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 Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna

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Kazan



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Do Jun 30, 2016 8:52 am

Ja Kazan war wirklich niedergeschlagen. „Kommandant…“ Einer seiner Leute stand neben ihm, als Twyla gerade anfing, seine Kopfwunde zu behandeln und er sah auf. „Ihr… Ihr habt einen Oger… getötet.“ Kazan sah auf den Boden. Als wüsste er das nicht selbst. „Einen Oger!“ „Was…“, sagte er energisch und dann wieder ruhig: „…willst du, Sean?“ Die wache ging auf ein Knie herab und nahm ungefragt die gesunde Hand seines Kommandanten, weshalb er überrascht die Augen aufmachte und ungläubig auf ihn herab sah. „WENN uns jemand durch dieses Jammertal führen kann, dann ihr, Kommandant!“ Kazan musterte ihn nur kurz überrascht, ehe der Soldat aufsprang und sagte: „Eure Stärke übertrifft alles!“
„Hör auf!“, donnerte er nun. Er schob Twyla sogar zur Seite und baute sich vor seinem Soldaten auf. „GAR NICHTS habe ich erreicht!“ Er war sichtlich angefressen. „Elf Männer habe ich verloren!“ Der Soldat war im Ersten Moment sehr erschrocken, doch dann lächelte er plötzlich milde. „Nein, Sire… IHR habt Neun von ihnen gerettet.“ Kazan sah ihn überrascht an und der Soldat kniete nieder. Wir verdanken euch unser Leben.“ Dann erhob er sich und lächelte Twyla zu. Er verkrümelte sich lieber schnell, ehe sein Kommandant noch aus der Haut fuhr.
Ärgerlich, löste dieser nun die Schnallen seiner Rüstung und ließ sie einfach achtlos fallen. Er erschrak. Über den heftigen Schmerz in seinen Rückenbögen und hielt sich selbige dann. Auch seine Schulter schmerze ziemlich. Resignierend setzte er sich erst mal. Als es nicht besser wurde legte er sich schließlich doch hin. Twylas geübter Blick schloss innere Verletzungen fürs erste aus, aber ein Rippenbruch war deutlich zu sehen. Die Rüstung hatte ihn wohl irgendwie zusammengehalten. Er entließ kontrolliert die Luft. „Danke…“, sagte er leise und legte sich den Arm über die Augen. Der arme Mann hatte es aber auch wirklich nicht leicht. Ein unfähiger Herzog, ein König, der ihn im Stich ließ und eine Grenze, die er niemals halten konnte. Zumindest nicht alleine.
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Twyla



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Do Jun 30, 2016 9:26 am

Held sein wollte eben nicht jeder. Für Kazans Männer, war er allerdings genau das. Twyla verstand ja, warum Kazan nun alles andere als Begeistert war, aber er musste nun mal damit leben, das er nun 9 Männer gerettet hatte. Twyla lächelte ebenfalls, als der Soldat sie an lächelte und schnell verschwand. Kazans Rüstung fiel zu Boden. Seine Rippen waren gebrochen. Twyla wartete, bis er sich hin gelegt hatte. Es würde nur einen Moment dauern, den Verband an zu legen, aber sie musste ihm auch seine Ruhe gönnen. Schon trat sie zu ihm. 
"Wofür?"
wollte sie wissen. Warum bedankte er sich bei ihr? 
"Eure Rippen sind gebrochen und eure Schulter ist zumindest geprellt. Wenn ihr euch setzt, kann ich euch einen Verband anlegen, um die Rippen zu richten und zu stützen. Es wird euch beim Atmen sicher leichter fallen."
Das ihm das wieder nicht gefallen würde, war ihr durchaus klar. 
"Ihr seid wirklich ein bewundernswerter Mann. Man könnte glauben, ihr gehört zu meinem Volk. Eure Männer achten euch, weil ihr alles in eurer Macht stehende tut, um zu retten, was noch zu retten ist. Ich werde euch, egal wie mein Vater sich entscheidet, beistehen."
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Kazan



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Do Jun 30, 2016 10:05 am

Auf ihre erste Frage antwortete er eben so wenig, wie auf den Rest. Er seufzte leise und richtete sich mühsam auf. Dann setzte er sich so hin, dass sie ihn verbinden konnte. Auch dieses Mal gab er kein Geräusch von sich und hielt nur einmal die Luft an, als sie den Verband fest um seine Rippen zog, damit sie wieder nach innen gedrückt wurden. Er hätte die verdammte Rüstung anlassen sollen! Sie verarztete auch noch mal seine verbrannte Hand und schmierte irgendwas auf die Platzwunde an seinem Kopf. Er ließ sich danach wieder langsam auf die Pritsche sinken und sagte: „Ich danke dir für deinen Beistand.“ Etwas verspätet aber eine Antwort. „Und für deine Bemühungen.“ Er legte wieder den Arm über seine Augen. „Glaubst du dein Vater wird es ignorieren?“ Wenn ja war er genauso blind und stur wie Kazans König. Er nahm den Arm runter und sah sie müde an. Der Arme, er war scheinbar am Ende. Er hatte nichts als Sorgen und harte Kämpfe zu führen. Für ihn war es ein echter Lichtblick, dass wenigstens ein paar Elfen zur Hilfe kamen. Er fragte sich langsam, was die Elfen von seinem Volk dachten. Waren die Menschen in ihren Augen wirklich so schlimm? Kazan dachte noch mal drüber nach und beantwortete die Frage selbst: Ja… waren sie. Er sah sie wieder an. „Ich will, dass ihr wisst: Ich hätte dein Volk nie um Hilfe ersucht, wenn es mir nicht aufgetragen worden wäre.“
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Twyla



