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 Die Kristallzitadelle

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Kazan

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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   So Aug 14, 2016 9:58 pm

Thanduin sah die Elfe von oben herab ab. "Ich WILL gar nichts. Ihr könnt eich hier frei bewegen, Sephira. Ihr könnt auch leben wo ihr wollt." Er schenkte sich Wein ein und trank einen Schluck. Dann rief er: "Visaris!" Der Sohn kam herein und Tahnduin sagte ihm, dass er Sephira herumführen solle. Er selbst setzte sich auf den Thron und dann sagte er noch: "Wenn euch jedoch nicht passt, wie ich mit Eindringlingen verfahre... Ich zwinge euch nicht hier zu bleiben."
Wie auch immer Visaris zeigte ihr den Palast und erklärte ihr, dass sie nicht in die Privatgemächer des Königs gehen dürfe und ihr dafür aber eigene Fäumlichkeiten bereitgestellt würden. Er führte sie in ihren Bereich.

Die Geschichte von Kazan und Twyla berührte die junge Elfe sehr. Sie empfand es als wunderschön, dass ein Mensch mit einer Elfe husammengekommen war und auch wenn es zu Anfang gezwungen war, so hatte es sich doch alles wunderschön entwickelt. Sie lächelte und sagte: "Er muss etwas ganz besonderes sein..."
Sie träumte vor sich hin und sie fand ja auch, dass Kazan wirklich hinteißend aussah. Dass er dann aber auch noch so lieb war, fand sie einfach toll!

Kazan war hinab in den Kerker gegangen. Er stand noch einen Aucenblick vor der schweren Eisentür zu den Zellen und holte tief Luft. Es war wirklich nicht gerecht. Er öffnete die Tür und trat dann bis vor die Zelle. Ein Elf begleitete ihn, der die Schlüssel hatte. Kazan hatte vor es ganz schnell zu machen. Drei Augenpaare sahen ihn furchtsam an. Kazan senkte den Blick etwas und dann sagte er: "Findet den Frieden in der nächsten Welt, den ihr in dieser nicht finden konntet. Der Vater schien es erst gar nicht verstehen und guckte einfach nur, während die Mutter ihren Sohn umglammerte und verzweifelt aufschrie. Der junge Mann sah ihn mit großen Augen an.
Kazan schnellte nach vorn und der Dolch in sekner Hand grub sich durch die Kehle der Frau und wirbelte direkt hinab zu dem Sohn, der nur erschrocken aufgluckste. Wie in Trance wollte der Mann eben auf die Knie gehen, doch Kazan packte seinen Kiefer und brach ihm schnell das Genick. Auch die anderen beiden wurden so schnell getötet und Kazan verließ die Zelle. Er sagte keinen Ton und ging einfach hinauf. Er betrat sein Zimmer und dann trat er auf den Balkon. Das hatte diese Familie nicht verdient...
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Sephira

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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   Mo Aug 15, 2016 2:40 am

Erhaben wie eh und je war er, selbst wenn er einen von oben herab an sah. So schön, wie grausam. Für Sephira war es sicher nicht leicht, ihren Wald einfach so auf zu geben, doch wenn sie hier blieb, einige der Samen aus ihrem Wald hier pflanzen konnte ... vielleicht hatte sie dann eine Chance, den Wald auf eine andere Art zu retten und ganz vielleicht ... würde sie doch noch einen Weg finden, Thanduin um zu stimmen. Nun ... er war so sehr von seinem Hass auf die Menschen zerfressen, das er nichts anderes mehr hegte, als den Wunsch alle Menschen zu vernichten. traurig, das er nichts weiter mehr, als diesen Hass hatte. Sephira sah nicht mehr auf. Sie senkte das Haupt und wartete ab, was er zu sagen hatte. Er hatte seinen Sohn gerufen, der auch gleich herbei eilte. Er war ein eben so schöner Elf, wie sein Vater, nur scheinbar noch nicht so gebranntmarkt wie Thanduin. Noch einmal blieb sie stehen, auf die letzten Worte des Königs hin. Sie wand den Kopf nur halb herum, sah ihn nicht einmal direkt an. Nicht weil er es nicht wert war, sondern weil sie wusste, wie sie sich einem König gegenüber demütig zeigte.
"Nein, my Lord. Dies ist euer Reich. Ihr entscheidet, was mit denen geschieht, die hier eindringen. Ich füge mich euren Regeln, denn ihr gewährt mir Einlass und bietet mir ein Zuhause an, jetzt, wo ich das meine verloren habe. Ich habe hier nicht das Recht eure Entscheidungen in Frage zu stellen, doch stelle ich manch eine frage, wenn ich nicht nachvollziehen kann, warum ihr so, und nicht anders handelt. Habt dank my Lord, für eure Gastfreundschaft und eure Zeit, die ihr mir opfertet."
Nun folgte sie Vasaris. Das sie direkt hier Räumlichkeiten bekäme, im Palast selbst und nicht ausserhalb, war schon eine weitere Überraschung, wenn gleich er ihr eigentlich klar gesagt hatte, sie dürfe wohnen, wo sie es wollte. Sie ließ sich alles zeigen und blieb selbst dem Prinzen gegenüber sehr ruhig und demütig. Die Privatgemächer Thanduins würde sie sicher nicht ohne Erlaubnis betreten, eben so wenig wie die anderen Räumlichkeiten. Nun, da Vasaris sie in ihren bereich führte, konnte sie sich erst einmal umsehen.
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Twyla

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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   Mo Aug 15, 2016 2:48 am

Twyla fand in der Prinzessin offenbar wirklich eine Freundin. Sie war sehr freundlich, nahm Anteil an allem und schien sich nicht gerade blendend mit dem König zu verstehen. Sicher würden Twyla und sie mehr Zeit miteinander verbringen, wenn Twyla Kazan nicht begleiten konnte.
"Ja, er ist etwas ganz Besonderes. Leider ... glaubt er, er könne jede Regel befolgen, und nicht eine brechen. Ich fürchte, das er früher oder später erkennen muss, das man manchmal, um eine Regel zu halten, die Andere brechen muss. Er wird eurem Vater niemals zeigen, wie sehr er ihn mit solchen Grausamkeiten trifft. Wenn er sich also einen Spaß auf Kazans Kosten erhofft, so wartet er umsonst."
Sie wusste es doch ohnehin. Kazan würde niemandem jemals zeigen, was er wirklich fühlte, ausser vielleicht ihr und das auch eher unabsichtlich.
"Er mag oftmals Schroff und Kalt wirken, also bitte ich euch von vorn herein um Vergebung für ihn, aber wenn ihr ihn besser kennen lernt, werdet ihr sicher verstehen, warum ich mein Herz an ihn verloren habe."
Ob er es schon hatte hinter sich bringen müssen? Twyla war ganz elend zu mute. So gern wäre sie nun bei ihm, um ihn zu trösten, aber sie konnte nicht einfach der Prinzessin sagen, das sie nun gehen würde.
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Kazan

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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   Mo Aug 15, 2016 7:21 am

