichtig. Für dich, ist jeder Auftrag seiner Majestät wichtig, Mensch.“ Kazan hätte ihn am liebsten in Stücke gerissen! Aber wie immer bewahrte er die Ruhe nach außen. „Danke für die Botschaft.“
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Twyla



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Do Aug 11, 2016 8:26 pm

Vielleicht hatte sie ja über reagiert, aber Kazan nahm ja grundsätzlich so gut wie nie etwas an, was jemand anderer sagte. Es schien Twyla, als würde er es stets persönlich nehmen, wenn man ihm einen Vorschlag unterbreitete. Auch das er nun diesen armen Schneider einfach fortschicken wollte, fand sie völlig unpassend, auch wenn sie verstand, warum Kazan so dachte. Er war ein Mann von Ehre und er wollte einfach nur seine Männer beschützen, die wirklich jeden Tag ihr Leben lassen konnten. Als die Tür nun doch endlich auf ging, trat ein Elf ungefragt ein, der nicht nur recht arrogant, sondern auch unverschämt war. Twyla würde sich da auf keinen Fall einmischen, denn Kazan war der Hausherr. Sie selbst lauschte den Worten des Anderen. Was konnte der König von Kazan wollen? Er hasste Menschen und selbst wenn sie sich in seinem Dienst befanden, würde es sicher nicht einfach sein, seinen Wünschen zu entsprechen. Nachdem der Elf nun den Raum verlassen hatte, trat Twyla wieder zu ihrem Gemahl. 
"Er wird keinen Aufschub dulden. Ich werde dich begleiten."
Da würde sie auch nicht mit sich reden lassen. Sie würde hier nicht das Haus hüten, während er für den König irgendwelche Dienste erledigen würde.
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Kazan



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Do Aug 11, 2016 9:01 pm

Kazan sah dem Elf nach. Er musste langsam mal wieder runter kommen und wie er ihm so nach sah, dachte er fast ironisch, dass er so wenigstens nicht nach einem Schneider suchen musste. Twyla trat an ihn heran und verkündete ihren Plan. Kazan nickte nur und dann lief er los. Aus diesem Nicken konnte Twyla gleich lesen, dass es ihm angenehm war, dass sie mitkam und dass sie dann wohl schon mal das nötigste packen konnte. Ganz wie es eine gute, liebevolle Ehefrau machte, um ihren Mann zu unterstützen. Er selbst würde nun schnell Maßnahmen ergreifen und vor allem Sandor Bescheid geben…

Nach einer Stunde kam Kazan zurück in seine Gemächer geplatzt und sagte nur recht aufgewühlt. „Wir gehen!“ Er klang so, als habe er es eilig.

Was geschehen war:
Kazan ging zu Sandor in den Thronsaal. Dieser sah ihn fragend an. „Und? Eine Wahl getroffen bezüglich des Schneiders?“ „Ich werde nichts dergleichen tun.“
„Eh?“
„Mein König rief mich zu sich.“ Sandors Mine war verdattert und dann sehr ernst. „Was glaubst du will er?“ Kazan antwortete erst nicht und sagte dann: „Vergeltung, für die Peinlichkeit selbst aufgetaucht zu sein, um mein Leben zu retten.“ Sandor erschrak. „Ich dachte Solus muss…“ Sandor unterbrach sich selbst, weil er gar nicht wusste, wie er den Satz beenden sollte. „Ich werde niemanden meine Suppe auslöffeln lassen.“ Sandor sah ihn ernst an. „Du kannst nicht gehen! Das hier ist dein Zuhause und deine Familie ist hier!“
„Ich muss. Und du wirst mich nicht erneut aufhalten, Sandor.“ Der gute Bruder wollte Kazan nicht verlieren. Weder auf die eine, noch auf die andere Weise. „Nein! Ich lasse das nicht zu!“
„Willst du mich wieder einsperren? Du würdest einen Krieg wegen mir provozieren?“
„Ich würde ALLES riskieren, um dich nicht zu verlieren, Kazan. Ich habe schon einen Bruder verloren, ich will nicht noch einen verlieren.“ Ohne es zu wissen, hatte Sandor Kazan hart damit getroffen. Und dieser Schlag war schlimmer, als die Wärme, die aus den Worten sprach.
„Ich gehe. Such dir deinen Schneider selbst oder mach die Taverne dicht, es ist mir egal.“ Er machte auf dem Absatz kehrt und sagte: „Versuch nicht mich aufzuhalten, dieses Mal werde ich niemanden schonen.“ Er verließ den Thronsaal. „Kazan!“ Sandor eilte ihm nach und ein Blick von Kazan genügte, dass die Wachen vor diesem Saal die Tür dicht machten. „KAZAN!“ Er selbst ging zu Lorkir, gab Anweisungen und erklärte ihn zum Kommandanten, so lange er fort war. Der treue Mann nickte militärisch und fragte nicht, wie lange es dauern würde, dennoch hatte er das Gefühl, dass das hier Abschied bedeutete…