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Do Jun 30, 2016 10:16 am

"Schon gut. Ruht euch aus. Ich kann nicht sagen, ob mein Vater es ignoriert, oder nicht. Ich HOFFE, er sieht die Gefahr eben so wie ich. Eigentlich ist genau der Richtige zurückgekehrt, um ihn zu unterrichten. Auf Arthas wird er sicher hören. Unser Volk ist ihm wichtiger, als alles Andere."
Vorsichtig behandelte sie seine Wunden. Sie wollte ihm kein Leid zufügen. 
"Natürlich nicht. Ihr erhaltet keine andere Hilfe von eurem eigenen Volk, also kommt ihr zu uns. Hättet ihr von anderswo Hilfe bekommen, so wärt ihr nicht in unseren Wald gekommen."
Warum er die Hilfe von anderen Menschen nicht bekam, verstand sie selbst auch nicht. 
"Warum ... warum habt ihr keine Unterstützung von eures Gleichen?"
Es musste ja doch ein Grund dahinter stecken. So dumm, das sie glaubte, er sähe seine Einzige Chance darin, Elfen zu bitten ihn zu unterstützen, wenn seinen König ihm zahlreiche Truppen zur Verfügung stellen könnte, war sie schließlich nicht, also musste dieser wohl abgelehnt haben.
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Kazan



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Do Jun 30, 2016 10:49 am

Nein, so dumm war sie wahrlich nicht. Sie hatte voll und ganz recht, aber Kazan sagte schließlich: „Das werde ich dir nicht sagen.“ Ganz schön frech und doch die Wahrheit. Die menschliche Politik ging sie nun wirklich nichts an. Er hatte schon genug Zorn auf sich gezogen, indem er verweigert hatte, die Elfen anzugreifen und zu vertreiben. Dafür hätte der König seine Truppen… Er öffnete die Augen weit. Durfte er… nein. Kam nicht in Frage. Er konnte seinen Herrn nicht verraten. Er schloss die Augen wieder.
Twyla war wirklich nett und sie hatte sich um seine Wunden gekümmert. Die anderen Elfen kamen nun auch näher. Sie hatten das Lager erst mal nur von weiter weg angesehen, dann aber hatten sie es fast neugierig erkundet, was irgendwie niedlich ausgesehen hatte. „Twyla? Wo sollen wir Posten beziehen? Arthas ging, ohne Befehle zu geben.“ Ein anderer fragte ganz aufgeregt: „Dürfen wir das Abendessen probieren? Die Menschenfrau sagte, es sei Kartoffel-Suppe mit Wursteinlage!“ „Ja! Wir wollen wissen, wie es schmeckt!“ Sie sprachen aus Respekt vor dem Menschen, der hier vor ihnen lag in der gemeinen Zunge und nicht auf Elfisch. Kazan sah irgendwie komisch aus der Wäsche und wunderte sich über das aufgeregte Geplapper der Elfen. „Bitte, lasst uns auch das Gebräu namens Bier probieren!“ Kazan fing an: „Das ist glaube ich nicht…“
„Ja! Und ich habe einen Bogen gesehen, der so groß ist, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass Menschen damit schießen können! Ich will es sehen!“ Sie waren ja aufgeregt, wie die kleinen Kinder. Kazan sah ratlos zu Twyla und schüttelte unverständig den Kopf, wobei er mit den Schultern zuckte. Von ihm aus, durften sie alles anschauen und probieren, was sie wollten.
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Twyla



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Do Jun 30, 2016 8:55 pm

Das musste sie wohl so hin nehmen. In die Politik der Menschen, würde sie sich nicht einmischen, doch ihre Meinung durfte sie wohl noch äußern. 
"Behalte es für dich. Es soll mich nicht interessieren, aber ... jemandem Loyalität zu schenken, der einen verrät, zahlt sich nicht aus. Euer König verweigert euch die Hilfe auf die Gefahr hin, nicht nur eure Stadt zu verlieren, sondern bewusst alle anderen Menschen eben so in Gefahr zu bringen. Ich maße mir nicht an euch zu sagen, wie ihr handeln solltet, es sind nur meine Gedankengänge."
Endlich kamen nun auch die Anderen. 
"Seht euch um, probiert das Essen der Menschen und tut nicht so, als seid ihr noch Kinder und unerfahrene Wachen. Ihr habt viele Einsätze mit erlebt und wisst, was zu tun ist. Sucht euch gute Posten um Wache zu halten. menschen brauchen wesentlich mehr Schlaf, als wir." 
Sie sah noch einmal zu Kazan. 
"Ruht euch aus Kazan. Ich werde mit den Meinen hinaus gehen, um Wache zu halten."
Damit drehte sie sich um, um das Zelt zu verlassen.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Do Jun 30, 2016 9:19 pm