Natürlich verstand sich Aria nicht mit ihrem Vater, da sie der gleichen Meinung, wie die meisten war, nämlich, dass jedes Leben kostbar ist und da gab es keine Ausnahmen! Sie merkte Tyla auch an, dass sie unruhig wurde, wegen der ganzen Sache mit Kazan und den zum Tode verurteilten. Sie sagte also schnell: „ Nun geht schon. Ich bin sicher, er braucht euch nun dringender, als ich.“

Kazan stand an dieser Art Gelände vor ihrem Zimmer und sah durch die Baumwipfel. Die „Stadt“ erstreckte sich weit und Kazan vermutete, dass es sogar Behausungen gab, die er nun gar nicht wahr nahm, weil sie zu sehr im Einklang mit der Natur waren. Die Kristallzitadelle war da ganz anders. Eigentlich sah sie überhaupt nicht Waldelfisch aus. Nun doch schon irgendwie, aber ihr Ursprung war von Elfen erbaut, die aus längst vergessenen Zeiten flüstern.
Kazan senkte den Blick. Er hatte seine Hände mit Blut befleckt. Zumindest im übertragenen Sinne. Diese Familie hätte nicht sterben dürfen, aber er musste gehorchen. So war es nun einmal. Nicht nur, dass er sich durch die Heirat mit Twyla dem elfischen König unterwoorfen hatte, er schuldete ihm auch noch sein Leben… irgendwie. Wieso hatte er das getan, wenn er doch eigentlich hasste, was Kazan war? Ein Mensch. Er fand keine logische Erklärung.
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Twyla

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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   Mo Aug 15, 2016 8:16 am

Twyla war Aria wirklich dankbar für ihre Freundschaft und Aufmerksamkeit.
"Danke .... Ihr seid wirklich ... ihr seid wirklich eine Freundin. Ich freue mich auf unser nächstes Treffen."
Damit stand sie auf, legte die Hand an die Stirn, erbeugte sich leicht und lief direkt los. Auch sie würde hier nicht viele Freunde haben, allein weil sie mit einem Menschen verheiratet war, aber das war ihr egal. Kazan war ihr wichtiger. Sie sorgte sich so sehr um ihn. Wie konnte der König so grausam sein. Twyla sah Kazan schon von weitem auf dem Balkon stehen. Er schien völlig in Gedanken zu sein. Sie näherte sich ihm vorsichtig, stellte sich hinter ihn und umarmte ihn. Ihren Kopf legte sie an sein Schulterblatt.
"Die Prinzessin ... sie hat mir erzählt ... was Thanduin befohlen hat."
So wie er da gestanden hatte, musste er den Befehl ausgeführt haben. Twyla hielt Kazan umarmt, aber so locker, das er sich umdrehen konnte, wenn er es wollte.
"Dich trifft keine Schuld. Du musstest einen befehl ausführen ... den sonst ein Anderer ausgeführt hätte. Hättest du dich seinem Willen wiedersetzt ..."
Sie mochte sich gar nicht ausmalen, was dann geschehen wäre. Thanduin wusste nicht, welch empfindsames Herz in Kazans Brust schlug. Thanduin glaubte offenbar, Menschen besaßen keine Gefühle.
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Kazan

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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   Mo Aug 15, 2016 3:57 pm

Kazan suchte auch nicht bei sich selbst die Schuld. Er war lediglich etwas niedergeschlagen, diese Leute umgebracht zu haben und einen solchen Hass in Thanduins Brust zu sehen. So einem jähzornigen und rachsüchtigem Mann zu dienen… es war einfach nicht richtig. Trotzdem tat die Umarmung gut und er sagte nur: „Ich weiß…“ Er war nur froh, dass der König Twyla in Frieden ließ. Er drehte sich in ihren Armen und zog Twyla an sich, wo er sie kurz drückte und dann wieder entließ. Er musste noch Bericht erstatten. Also zog er sich zurück und tat dies Kund. „Bitte warte hier.“ Er wollte nicht, dass sie sah, wie der König ihn eventuel behandelte, denn er wusste, es würde ihr im Herzen schmerzen. Er ging also zurück zum König und legte die hand auf die Brust, wobei er sagte: „Es ist getan.“
„Sehr gut. Und so schnell. Du bist wirklich effizient. Für einen Menschen erstaunst du mich tatsächlich sogar. Er grinste.“ Kazan drehte sich um und wollte den Saal verlassen. Blieb dann aber noch mal stehen. „Mein König…. Ich habe eine Frage.“
„Oh? Man sagte mir, dass es ungewöhnlich ist, dass DU fragen hast. Aber ich bin gespannt, was dir durch den Kopf schwirrt.“
„Wieso bin ich hier?“
Thanduin erhob sich und kam ganz langsam zu ihm die Stufen von seinem Thron herab. Kazan drehte sich nicht um und wartete. Der König war deutlich größer als Kazan und so beugte er sich nun leicht herab und bis an Kazans Ohr. „Na… du bist doch mein Eigentum, nicht? Du schuldest mir dein Leben. Es ist nur geracht, wenn ich mich auf deine Kosten amüsieren kann, nicht?“ Kazan hatte ja irgendwie damit gerechnet und ballte die Fäußte. Das war nicht die ganze Wahrheit, aber er würde nicht weiter bohren.
Dann kam er zurück zu Twyla und sagte: "Du musst hier vorsichtig sein, Twyla."
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Twyla

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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   Mo Aug 15, 2016 6:14 pm

Twyla wusste, das der König rachsüchtig war. Er hatte diesen Ruf schon so lange, wie sie denken konnte. Das er Kazan nun auf diese Art büßen ließ, das er Kazan gerettet hatte, war nicht einfach nur grausam. Sie dachte an ihren Vater, als Kazan ging. Natürlich war sie ihm dankbar, das er Kazan gerettet hatte, aber sie fragte sich, ob der Tod nicht das gnädigere Schicksal gewesen wäre. Hier würde niemand auch nur eine Träne für ihn vergießen. Sie kannten ihn nicht, wussten nicht, wie er wirklich war. Kazan war aussergewöhnlich. Was mit ihrem Vater war, wusste sie auch nicht. Auch er schuldete dem König etwas, hatte ihr aber nicht gesagt was. Auch eine Antwort auf ihren Brief hatte sie nie bekommen. Twyla hatte das Gefühl, sie sehe ihn niemals wieder. Sie wünschte sich Arthas her, der ja nach wie vor ihr bester Freund gewesen war. Wie es ihrem Setzling wohl ging? Betrübt sah sie in die Richtung, in die Kazan gegangen war. er würde bald zurück sein und sicher wäre der König nicht nett zu ihm. Sie sollte recht behalten. Er kam und hatte direkt eine Warnung auf den Lippen.
"Ich werde so vorsichtig sein, wie es mir möglich ist. Ich weiß, das ich bei den Anderen nicht gut da stehe. Einzig die Prinzessin ... sie ist anders. Sie hat die alten Lehren nicht vergessen. Sie ist anders."
ja, die Prinzessin ehrte noch das leben, doch Thanduin war so voller Hass, das er vergaß, das jedes Leben wertvoll war.
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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   Di Aug 16, 2016 1:54 am

