Endzeit

Der Anfang vom Ende ist vorbei. Wird dies nun das Ende eines Neuen Anfangs werden?
 
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 Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna

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Kazan

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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 8:33 am

Natürlich stellte sich Twyla quer und Solus hatte es gewusst. Kazan sah aus, als sei er gerade mit des Todes Tochter verheiratet worden und auch davor war er schon so bleich gewesen. Twyla regte sich wirklich auf und weinte und Solus war kurz davor einen Rückzieher zu machen.Kazan sah vorsichtig zu ihr herüber und dann wieder zu seinem Bruder, der ihn die ganze Zeit schon ernst musterte. Ein ganz kurzes Nicken in Twylas Richtung seitens Sandors und Kazan sah zu ihr herüber. Sie weinte… Und Kazan war das alles hier zu viel. Er atmete tief ein und sagte dann leise: „Twyla…“ Er hatte eigentlich noch niemals ihren Namen genannt. Er sah sie nicht an und trat nun zu ihr. Er wollte sie nicht ehelichen. Er wollte überhaupt niemanden ehelichen und er wollte diese ganze Situation nicht.
Draußen Brach Jubel aus. Die Höhlen wurden bereits überflutet. Kazan war nicht nach Jubeln zumute. Er sah Sandor an und dann sagte er leise, indem er sich wieder zu seiner Zukünftigen wandte: „Ich werde dich ehren, wie es sich gebührt.“ Dann zu Solus, wo er sich leicht verneigte: „So bitte ich euch um die Hand eurer Tochter.“ Seine Stimme klang brüchig. Solus war ebenso verstört und er wollte das eigentlich selbst nicht. Er nickte leise: „Ehre sie und liebe sie.“ Kazan schloss die Augen und nickte einmal. Dann richtete er sich auf und streckte Twyla die Hand hin. Sein Blick war nicht auf ihre Augen gerichtet, sondern nur auf ihr Kinn.
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Twyla

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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 8:50 am

Twyla weinte. Sie wollte nicht heiraten. Sie wollte auch nicht in der Stadt leben. Es wäre die pure Folter. Wie konnten sie ihnen das nur an tun. Es war furchtbar. Ein Schauer zog ihr über den Körper, als Kazan ihren Namen zum ersten Mal aussprach. Es klang so unglaublich sanft. Denn noch ... Sie hörte seine Worte, doch wie könnte er sie ehren? Ein Mensch ... der das hier offensichtlich eben so wenig wollte, wie sie. Schließlich hörte sie genau die Worte, die sie nicht hören wollte. Ihr Vater hatte dem ganzen zugestimmt und sie ... sie musste tun, was ihr Vater verlangte. Twyla drehte sich zu Kazan um, der es nicht einmal jetzt fertig brachte, ihr in die Augen zu sehen, doch auch Twyla tat alles andere, als seinen Blick zu suchen. Sie senkte den Blick und weinte bitterlich, als sie ihm nun die Hand zitternd reichte. Das konnte nicht gut gehen. Er würde viel früher sterben, als sie. Sie würde sich sicher keine Kinder von einem Menschen andrehen lassen. So hart es klang, aber wenn sie jemals Kinder haben wollte, dann von einem Elfen und die Kinder sollten im Wald aufwachsen, nicht in einer Stadt, die aus Stein erbaut war. Dort würde sie Kazan vermutlich nicht überleben. Allein der Gedanke daran, machte sie krank. Solus konnte sie dafür nicht hassen. Er tat das, was für ihr Volk das Beste war, doch zu gleich gab er ihnen ein Heim, in dem keiner von ihnen glücklich werden konnte. Twyla sah nicht auf. Sie sah stur zu Boden. Wie könnte sie einen Menschen je lieben, der sich ihr und allen anderen gegenüber verhielt, als wären sie es nicht wert auch nur einmal mit ihnen zu sprechen.
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Kazan

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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 9:08 am

Kazan spürte ihre Hand in seiner und just in dem Moment sah er auf in ihre Augen. Er suchte nach ihrem Blick, aber er fand ihn nicht. Sie weinte so sehr. Sie wollte es so wenig, wie er selbst und sie wollte einfach im Wald bleiben. Vor allem wollte er keine Familie gründen, dafür war sein Sexgeiler Bruder da… Kazan senkte den Blick nun wieder und er zog Twyla leicht zu sich heran. Er sagte leise: „Ich mache keine halben Sachen…“ Dann sah er sie fest an. Sein Schmerz, sein Zorn und all seine furchtbaren Gefühle verschwanden und er sagte nun klar, aber leise: „Ich werde dich beschützen.
Solus trieb es nun auch die Tränen in die Augen und Sandor verstand einfach nicht, was sein Bruder sagte. Scheinbar schien es beschlossen. Solus musste sich auch erst mal beruhigen und Kazan sagte dann weiterhin leise zu ihr: „Willst du… nach Athras sehen?“ Sie nickte nur und er ließ ihre Hand los. Sie wollte es ihm sicher sagen, aber er war doch so schwach und… vielleicht, sollte sie es doch nicht sagen. Kazan jedenfalls wartete nur kurz, warf seinem Bruder einen mörderischen Blick zu und dann folgte er ihr unauffällig. Er wollte sie nicht überwachen oder belästigen, aber er glaubte, dass es nicht ratsam war, den Elf nun weiter aufzuregen… Lysa… Kazan schloss die Augen.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 9:24 am