Kazan sah sie schläfrig an, als sie ihm erklärte, was sie dachte. Als wüsste er das nicht selbst. Aber sie war eine Elfe. Sie verstand nichts von der Loyalität eines Menschen. „Behaltet eure Gedanken für euch, sie interessieren mich nicht.“ Nein das nicht. Viel mehr aber wollte er die Wahrheit nicht hören, die er natürlich selbst kannte. Dann verließ sie das Zelt und würde Wache halten.
„Kommandant… Das war unnötig.“ Eine vermummte sehr junge Frau war in sein Zelt gekommen und er quälte sich noch einmal in eine sitzende Position. Er hatte sie sofort erkannt: „Lysa.“ Sie nahm die Kapuze ab und sagte leise: „Was machst du hier?“ „Ich musste nach dir sehen. Unser Bruder sagte mir, du seist hier.“ „Geh nach Hause!“ „Ich will an deiner Seite kämpfen.“ Kazan spannte sich der Kiefer und er sah zur Seite. „Du bist kein Krieger.“ „Kazan… Du siehst furchtbar aus. Denkst du ich lasse dich…“ „Geh!“ Ein Ausdruck des Bedauerns trat auf ihr Gesicht. „Du hast es ihm nie verziehen, wie? Und mir auch nicht.“ „Er hat die Familie entert.“ „Du und dein Stolz… Dabei erkennst du nicht, dass sich dein Zorn gegen die Falsche richtet. Ich kann nichts dafür, dass ich geboren wurde!“ „Lass mich allen, Lysa. Geh nach Hause.“ Sie sah ihn mit einem schrecklich verletzten und zornigen Blick an. „Ich HABE kein Zuhause!“ Sie drehte sich um und er sah in den Zelteingang, ehe er sich wieder hinlegte und die Augen schloss. Er schlief sehr schnell trotz der Schmerzen ein und schlief tief und fest.
Die Elfen inspizierten, alles was sie ansehen wollten an dem Abend und stellten Gemeinschaftlich fest, dass Bier wirklich nicht schmeckte. Alleine der Geruch! Sie bezogen letztlich Posten und wachten über die erschöpften Menschen. WIE hatte dieses schwache Volk vor 500 Jahren nur ihr Volk unterwerfen können?
Am nächsten Morgen wurde Kazan durch einen Tumult geweckt. Er schreckte auf und stand schnell auf, was er so gleich bereute. Er hielt sich die Rippen und zog sich etwas über. Dann ging er hinaus und rief laut: „Was geht hier vor?“ Ein Elf und ein Mensch standen sich gegenüber und gifteten sich an. Kazan bahnte sich seinen Weg und sah seinen Soldaten vorwurfsvoll an. Er schien auf eine Erklärung zu warten. „Der Elf hat angefangen! Er hat meine Tochter beleidigt!“ Kazan konnte alleine die Aussage nicht fassen! „Ich hätte einen wunderschönen Sohn!“ Der Elf hob abwehrend die Hände. „Immerhin sagte ich es sei wunderschön!“ „ES?!“ Oh man… „Schluss jetzt! Mir ist vollkommen egal, wer angefangen hat! Ich will nur, dass es aufhört!“ „Aber…“ „Jetzt!“ Der Soldat knirschte mit den Zähnen und drehte sich dann fluchend um. Kazan rieb sich die Schläfen. War doch wirklich nicht zu fassen, wegen was sich Männer streiten konnten. Er rieb sich die Seite und seufzte langgezogen.
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Twyla



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Do Jun 30, 2016 9:45 pm

Twyla sagte nichts weiter. Sie verließ das Zelt, nur um jemand anderen herein zu lassen. Deutlich hörte sie, wie sich ihre zu gestoßenen Begleiter an allem versuchten, was sie interessierte. Twyla selbst hörte den kleinen Streit im Zelt. Nicht weil sie lauschte, sondern weil sie am Zelt vorbei ging. Was immer da geschehen war, es war nichts gutes. Twyla wartete einen Moment ab, um die junge Frau genauer zu betrachten. Als sie heraus kam, sah Twyla sie an, wusste aber nicht so recht, wie sie sie ansprechen sollte. Schließlich wollte sie weder neugierig sein, noch wollte sie Kazan hintergehen. Denn noch ... Es war ein harter Tag für alle gewesen. Twyla wollte die Dame nicht allein gehen lassen. Es war viel zu gefährlich, sie allein ziehen zu lassen. 
"Es ist gefährlich hier draußen für jemanden, der nicht Kämpfen kann. Braucht ihr Geleit zurück zur Stadt?"
fragte sie schließlich die junge Frau. Schließlich gehörte sie offenbar zu Kazans Familie, der nun wieder rum ein Verbündeter war.
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Kazan



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Do Jun 30, 2016 9:51 pm

Die junge Frau wurde von der Elfe angesprochen, die ihrem Bruder zur Seite stand. Sie wirkte kurz erschrocken und dann sah sie auf den Boden. Sie sah traurig aus. „Ähm… Nein… ich komme zurecht, danke.“ Sie wandte sich zum Gehen und blieb noch mal stehen. Schüchtern sah sie Twyla an. „Ähm… D-danke!“ Dann drehte sie sich um. „Danke, dass ihr für ihn da seid.“ Dann nahm sie die Beine in die Hand und stieg auf ihr Pferd. Sie sah noch einmal zurück zu Twyla, dann zum Zelt ihres Bruders, der so furchtbar mitgenommen ausgesehen hatte und schließlich wendete sie ihr Pferd und setzte in den gestreckten Galopp an. Sie verschwand in der Nacht und dann blieb es still.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Do Jun 30, 2016 9:57 pm

Twyla hatte die junge Frau keineswegs erschrecken wollen. Im Gegenteil. Eher hatte sie sie beschützen wollen, doch die Frau war so schnell verschwunden, das Twyla nicht mehr nach kam. Sie war für ihn da? In wie fern? Twyla verstand nicht wirklich, warum sich die junge Frau bei ihr bedankte, denn schließlich war es doch wohl klar, das sie Kazans Wunden verband und ihn im Kampf unterstützte, gerade weil es auch um ihr eigenes Volk ging. Ihre Augenbrauen zogen sich nachdenklich zusammen. Sie drehte sich um und suchte sich einen Platz in der Nähe des Zeltes in dem Kazan lag. Er hatte sich die Rippen gebrochen und es musste wirklich sehr schmerzen. Wenigstens hatte sie ihm den Verband so angelegt, das die Rippen wieder da standen, wo sie hin gehörten. Kazan hatte unverschämtes Glück gehabt, das ihm keine der gebrochenen Rippen in seine Lunge oder Leber gestoßen worden war. 
Endlich hatte sie einen Platz gefunden. Aufmerksam lauschte sie in die Nacht hinein. Auch im Lager entgingen ihr die ruhiger werdenden Geräusche nicht. Bald wäre es still und nur die Elfen würden ach sein, um über die Menschen zu wachen.
Am nächsten Morgen wurde die Ruhe durch einen Streit zwischen einem Elf und einem der Soldaten gestört. Auch Twyla kam herbei gelaufen. Sie wusste, das es ein Missverständnis war und keiner ihrer Leute etwas gemeines hatte sagen wollen, doch die Menschen wussten es nicht. Verdutzt sah sie nun den lieben Kazan an. 
"Er hat ihn sicher nicht beleidigen wollen, oder seine Tochter. Ganz sicher wollte er ihm ein Kompliment machen und ihn für sein schönes Kind loben."
Nun auch sie musste ja irgendwie Partei ergreifen. 
"Ich werde mit ihnen sprechen."
Schon war sie auf dem Weg ihre Begleiter zusammen zu rufen. Sie erklärte ihnen, das sie ein Kind als solches bezeichnen sollten, wenn sie nicht wussten, ob es ein Junge oder ein Mädchen war. Schließlich waren die Menschen leicht reizbar und nahmen, wie sie es eben erlebt hatten, eine Verwechslung gleich als Beleidigung auf. Nachdem das nun geklärt war, ging sie zurück auf ihren Posten. Sie wusste nicht so recht, ob das hier gut gehen würde. Menschen und Elfen waren so unterschiedlich ... und doch auf gewisse Weise ähnlich.
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Kazan