Er nahm die Säcke und Koffer selbst und dann floh er förmlich aus der Stadt. Twyla hatte zuvor noch die Gelegenheit gehabt sich zu verabschieden, doch Solus war nicht da gewesen. Entweder suchten sie ihn jetzt oder sie würde sich nicht verabschieden können…
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Do Aug 11, 2016 9:09 pm

Twyla hatte bereits alles zusammen gepackt, wobei sie sich keineswegs als gute Ehefrau sah, sondern eher als Diejenige, die wusste, was sie unterwegs brauchen würden. Die Sachen waren schnell gepackt, so das Twyla sich noch nach ihrem Vater umsehen konnte, um sich von ihm zu verabschieden. Leider fand sie ihn nicht, aber wenn sie ihn jetzt suchen musste, würde sie zu viel Zeit verlieren. Sie wusste nicht, wann Kazan zurück käme, damit sie aufbrechen konnten, denn selbst ihr war klar, das sie keine Zeit zu warten hatten. Solus war nicht auf zu finden. Es betrübte Twyla wahnsinnig ihn nicht zu sehen. Der letzte Ort, an dem sie suchte, war der Turm, in dem Kazans Mutter lebte. Wäre er auch dort nicht zu finden, würde sie ohne lebewohl gehen müssen. Woher sollte sie wissen, ob sie ihren Vater je wiedersehen würde?
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Kazan



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Do Aug 11, 2016 9:22 pm

Auch im Turm war Solus nicht zu finden gewesen und so mussten sie nun gehen, ohne, dass sie sich verabschieden konnte. Kazan spürte natürlich gleich, dass Twyla deshalb betrübt war. Und der kleine Setzling? Er hatte Lorkir beauftragt Arthas zu sagen, dass er sich darum kümmern solle. Sie würden ja nicht für immer gehen…
Sie saßen auf ihre Pferde auf und so konnten sie schon losreiten. Kazan hatte nicht nur seine Beiden Schwerter dabei, sondern hatte auch in eine Decke gewickelt ein größeres Schwert dabei und auch Wurfmesser, als auch Dolche in den Stiefeln. Das größere Schwert war aber hinten auf dem Gepäck. Es sah wirklich schön aus… Zumindest der Griff, der hinten raus schaute.

Sie ritten gemächlich mit einigen Passagen im Galopp, wo es der Weg und die Ausdauer der Pferde zuließ. Er selbst hatte einen Rappen und Twyla ihre weiße Stute. Sie brauchte keinen Sattel und das wenige was sie dabei hatten, wurde von Kazans Pferd getragen. Die Reise verlief recht still und Twyla merkte mit zunehmendem Abstand zu Isenfurth, wie Kazans Stimmung ruhiger wurde. Sein lodernder Zorn über die Leute dort flaute ab und seine Stimmung hob sich schnell. Irgendwann hatte er sogar wieder den entspannten Ausdruck auf dem Gesicht, wo er seine Brauen nicht zusammen zog und die kleine Falte zwischen diesen verschwand. Vielleicht war Kazan einfach kein Mensch, der gerne Umgang mit anderen pflegte, wobei er Twyla ja deutlich gemacht hatte, wie gern er IHRE Gesellschaft hatte.
Sie rasteten am Abend und suchten sich mit Twylas Hilfe eine schöne geschützte Stelle, wo sie ein Lager errichten konnten. Sie würden etwas mehr als eine Woche brauchen. Kazan stieg ab und befreite sein Pferd von dem Ballast. Gemeinsam bauten sie das Zelt auf und als sich ihrer beider Hände streiften, sah Kazan auf. Sein Blick war erst etwas überrascht und dann lächelte er endlich wieder. Er befestigte die letzte Schnur und schlug den Stoff des eingangs zurück. Platz war bekanntlich in der kleinsten Hütte, aber jetzt würden sie erst mal essen. Hatte Twyla überhaupt schon mal in einem Zelt geschlafen? Er wusste es nicht. Er wusste nur, dass ER die Nacht nicht im Freien verbringen würde.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Fr Aug 12, 2016 12:12 am