Und so plötzlich, wie er sonst ging, ohne ein Wort zu sagen, sprach er in ihrer Sprache mit ihr. Sie musste so sehr weinen, das sie nicht einmal mehr antworten konnte. Für einen Moment, sah sie ihn überrascht an. Seine Augen wirkten ganz anders, als sonst. Er konnte anders sein. Es änderte jedoch nichts an der Tatsache. Twyla zog ihre Hand sanft aus der Seinen, als sie nun nach Arthas sehen wollte. Schließlich war es nicht seine Schuld, das sie ihn heiraten sollte und nicht im Wald leben durfte. Langsam ging sie zum Zelt, in dem Arthas lag. Twyla war so verzweifelt, das sie gar nicht aufhören konnte zu weinen. Sie setzte sich an Arthas Bett, der noch immer zu schlafen schien. Sie konnte es ihm nicht sagen. Wie konnte sie ihm denn nun auch noch das Herz brechen, wo sie sich gerade versuchte darüber klar zu werden, ob sie ihn eben so liebte, wie er sie? Nein ... aber lügen könnte sie auch nicht. Erst einmal sollte sie das ganze wohl verdauen. Sie wusste nicht, wie sie das überstehen sollte. Ohnehin ... in der Stadt zu leben, kam einem Todesurteil gleich. Da änderte auch Kazans Versprechen nichts dran. Er war ein Mensch, sie eine Elfe. Er beherrschte ihre Sprache, was nicht jeder Mensch von sich behaupten konnte. Was würde SEIN König dazu sagen?
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 9:37 am

Kazan konnte es ihr nachempfinden. Er wusste nicht, was die beiden verband, aber er war auch nicht so dumm, zu begreifen, dass sie mehr mit Arthas verband, als mit ihm und Lysa… Er blieb vor dem Zelt stehen. Er konnte sie nicht dabei beobachten, wie sie mit ihrem besten Freund nun dort saß. Dennoch blieb er stehen.
Der Elf öffnete die Augen und sah seiner Liebsten ins Gesicht. Im ersten Moment lächelte er, hielt ihre Tränen für Erleichterung und doch merkte er nach einigen Augenblicken, dass etwas nicht stimmte. War er krank? Er spürte nichts Komisches. „Twyla… Was ist los?“ Er versuchte die Hand zu heben. Er war so schwach… „Was ist passiert?“ Er dachte auch daran, dass der Damm gefallen sein könnte. Aber er wusste es nicht.

Sandor verließ nun auch das Zelt und ging zu Kazan. Er wusste ja, wo dieser hinwollte. Er stellte sich neben ihn und schließlich legte er die Hand auf seine Schulter. „Du hättest es wirklich schlimmer treffen können.“ Kazan antwortete nicht. Es stimmte ja auch. „Du hast nie eine Frau in deine Nähe gelassen, Bruder… Ist es wirklich so schlimm für dich?“ Kazan schwieg lange und sagte: „Ja…“ Sandor sah ich bedauernd an. „Nun… Ich wollte Margery auch nie heiraten. Ich wollte sowieso nie heiraten, aber ich tat es. Zum Wohle des Reiches.“ Kazan sah ich nicht mal an und sagte nur: „Und auch ich werde tun, was verlangt wird.“ Er schüttelte die Hand ab und ging einfach.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 9:47 am

Twyla hielt Arthas Hand, als er erwachte und die Augen öffnete. Twyla war tot unglücklich, brachte aber ein zaghaftes Lächeln hervor, als sie merkte, das er die Augen öffnete. 
Was sollte sie ihm jetzt sagen? Am besten erst mal das, was nach seiner Rettung geschehen war. 
"Kazan ... er ... er hat uns gerettet."
Ihre Stimme war Tränen erstickt. 
"Wir ... wir konnten ... den Damm nicht retten. Es ist alles ... verloren." 
Wie könnte sie ihm nun noch sagen, was sie eben erst erfahren hatte? Er würde schon schwer genug daran zu knacken haben. 
"Ich bin froh ... das du lebst. ... Ruh dich aus Arthas."
Sie strich ihm über das Gesicht, küsste noch einmal seine Stirn und verließ das Zelt. Sie hasste es ihn an zu lügen, aber sie konnte es ihm nicht sagen. Wie konnte sie ihm sagen, das seine Liebe zu ihr vergebens war? Es würde ihm das Herz brechen. 
Twyla verließ das Zelt. Sie wollte allein sein. Noch immer konnte sie sich nicht damit abfinden.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 5:58 pm

Arthas sah Twyla weiterhin an und als sie ihm sagte, wer sie gerettet hatte, sah er etwas überrascht aus. „Der… Mensch war das?“ Wieso weinte sie so? Arthas versuchte nachzudenken, doch es viel ihm schwer. Sie erzählte vom Wald und auch Arthas wurde das Herz nun schwer. Er schloss die Augen und eine Träne lief hinab. Sie sprach erneut zu ihm, streichelte ihn, küsste seine Stirn und sagte er solle sich ausruhen. Er war auch wirklich müde, aber er wollte nicht, dass sie ging. Er streckte die Hand nach ihr aus, aber sie war schon am Zeltausgang.

Draußen sah sie gerade Kazan, die Hand seines Bruders abstreifen und wie er sich verkrümelte. Er hatte sie nicht bemerkt und deshalb ging er auch weiter. Er wollte einfach seinen Bruder nicht sehen. Eigentlich wollte er niemanden sehen. Er ging weiter in Richtung des Waldes, den man von hier sehen konnte. Er lief an einigen weinenden Elfen vorbei und trotz Twylas Worten, spürte er den feindseligen Blick. Viele Bäume waren schon abgeknickt und das Wasser stand schon in den Wipfeln. Es war wirklich traurig.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 6:09 pm