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Do Jun 30, 2016 10:31 pm

Ob es gut ging oder nicht… Sie MUSSTEN zusammen halten. Einfach, weil es gar nicht anders ging. Kazan ging in sein Zelt zurück und betrachtete die Rüstung, die er auf den Boden geworfen hatte. Untypisch für ihn, aber er konnte sich ja auch kaum bewegen. Er ging in die Hocke, hob sie auf und hängte sie an das Gestell, dann zog er wenigstens den Umhang an und ging hinaus zu seinen verbliebenen Truppen. Einst waren sie 50 gewesen und jetzt waren sie 9. Er seufzte langgezogen. Ein Hornstoß. Für einen furchtbar langen Moment glaubte Kazan das Schlimmste, aber es waren keine Feinde, die anrückten, sondern eine Schaar Elfen, die auf Pferden angeritten kamen. Er konnte seinen Augen kaum trauen. Arthas schien den Fürsten überzeugt zu haben. Der erste Lichtblick. Er machte kehrt und zog sich umständlich mühsam und unter Schmerzen die Rüstung an und trat hinaus. Ein leichter Schweißfilm bedeckte sein Gesicht aufgrund seiner fahrlässigen Art mit sich umzugehen und der Herr Solas selbst ritt nun vor ihn. Kazan neigte den Oberkörper leicht und senkte den Blick. „Willkommen, Herr Solas.“ Solas stieg ab und sagte: „Ihr habt nicht übertrieben, Kazan Kelgahn.“ Kazan sah auf. Er wusste es also, dass er der Bruder des Herzogs war. War ja aber auch egal. „Wie ist eure Strategie, das Übel im Keim zu ersticken?“ Kazan sah nun auf und blickte zu den Bergen. „Wir wissen nun, das Tiefe Höhlen und Gänge in die Berge gegraben wurden, aber nicht, wie weitläufig sie sind. Wir wissen nicht, wo sie herkommen, und was sie vergiftet hat.“ Er ballte die eine Faust. „Ich habe keinen Plan.“ Der Fürst musterte ihn und sah dann zu seiner Tochter und zu Arthas. Arthas sagte: „Wir müssen sie aus ihren Löchern treiben!“ „Bloß wie?“, fragte einer der Menschen. Eine Gute Frage.
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Twyla



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Do Jun 30, 2016 10:42 pm

Auch Twyla befürchtete, beim erklingen des Horns, das Schlimmste, doch dann sah sie ihren Falken, der über dem Lager schwebte. Kurz drauf erkannte sie in der Ferne die Krieger der Elfen, an deren Spitze ihr Vater nun ritt. Twyla stand bereit, ihren Vater gebührend zu empfangen. Auch die anderen Elfen standen bereit. 
"Willkommen Vater. Es ist eine Freude dich zu sehen."
Sie verneigte sich kurz vor ihm, trat dann einen Schritt zurück und lauschte den Worten ihres Vaters, wie auch denen Kazans. Wie sollten sie diese Wesen aus den Höhlen treiben? Elfen verabscheuten es, unter die Erde, bzw in Höhlen, zu kriechen. Feuer könnte sie heraus treiben, doch würden dann auch andere Wesen in Gefahr geraten. Wasser würden sie nicht genug aufbringen können, um die Höhlen zu überfluten. Was also blieb ihnen sonst? 
"Feuer,"
meinte Twyla schließlich eher niedergeschlagen. 
"Allerdings ... wissen wir nicht, wie viele es sind. Wir wissen eben so wenig, wo die Quelle dieses Übels sitzt. Sicher ist, das jeder, der damit angesteckt wird, sich in eben ein solch verdorbenes Wesen wandelt. Niemand weiß, ob es heilbar ist."
Immerhin hatten sie gesehen, das es sowohl Menschen als auch Elfen waren, die so sehr verdorben waren.
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Kazan