Nirgends war Solus zu finden. Twyla liebte ihren Vater so sehr, das sie einfach nicht fassen konnte, ohne Abschiedsgruß gehen zu müssen. Sie blieb sehr ruhig und dachte nach, wo er sein konnte, doch ihr wollte einfach nichts einfallen. Kazan sah sie an, wie sich langsam die Anspannung und der Zorn verflüchtigte. Es war wirklich ein schöner Anblick, wenn er so entspannt wirkte. Die Pferde schienen es ebenfalls zu genießen. kein Wunder. Wann kamen sie schon einmal raus? Selten genug. Die Gefahr, das sie von den Verderbten angegriffen und getötet wurden, war einfach zu groß. Twyla selbst wollte nur ihren Schützling, den Setzling des heiligen Baumes in Sicherheit wissen, doch Arthas würde sich sicher gut um ihn kümmern. Twyla genoß die Welt aussehalb der Mauern. Hier blühte sie regelrecht auf. Die ganzen tristen Mauern waren weg, die Vögle zwitscherten hier ganz anders, wie Twyla fand. Es war einfach schön. Am Abend hatten sie eine gute Lagerstelle gefunden. Ein Zelt auf zu bauen ... nun das war wohl nötig wenn Kazan nicht gerade das Opfer etlicher Stechmückenattacken werden wollte. Sie selbst hatte nie in einem Zelt geschlafen. Für gewöhnlich hatte sie meist einen Unteschlupf gefunden, der sie bestens vor dem Wetter schützte. Die Luft wirkte ganz anders hier draußen. Twyla atmete tief ein und lächelte glücklich. Kazans Lächeln von eben, sah sie noch immer vor sich. Es war so schön und er wirkte doch so unglaublich entspannt. Natürlich würde sie bei ihm schlafen, auch wen sie das Zelt verdammt beengend fand. Es war eigentlich unpraktisch, würden sie angegriffen werden, nur wollte Twyla eigentlich ungern darauf verzichten, in den Armen ihres Mannes zu schlafen. Sie bereitete eine Mahlzeit aus ein paar Zutaten, die sie mit genommen hatten, zu und legte noch einpaar frische Kräuter dazu. Es gab ein herrliches Aroma. Hier draußen war selbst Twyla wieder ganz ruhig. Sie hatte nicht den Druck im Nacken, wieder in eine steinerne Stadt zurück zu müssen ... zumindest nicht gleich. Was Thanduin von Kazan auch wollte, Twyla würde ihm bei stehen und ihn selbst ind er größten Gefahr nicht allein lassen.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Fr Aug 12, 2016 12:35 am

Kazan beobachtete seine Frau dabei, wie sie zu Werke war. Er liebte es sie einfach zu betrachten, wie ein besonders schönes Schmuckstück oder einen Schatz. Er lächelte kaum merklich, als sie ihm nun ihr Essen präsentierte. Er nahm sich genug und schließlich wurde es spät. Doch bevor sie schlafen gehen konnten sagte Kazan leise und liebevoll: "Du bist wunderschön, Twyla." Er legte seine Hand auf ihre Wange. "Ich bin froh, dass DU meine Frau bist." Er lächelte.
Dann nahm er sie mit ins Zelt, ließ aber die Zeltwand auf. Sie würde Gegahren rechtzeitig erkennen und er hatte auch einen leichten Schlaf.

Die Nacht blieb ruhig, aber Kazan hatte wieder Alpträume und bewegte sich leicht im Schlaf. Es war kaum merklich, aber da. Schließlich wachte er auf und setzte sich hin. Er sah sich verschlafen um und dann sagte er leise: "Ich sehe immer wieder... Diesen Drachen... Er sieht aus, wie von den Toten aufgestanden und er... "Spricht" zu mir." Dass er von sich aus was erzählte... Es schien ihn sehr zu beschäftigen.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Fr Aug 12, 2016 12:49 am

Wie sehr Twyla ihren Mann liebte, konnte dieser sich gar nicht ausmalen. Sie servierte ihm das Essen, welches vielleicht nicht viel, dafür aber sättigend war. Sie wusste schließlich was man draußen gut essen konnte. Als sie sich hin legten, lauschte sie Kazans Worten, die sie direkt im herzen berührten. Ihr Lächeln strahlte über das ganze Gesicht und ihre Augen funkelten wie die Sterne am Nachthimmel selbst. 
"Und ich bin glücklich ... das DU es bist, der mich seine Frau nennen darf. Du bist der ehrenvollste Mann, den ich je getroffen habe. Dein Lächeln .. es macht mich immer glücklich. Du siehst so wunderschön aus, wie eine Blume, die die Sonne begrüßt, wenn du lächelst."
Ja, so empfand sie und dieses Empfinden war das Höchste, was sie je gefühlt hatte. 

