Endzeit

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 Wüstendämmerung-Archiv

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Saladin



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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Di Aug 13, 2013 5:22 am

Barzin ließ sich mit seiner Antwort Zeit.
Es war nicht seine Absicht Azely gegenüber unhöflich zu sein, dennoch nahm er sich ab und an die Zeit. Kurz bevor Azely die Geduld verlor und den Raum wieder verlassen wollte, stürmte 33 keuchend herein.
"Mylord. Der Dunkle schnappen die Lady", sie keuchte beim Reden.
Barzin runzelte die Stirn.
"Sprich klar, Blanca! Wie soll man dein Kauderwelsch nur verstehen?" Leicht süfisant blickte er zu Azely. "Man sollte meinen, bei den Preisen die man heutzutage für diese Blancos ausgibt, können diese Bleichgesichter wenigstens die gehobene Sprache!" Er lachte boshaft. So unerwartet, wie er zu lachen angefangen hatte, so unerwartet hörte das Lachen auch schon wieder auf und Barzin packte 33 unsanft am Hals.
"So, versuch es jetzt nochmal, Mädchen. Aber diesmal gib dir Mühe, damit dich Azely auch versteht."
33 versuchte zu schlucken, konnte jedoch nicht, da ihr die Speiseröhre zugeschnürrt war. Sie keuchte und Barzin lies sie los.
Verschämt schaute das Mädchen auf ihre Füsse.
"Der Efreet hat die Lady Neyla gefangen genommen!"
Barzin brummte wütend.
"Du kümmerst dich um den Gefangenen, ich habe noch etwas anderes zu erledigen", sagte er zu Azely.
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Schatten



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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Do Nov 21, 2013 7:37 pm

Saladin antwortete ihm kühl, dass er es für ihn verwahrt habe. Nun wenigstens war es nicht verloren gegangen. Der Teufel, der ihm andauernd ins Gewissen redete wäre nicht erfreut gewesen, wenn er das ach so tolle Schwert verloren hätte. Zel geleitete Neyla in ihr Quartier, wie Saladin es ihm aufgetragen hatte und verabschiedete sich schnell. Sie bedankte sich bei ihm? War ja nicht so, als habe er es freiwillig getan. Nun im Grunde schon, denn er würde Saladin JEDEN Wunsch erfüllen. Als er zurück kehrte saß sein Herr auf dem Bett und hielt Zels Schwert in den Händen. Er betrachtete es scheinbar interessiert und strich mit dem Finger über eine Gravur. Ein Löwenkopf. Merkwürdig geformt, aber es sah aus wie ein Löwe. Wie auch immer. Der andere hatte es ihm gegeben und er hatte wohl einen Grund das Familienwappen der Asad drauf zuschreiben. Wenn Zel wüsste, wie bedeutsam die Klinge war... Welche Geschichte sie hatte! Aber er hatte keine Ahnung und deshalb maß er der Klinge keine weitere Bedeutung zu und die Stimme schwieg sowieso gerade. Zum Glück. Vielleicht sollte er Saladin mitteilen, dass etwas mit ihm nicht stimmte und dass es wohl mit dem Schwert zusammen hing.
Zel nahm die Klinge entgegen, indem er sich hin kniete. Saladin sah erschöpft aus und so entschied sich Zel dazu ihn erst mal in Ruhe zu lassen. Vielleicht sollte er noch mal üben, was ihm der andere Schatten beigebracht hatte? Oder vielleicht... Er steckte erst einmal das Schwert weg und betrachtete seinen Herrn eine Weile. Er erinnerte sich an die Nacht, wo er ihm gesagt hatte, er brauche keine Angst zu haben. Es war eine schöne Erinnerung, wenngleich er gleich die Strafe dafür empfangen hatte.. Und doch, war Zel auf einmal bewusst, als habe es ihm gerade jemand zugeflüstert, dass diese wenigen Worte der Grund dafür waren, warum der Sultan hatte sterben müssen und Zel damit auch seinen eigenen Vater getötet hatte... Seinen Vater, denn er immer als den Schatten gesehen hatte, dessen Stärke und Macht er auch erlangen wollte. Es lag im Blut, und Zel hatte diesen stolzen und mächtigen Schatten mit einem Hieb getötet...
Zel setzte sich an die Wand neben Saladins Bett und drehte das Schwert von einer Seite zur anderen hin und her. Es war ungewöhnlich leicht. Dafür war es scharf wie die Rasierklingen eines Barbiers. Oder sogar noch schärfer. Schon merkwürdig. Wie hatte sich dieses Schwert überhaupt materialisiert? So viele Fragen. Er entschied sich doch etwas zu sagen, ehe Saladin einschlief.
„Herr? Ich... Ich höre Stimmen. Also eine Stimme und sie gehört einem Schatten.“ Er wollte die Aussage erst mal wirken lassen.