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Do Jun 30, 2016 11:07 pm

Kazan sah zu Twyla. Bei den Menschen war es ungewöhnlich, dass sie eine Frau in den Kriegsrat mit einbrachte, aber bei den Elfen schien es Normalität zu sein. Arthas schüttelte leicht den Kopf. Er sagte: „Und wie sollen wir das Feuer in den Berg bekommen?“ Er sah hinauf zum König und Kazan sagte: „Wenn wir die Ebenen fluten würden…“
„Das würde unsere Heimat zerstören.“, entgegnete Arthas, worauf hin ein Soldat sagte: „Und hast du eine bessere Idee, Elf?“ Kazan blickte den Mann böse an und der wurde ganz klein und murmelte ein „Entschuldigung.“ Arthas aber grinste grimmig und sagte: „Nein, hab ich nicht. Oder vielleicht doch? Legen wir Köder aus, Menschenblut werden sie wohl wittern, hm?“ „Arthas!“, sagte ein Elfischer Soldat erschrocken. „Wie war das?“, sagte nun ein anderer Mensch. Kazan seufzte und der Fürst blickte erstaunt auf die sich bietende Szene. Das ganze Schaukelte sich irgendwie hoch und schließlich fragte Arthas: „Du willst wohl eine neue Gesichtsform, hä?“ Der Mensch schäumte schon vor Wut und sagte: „Dann komm doch! Steig von deinem hohen Ross, genau hier hin.“ „Leif!“, rief Kazan nu zur Ordnung. „Was denn?! Ich lasse mich nicht von diesem Kerl beleidigen, weil er glaubt, er sei was Besseres!“ Der Fürst betrachtete das Ganze nur und schien abwarten zu wollen. Arthas stieg ab und schlug sich auf die Brust. „Na los! Komm doch!“ Leif holte aus und dann krachte es nur so… nicht. Kazan stand dazwischen und hatte die Hand mit seiner aufgehalten. Sein Messerscharfer Blick war überwältigend… Ehrfurchtgebietend. „War‘s das jetzt? Kenne deinen Platz!“ Ein Schlag zwischen die Augen und Leif klappte um, wie ein Brett. Dann sah Kazan zu Arthas, der selbstgefällig grinsend vor ihm stand. „Hm! Kämpfen kannst du, Mensch. Und doch kommst du mir vor, wie der Kindergärtner.“ Kazan drehte sich nun zur Gänze zu Arthas und sein Blick verschaffte dem Krieger-Elfen ein gewisses Unbehagen. „Ein Kind seid auch ihr, auf solch lächerliche Provokationen einzugehen zeugt weder von der Weisheit noch von der Umsicht, die man eurem Volk nachsagt. Ich kenne die Grundzüge meines Volkes. Ihr auch?“ Arthas sah ihn sprachlos an, wollte eben wütend etwas entgegnen, als der Fürst nun die Hand hob und abstieg. „Das genügt jetzt.“ Twylas Vater musterte Kazan und sagte: „Lasst uns das wie Führer unserer Völker klären und nicht wie ein Haufen Wildlinge.“ Kazan sah den Fürsten an und bedeutete ihm mit einer Handbewegung in sein Zelt zu gehen. Die anderen sollten scheinbar alle draußen bleiben. Arthas kochte vor Wut und sagte dann lauter, als er musste. „Dieser… DIESER! Arg! Hält sich wohl für was Besseres! Ich kann nicht glauben, dass dein Vater ihm Recht gibt, Twyla!“ Die Truppen der Elfen standen starr vor sich hin sehend einfach da. Nur die 10 Leute, die er mitgebracht hatte, saßen rum und schienen darauf zu warten, dass Befehle erteilt wurden. Arthas war wütend. „Mir reicht’s! Ich gehe Wache schieben!“ „Auf eure Posten!
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Twyla



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Fr Jul 01, 2016 1:44 am

Unglaublich, was sich da eben abspielte. Twyla sah der Szene nur Kopfschüttelnd zu. Schließlich ergriff Kazan das Wort. Keiner muckte mehr auf, doch Arthas ... er war so unbändig. Twyla sah ihn an. 
"Hör auf. Du benimmst dich wirklich nicht gerade reif. Du bist Anführer und benimmst dich wie ein Kind, welches man geneckt hat! Es herrscht ein krieg der unser beider Völker betrifft! Wenn wir nicht zusammen halten, werden wir alle untergehen Arthas! Mein Vater ist Weise! Er sieht nicht nur unsere Seite, sondern auch die, die uns ALLE betrifft! geh nur Wache schieben und denk zur Abwechslung mal über das nach, was dir gesagt wurde!"
Twyla wandte sich von der Truppe ab: Sie hatte sicher nicht vor zu lauschen, oder die beiden Männer zu stören. Der Fürst würde sie schon rufen, wenn er sie brauchte oder irgendwas von ihr wünschte. Bis es soweit war, konnte sie die anderen Elfen im Lager unterbringen. Schließlich brauchten auch sie einen Platz für sich, den sie den Menschen nicht streitig machen würden.
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Kazan



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Fr Jul 01, 2016 9:32 am

Nun ihn Kazans Zelt wurde ohnehin nicht laut debattiert, sondern in Ruhe gesprochen. Irgendwann schickte Kazan einen Boten zur Stadt und Solus kam heraus. Er sah über die Ebene, in denen die Leichen bereits angezündet worden waren und betrachtete seine Krieger, wie sie eigene Lager errichteten. Sie waren sporadisch und hier in der Weite der Ebene eher unbeholfen. Die Waldelfen kannten nur ihre Wälder und konnten mit Grasland wenig anfangen.
Solus trat zu seiner Tochter und sagte leise: „Vielleicht ist es an der Zeit Vorurteile zu begraben und uns in neue Wäldern zu begeben.“ Ein Sprichwort der Elfen, neue Dinge zu probieren und sich massiv zu verändern und er winkte dabei einen Elfen heran. Dann sagte er zu diesem: „Evakuiert unser Dorf. Nehmt alles mit, was ihr braucht. Wie werden unsere Heimat verlassen.“ Arthas war eben dazugekommen und er fragte entrüstet: „WAS?!“ Er sah seinen Herrn an und sagte weiter: „Das… Könnt ihr nicht tun! Das ist unsere Heimat! Das ist UNSER Wald!“ Der Fürst lächelte mild und sagte: „Arthas… Die Natur gehört uns nicht.“ „Aber…“ „Sie spendet Schutz und Liebe, wo wir sie brauchen und sie zerstört unsere Feinde und all jene, die sie missachten. Sie gewährt uns überall Obdach.“ Er senkte den Blick. „Das lasse ich nicht zu!“
„Arthas!“, doch er rannte schon los. „Dieser Junge…“ Er sah zu seiner Tochter. Auf sie würde er noch viel weniger hören als, auf ihn. Letztlich war es Kazan, der sich ihm in den Weg stellte.
„Aus – dem – Weg – Mensch!“
„Nein.“, sagte Kazan ganz ruhig.
„DU hast das vorgeschlagen!“
„Ja, habe ich.“ Arthas holte aus, aber Kazan wich aus. „Du kannst mich nicht treffen, Arthas. Nicht mal jetzt.“ Obwohl er so verletzt war. „Wetten?!“ Er griff erneut an, und Kazan wich wieder aus. „Nicht in hundert Jahren.“ Eine Faust raste auf Kazan zu und er fing sie mühelos auf und drückte derart zu, dass Arthas auf die Knie gezwungen wurde. Solus ließ es zu. Dem Elfenkrieger stiegen Tränen in die Augen. „Warum…? Warum schlagt ihr so was vor?! Wo sollen wir denn hin?! Und IHR…“ Nun zu Solus. „Wie könnt ihr das zulassen?!“ JETZT so dachte Solus war Arthas bereit auf Twyla zu hören, wenn sie denn nun mit ihm reden wollte.
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Twyla