Kazans Bewegungen im Schlaf mochten noch so ruhig sein, doch bemerkte Twyla sie direkt. Sie legte ihm die Hand auf den Arm, hoffte es würde ihn beruhigen, doch dann war er wach. Er erzählte von einem Drachen, der offenbar mit ihm sprach. Twyla sah ihn besorgt an. Solche träume hatten doch irgendwie immer eine Bedeutung. 
"Was will er denn von dir?"
Es war ja schon ungewöhnlich, das er überhaupt von so etwas träumte, doch letztlich ... nach allem, was er bereits durch gemacht hatte, war das vielleicht normal.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Fr Aug 12, 2016 12:55 am

Kazan sah auf seinen Schoß. "Ich weiß es nicht. Ich verstehe ihn nicht." Er sah Twyla in die Augen. Alleine von einem Drachen zu träumen, empfand er als absurd. Er konnte nicht mal genau sagen was es war, dass er da träumte. "Ich weiß nur, dass ich dieses Monster für ächten muss. Es ist nicht auf normale Art Furcht einflößend, sondern auf eine ganz subtile. Es klingt, als wolle er mich herjm kommandieren. Aber die Sprache ist mir nicht bekannt. Ich weiß nicht. Dein Vater hätte vielleicht helfen können, aber... Nun ja." Er strich ihr mit dem Daumen über die Wange. "Mach dir keine Sorgen." Er legte sich wieder hin und starrte an die Zeltdecke. "Schlaf wieder ein.", sagte er nun und schloss die Augen wieder.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Fr Aug 12, 2016 1:03 am

Das alles klang sehr verwirrend. Wer konnte schon sagen, was der Drache für eine Sprache sprach und was er wollte? Er kommandierte Kazan herum? Das war wirklich ungewöhnlich. Twyla bezweifelte nicht einmal, das da mehr hinter steckte. Vielleicht war es einfach auch nur der Druck, dem er sich aussetzte, um die Verderbnis auf zu halten? Vielleicht. Twyla legte sich auf seine Geheiß wieder hin. Das sie sich keine Sorgen machen sollte, war leichter gesagt, als getan. Twyla kuschelte sich an Kazan. Ihr Kopf lag auf seiner Brust und sie lauschte seinem Herzschlag. Sacht strich ihre Hand über seine Flanke und seinen Arm. Sie wollte ihn beruhigen, ihm etwas Schlaf schenken, der ruhig war, aber wie sollte sie das machen? Diese Nacht lag sie noch länger Wach, ohne das sie eine Idee bekam, wie sie Kazan helfen sollte.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Fr Aug 12, 2016 1:50 am

Nun, als sie sich an ihn schmiegte und ihn streichelte verschaffte sie ihm schon mehr Linderung als genug. Es war wirklich schön und Kazan fühlte sich wohl. Vor Twyla hatte niemand seine Haut berührt oder war derart dicht an ihn gekommen. Niemand hatte so viel seiner Nähe genossen oder ihn gar nackt gesehen. Kazan war glücklich und mit diesen Gedanken fand er den wohltuenden Schlaf, nach dem er sich sehnte.

Am nächsten Morgen ritten sie weiter. Sie durchstreiften das Land und fanden keine Hinweise mehr auf die Verderbten. Fast schon schien es nur wie ein böser Traum, der nun sein Ende gefunden hatte. Es war wirklich eigenartig. Kazan jedenfalls begrüßte diesen Umstand. Sie rasteten an einem Bachlauf, wo sie die Pferde kurz saufen ließen. Für sie gab es was auf die Hand, ehe sie weiter ritten. Nach kurzer Zeit kamen sie an einen Handelsposten. Er war nur sehr klein und doch tummelten sich alle möglichen Rassen dort. Es gab einen kleinen Elfenbereich, wo es Gebäude aus lebendem Flechtwerk gab. Aber auch eine Lagerhalle aus Stein, eine Taverne, wo es Zwergenbräu gab und eine Schmiede für Gold und für Stahl. Man konnte dort alles mögliche kaufen und verkaufen und außerdem gab es eine Poststelle. Vielleicht würde Twyla ja ihrem Vater wenigstens schreiben können, wo sie war.
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Twyla