Kazan dachte über Twylas Worte nach. Die alten Leeren, hm? Wer wusste schon, was die Altelfen getrieben hatten? Nicht mal Thanduin oder Sephira waren alt genug. Es gab einfach nur einen Schnitt in der Geschichte und weg waren sie. Niemand wusste, was geschehen war oder wie und warum sie die Welt verlassen hatten. Natürlich kursierten Geschichten, aber keine davon schien glaubwürdig genug zu sein, um sie tatsächlich als die Wahrheit anzusehen.
„Ich glaube, er hat mehr Leid erfahren, als wir uns vorstellen können.“ Scheinbar hatte Kazan eher Mitgefühl, als Zorn für ihn übrig. Er hatte auch Mitgefühl, für die Familie die er töten musste, aber das stand auch auf einem anderen Blatt. „Ich glaube sein Hass auf meine Rasse rührt nicht nur von den Vorkommnissen vor 500 Jaren. Ich kann mir vorstellen, dass noch mehr geschehen ist. Nach allem, was ich über ihn weiß, war er da noch ein Kind. Kinder beginnen nicht einfach zu hassen, selbst er nicht.“ Er senkte den Blick und blieb dann kurz still. „Ja, ich denke Prinzessin Aria ist ein  guter Umgang. Ich glaube man kann ihr vertrauen."
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Twyla

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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   Di Aug 16, 2016 2:46 am

Niemand wusste, was sie getrieben hatten und niemand würde es wohl je erfahren. Ja, auch Sephira lebte zwar schon sehr lang, aber auch sie konnte es genau so wenig wissen, wie Thanduin. Twyla dachte über Kazans Worte nach. Er hatte wohl recht mit seinem Verdacht. Niemand hasste so sehr, ohne Grund.
"Wenn man als Kind schlimmes erlebt ... prägt es fürs Leben. Du scheinst mehr zu sehen, als alle Anderen es jemals taten. So lerne auch ich immer wieder dazu. Du hast ein gutes Wesen und ich bin froh, das du es bist, der hier bei mir ist und kein Anderer. Vielleicht ... wird er durch dich lernen, das nicht alle Menschen schlecht sind und sein Hass gemildert."
Vielleicht war es Wunschdenken, aber eigentlich hatte Twyla tatsächlich die Hoffnung, der König besinne sich eines besseren.
"Sie ist sehr freundlich ... und nicht gerade der Liebling ihres Vaters. Eher das schwarze Schaf der Familie. Ich werde mich so weit wie möglich von allen Anderen hier fern halten und darauf achten, dass sie mir keinen Ärger machen, oder ich ihnen."
Jedenfalls würde Twyla nicht so tun, als wäre ihr ihr eigener Gemahl zu wider.
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Sephira

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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   Di Aug 16, 2016 10:17 am

Auch Sephira, die eben ihre neuen Gemächer beziehen durfte, fragte sich, was Thanduin dazu bewegen mochte, so einen furchtbaren Hass auf die Menschen zu haben. Sie selbst hatte nicht erwartet, einen hier an zu treffen, weshalb sie etwas erschrocken war. Von vielen Menschen hieß es, das sie grausam seien, kein Herz hatten. Sie versklavten die Elfen vor so vielen Jahrhunderten. Auch sie erinnerte sich an die schrecklichen Tage, da ihre Mutter und ihr Vater mit ihr flohen. Sie hatten Glück gehabt. Von Thanduin wusste sie nicht, was mit seiner Familie und seinen Eltern geschah. Irgendwann wurde es ruhiger. Weniger Jäger durchstreiften das Land und doch waren sie alle immer vorsichtig gewesen. Ja, es war eine schlimme zeit gewesen und doch ... sie konnte einfach keinen Hass für diese unwissenden Menschen empfinden. Irr geleitet von der eigenen Angst, nicht das mächtigste Volk zu sein waren sie. In den Elfen sahen sie eine nicht vorhandene Gefahr, doch war das sicher nicht der Grund, warum Thanduin die Menschen so sehr hasste, das er sie alle tot sehen wollte. Sephira stand auf dem Balkon, als die Leichen der Menschen hinaus gebracht wurden. Tränen liefen ihr über die Wangen. Sinnlos waren sie gestorben, waren sie des Lebens beraubt worden. Der Hass auf ihre Rasse war ihr Untergang, obgleich sie nicht mehr getan hatten, als sich zu verlaufen. Wie gern würde sie Thanduin verstehen und ihm helfen, diesen Hass zu überwinden.
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Kazan

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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   Mi Aug 17, 2016 6:35 am

Kazan und Twyla verbrachten einige Tage in der Kristallzitadelle. Thanduin hatte Kazan immer wieder aufs neue geprüft. Er schien seine Fähigkeiten auszutesten. Doch der Mensch schlug sich ausgezeichnet. Ein bisschen verwunderte das den König, aber immerhin schien Solus die Wahrheit gesagt zu haben. Besagter reiste auch gerade an diesem Tage an. Er eilte durch den Thronsaal zu Thanduin und dieser sah ihn erst gelangweilt an, dann jedoch schien er fast zu erschrecken, erhob sich und kam Solus entgegen. Er fragte: „Nun?“
„Ist er hier?“
„Oben.“
„Es wird Zeit.“
Thanduin nickte nur und sagte dann in den Raum. „Geh und hol Kazan.“ Ein Elf, der bis eben noch vollkommen unsichtbar gewesen war, wollte los eilen, doch Solus sagte: „Nein, ich hole ihn selbst.“

Oben im Zimmer schrieb Kazan gerade einen Brief und die Prinzessin unterhielt sich mit Twyla. Sie hatten die letzten Tage viel zusammen gelacht und waren dicke Freundinnen geworden. Kazan freute es auch, dass Twyla eine Freundin gefunden hatte, er selbst hielt sich eher zurück und konnte die Prinzessin ja ohnehin nicht hinauswerfen. Sie sagte gerade: „Was schreibt ihr da?“
„Einen Brief an meinen Bruder, den Herzog von Isenfurth.“ Sie kicherte. „Wie förmlich er immer ist.“, neckte sie und sah zu Twyla. Dann sah sie kurz überrascht an Twyla vorbei und strahlte sie dann an. Ein leichtes Kopfnicken hinter sie, bedeutete ihr, sich umzudrehen. Solus war gekommen. Er sah geschafft aus und blickte sie an, wobei er wirklich schön lächelte. Kazan sah nur kurz über die Schulter und schrieb zu Ende.
„Mein Kind! Verzeih, dass ich nicht eher schreiben konnte. Ich hatte einiges zu tun.“ Er schloss sie in seine Arme, als sie ihn förmlich anfiel und lachte auf. Nach der ausgiebigen Begrüßung und nachdem auch Kazan fertig mit dem Brief war sah Solus zu ihm. „Ich muss mit dir sprechen.“
„Sprich.“
„Nein, nicht hier. Zusammen mit Thanduin.“ Kazan sah ihn eindringlich an. Das konnte doch schon wieder nur Ärger bedeuten. Er wollte eben Twyla sagen, dass sie vorsichtig sein sollte, als Aria festlegte: „Wir kommen mit!“ Solus sah sie merkwürdig an, doch schien er kein Gegenargument zu fidnen.
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Twyla