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Fr Jul 01, 2016 9:47 am

Auch Twyla war entsetzt über den Beschluss, diesen Wald zu verlassen. es war ihre heimat. Sie liebte den Wald und konnte nun Arthas Reaktion nur all zu gut verstehen, aber anders herum ... verstand sie auch ihren Vater. Nachdem Kazan Arthas in die Knie gezwungen hatte, kam Twyla zu ihm. Sie wischte ihm die Tränen weg und sah ihn an. 
"Hör mir bitte zu Arthas. Der Wald, wie wir in lieben, ist in größter Gefahr, solange wir dort leben. Wir müssen diesen Feind zunächst besiegen, um somit auch unseren geliebten Wald zu retten. Der Wald hat uns immer geschützt, doch sieh dir das Land hier an. Da, wo die Verdorbenen ihr Leben ließen, wo ihr Blut den Boden berührte, ist auch die Erde verdorben. Ist es das, was du dir für unseren Wald wünscht?"
Sie hielt seine Wangen sacht zwischen ihren Händen, damit er sie ansehen musste. 
"Nun ist es an der Zeit, das WIR den Wald beschützen und das können wir nur, indem wir ihn verlassen." 
Für sie sah es einfach so aus. Es schmerzte sie selbst und auch sie hatte Tränen in den Augen, aber sie mussten die richtige Entscheidung treffen.
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Kazan



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Fr Jul 01, 2016 10:11 am

Arthas sah seiner langjährigen Freundin in die Augen, als sie sich zu ihm kniete und ihn zu trösten versuchte, während Kazan ihn los ließ. „Klärt das!“, sagte er nur kühl und verschwand wieder in seinem Zelt. Arthas bekam es gar nicht mit. „Oh, Twyla… Ich… Es schmerzt mich so sehr. Wieso geschieht das. Haben wir nicht alles getan unsere Heimat zu schützen? Vor den Menschen, vor den Trollen, vor den Wildlingen und jetzt?“ Sie wusste wie sehr Arthas seine Heimat liebte. Und sie wusste, wie weh es ihm tat, sie aufgeben zu müssen. Solus betrachtete die beiden nur. Er hatte immer gewollt, dass sie zueinander fanden. Arthas legte nun ganz zart seine Arme um Twyla und legte den Kopf auf ihre Schulter, wo er weinte. Auch einige seiner Untergebenen weinten. Es herrschte eine wirklich traurige Stimmung. Solus sah hinüber zu ihrer Heimat. Nun hieß es erst einmal abwarten. Sie würden die Grenze schützen müssen und es würde noch einige Tage dauern, ehe sie den Fluss wirklich umleiten konnten, da erst ein Damm gebaut werden musste. Kazan hatte den Boten deshalb entsandt.
Arthas war Twyla sehr dankbar und später saßen sie gemeinsam zusammen auf einem Hügel. Er sagte leise in die Sterne sehend: „Meine Mutter sagte mir mal, dass die Sterne zuhause am schönsten sind. Wenn ich sie jetzt so ansehe, dann glaube ich das fast.“ Für ihn schien die Welt ein Stück Farbe verloren zu haben. „Weißt du noch, als wir damals am Tag des Sternenfestes weggeschlichen sind um im Mondschein zu baden?“ Sie waren noch Kinder gewesen. „Ich hatte dich mit einer Nymphe verglichen und du hast mit Seegras ins Gesicht geworfen.“ Es hatte lustig ausgesehen, weil ihm die abgestorbenen Wasserpflanzen in den Haaren gehangen hatten, wie lange Haare. Damals hatten sie nichts von dem Übel der Welt gewusst.
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Twyla



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Fr Jul 01, 2016 10:24 am

Twyla hielt Arthas in den Armen und tröstete ihn. Sie war selbst gegangen, ohne zu ahnen, das sie sich hätte verabschieden müssen. Denn noch war es an der zeit, einen neuen Weg ein zu schlagen. Es war sicher nicht leicht, doch ohne diesen Schritt, gäbe es bald vielleicht überhaupt keine Zukunft mehr. Kazan sah sie nun ein wenig böse nach. Er schien so vollkommen hart so emotionslos ... es war einfach nicht fair, wie er mit den Elfen umsprang, wenn gleich auch Twyla wusste, das er Arthas nicht anders hätte bändigen können. Das ihr Vater sich schon immer gewünscht hatte, Arthas und seine Tochter würden zusammen finden, wusste Twyla durchaus, doch manche Wünsche gehen einfach nicht in Erfüllung. In Arthas sah sie eher etwas wie einen Bruder, als einen Gefährten. Ob sich das noch ändern würde, stand in den Sternen. Der Plan, den Kazan und der Fürst der Waldelfen ausgeheckt hatten, schien etwas mit einer Überflutung zu tun zu haben, aber was, wenn dadurch das Wasser verderben würde? Im Moment konnte Twyla sich nicht um alles einen Kopf machen. Sie  hatte sich Arthas geschnappt und war mit ihm ein Stück gelaufen, bis sie einen Hügel fanden, auf dem sie sich setzten und einfach redeten. Die Sterne standen am Himmel und Twylas Gewissheit, den Wald nie wieder zu sehen, wuchs. 
"Ja ... sie hatte durchaus recht. Nirgends sind die Sterne schöner, als da, wo sein Zuhause ist." 
Es stimmte sie nachdenklich. Arthas und sie waren gemeinsam aufgewachsen. Schon damals betrachteten sie oft die Sterne zusammen. Auch an das Sternenbad konnte sie sich noch gut erinnern. Heute lächelte sie darüber. 
"Ja ... eine Nymphe. Heute würde ich es wohl eher als Kompliment sehen, aber du ..."
Twyla kicherte,
"du sahst aus wie ein Waldschrat, nachdem du das Wassergras in den Haaren hattest."
Erinnerungen waren vermutlich alles, was ihnen noch bliebe. Was Twyla Sorgen machte, war die Wortwahl ihres Vaters. Evakuieren. Er wollte hoffentlich nicht den Wald unter Wasser setzen.
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Kazan