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Fr Aug 12, 2016 4:35 am

Das niemand ihn bisher so berührt hatte, hatte er ihr deutlich gemacht. Sie liebte es, ihn so zu streicheln. Er war ganz anders, wenn niemand in der Nähe war. Er war dann immer wie ausgewechselt. Sobald jemand dabei war, war er wieder der fremde Hauptmann, den sie niemals hatte heiraten wollen. So lange sie jedoch allein reisten, war das alles unwichtig. 
Am nächsten Morgen redeten sie schon gar nicht mehr davon. Statt dessen ritten sie weiter. Es war ein recht angenehmer Tag und schließlich erreichten sie einen Handelsposten. Twyla sah sofort den Trakt der Elfen. Dieser erfreute sie sehr, denn das lebende Geflecht war wundervoll. Es erinnerte sie ein wenig an Zuhause. Der Rest interessierte sie nicht wirklich. Was die Post an ging ... sie traute diesem Ding nicht so recht, aber ihr Falke hatte sich seit Tagen nicht blicken lassen und irgendwie musste sie ihrem Vater eine Nachricht zukommen lassen. Sie schrieb in elfisch einen Brief, den sie sofort einem Boten übergab. Sie hoffte inständig, Solus würde ihn bald erhalten. Schließlich wollte auch sie wissen, wie es ihm ging. Sie sorgte sich sehr um ihn.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Fr Aug 12, 2016 4:58 am

Auch Kazan hatte nicht vor, viel zu machen, aber sie würden hier zumindest nächtigen. Er schrieb einen Brief an Sandor und versicherte darin so schnell es ging zurückzukehren. Er war immerhin Kommandant. Am Abend dachte er wieder über den König der Elfen nach. Was nur konnte er wollen? Er hasste doch jedes menschliche Wesen. Kazan schlief mit den Gedanken daran und seiner Frau in den Armen in einem dieser Korbgeflechte ein. Er träumte diese Nacht nicht schlecht und hielt Twyla die ganze Nacht. Er bewegte sich kein Stück und sie konnten Frieden finden und Kraft schöpfen.
Ausgeruht ging es dann am nächsten Tag weiter. Und auch die folgenden Tage blieben ruhig und sie näherten sich immer stetig dem großen Wald, der die Kristallzitadelle beherbergte. Kazan hatte nicht direkt Furcht, aber ganz wohl war ihm auch nicht.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Fr Aug 12, 2016 5:17 am

Twyla war froh, das sie nun nicht ganz allein war. Was ihren Vater an ging, so vermisste sie ihn. Nie war sie so weit weg von ihm gewesen, auch wenn sie Tagelang im Wald unterwegs gewesen. Hoffentlich ging es ihm gut. Twyla wusste nicht, was der König von Kazan wollt. Twyla wusste, wie sehr er die Menschen hasste. Was hatte ihr Vater für einen Preis bezahlen müssen, um Kazans Leben zu retten und das Einverständnis des Königs zu der bereits vollzogenen Hochzeit zu erlangen? Nun ... Vollzogen war sie wirklich erst seit wenigen Tagen, doch ... den Bund eingegangen waren sie bereits vor über einem Monat. Twyla schlief denn noch recht friedlich in den Armen ihres Mannes, der sie liebevoll hielt. Bei ihm fühlte sie sich geborgen und beschützt, obwohl sie sich doch eigentlich selbst beschützen konnte. Es war schön wieder in einem elfischen Heim übernachten zu können und so zog Twyla wirklich viel Energie aus dieser einen Nacht. 
Am nächsten Morgen, machten sie sich wieder auf den Weg. Es wäre nun nicht mehr sehr lang hin, ehe sie die Kristallzitadelle erreichen würden. Twyla war ein wenig aufgeregt. Wer wusste schon, was dem König im Kopf umherspukte? Niemand ... ausser er wohl selbst. Twyla lauschte, hielt alles im Blick, als sie nun immer näher kamen. Letztlich würden sie ohnehin von Thanduins Wachen bemerkt und geholt werden. Sie waren so gut ausgebildet, das selbst Arthas manchmal vor neid erblassen konnte, wenn man davon hörte. Dabei war er schon sehr leise. 
"Egal welche Aufgabe er dir auferlegen wird ... ich werde dich begleiten. Wir werden es zusammen durchstehen."
Twyla wusste nicht, ob sie sich selbst damit beruhigen wollte, oder Kazan, aber sie hatte das Gefühl, irgendwas tröstliches sagen zu müssen.
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