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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   Mi Aug 17, 2016 6:51 am

Bis her war eigentlich alles recht gut gelaufen. Twyla hatte das Gefühl, sie würde ihren heiligen Baum nie wieder sehen. Was hatte Thanduin denn nur vor? Twyla wusste sich keinen Rat, doch war sie froh über jede Minute, die sie mit Kazan verbringen konnte, in der er nicht einem bösen oder gemeinen Plan Thanduins ausgesetzt war. Auch Aria war ihr ans Herz gewachsen. Sie war eine wirklich gute Freundin, wie es sich Twyla gewünscht hatte. Nur leider fehlte hier Lorkir und auch Arthas und die Anderen irgendwie, auch wenn sie mit ihnen nicht viel zu tun hatte. Denn noch glaubte Twyla, das es Kazan sehr gut tun würde, wenn er sie alle hier hätte. Leider würde das nicht gut gehen. Die Elfen waren den Menschen gegenüber sehr feindseelig. Nun ... das war wohl nicht weiter verwunderlich. Gerade kicherten und lachten sie, als Solus kam.
"Vater!"
rief Twyla überrascht und warf sich ihm an den Hals. Was hatte sie ihn vermisst.
"Wo warst du denn nur? ich hab dich vermisst. Dein Rat wäre mir sehr teuer gewesen."
Nun darauf bekam sie wohl erst einmal keine Antwort. Solus wollte mit Kazan sprechen und das gleich und mit Thanduin. Aria beschloss, das sie mit gingen. Twyla würde nichts lieber als das tun. Schließlich konnte sie dann endlich vor Ort sein, um ihrem Kazan bei zu stehen. Zusammen gingen sie also los. Am Palast angekommen, sah Twyla eine wunderschöne Elfe auf dem Balkon. Ihr Haar war so hell, wie das Mondlicht. Sie wirkte so ruhig und friedlich, wie ein Reh. Als sie die kleine Gruppe bemerkte, nickte sie Solus zu und ging dann hinein.
"Wer war das? Ich habe sie noch nie hier gesehen,"
fragte und erklärte Twyla in einem Zug.
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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   Mi Aug 17, 2016 7:08 am

In den letzten Tagen hatte Sephira nicht viel mehr getan, als das, was sie für gewöhnlich auch in ihrem Wald getan hatte. Sie war durch diesen Wald gegangen, hatte sich um verletzte Tiere und Pflanzen gekümmert und natürlich auch Kräuter gesammelt. In ihrer neuen Umgebung wuchsen die Pflanzen prächtig, gediehen besser, als zuvor und erleuchteten den Wald mit wunderschönen Farben. Wie jeden Tag, war sie auf den Balkon gegangen, um einen Blick über den Wald zu werfen. Eine kleine Gruppe näherte sich. Der Mensch kam mit zwei Elfen und einem älteren Elfen. Sie nickte dem Älteren zum Gruß zu und ging wieder hinein. Natürlich wollte sie auch heute wieder ihren Spaziergang machen. Nachdem sie sich also ihren Umhang an gelegt hatte, verließ sie ihre Gemächer, kam am Thronsaal vorbei und sah die Gruppe, die inzwischen den Palast erreicht und den Thronsaal aufgesucht hatte. Sie betrachtete die Besucher, sagte jedoch nichts. Sie wollte nicht stören, doch irgendwas sagte ihr, sie solle bleiben, also tat sie es. Zwar versteckte sie sich nicht, doch stand sie auch nicht gerade offensichtlich für die Gruppe da.
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Kazan

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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   Mi Aug 17, 2016 7:07 pm

Solus sah Sephira im Vorbeigehen. Auch sie war eine der unsterblichen Elfen. Er sagte zu Twyla: "Sie ist die Hüterin der Wälder jenseits der Immergrünen Pforten." Er nickte zurück und entbot ihr seinen Gruß.
Kazan sah man es nicht an, aber er waf aufgeregt. Solus war recht froh, dass Twyla nun nicht weiter nachgehakt hatte, um zu erfahren, wo dr gewesen war. Er konzentrierte sich ohnehin erst mal auf das, was nun folgen würde.
Sie betfaten den Thronsaal und Thanduin stamd bereits auf dem Balkon und hielt ein Glas Wein in der Hand. Auch Visaris war bei ihm und sah ausdruckslos vor sich hin. Er sah nicht mal auf, als Kazan und die anderen herein kamen. Solus blieb neben dem König stehen. Er wiederholte die Worte von zuvor. "Es ist so weit." Thanduin nickte und drehte sich nun zu Kazan, während Solus auf das Geländer gestützt in die ferne sah.
Thanduin trank einen Schluck und sagte: "Du fragtest mich, wieso du hier bist." Kazan schwieg. "Natürlich nicht nur zu meinem persönlichen Vergnügen, da ich wahrlich sagen muss, dass Menschen eigentlich nie eine angenehme Gesellschaft sind." Schweigen. "Du bist jedoch kein normaler Mensch mehr." Kazans Herzschlag beschleunigte sich. Er verkrampfte sich regelrecht. "Du bist vielmehr ein Schatten des Menschseins."
"Was hat Solus mir angetan?", fragte er nun und sein messerscharfer Blick fuhr zu ihm. Natürlich musste es Solus gewesen sein. Die ganze Zeit schon hatte er so ein ungutes Gefühl gehabt...
"Dir angetan? Ich würde sagen, er hat dein Leben gerettet. Nun er hat es zumindest vorrübergehend in Schutz genommen." Kazan verstand nicht, was das bedeuten sollte und entsprechend verwirrt sah er aus. "Du weißt nicht, was für eine Rolle du noch spielen wirst, Kazan und genauso unwissend, wie deine Ahnen bist es auch du." Kazans Blick wechselte zwischen Thanduin und Solus hin und her.
"Was soll das bedeuten?", wollte er nun wissen. "Was meint ihr?"
"Du wärst der Verderbnis anheimgefallen, Mensch. Doch Solus hat in dir mehr gesehen. Er hat beschlossen dich zu retten. Doch es wird dich nicht freuen zu hören, dass diese Rettung einen hohen Preis verlangt. Denn dein Leben gehört nun jenem, der ruft und du wirst seinen Ruf empfangen. Du wirst ihm gegenüberstehen und ihn töten. Das ist deine Bestimmung. So schlimm ich es auch finden mag... Das Gefüge dieser Welt ruht auf deinen Schultern." Das machte ihn erst mal sprachlos. "Was?"
Thanduin drehte sich zu Solus. "Siehst du? Ich sagte doch dass sein Verstand nicht ausreicht, zu begreifen, was los ist. Er ist eben doch nur ein Mensch... gewesen." Kazan schien geschockt. Das erste Mal seit Twyla ihn getroffen hatte, sah sie ihn SO aus der Fassung. Und das war wohl auch kein Wunder. Besser er sagte gar nichts. Thanduin kam nun etwas dichter. "Verstehst du das? Du wirst die Welt beschützen, wenn du versagst, sterben wir alle." War das schlau ihn so unter Druck zu setzen? Kazan blickte nun auf und sein entschlossener Blick erschütterte Thanduin ein wenig. "Ich werde nicht versagen!"
"Wie kannst du das wissen?", fragte Thanduin nun etwas missgestimmt. "Ich habe keine Wahl, wenn es stimmt, was du sagst."
"Stellst du mein Wort etwa in Zweifel?"
"Nein."
"Ich glaube nicht, dass du das Zeug dazu hast, Kazan. DU und deine gesamte Art! Euer Wort ist wertlos, wurde Taten nur destruktiv und voller Gewalt. Eure Art die Welt zu sehen widert mich an. Du wirst am Ende versagen, weil du nämlich nicht den Mut hast, dieses Opfer zu bringen!" Kazan ballte die Fäuste. "Ich unterschätzt mich!"
"Am Ende wirst du mit deinem geborgten Leben bezahlen und jeder Mensch ist ein Feigling!"
"Ich werde es tun!" Kazan war nun wirklich zornig und Thanduin sah ihn höhnisch an. "Also macht es dir nichts aus, zu sterben?"
Kazan musterte ihn eine Weile natürlich machte es ihm was aus, aber wenn er doch keine Wahl hatte? "Es ist mir selbstredend nicht egal. Aber was ist schon ein einzelnes Leben, gegen das aller? Wir könnte ich mich weigern, wenn sonst alle anderen deswegen sterben müssen? Ihr wisst nicht, zu was mein Volk in der Lage ist."
"Falsch! DU weißt es nicht! Du kannst nicht wissen, wie grausam und schlecht die Menschen sein können, sonst würdest du das anders sehen." Mit ihm war nicht zu diskutieren und Kazan wollte außerdem nicht respektlos werden. Er senkte nur den Blick und sagte: "Nein vermutlich habt ihr mehr Gräueltaten gesehen, als ich sie mir vorstellen kann." Er sagte es jedoch mit einem leichten Unterton und Solus verstand sofort, dass er auch die des Elfen-Königs meinte, die er an den Menschen getan hatte.