Twyla sah, wie Kazan davon ging. Er konnte wirklich nichts dafür, das der Wald überschwemmt worden war. Er hatte sogar versucht ihn zu retten und nun ... es war alles verloren. Warum ging Kazan nun noch in die Richtung des Waldes? Twyla fühlte sich elend. Sie durfte Arthas nicht die Gefühle entgegen bringen, die er ihr gegenüber empfand. Sie sollte jemanden heiraten, den sie nicht in ihrer Nähe haben wollte und sollte zum Wohle ihres Volkes in einer Menschenstadt leben. Konnte es eigentlich noch schlimmer kommen? Es war nicht richtig. Was konnte sie aber schon tun? Sie könnte mit Arthas fliehen, doch was dann? Wo sollten sie hin? Es war doch eh schon besiegelt. Das war nicht fair. Twyla hatte den Wald so sehr geliebt. Schon als kleines Kind war sie durch die Wipfel der Bäume gesprungen und hatte sich dort gern versteckt. Nun war alles vorbei. Die Elfen weinten bitterlich um den Verlust ihres Heims. Es würde auch viele von ihnen schwer treffen, nun in der Stadt wohnen zu müssen. Keiner von ihnen verstand, warum das alles geschehen war. Auch Twyla wollte nun allein sein. Sie konnte nicht fassen, was man ihnen damit an tat. Warum konnten sie nicht friedlich Seite an Seite leben, so wie sie es zuvor im Wald auch getan hatten? Das ihr Vater sich so schnell dazu hatte hinreißen lassen, war ihr fast unheimlich, doch verstand sie durchaus, denn auch sie hatte angefangen, die Menschen als gleichwertig zu betrachten.  Der Weg den sie einschlug, führte sie ebenfalls zum Wald. Sie hatte das Gefühl, sich von ihm verabschieden zu müssen. Sie nahm einen anderen Weg als Kazan, denn ihm wollte sie gerade am allerwenigsten über den Weg laufen.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 6:21 pm

Es dauerte den ganzen Tag, aber schließlich hatte der Fluss gesiegt und die Höhlen überschwemmt. Viele dieser Kreaturen hatten ihr Leben verloren und sie würden sich sicherlich nicht so schnell erholen können. Die Arbeit hier war getan und nun würden nur noch Späher zurück bleiben, um die Lage zu kontrollieren. Kazan hatte Twyla den ganzen Tag noch nicht wieder gesehen, aber jetzt… Er suchte nach ihr und sie befand sich in ihrer Gemeinde von Elfen. Auch Solus war da, aber nicht in ihrer Nähe. Er hatte sein Kind verkauft…
Kazan ging direkt zu ihr und sah sie einen Moment stumm an, jedoch nicht in die Augen. Er sagte nur leise: „Es ist Zeit…“ Er führte die schneeweiße Stute neben sich her und ließ sie nun bei Twyla stehen. Er wandte sich mechanisch von ihr ab und wollte eben noch was sagen, als eine hysterisch gewordenen Elfe schrie: „Das ist ALLES deine Schuld!“ Kazan sah die Elfe nicht mal an. „Auch meine Leute sind gestorben.“, antwortete er nur. „Ihr habt uns den Krieg gebracht und unsere Heimat geraubt!“ Wieder blieb Kazan ganz ruhig. Jetzt aber bedachte er die Elfe mit einem derart kalten und doch vernichtenden Blick, dass sie plötzlich sogar etwas überrascht war. „Ich habe den Fluss überschwemmt, um die Bedrohung zu vernichten, um auch euch vor Schaden zu bewahren.“ Er tat nichts aber an seiner statt sagte Lorkir nun, der von der Seite angelaufen gekommen war. „Er hätte es auch längst tun können, OHNE euch zu warnen und eure Hilfe zu erbeten. Also bevor du mit Anschuldigungen um dich wirfst… denke lieber darüber nach, wie viele von euch mein Kommandant gerettet hat! Er hat eure Prinzessin UND euren Heerführer gerettet. Ja selbst euch!“ Solus sagte nichts dazu und Kazan blickte nun zu Lorkir. „Hör auf! Wir gehen!“ Er ging los und machte sich auf Richtung Isenfurth.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 6:35 pm

Twyla hatte sich nicht lange am Wald aufhalten können. es brach ihr das Herz den Wald so zu sehen. Das Wasser würde lange stehen und der Wald würde in dieser Zeit unbewohnbar werden. Auch Arthas hatte sie nicht wieder gesehen. Sie konnte ihm nicht in die Augen blicken. Inzwischen stand sie unter ihres Gleichen, lauschte den Worten der Anderen, die noch immer einen Schuldigen suchten. Genau in diesem Moment kam Kazan. neben ihm lief die weiße Stute, die Twyla schon seit ihrer Ankunft hier reiten durfte. Entsetzen machte sich in Twyla breit, als sie erkannte, das es nun hieß, das lager zu verlassen und in die Stadt zu reiten. Wie erstarrt stand sie da. Kazan suchte nicht einmal ihren Blick. Es war doch ohnehin alles zum scheitern verurteilt. Eine der Elfen schrie Kazan an, der sich direkt rechtfertigte. Twyla wusste, das es ungerecht war, Kazan einfach so zu beschuldigen, doch er setzte sich zur Wehr. Auch sein Untergebener ergriff nun Partei für ihn. Twyla konnte es nicht so stehen lassen. 
"Lana ... Wir alle trauern um unser Heim ... Kommandant Kazan hat mit allen Mitteln versucht, das Unglück ab zu wenden. Er ließ einen Damm bauen, der leider durch die Horden zerstört wurde. Ihn trifft nicht die Schuld. Stellt euch alle vor, diese Verdebten hätten die Menschen vernichtet. Glaubt ihr denn wirklich, das es ihnen gereicht hätte? Sie wären in unseren Wald gekommen, hätten ihn vergiftet und uns damit mehr geschadet, als das Wasser es jemals könnte. Denkt darüber nach. Unsere Völker werden von nun an gemeinsam in der Stadt der Menschen leben müssen, denn eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Wir haben keine heimat mehr und der Herzog ist so freundlich, uns Obdach zu gewähren."
Zu welchem Preis der Frieden aufrecht erhalten werden sollte, verschwieg sie. Statt dessen schwang sie sich auf die weiße Stute und ritt Kazan langsam nach. Alles in ihr sträubte sich, in die Stadt zu reiten, doch es war besiegelt. Solas hatte seine Tochter an die Menschen verkauft, um sein Volk zu retten. Das durfte Twyla ihm nicht einmal übel nehmen. 
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 6:47 pm