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Sa Jul 02, 2016 11:25 pm

Arthas lächelte über ihre Bemerkung mit dem Waldschrat und dann sagte er: „Würdest du das? Wenn ich noch einmal sagen würde, du seist eine Nymphe?“ Er lächelte und senkte dann den Blick. Es sah etwas beschämt aus und dann streckte er sich, wobei er sich nach hinten fallen ließ. Er seufzte als sei es ihm sehr angenehm und dann sagte er leise: „Es wird nie wieder wie früher. Die Ebenen fluten, heißt den Wald zu überschwämmen. Was das für die Tierwelt und die Pflanzenwelt bedeutet, ist dir bestimmt klar.“ Er schloss die Augen und Tränen drangen hervor. „Wie kann dein Vater etwas so entsetzliches befehlen?“ Er legte den Arm auf die Augen.
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Twyla



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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   So Jul 03, 2016 12:21 am

Twyla sah ihren Langjährigen Freund lächelnd an. 
"Ja, das würde ich."
Sie sah wieder in die Ferne und lauschte seinen Worten. Auch ihr stiegen die Tränen in die Augen. 
"Er wird damit nicht nur den Wald, sondern ALLES hier mit zerstören. Wir können das nicht zulassen. Wir müssen wenigstens die Tiere retten. Der Wald selbst wird es überstehen, aber die Tiere nicht ... ausser ... wir bauen einen Damm, der den Wald mit einschließt."
Das wäre die einzige Möglichkeit den Wald zu retten. Twyla würde nicht zusehen, wie die Tiere dort vernichtet werden würden. Schließlich gehörten diese Tiere zu ihren Familien. Sie lebten zusammen, haben alles zusammen erlebt, sind dort aufgewachsen ... Nein, der Wald durfte nicht einfach aus einer Laune und eines Gegners wegen in Gefahr gebracht werden.
"Komm ... Wir müssen mit Vater reden."
Sie nahm Arthas Hand, zog ihn hoch und schließlich mit sich zum Lager ihres Vaters. Ob er wohl schon in seinem Zelt war, oder noch immer bei Kazan?"
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   So Jul 03, 2016 3:20 am

Arthas gab ihr Recht und da er sie nun auch auf seiner Seite hatte, sagte er: „Ja… Lass uns versuchen ihn umzustimmen!“
Sie gingen zurück ins Lager. Ihr Fürst stand auf einem anderen Hügel und sah finster zu dem Bergkamm, in dem er die Feinde vermutete. Er fragte sich, was diese nach ihrer vernichtenden Niederlage und durch die vermeintliche Unterstützung eingeschüchtert nun als nächstes tun würden. Er hatte einen Plan, doch er fürchtete, dass dieser auf nur noch Unwillen seitens seiner Tochter stoßen würde, als sie ohnehin schon enttäuscht war.
Kazan war in seinem Zelt und überlegte hin und her immer wieder nahm er Maß auf seiner Karte und kam immer wieder zu dem Schluss, dass es einfach nicht anders ging. Niemand würde in den Berg eindringen können um Feuer zu legen und wenn sie die Ebenen fluten wollten, würde zwangsläufig ein großer Teil des Waldes verschwinden. Er sah zu seinem Zelteingang… So durfte es einfach nicht Enden. Er wollte doch nicht die Heimat der Elfen zerstören, um seine zu retten… Doch würde er es nicht tun, würde es bald beide nicht mehr geben…

Arthas und Twyla kamen zu ihrem Fürsten. Dieser ignorierte sie so lange, bis die Zeit zu lange wurde und Arthas anfing: „Mein Fürst, wir…“
„Wie viele Jahre nennt unser Volk dieses Land nun Heimat?“, fragte er nachdenklich. „Öhm…“ „600 Jahre, Arthas. Ich weiß, weshalb ihr hier seid. Ich bin ebenso wie ihr in diesen Wäldern großgeworden und habe sie mit meinem Leben verteidigt.“
„Dann wisst ihr auch, dass ihr das nicht tun dürft!“
„Ihr Kinder seid immer so voller Ungeduld und Gram. Glaubt ihr beide, ich würde es zulassen, wenn es einen anderen Weg gäbe?“
„Aber den GIBT ES!“ Solas hob die Braue. „Ja… Krieg…“ „Sind wir das nicht längst?“ „Wenn du denn Bau des Dammes verhindern willst, wirst du gegen die Menschen Krieg führen müssen! Der Kommandant wird seinen Plan nicht begraben und er wird eher jeden einzelnen von uns vernichten, als sein Volk im Stich zu lassen!“ „Er kann nicht gegen uns alle gewinnen!“ Solus wurde nun wütend. „Du willst lieber Krieg? Ich schaffe eine Möglichkeit, mein Volk zu retten, du willst das Blut der deinen vergießen! Ich habe mich geirrt, DU wärst kein würdiger Nachfolger, Arthas!“ Er bekam riesige Augen und Solus drehte sich wieder weg. Lebt damit, wir retten, was wir retten können…
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   So Jul 03, 2016 3:31 am