Zuletzt von Kazan am Do Aug 18, 2016 3:46 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   Mi Aug 17, 2016 11:23 pm

Die Hüterin der Wälder ausserhalb der Kristallzitadelle. Twyla sah noch einmal hoch, aber sie war schon fort. Zusammen betraten sie den Palast des Königs. Der Thronsaal war leer, abgesehen von dem König, der auf dem Balkon stand. Solus gesellte sich zu ihm und schon ging es los. Twyla hörte zu und sah mindestens so fassungslos aus, wie Kazan. In diesem Moment wusste sie nicht, ob sie ihren Vater hassen, oder ihm dankbar sein sollte. zweiteres kam eher in Frage, denn letztlich war Kazan nicht der Verderbtheit anheim gefallen. Denn noch ... er sollte sich einem Wesen stellen, welches er besiegen sollte, um die Welt zu retten und dabei sein Leben lassen? Thanduins Grausamkeit war wirklich ungeheuerlich, aber Kazan hatte recht. Sie wussten nicht, was Thanduin in seinem Leben erlebt hatte und auch wenn Twyla sich noch so gern für Kazan einsetzen wollte ... sie wusste, wenn sie jetzt etwas falsches sagen oder tun würde, so würde Kazan UND sie darunter leiden. Kazan setzte sich jedoch ganz wunderbar allein zur Wehr. Twyla legte Kazan die Hand auf die Schulter.
"Ich glaube an dich ... und ich werde dir bis zum Ende bei stehen, denn wenn du gehst ... ist mein Platz auf dieser Welt bedeutungslos."
Egal was der König nun dazu sagen würde, sie würde Kazan nicht im Stich lassen.
"gemeinsam werden wir das Übel bekämpfen, bis zum letzten Atemzug und du wirst uns alle retten."

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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   Mi Aug 17, 2016 11:49 pm

Wenn gleich sie eher unauffällig da gestanden hatte, so war sie doch Teil dieses Gesprächs. So schritt sie nun aus den Schatten hervor, blieb in angemessenem Abstand stehen und betrachtete die Anwesenden kurz, ehe sie sich leicht vor dem König verbeugte, wobei sie die Hand auf dem Herzen hielt und die Augen kurz schloss. Das Thanduin nicht freundlich gegenüber Menschen war, war allen bekannt, doch war er nicht weniger grausam den Menschen gegenüber, als diese dem Volk der Elfen.
"Verzeiht ... Ich wollte euch weder stören, noch belauschen. Wenn dieser Mann die einzige Hoffnung auf dieser Welt ist, so sollte man ihm doch eher Mut machen, als ihm zu sagen, er wird versagen, mein Sternenkönig. Euer Hass auf die Menschen ist derart groß, das ihr ihnen nur das schlechteste zutraut. Ich kann nicht sagen, das ich die Menschen kenne, das ich nur gutes über sie höre. Eher ist das Gegenteil der Fall. Auch meine Familie litt damals unter den Menschen, wenn gleich uns die Flucht gelang. Es mag sein, das der Großteil der Menschen schlecht ist, das sie nur an sich denken und die Welt als ihr Eigentum an sehen. Vielleicht habt ihr hier einen Menschen vor euch, der euch zeigt, das sein Volk durchaus auch anders sein kann. Wenn er es sein soll, der unser Volk ... die Wälder und die Erde, die uns ein Zuhause gibt, rettet, dann will ich ihm alle Hoffnung und guten Wünsche mit auf den Weg geben. Wir dürfen in dieser Zeit, da die ganze Welt bedroht ist, den Hass aufeinander nicht aufrecht halten, sondern sollten versuchen zusammen zu halten, um diese schreckliche Zeit zu überstehen."
Es lag ihr gewiss fern, dem König irgendwelche Vorschriften zu machen. Sie hoffte eigentlich eher, das er über ihre Worte nachdenken würde. Vielleicht würde es eine gewisse Einsicht bringen.
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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   Do Aug 18, 2016 4:02 am