Twylas Vater sah ihr nach. Dann seufzte er und schlug die Augen nieder. Er wusste, dass die beiden kein glückliches Paar sein würden und er hasste sich dafür, Twyla das angetan zu haben. Auch der Herzog wollte seine Schwester eigentlich nicht hergeben. Und sein Bruder? Mochte er Frauen überhaupt? Er hatte nie jemanden an sich herangelassen. Hatte jede Frau abgewiesen. Er war von hohem Stand und so hätte es IMMER irgendwann dazu kommen müssen, dass er zwangsverheiratet wurde… Nun war es eine Elfen-Frau… „Ach… Kazan…“, seufzte er und stieg in die Kutsche. Arthas wurde ziemlich am Ende des Trosses vorsichtig transportiert und so zogen sie in Richtung Stadt. Die Stimmung war im Keller und Kazan sah zumindest mit Wohlwollen, dass sich seine Verlobte wohl nun in seiner Nähe halten wollte. Auch wenn er sie nicht heiraten wollte, er würde sie ehren müssen. Würde sie als SEINE Frau behandeln müssen und er würde eine Beziehung zu ihr entwickeln müssen, die sich nicht auf Liebe stützte. So war es doch immer in seinen Kreisen. Falsches Lächeln und falsche Gesichter. Er senkte den Blick. Sie ritten bis tief in die Nacht hinein und konnten an Horizont die Stadt sehen. Hier nun würden sie leben und Kazan sah zu Twyla herüber. Sie hatte die Stadt bereits gesehen und fast, als sei es eine Entschuldigung sagte er nun mit rauer Stimme: „Die Burg hat einen Garten.“ Das war das erste, was er seit der Reise gesagt hatte und er kam sich dämlich dabei vor. Er konnte sich vorstellen, wie schlimm es für sie sein musste…
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 6:54 pm

Twyla mied es, Arthas zu besuchen. Sie konnte nicht: Ihre Aufgabe war es nun, mit ihrem Zukünftigern zu reiten, der sie eben so wenig wollte, wie sie ihn. SIE würde kein falsches Lächeln aufsetzen, würde ihm keinen Honig ums Maul schmieren. Sie würde sicher nicht so tun, als wäre alles in bester Ordnung, nur damit das Volk dachte, ok die lieben sich, dann können wir das auch. Twyla hatte einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, weshalb sie sich auf Kazans Seite stellte, doch wenn er nun erwartete, das sie das brave Frauchen sein würde, hätte er sich geschnitten. Twyla MUSSTE in seiner Nähe bleiben, egal ob sie wollte oder nicht.  Sie ritt mit gesenktem Kopf und sprach nicht einmal mit ihren eigenen Leuten. Erst gegen Abend hörte sie Kazan, wie er von dem Garten sprach. Als wäre das ein Trost. Ein Garten konnte keinen Wald ersetzen. Der heilige Baum allerdings ... nun er ersetzte den Wald eben so wenig, doch wenn er dort wuchs, musste die Erde gut sein, auf der er stand. 
"Er ersetzt meine Heimat nicht,"
erwiderte sie sehr traurig und leise. Mauern ... die Gefängnisse der Menschen. 
"Denn noch danke ich dir .... für den versuch es leichter zu machen."
Sie hielt den Kopf noch immer gesenkt. Sie wollte nicht, das jemand ihre Tränen sieht.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 7:02 pm

Kazan verstand sie ja, aber… „Du hast jetzt eine neue Heimat!“ Es klang irgendwie schroffer als beabsichtigt. Ja glaubte sie denn, ihm tat es nicht leid? Jedes Mal, wenn irgendwer von Heimat und dem Wad sprach, glaubte er erneut sich falsch entscheiden zu haben. Er hätte die Brut bekämpfen können. Hätte Arthas sterben lassen können und wäre dabei vielleicht ebenso draufgegangen oder Twyla. Er konnte es einfach nicht mehr hören. Als hätte ER gewollt, dass alles so kommt! Und doch… nach außen hin blieb er vollkommen ruhig. Sein gesenkter Blick verriet nichts, nur die leicht zusammengezogenen Brauen, drückten seinen Unmut aus. Seine Brauen… Sie waren schwungvoll und schmal. Überhaupt waren seine Züge fein und nicht so grob, wie die seines Bruders. Er hatte eine blasse haut, aber sah nicht ungesund aus und seine geschwungenen Lippen luden förmlich ein geküsst zu werden. Er drückte die Füße in die Flanke seines Pferdes und ritt nun an die Spitze des Trosses. Er hatte es so satt… Ihm war egal, ob sie nun folgte oder nicht.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 7:08 pm

Es war ja nicht so, das sie ihm die Schuld dafür gab. Sie hatte ja eben so gesehen, wie er sich dagegen sträubte. Er war ein guter Mensch, das wusste sie, aber es änderte nun mal nichts. Twyla überlegte wirklich, einfach nicht weiter zu reiten. Vielleicht wäre es besser, wenn sie nicht mit in die Stadt ginge. Kazan verstand nicht, das sie ihm nicht die Schuld gab, sondern einfach nur trauerte. Ihr war nun egal, was geschah. Sie konnte das so nicht hin nehmen. Sie war Pflichtbewusst, das auf jeden Fall, aber sie wollte diesen mann nicht an ihrer Seite haben. Er war  stur, eigenbrödlerisch und so kalt, das die Gletscher in den Bergen ihn um seine Kälte beneideten. Twyla handelte einfach, ohne wirklich nach zu denken. Kazan war vorgeritten und sie ... sie sprang von der Stute. Es war nicht ihr Pferd, sondern lediglich ein geliehenes Tie. Sacht klopfte sie ihr den Hals, ehe sie einfach aus der Reihe ausbrach. Sie wollte nicht in diese Stadt und für diesen Moment siegte die Unvernunft über den Verstand. Twyla lief einfach drauf los, ohne wirklich darüber nach zu denken, wo sie hin sollte. Sie wollte einfach nur noch weg. Zumindest in diesem Moment.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 7:19 pm