Twyla kam erst gar nicht zu Wort. Arthas war genau das. Ungeduldig und ja, auch sie war es. 
"Vater ... Du bist weise und ein großer Stammesfürst. Wir beugen uns deinem Urteil, aber gibt es denn keine Möglichkeit, so viel Leben wie möglich zu retten? Wenigstens die Tiere? Könnten wir nicht den gefährdetsten Teil des Waldes frei räumen? Die Tiere spüren doch, wenn etwas geschieht. Sie haben uns doch immer vor Wind und  Wetter gewarnt ..."
Tränen standen ihr in den Augen. Natürlich verstand Twyla, was ihr Vater sagte, warum er das zu ließ, aber anders herum ... sie verloren nicht einfach nur ihre Heimat. Natürlich könnten sie sich einen anderen Wald suchen, aber was war mit den Lebewesen, die dort eben so Daheim waren? Das er Arthas nun so anschnauzte, passte gar nicht zu Solas.
"Der mensch macht das alles nicht, um uns zu schaden Arthas. Er tut es nicht, um uns unsere Heimat weg zu nehmen, sondern weil er weiß, das es sonst bald weder Menschen, noch uns hier geben wird. Vater hat recht. Wir alle sind dort groß geworden, lieben den Wald. Es fällt niemandem leicht dort weg zu gehen."
Im tiefsten Innern, schmiedete sie einen Plan in den Berg ein zu dringen, trotz allem Widerstrebens, doch wenn sie es schaffen würde, wäre der Wald gerettet und somit auch ihre Heimat. Solas war nicht dumm. Nur weil seine Tochter ihm beipflichtete, hieß es nicht, das sie aufgab.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   So Jul 03, 2016 3:59 am

Ohne dass die drei es bemerkt hätten, hatte sich Kazan genähert. Er räusperte sich und sagte. Es gibt einen Weg... Solus sah zu ihm und Kazan sagte: "Wenn wir einen Damm errichten..." "Ihr sagtet selbst, dass es sinnlos ist, weil es zu lang dauert." "Nicht, wenn ich die Unterstützung bekomme, die ich brauche." "Dein König hat dich einmal fortgeschickt, wieso sollte er jetzt helfen?" Kazan bezweifelte das auch. "Wir könnten euren bitten." Solus sah ihn kurz an und sagte dann: "Wenn wir das tun, wird sein Heer die deinen vernichten." Nein mit Thanduin war nicht zu reden, wenn es um Menschen ging. Kazan sah auf den Boden. "Ich sehe keinen anderen Weg..."
Solus musterte ihn kurz. Dann sah er zu seiner Tochter. Arthas funkelte Kazan an. "Bauen wir den Damm... Mein Volk wird die Brut zurückschlagen... Dein Volk soll Bauen." Wenn es ein Volk gab, dass in Bau- und Ingeniuerskunst begabt war, so waren es die Menschen... Kazan sah ihn an und nickte. Dann sagte Solus. "Ich habe unsere Leute soeben in den Tod geschickt, ich hoffe ihr seid nun endlich zufrieden." Er meinte wohl alle drei. Kazan drehte sich zu ihm um. "Nein... Das bin ich nicht."
Arthas ballte die Fäuste. "Wir werden unsere Heimat retten! Und jeder der sein Blut dafür vergießt und sein Leben gibt, wrd es mit Stolz tun!"
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   So Jul 03, 2016 4:13 am

Twyla war alles andere, als zufrieden. Sie konnte niemandem die Schuld für all das hier geben, denn von den Anwesenden hier, trug niemand die Schuld. 
"Hör auf Arthas. keiner von unserem Volk sollte sterben, weil wir versuchen anderes eben zu retten. Selbst wenn die Menschen einen Damm bauen ... wie viele von uns werden noch übrig sein, um zurück zu kehren? Entweder ... wir bringen dieses Opfer, um zu gewähren, das wir alle eine Zukunft haben. Wenn die Menschen diesen Damm bauen, wird unsere Heimat überleben, aber wer soll sie bewohnen, wenn wir nicht mehr da sind?"
Twyla betrachtete die Berge. Niemand wusste, wann der nächste Angriff kommen würde. 
"Baut den Damm nicht. Wir werden jeden Mann brauchen, um diese Wesen auf zu halten."
Tränen rannen ihre Wange herab, aber sie wusste, wie wichtig es war, das die Völker nun zusammen standen. 
"Kazan eure Überlegungen in allen Ehren, aber der Damm wird uns alle nur aufhalten. Wir wissen nicht, wie viele Wesen der Verderbnis anheim gefallen sind. Wir müssen vereint handeln .... um alle zu überleben."
Sie wusste durchaus, das sie sich den Zorn vieler auf die Schultern lud, aber die Zeit arbeitete gegen sie. Die Ungewissheit, was geschehen könnte und würde, war zu groß, als das sie so viel Zeit in Anspruch nehmen konnten, einen derart großen Damm zu bauen.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   So Jul 10, 2016 6:56 pm

Kazan musterte die junge Elfe mit dem Namen Twyla. Was denn nun? Eben noch hatte sie gesagt, dass der Wald unbedingt geschützte werden musste und nun? Konnte sie sich vielleicht mal entscheiden? War ja wirklich nicht zu fassen… Solus blickte seine Tochter ebenfalls etwas düster an. Schließlich sagte Kazan: „Bauleute, Bäcker, Priester… Niemand dieser Leute ist in der Lage eine Klinge zu führen. Ich werde sie nicht in den Kampf schicken, ganz gleich, was du sagst. Diese Menschen werden bauen.“
Solus sah auf den Boden und Arthas zu Twyla. Er war prinzipiell auf ihrer Seite, aber er wollte auch den Wald schützen. Sie hatten in der Schlacht keinen einzigen Elf verloren, wie lange konnte es schon dauern, bis der Damm fertig war? Wie viele würden sterben? Eine Hand voll? Er sah Solus an, der nun seine Tochter musterte. „Dein Gemüt ist so unstet, wie das deiner Mutter, Kind.“ Nun die Wahl war nicht leicht. Entweder all die vielen Tiere des Waldes ertränken oder ein paar der Elfen verlieren. Solus hatte seine Wahl getroffen. „Wir bauen den Damm!“
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