Langsam Hatte Kazan die Nase wirklich voll. Wieso glaubten alle, dass NUR die Menschen das Übel dieser Welt waren? Na klar gab es Tyrannen und ja es gab böse Menschen, aber gab es das nicht in jeder Rasse? Würde Thanduin nicht auch in den Krieg ziehen, wenn er nicht wüsste, dass er zu viel Blut lassen müsste? Würden die Zwerge nicht auch einen Berg einnehmen, wenn sie unter diesem Gold und Edelsteine witterten? Würde es nicht jedes Volk so machen? Kazan warf Thanduin nun einen zornigen und hochmütigen Blick zu. Dann schweifte dieser auch zu der anderen Elfe, die scheinbar erst seine Rasse verteufelte und dann Wünsche mit auf den Weg gab. „Ihr seid alle gleich.“, begann er schließlich. „All jene, die frei von Sünde sind, werfen den ersten Stein. Und all jene, die einem Menschen noch nie gegenüber standen oder nur von Hass verzehrt und gebrochen, haben kein Recht über die meinen zu urteilen. Es stimmt, ich habe den Krieg von vor 500 Jahren nicht erlebt.“ Solus drehte sich nun etwas zu ihm um und musterte ihn. „Und ich weiß auch nichts über die Zeit davor, weil ich nicht dabei war! In unseren Büchern steht jedoch geschrieben, dass die sogenannten „Sklavenkriege“ nicht aus unserem Wunsch nach Sklaven, sondern aus Selbstschutz gefochten wurden. Ich bin weder Historiker, noch war ich dabei, aber ICH bin nicht einer derer von damals. ICH bin Kazan Kelgahn und ich würde keinen Elfen nur aus Lust heraus angreifen oder töten. Gefühle, wie Hass sind mir fremd und ich ehre das Leben.“ Auch wenn er getötet hatte. „Wieviel davon trifft auf euch zu, mein König.“ Er war respektlos und aufmüpfig. Solus lächelte.
„DU tust, als seist du ein Heiliger.“, sagte Thanduin bissig.
„Kein Heiliger, ein Mensch! DER Mensch, den ihr euch hier her geholt habt. Der Mensch, der eine Aufgabe erledigen soll und dem ihr doch nur Misstrauen entgegen bringt und Steine in den Weg legt.“ Der Elf sah ihn immer noch merkwürdig an und etwas zornig. Dann aber kam Solus zu Kazan, legte ihm die Hand auf die Schulter. „Verzeih, dass ich dir dieses Schicksal aufbürdete.“ Kazan sah ihn nur an und entgegnete: „Wenn überhaupt sollte ich euch danken.“ Solus schien ein wenig verwirrt.
„Wenn ihr es nicht getan hättet, wäre mein Tod bedeutungslos. SO habe ich noch einen Sinn.“
„Kein Tod ist bedeutungslos, aber es freut mich, dass du es so siehst, Kazan.

Thanduin sah nun zu Sephira. Seine Meinung änderte sich in keinster Weise, aber er schine auch nicht vielfür ihre Worte übrig zu haben.
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Twyla

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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   Do Aug 18, 2016 5:36 am

Das kazan nun wirklich böse wurde, fand zumindest Twyla nicht schlimm. Er hatte ja recht mit seinen Worten. Letztlich hatte auch sie Einsicht gezeigt und fest gestellt, das nicht alle Menschen von Grund auf schlecht waren. Es war wie bei ihnen. Sie wurden zu dem gemacht, was sie wurden. Selbst in Isenfurth, waren die Menschen friedlich. Dort lebten Menschen und Elfen beieinander, ohne sich zu bekriegen. Manche mochten Elfen noch immer als Sklaven sehen oder ihnen kein Vertrauen entgegen bringen, doch anders herum, war es doch eben so. Dieses mal legte sie ihm die Hand auf den Arm. Er sollte einfach nur wissen, das sie da war, das sie ihm bei stand.
"Mein König ... Ich habe gelernt, das es sowohl gute, als auch schlechte Menschen gibt. In Isenfurth .. leben sie friedlich mit uns zusammen. Sie haben uns ein Heim gegeben, als wir unseres verloren und auch, wenn ich am Anfang vollkommen gegen diese Hochzeit war und lieber gestorben wäre, bin ich nun um so glücklicher einen Mann wie Kazan zu haben, der mich beschützt, der ehrlich ist und selbstlos. Er ist nicht, wie wir es aus Geschichten kennen und ich musste auch in der Stadt lernen, das viele gute Leute dort leben, die sogar halfen, als wir aus dem Wald zu ihnen kamen. Kazan ist ehrlich, treu, hält Wort und wird alles tun, um seine Aufgaben zu erfüllen. Ich weiß nicht, wie schrecklich es euch damals ergangen sein mag, aber die Zeiten ändern sich ... ob wir es wollen oder nicht und auch die Nachkommen derer, die den Krieg führten, ändern sich. Ich bitte euch mein König ... gebt Kazan die Chance sich zu beweisen."
Sie wagte es ja gar nicht die Stimme zu erheben oder sich gegen ihn zu stellen, nur hatte sie auch das Gefühl, sie musste Partei für ihren Kazan ergreifen.
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Sephira

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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   Do Aug 18, 2016 5:59 am

Eigentlich konnte sie ja niemanden verteufeln.
"Weder nehme ich mir das recht heraus, über euch zu Urteilen, noch über euer Volk, denn weder kenne ich euch, noch andere Menschen gut genug, um darüber Urteilen zu können. Der Krieg damals, war furchtbar. Was wir erlebten, sind Gräuel die ihr euch nicht vorstellen könnt. In euren Büchern mag stehen, das der Krieg aus Selbstschutz statt fand, in unseren Büchern stand etwas anderes. Geschichte wird immer von den Siegern geschrieben. Ich selbst kann nur wieder geben, was mir zugetragen wird. Ich kenne euch Menschen als Volk nicht, doch kann es kaum sein, das alle gleich sind. Ihr habt recht, wenn ihr sagt, das es auch unter uns Elfen jene gibt, die schlecht sind. Es gibt wohl kaum ein Volk, in dem es keinen Verrat gibt. Ihr seid noch so jung, aber schon weiser, als manch ein Elf in eurem Alter. Euch gebührt alles Glück, um den Sieg über die Finsternis zu erlangen. Verzeiht einer alten Elfe, die nichts vom Volk der Menschen versteht. Es lag mir fern euch zu beleidigen oder an zu klagen."
Thanduin würde gewiss kochen vor Wut. Allein sein Blick reichte, um Sephira ein zu schüchtern und zum Schweigen zu bringen. Denn noch. Sie mochte den Krieg erlebt haben, mochte das große Glück gehabt haben, keine der Gräueltaten erlebt zu haben, doch was sich zu jener zeit herum sprach, wie lange sie auf der Flucht waren ... all das würde sie sicher niemals vergessen. Hass ... ein Gefühl welches sie nicht aufbringen konnte. Sie empfand nur Mitleid mit den Menschen, die nicht verstanden, wie Wertvoll jedes Leben ist und mit Thanduin, der schreckliches erlebt haben musste, um so zu werden und den menschen eben so begegnete, wie diese ihrem Volk.
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Kazan

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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   Fr Aug 19, 2016 1:47 am