Dass Twyla ihm nicht folgte, hätte er sogar noch irgendwie verstanden, aber dass sie nun vollkommen aus der Reihe tanzte… Er bekam es ja auch erst mal gar nicht mit. An der Spitze angekommen blickte er über den Tross zurück. Er sah das weiße Tier friedlich grasen und bemerkte, dass Twyla nicht darauf saß. Wo war sie denn hin? Er suchte die Elfengesichter ab. Ihr blaues Haar musste doch auffallen. Er ließ den Blick weiter schweifen und dann entdeckte er sie. Sie rannte blind, wie ein Kind durch die Gegend und bemerkte nicht mal, auf welches Unglück sie zu lief. Sie rannte richtung… Nun jetzt war es ein See und kein Wald und dort krochen gerade letzte überlebende Kreaturen hervor. Oh, bitte nicht!
Er trieb sein Pferd direkt in den Galopp und preschte ihr hinterher. Sie hatte einen guten Vorsprung und er hatte ein gewaltiges Stück Weg zurückzulegen. Er trieb den Gaul an und die Kreaturen hatten sie schon fast erreicht. . Sah sie denn wirklich nicht, worauf sie zu rannte?! Ein Pfeil flog und verfehlte. Kazan starb tausend Tode. Was würdee es bedeuten, wenn er seine eben versprochene am ersten Tag verlor? Kazan hatte gar keine Zeit sich zu wundern, wieso er sie überhaupt hatte ausmachen können, aber Vater Mond war ihm zur Hilfe geeilt und hatte sein Wolkengewandt für ihn abgelegt. Er hatte sie fast erreicht. Ein weiterer Pfeil flog und streifte ihn fast, doch er wich aus. Auch Twyla wurde nicht getroffen, als würde jemand sie schützen, Als er noch 4 Schritte entfernt war, traf der Pfeil sein Pferd. Es knickte augenblicklich ein und er flog nach vorne. Er rollte sich ab, zog dabei seine Waffen und tötete eine der Kreaturen im Aufstehen. Er enthauptete eine zweite. Er wehrte einen Pfeil ab, der Twyla getroffen hätte und nahm einen weiteren in Kauf, der seinen Oberschenkel durchschlug. Auch Twyla teilte aus und schließlich hatten sie die Brut besiegt. Kazan steckte die Waffen weg und sah auf den Boden. Wie konnte sie DAS tun?! Wie hatte sie sich SO in Gefahr begeben können? Er fand erst mal gar keine Worte.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 7:32 pm

Nein, Twyla erkannte nichts, durch den Tränenschleier, der ihre Wangen herab lief. Sie hatte nie weg laufen wollen. Sie brauchte doch nur noch etwas Zeit für sich, um das alles zu verarbeiten. Twyla war im Affekt davongelaufen, nicht weil sie ungehorsam sein wollte oder sich weigerte. Ein Pfeil surrte an ihr vorbei, den sie nicht einmal bemerkte. Erst beim zweiten registrierte sie die Feinde, auf die sie zu gerannt war. Hinter ihr schrie ein Pferd auf. Erschrocken drehte sie sich um, erkante das Unglück und zog ihre Waffen. Sie metzelte, was sich ihr näherte. Kazan steckte einen Pfeil ein und das alles nur ihretwegen. Wie hatte sie sich von ihren Gefühlen nur so überwältigen lassen können? Sie war doch kein Kind mehr. Es war schnell vorüber und Kazan ... er sah zu Boden, während Twyla sich zu dem Pferd umdrehte. Es würde unweigerlich sterben, denn der Pfeil saß tief in der Brust des Tieres. Noch immer liefen ihr Tränen über das Gesicht, als sie zu dem Pferd lief. Vielleicht gab es noch Hoffnung und wenn nicht ... würde sie das arme Wesen selbst erlegen. Das hatte sie nie gewollt. Vorsichtig streichelte sie dem Tier die Stirn. Kazan war ihr in diesem Moment wirklich egal. Er hätte ihr nicht folgen müssen. Sie hätte es auch selbst geschafft. Da war wieder das Dickköpfige Kind in ihr. Sie sah verzweifelt zu ihm auf. 
"Es ... es tut mir leid."
Mehr brachte sie einfach gerade nicht hervor. Sie legte ihr Gesicht auf das des sterbenden Pferdes, während ihr Körper von der trauer geschüttelt wurde. Kazan würde sie noch mehr verabscheuen, als er es ohnehin schon tat. Ihretwegen war sein Pferd zum Tode verurteil und er verletzt. Wie hatte sie das nur tun können?
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Mo Jul 11, 2016 8:04 pm

Sie kümmerte sich erst mal um sein Pferd, welches ganz sicher sterben würde. Er sah nicht zu ihr und auch nicht zu dem Tier, das ihm lange treu gedient hatte. Er brach die Spitze des Pfeils ab, ließ ihn aber stecken. Er würde sich später behandeln lassen. Im Moment stoppte das noch etwas die Blutung. Er sah auf das Häufchen Elend vor sich. Er hatte keine Worte für sie. Es tat ihr leid… Das änderte gar nichts! Kazan war wütend. Irgendwie missfiel es ihm sogar sehr, wie sie da mit seinem Pferd saß und dem Tier Trost spendete Er zog erneut eines seiner Schwerter und ehe die Elfe begriff, was passierte, rasierte eben jenes Schwert durch den Hals des Tieres. Das Schwert war so scharf, dass es sogar mühelos durch das Rückgrat säbelte und dem Tier einen beinahe schmerzlosen Tod gewährte, ehe er das Schwert zurück steckte. Irgendwie… Es sah sehr herzlos aus, aber Kazan wusste es besser. Er hatte das Tier gemocht und Twylas Alleingang hatte ihm das Leben gekostet. Er sah nun vernichtend auf sie herab und sagte: „Steh auf und geh zurück zum Tross. Du wirst in der Stadt leben, ob du willst oder nicht. Es gibt Regeln. Beachte sie und wir haben kein Problem.“ Er bot ihr nicht mal die Hand. Wie ruhig er aber klang. Hatte dieser Mann überhaupt ein Herz? Die Wunde an seinem Bein brannte und er entschied sich, den Pfeil doch rauszuziehen. Er hoffte wirklich nicht, dass er nun von diesem merkwürdigen … Nun dieser Krankheit befallen war. Er riss den Pfeil heraus, als sei es nichts und schlenderte dann ganz lässig Richtung Stadt, obwohl es höllisch schmerzte. Er sagte nur:“ Ich werde mich nicht wiederholen!“ Er würde keinen weiteren Ungehorsam dulden und wenn sie nun noch mal das Weite suchte, sich in Gefahr brachte oder seiner Anweisung trotze, würde er andere Saiten aufziehen!