„‘Es mag sein, dass der Großteil der Menschen schlecht ist…‘ Ist das etwa kein Urteil? Ihr stützt euch also auf Hörensagen, ohne überhaupt mit meinem Volk in Kontakt gekommen zu sein? Wisst ihr, nicht nur die Sieger schreiben Geschichte sondern die Verlierer lassen ihre „Peiniger“ gerne in einem noch schlechteren Licht dastehen. Es gibt immer zwei Seiten. Ich verabscheu die Sklaverei, aber sie gehört zu unserer Kultur. Genauso, wie es scheinbar zur Kultur, der Zitadell-Elfen gehört unschuldige Bürger hinzurichten…“
„DAS REICHT JETZT!“, donnerte Thanduin. Ja er kochte vor Wut, aber eher wegen Kazan und nicht wegen Saphira. Er stand da, königlich, anmutig und wie ein Gewittersturm. „Deine Aufgabe ist klar, ganz gleich was du behauptest, am Ende werden wir sehen, was geschehen wird.“ Kazan neigte den Kopf. Er hatte sich vergessen. Für einen kleinen Moment, war er der Junge von damals gewesen. Ein Wirbelwind und sehr impulsiv. Es war still und dann sagte Kazan ruhig.
„Ich schlage eine Wette vor.“
„Hm?“, Thanduin schien ein wenig irritiert. „Wenn ich am Ende so handle, wie ihr es erwartet, so werde ich eingestehen, dass ihr im Recht seid. Doch wenn ich mein Versprechen halte und wahr mache, was ihr prophezeit habt, dass geschehen muss… So sollt ihr euren Hass und eure Vorteile den Menschen gegenüber ablegen, mein König.“ Thanduin traute Kazan keinen Meter über den Weg. Weder vertraute er der angeblichen Courage noch dem Willen. „Wenn es dich glücklich macht…“ Gab er nur gelangweilt zurück und Solus, der noch immer abgewandt war, lächelte.
„Dann… Heißt es nun warten und während wir das tun, suchen wir uns Verbündete.“ Damit schien das wohl schon mal beschlossen. Die ganze Situation schien entschärft und alle standen nun mehr oder weniger entspannt da.
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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   Fr Aug 19, 2016 2:33 am

Twyla erschrak. als Thanduin so los wetterte. SIE hatte das alles nicht so gesehen, die die Anwesenden hier. Vielleicht hatten sie sich alle auch nur ... nein. Kazan hatte es verstanden, wie er es sah, eben so wie die Anderen hier auch. Twyla fand es wirklich bedrückend, das sich alles so entwickelte. Was Kazan nun als Wette vor schlug, war durchaus interessant, nur wie sollte Thanduin seinen Hass ablegen? Hass war eines der stärksten Gefühle, die man sich vorstellen konnte. Gefühle konnte man nicht einfach abschalten. denn noch wäre es wirklich schön, wenn er es schaffen könnte.
"Verbündete? Vater ... Isenfurth wird sich sicher gern dem Bund anschließen."
Sie senkte direkt die Stimme. Dort lebte ihr Stamm und auch Menschen, die sie lieb gewonnen hatte.
"Isenfurth MUSS ein besonderer Ort sein, wenn dort gleich zwei Heilige Bäume wachsen."


Zuletzt von Twyla am Fr Aug 19, 2016 3:06 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   Fr Aug 19, 2016 2:54 am

Dieser Mensch hatte reichlich Temperament. Unbedachte Worte nahm er sofort als Angriff, was Sephira nicht einmal so meinte. Sie hatte die falschen Worte gewählt und nun war dieser Mensch so wütend geworden, das Thanduin einschreiten musste. Selbst Sephira zuckte zusammen unter der donnernden Stimme. Thanduin war offenbar wirklich schlecht gelaunt. Besser wäre es vermutlich, sie würden alle schleunigst das Weite suchen, wollten sie seine Laune nicht noch ertragen müssen. Stattdessen blieben alle beteiligten da. Die junge Elfe begann direkt eine Stadt als Verbündete vor zu schlagen. Sie sprach von heiligen Bäumen , was in den Augen Sephiras ein funkeln der Freude auslöste. Sie würde diese Bäume zu gern sehen wollen.
"Nun ... im Smaragdwald leben keine Elfen mehr. Ich fürchte, mit Verbündeten kann ich nicht helfen. Ich selbst bin in der Kampfkunst nicht bewandert. So wie es aussieht, kann ich euch nur helfen, indem ich euch heile und die Kräuter anpflanze, damit sie schnell gedeihen."
Wenn sie schon nicht viel machen konnte, so wollte sie wenigstens auf diese Art helfen.
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Kazan

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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   Fr Aug 19, 2016 4:53 am

Thanduin schien ein bisschen beleidigt oder gar wütend, als er sich nun zum Gehen wandte, doch dann drehte er sich ungläubig und regelrecht schockiert zu Twyla herum. „WAS Steht in Isenfurth?“ Kazan ahnte Schlimmes, doch bevor noch etwas vorfallen konnte sagte Solus: „Der Heilige Baum und sein Spross schienen Freude an der erblühenden Liebe zu haben, die dort aufkeimte. Eine Liebe, die über Regeln und Grenzen hinaus Bestand hat.“ Thanduin sah zwischen Twyla und Kazan hin und her und dann sagte er auf unnachahmlich hochnäsige Art und Weise. „Auch die heiligsten Geschöpfe können irren.“ Er verschwand nun schnellen Schrittes. Kazan stieß die Luft aus.
„Ich kann hier nicht einfach weg.“
Aria trat vor und sagte: „Do~och. Ich werde es einfach befehlen.“
„Aber…“
„Geht nach Isenfurth und informiert dort das stehende Heer.“ Kazan sah sie ungläubig an und Solus sagte: „Ich denke nicht, dass da was dagegen spricht. Kazan nickte und sah etwas erleichtert zu Twyla. Er hatte nun erst mal viel nachzudenken. Er senkte den Blick. „Lass uns gehen.“, sagte er zu Twyla. Keine Sekunde würde er sie hier alleine lassen. Sephira ignorierte er einfach. Sie machte einen wirklich sanften Eindruck auf ihn. Aber aus irgendeinem Grund, würde er nicht mit ihr warm werden. Er konnte es nicht mal erklären. Er hatte nur eine seltsame Antisympathie gegen sie.

Sie reisten noch am selben Tag ab. Ihre Reise blieb ruhig und sie wurden nicht gestört und je näher sie kamen, um so mehr wuchs die Sehnsucht zu diesem Ort. Kazan selbst musste sich eingestehen, dass er froh war nicht mehr in der Kristallzitadelle zu sein.
Sie hatten das Tor noch nicht mal erreicht, als ihnen Lorkir schon entgegen geeilt kam. „Kommandant! Kommandant! Es ist… Es ist ein… ein Wunder!“
„Was ist los? Sammel dich erst mal, ehe du zu mir sprichst.“ Lorkir holte Luft und sagte: „Eure Frau Mutter! Sie ist wach!“ Kazan sah ihn mit überraschten Augen an. Er wollte eben wieder den Blick senken und einen gleichgültigen Kommentar los lassen, als Lorkir sogar seine Hände griff. Er sah erst schockiert auf diese und dann zu Lorkir. „Ich meine… Sie ist wirklich wach!“ Es schien einen Augenblick zu dauern, ehe die Worte sinn ergaben und er sie für die Wahrheit hielt. Sein Blick hätte alles bedeuten können. Überraschung, Furcht, Freude oder sonst was. Kazan war wie gelähmt.
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Twyla

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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   Fr Aug 19, 2016 7:19 am

Es war schon irgendwie eine kleine Genugtuung Thanduins Überraschung zu sehn, als er von den heiligen Bäumen erfuhr, doch würde das auch sicher noch ein Nachspiel haben. Auch Arias Befehl, würde sicher noch Folgen für sie nach sich tragen, doch Twyla war ihr unendlich dankbar. Was Sephira an ging, so wusste Twyla nicht, was sie von ihr halten sollte. Sie schien wirklich sehr sanft. Twyla verabschiedete sich von ihr mit der Hand an der Stirn und einer leichten Verbeugung, ehe sie mit Kazan verschwand.