In der Stadt herrschte reges Treiben, obwohl es schon so spät war. Fackeln brannten überall und die Menschen wuselten herum und bereiteten alles für die Ankunft der einstigen Nachbarn vor. Sie waren zwar schon fertig, aber doch waren sie aufgeregt. Immer neue Dinge wurden gefunden, die man weg- oder umräumen konnte und die Menschen gaben sich wirklich die allergrößte Mühe. Kazan hatte sich ein neues Pferd besorgt. Nun es wurde ihm angeboten und Twyla ignorierte er fürs erste. Nicht nur, dass sie ihn enttäuscht hatte und ungehorsam war, sie hatte auch noch sich, sein Pferd und ihn in Gefahr gebracht. Zugegeben, er hätte nicht hinter ihr her reiten müssen, aber sie wäre ganz sicher gestorben, hätte sie es nicht gemacht.
Solus verstand sein Mädchen, aber was hatten sie schon für eine Wahl? Letzten Endes… Hatte man doch niemals die Wahl nicht? Sie ritten in die Stadt ein und das Volk begrüßte ihre Kriegshelden. Kazans Bein war zwar erst mal abgebunden, aber trotzdem lief sein Blut über den Sattel in das Fell der Stute, die schwarz gefleckt war und sonst weiß. Er hielt sich jedoch aufrecht und stolz. Sie ritten also zur Festung und Kazan stieg vorsichtig ab. Er schwankte leicht und doch marschierte er nun weiter ins Innere. Dort warteten bereits Ärzte und Gehilfen, da es natürlich immer verwundete gab und die, aus dem Lazarett mussten ja auch weiter versorgt werden. Es war ein Nebenflügel der Hauptfestung und die Mauern waren natürlich dick und aus Stein. Kazan sagte keinen Ton und schließlich erreichte Kazan endlich eines der Betten, wo er sich hinsetzte und dann einfach zur Seite kippte. Er hatte viel Blut verloren und es ging im schlecht. Er würde sich einfach behandeln lassen und schlafen. Er war wirklich unsäglich müde.
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Twyla

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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Di Jul 12, 2016 3:02 am

Twyla hatte gewusst, das das Tier sterben würde. Sie hätte es erlöst, wäre nicht Kazan schneller gewesen. Das er wütend war, war ihr durchaus bewusst, aber er hätte sie lieber sterben lassen sollen, als ihr zu folgen. Was anderes, als nun zurück zu kehren, blieb ihr nicht. Still weinte sie vor sich hin, als sie zurück kam, die weiße Stute jedoch nur neben sich ehr laufen ließ. Sie hatte ein anderes Leben auf dem gewissen, durch ihre Unachtsamkeit. Kazan konnte tun was er wollte. Sie würde ihm ständig aus dem Weg gehen. Zuhause gab es für sie nicht mehr. 
Als sie in der Stadt an kamen, erinnerte sie sich an den Baum. Der Baum ... er würde ihr Trost spenden, wenn er auch den Wunsch nicht erfüllen konnte, den Wald wieder auf zu bauen, auf das sie Heim könnte. Die weiße Stute übergab sie nun einem der ihren, mit der Anweisung, sie zurück zu geben. Sie selbst verschwand in der Dunkelheit in den Gassen, um zu eben jenem Baum zu gelangen. Weder sprach sie sonst mit irgendwem, noch ließ sie sich von irgendwem ansprechen. Selbst ihren Vater ignorierte sie gänzlich. Hier wollte sie nicht sein, wollte nicht die Frau dieses Eisklotzes sein und schon gar nicht mit ihm das Bett teilen. Ohhhh nein. Das konnte er sich gleich schminken. Nichts dergleichen würde sie tun. Sie fand den Baum recht schnell und kletterte hinauf. In einer der Astgabeln hatte sie sich eine Schlafstätte bereitet, die sie nun aufsuchte. Das alles musste doch ein böser Traum sein.
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Kazan

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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Di Jul 12, 2016 3:17 am

Es war kein Traum und sie würde auch nie aus der Realität in einen zurückkehren können, ohne fürchten zu müssen erneut aufzuwachen. Nein., es gab kein Entkommen. Solus hatte die restlichen Elfen zu ihren Unterkünften gebracht, wo auch schon die Kinder und die Alten vor längerem untergekommen waren und nun hatte er sich zu dem Baum begeben um zu beten. Er beschwor die alten Götter, dass sie seinen Verrat verzeihen mögen, aber das hier war so viel größer als sie alle zusammen. Er hatte keine Wahl gehabt. Dann sagte er noch lauter und eindeutig an jemanden gewandt, den er hier vermutete, aber nicht sah: „Verzeih mir…“

Kazan war eingeschlafen, nachdem er behandelt worden war und seine Schwester saß direkt neben ihm am Bett. Sie strich ihm das Haar aus dem Gesicht und er wachte durch die zarte Berührung auf. „Kazan…“, hauchte sie leise und als er ihre Stimme vernahm, machte er seine Augen auf. Er erkannte Lysa und spürte ihre weichen Finger auf seiner Haut. Kurzerhand wandte er den Blick ab und schlug ihre Hand beiseite. Sie setzte sich wieder sittsam hin und legte beide Hände in ihren Schoß. „Ach, mein lieber Bruder… Was hat sich nur geändert, dass du SO geworden bist?“ Er schloss die Augen. „Ich habe dich immer so geliebt…“ Oh Lysa… Liebe ist so vielseitig… „Wieso stößt du dich immer von mir? Und mich von dir?“
„Du bist der lebende Beweis für die Ehrlosigkeit unseres Vaters…“ Er wusste es besser. „Ich kann nichts dafür, Kazan… Ich hab es mir nicht ausgesucht.“ „Lass mich allein. Ich will dich nicht sehen.“ Kazan legte die Hand auf sein Gesicht. „Ich bin nicht nur deinetwegen hier. Sie sah zu Arthas, der neben ihm schlief. „Mein Verlobter ist auch hier…“ Kazan riss die Augen auf, setzte sich augenblicklich hin und sah hinüber. Der Elf schlief noch und Kazan hegte ernste Mordgedanken.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Di Jul 12, 2016 3:32 am

Twyla hörte ihn deutlich. Vater sprach seine Gebete und bat um Verzeihung. Wie könnte sie ihm nicht verzeihen, wo er es nicht getan hatte, um sie zu quälen, sondern um ihnen allen ein Zuhause zu geben. Twyla sagte denn noch nichts. Es ging nicht darum, ihn zu strafen. Sie wollte ihren Vater dafür nicht strafen, aber auf der anderen Seite war sie so verletzt, das sie einfach nicht mit ihm sprechen konnte. Er hatte sie verkauft, hatte sie verraten, über ihren Kopf hinweg entschieden. Twyla drehte sich um. Wieder liefen ihr Tränen über das Gesicht und fielen zu Boden. 
"Was soll ich dir verzeihen? Du hast für unser Volk entschieden."
Es war eher ein heiseres, tränenersticktes Flüstern, welches Solus erreichte. Sie meinte es, wie sie es sagte. Ihm Vorwürfe zu machen, hätte nichts gebracht. Schließlich hätten sie nur die Wahl gehabt Ziellos umher zu wandern und abgeschlachtet zu werden. 
"Ich bin dir nicht böse Vater. Arthas wird es sein, der euch Beide dafür hassen wird. Dich wie den mann, den du mir ausgesucht hast und den Herzog. Weiß er es schon? Weiß er es schon? Vermutlich nicht, aber was spielt das schon für eine Rolle. Der Wald ist überschwemmt ... wir haben keine Heimat mehr und ich soll den Eiskönig persönlich zum Gemahl nehmen. Warum habt ihr mich da draußen nicht einfach sterben lassen?" 
Leises Schluchzen erklang aus dem Baum. Es war alles fuurchtbar und nichts würde besser werden.
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Kazan

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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Di Jul 12, 2016 3:43 am

„Weil du meine Tochter bist…“, sagte er auf ihren letzten Satz. Dann erhob er sich. Er zog die Brauen leicht zusammen und schließlich wandte er sich zum Gehen. „Weißt du, ich habe immer die Stärke und Entschlossenheit deiner Mutter gesehen. Doch nun sehe ich nichts weiter, als ein weinerliches Kind. Wenn du mir DAS verzeihen kannst, strafe mich nicht noch mehr mit Tränen und reiß dich zusammen.“ Nun JETZT war er wieder der Elfenfürst, der er sonst war. Hart und nicht um eine ehrliche aber harte Antwort verlegen. Er selbst wusste es doch, wie sehr es sie schmerzen musste, doch war er sich auch nicht mal sicher, dass sie Arthas wirklich auf diese Weise geliebt hatte. „Glaubst du deine Mutter und ich haben uns geliebt, als wir verheiratet wurden? Ich habe sie lieben gelernt und sie mich und daraus ist das wundervollste Wesen entstanden, was ich je gesehen habe… Du! Die Welt ist nun mal nicht fair! Trage es mit Fassung, dein Verlobter tut dies schließlich auch. Tu es nicht für mich oder für dich. Sondern einfach für das Wohl unseres Volkes und dieser Welt! Was hatte denn die Welt damit zu tun? Es war fast, als wüsste Solus mehr, als er zugab. Er ließ sie dort so sitzen. Es würde ihn nicht wundern, wenn sie nun gar nicht mehr mit ihm reden würde, aber er hoffte nun wenigstens ihren Trotz und ihre Stärke wieder geweckt zu haben.
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Twyla

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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Di Jul 12, 2016 4:04 am

Twyla lauschte seinen Worten, die sie nicht ein bisschen trösteten. Natürlich war sie sich nicht sicher, was sie für Arthas empfand, aber für Kazan empfand sie weniger als NICHTS. Für einen Menschen war er ja wirklich in Ordnung, aber da hörte es auch auf. Der neue Tag würde ihr neue Erkenntnisse geben. Solus hatte ja recht. Sie wusste, er liebte seine Tochter wirklich und sie hatte gesehen, wie schwer es ihm gefallen war, diese Entscheidung aufrecht zu erhalten. Hätte Kazan nicht dazwischen gefunkt, Solus hätte sich um entschieden, da war sie sicher. Nun war es ohnehin egal. Sie musste sich fügen UND sie musste endlich die Entschlossenheit und Kraft aufbringen, die sie sonst auch an den tag legte. Sollte sie sich etwa nur von so etwas unterkriegen lassen? Twyla sah auf. Sie würde die Nacht hier verbringen und auf keinen Fall hinter verschlossenen Türen und Steinen. Denn noch  ... Sie musste nach Kazan sehen, um wenigstens sein bein zu verarzten. Dabei musste sie nicht mit ihm reden ... sie musste sich nur blicken lassen. Er hatte gesagt, er wolle sie beschützen und das er sie ehren würde, wie es sich gebührt. Sie selbst hatte sich fürchterlich daneben benommen. es war ja auch ein Schock gewesen, doch nun ... sie würde sich nicht unter kriegen lassen. Sie würde kämpfen. Entschlossen sprang sie vom Baum. Sie wusste, wo der Palast war, allerdings wusste sie nicht, wo genau sie hin musste. irgendwer würde es ihr schon sagen können. 
Eine Wache schickte sie zu dem Anbau des Palastes, in dem ihr Zukünftiger nun schlief. Twyla kam nahezu lautlos herein. Sie sah Arthas, der da lag und schlief, während eine Fremde an Kazans Bett saß. Kazan warf Arthas einen so wütenden Blick zu, das er eigentlich hätte auf der Stelle sterben müssen. 
"Er hat dir nichts getan. Wenn du jemandem die Schuld geben willst, dann gib sie mir. Ich bin gekommen ... um meinen Fehler ein zu gestehen. ich habe unreif gehandelt und war nicht gerecht. Es tut mir leid und ich bereue, das ich mich nicht unter Kontrolle hatte."
Nun sah sie die Frau an, die da saß. es musste seine Schwester sein, die man Arthas geben wollte. Wenn er sich weigerte, würde es noch viel schlimmer werden.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Di Jul 12, 2016 6:37 am