Der Abschied von Aria und der Kristallzitadelle, fiel Twyla nur deshalb nicht schwer, weil sie wusste, das Kazan nun nicht länger von Thanduin zu Hinrichtungen und anderen Grausamkeiten herangezogen würde. Hier war für Kazan kein angemessener Platz. Natürlich freute sie sich darauf ihre Freunde wieder zu sehen, ihren Setzling wieder pflegen zu können, aber sie vermisste das leben der Elfen. Denn noch . Ihr Platz war an Kazans Seite. Sie würde mit ihm gehen, bis in den Tod. Die Ankunft wurde natürlich gleich Spektakulär, als Lorkir die frohe Botschaft überbrachte. Twyla lächelte.
"Nun geh schon hin. Ich kümmere mich um unser Gepäck und um die Pferde."
Zwar hatte sie nicht vergessen, was vorgefallen war, aber vielleicht ... vielleicht würde seine Mutter ihn doch mit offenen Armen begrüßen. Twyla brachte die Pferde in den Stall, wo sie ihr abgenommen wurden. Das Gepäck wurde hoch gebracht in die Gemächer des Kommandanten und Twyla selbst wollte nichts anderes sehen, als die beiden heiligen Bäume, zu denen sie sich auch gleich auf machte.
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Kazan

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BeitragThema: Re: Die Kristallzitadelle   Sa Aug 20, 2016 2:35 am

Kazan war wie angewurzelt stehen geblieben. Lorkir grinste froh und Kazan sah aus, als sei er vom Blitz getroffen. Er hauchte nur: „Wo ist sie?“ Twyla riet ihm zudem, gleich zu ihr zu gehen. Sie würde sich um das Gepäck kümmern. Das ließ er sich nicht zwei Mal sagen. Er hastete in die Burg und dort wo normaler Weise der Herzog saß, wenn er seine Untergebenen empfing saß sie nun. Sandor kniete neben ihr und auch Lysa. Euphemia hielt Sandors Hand, aber Lysa kniete nur demütig aber glücklich neben ihr. Als Kazan eintrat sah Sandor auf und er hatte ganz rotgeweinte Augen, weil er so glücklich war. Euphemia hätte nicht schöner aussehen können. Sie war so wunderschön, dass man neidisch werden konnte. Kazan blieb wie angewurzelt stehen.
„Kazan!“, entfuhr es Sandor. „Sieh doch nur… Sie doch!“
„Ich sehe es.“, sagte er leise, emotionslos. Lysa sah nun ebenfalls auf und Kazan kam näher, als Euphemia die Hand austreckte. Er trat vor sie nahm die Hand und kniete sich herab, wo er einen Kuss auf die Hand hauchte. „Mutter…“, sagte er leise.
„Mein lieber Kazan.“ Sie zog ihn zu sich heran und nahm sein Gesicht in beide Hände. „Du bist so wunderschön geworden.“ Er hatte sich seit damals wirklich etwas verändert. Die Kindlichkeit war von seinen Zügen gewichen und er war zum Mann geworden, seit sie ihn das letzte Mal bei klarem Bewusstsein gesehen hatte.
Kazan musterte seine Mutter. Ihre Augen funkelten wie Saphire und seine nebelgrauen Augen waren kühl, aufmerksam und suchten scheinbar nach etwas. Er lächelte nicht und schien sogar ziemlich angespannt. Euphemia hingegen lächelte zauberhaft.
„Kazan… Würdest du mich bitte in den Garten bringen? Ich habe ihn so lange nicht gesehen.“ Er stand auf und sagte: „Sandor, sie nach, ob du für Mutter etwas Zuessen auftreiben kannst. Lysa bitte sei so nett und geh zur Schneiderin, sie soll ein neues Gewand anfertigen, um entsprechend den Anlass zu feiern.“ Beide nickten. Sie gingen.
„Ich werde dich nicht in den Garten bringen.“, sagte er, als die anderen beiden weg waren. „Das ist auch nicht nötig.“ Er nickte sie erhob sich und ging zu einem Tisch, der Gläser und Wein bereit hielt. Sie schenkte sich ein. Kazan musterte jede ihre Bewegungen. „Hast du Angst Kazan?“
„Es wäre töricht keine zu haben.“
„In der Tat. Du hast dich zu einem Mann herausgeputzt. Der kleine, weinerliche, schwache Junge ist verschwunden.“ Sie lächelte, sein Mund war ein Strich. „Was geschieht jetzt?“
„Was möchtest du, dass geschieht?“
„Ich will das du gehst.“
Sie fing an glockenklar zu lachen, als habe er einen besonders lustigen Scherz gemacht. Sie hielt sich sogar die Hand vor den Mund und dann lächelte sie Kazan an. „Das glaubst du doch nicht im Ernst? Kazan… Ich habe nun lange genug in geistiger Umnachtung verbracht, um sagen zu können das weder du noch ich es nun sind.“ Sie kam näher und Kazan bewegte sich kein Stück, bis sie nur noch eine Hand breit von seinem Gesicht entfernt war. „Du hättest mich töten sollen, als du die Gelegenheit hattest.“ „Was willst du?“ „Ich frage mich ehrlich wieso du es nicht getan hast?“ Kazan sah nach unten und zur Seite. „Hm… statt dessen hast du mein Hirn in wiederlichen Brei verwandelt.“ Das war wohl nur sinnbildlich gesprochen. „Hättest nicht gedacht, dass ich zurück komme, wie?“
„Nein.“ Sie drehte sich von ihm weg und sah aus dem Fenster. „Ich will hier bleiben. Ich will, dass du das akzeptierst und ich will, dass es weiterhin den Anschein hat, wie eben gerade noch. „Ich lasse die Maskerade aufrecht und du auch. Ich weiß, wie sehr es Lysa und Sandor verletzen würde, wenn sie die Wahrheit kennen würden. Sowohl dein kleines Geheimnis… als auch meins.“ Kazan sah sie durchdringend an und dann sagte er: „Wo ist der Haken?“
„Stimmt… es gibt wohl immer einen Haken, hm? Ich will, dass du für mich nützlich bleibst. Ich weiß von Thanduin und Solus.“ Kazan biss sich auf die Unterlippe. „Ich will dich als Spion dort haben. Sandor hier zu manipulieren, ist einfach, aber Thanduin… da fiele mir einiges ein.“ Kazan war sprachlos. Diese Frau war eben erst wieder zu sich gekommen und nun… Sie war der Teufel!
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