Kazan sah eben zu Arthas, als auch schon seine Verlobte den Raum betrat und ihn anfuhr, dass er Arthas nicht so anzusehen hatte. „Weder gebe ich ihm irgendwelche Schuld, noch würde ich meinen Unmut auf jemanden projizieren, der ihn nicht verdient hat.“
„Ach? Wieso hat er denn deinen Unmut verdient?“, fragte Lysa nun. Kazan sah nun sie an und sein Mund bildete einen Strich. „Das sage ich gerade dir…“ Er erhob sich und Lysa sprang ebenfalls auf. „Kazan! Du bist noch nicht…“ Sein Blick ließ sie verstummen und betreten zu Boden sehen. Er wollte gehen und Lysa sagte schließlich: „Du bist ein Lügner…“ Kazan erstarrte. Er ließ sich ja viel vorwerfen, aber das! Er sah zu ihr und sie sah ihn an, wie ein Dämon. „Seit Jahren projizierst du deinen Hass auf mich! Weil Vater NICHT MEHR AM LEBEN IST!!!“ Sie wollte nun auch gehen und er hielt sie am Handgelenk fest. Drehten gerade alle am Rad? Er hatte nicht mal richtig Zeit sich Twyla zu widmen und Lysa machte es nicht besser. „Lass mich los!“ Sie scheuerte ihm eine und er ließ sie überrascht los, um sich die Wange zu halten. DAS hatte sie noch nie gewagt. Er schloss die Augen und sah irgendwie verzweifelt aus. Er sah Twyla nicht an und fragte: „Und du? Was willst du? Noch mehr Wunden reißen? Welche Schuld sollte ich dir schon zuschieben, die in irgendeiner Form etwas mit IHM zu tun hat? Es gibt einfach Regeln. Und jeder muss sich dran halten, ob er will oder nicht.“ Er merkte selbst, dass er zu weit ging… Sie hatte sich entschuldigt und er ignorierte ihre Offenheit und Ehrlichkeit und brachte nicht mal über die Lippen, dass er im Unrecht war. Er sagte nur: „Wenn du mich jetzt entschuldigst.“ Es war einfach zu viel. Und wie ruhig er die ganze Zeit gesprochen hatte.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Di Jul 12, 2016 6:55 am

Die Twyla wusste doch genau, wie der Blick eines Menschen war, der Wut empfand. Auf die frage der jungen Frau hin, antwortete er nicht, sondern pampte sie an. Twyla empfand eine gewisse Symphatie für die junge Frau, denn sie schien gerade eben so zu explodieren, wie Twyla es gern würde. Sie beobachtete, was er da tat und war wirklich beeindruckt von der jungen Dame, die Kazan tatsächlich eine Ohrfeige verpasste. So einfach sollte das ganze sein? Wenn sie sich da mal nicht irrte. Twyla betrachtet die beiden ungleichen Geschwister, bis Kazan sie nun auch noch in seinen Wutfeldzug hinein riss und nun ungerecht wurde. 
"Oh so ist das bei euch Menschen. Ihr befolgt also regeln und jeder, egal welcher Kultur oder welchem Volk er angehört, hat dem genau so Folge zu leisten. Ich habe Neuigkeiten für dich Kazan! Es gibt Völker, die so etwas nicht gewöhnt sind und auch Wesen, die einen freien Willen haben! Bei euch Menschen mögen die Frauen eine untergeordnete Rolle spielen, aber bei uns ist es anders! Nur weil wir unseren Wald verloren haben, sind wir zu etwas gezwungen, was wir alle nicht wollen! Mehr als Entschuldigen kann ich mich nicht! Du schienst ein Mensch zu sein, der gut ist, aber ich muss feststellen, das du selbstgerecht und hartherzig bist!"
Sie hatte nicht vergessen, wie kalt er sein eigenes Pferd getötet hatte, ohne ein Wort des Abschieds oder auch nur einer Regung der Trauer um den Verlust eines Freundes. Für sie war es eben Selbstverständlich, aber für Menschen hatten die Tiere offenbar nur solange Wert, bis sie nicht mehr gebraucht wurden.
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BeitragThema: Re: Immergrüne Pforte – Uicalen’Fenna   Di Jul 12, 2016 7:03 am

Nun… Nicht jeder Mensch war wie er… Und vermutlich hätte er seinen Bruder oder sonst wen auch einfach ohne ein Wort des Abschieds getötet. Außerdem verstanden Tiere sowieso nicht wirklich was man sagte, weshalb er es als unnötig betrachtet hatte… Was aber auch egal war, denn er kannte ihre Gedanken dazu sowieso nicht. Als sie aber mit ihm sprach bleiben seine Augen geschlossen, bis zu dem einen Satz: …Wesen, die einen freien Willen haben! Er sah sie scharf an und dann sagte er düster: „Du sollst deinen Willen haben, du bist nicht mein Eigentum und ich kann nicht über dich verfügen, aber du HAST ein Pflicht und mir passt sie eben so wenig wie dir. Doch was nützt es uns beiden, darüber zu lamentieren, was wir sowieso nicht ändern können? Deine Naivität ist erschreckend…“ Er hielt die Hand auf seinen Oberschenkel, der wieder angefangen hatte zu bluten. Als hätte er vorgehabt, sie festzuketten oder sie zu unterdrücken! Was hätte er denn davon? Zu guter Letzt sagte er schließlich noch: „Und du irrst dich… Ich bin vieles, aber nicht gut. Wäre ich das, hätte ich deinen Elf sterben lassen und den Tod in Kauf genommen um den Wald zu retten…“ Oh ja. Es belastete ihn, die falsche Wahl getroffen zu haben.
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