So so Efreet hatte sie also gefangen genommen? Wieso? Was hatte das junge Fräulein denn angestellt? Vielleicht würde sie später mit Barzin reden, jetzt hatte sie einen Auftrag und darauf freute sie sich schon sehr.
„Jawohl.“, sagte sie und verschwand.
Azaly ging in ihre Gemächer. Auch sie hatte einen kleinen Trakt der vor allem mit glitzernden Edelsteinen und viel Gold versehen war. Manche Gewohnheiten konnte man nicht abstreifen. Sie liebte die Pracht dieser glänzenden Steine und für jeden anderen Betrachter, sah die Vielfalt der Formen und Farben einfach nur kitschig aus, doch für sie nicht. Nein, sie liebte ihre bunten Steine, wobei es ihr egal war, welchen Wert sie hatten. Auch das Gold, dessen Farbe sie sogar in ihren Augen trug, imponierte ihr. Barzin hatte ihr einige dieser Dinge selbst geschenkt und einige hatte sie selbst mitgebracht. Jedenfalls freute sie sich immer wieder sehr, wenn Barzin ihr solche Geschenke machte, denn sie wurde des Anblicks niemals müde.
Azaly wusste, dass man deswegen hinter ihrem Rücken über sie sprach, wie eitel sie doch war und sie wusste auch, dass anderes Geflüster die Runde machte. Man nannte sie Hexe, weil Lord Barzin sie zu seiner Beraterin gemacht hatte, obwohl sie sich erst einige Monate kannten... aber auch das war ihr egal.
Da es dem Lord offenbar egal war, was sie mit dem Singvögelchen im Kerker anstellte, ging sie nun hinunter. Sie sah ihn an, wie er da am Kreuz hing und zog einen Dolch. „Du hast meinen Herrn erzürnt mit deinen Anschuldigungen gegen den Sultan. Da er nun auch wegen mir erzürnt war, werde ich dir zeigen, was es heißt. mich zu hintergehen.“, der Mann hatte einen knebel im Mund und konnte nicht so laut schreien, wie Azaly ihm Schmerzen zu fügte.
„1000 Schnitte und kein einziger tödlich. Eine Kunst, die nicht viele beherrschen und ich bin erst beim Schnitt Nummer 25.“ Ihre Augen glühten förmlich... Dieser Blick glühender Kohlen, wäre das letzte, was dieser Mann sehen würde.
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Saladin



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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   So Nov 24, 2013 10:22 am

Saladin sprang auf und riss die Augen auf. "Was? Eine Stimme?"
Hörte er etwa die gleiche Stimme wie Saladin? Nein das konnte nicht sein, schließlich gehörte die Stimme die Saladin hörte zu einem kleinen Jungen und nicht zu einem Schatten.
"Kennst du diesen Schatten? Was sagt er zu dir?"

Barzin kam in das Zimmer, in dem sein Schatten Efreet die Dame Neyla gefangen hielt.
"Lasst sie auf der Stelle frei! Wisst ihr denn nicht, wer sie ist?"
Efreet zuckte fast unmerklich mit den Schulter, fing jedoch damit an die Knoten zu lösen, die sie an einem Tisch fesselten.
"Verzeiht, Prinzessin", sprach Barzin und verbeugte sich leicht. "Hätte ich gleich gewusst, dass mein Bruder mit euch unterwegs ist, hätte ich dafür gesorgt, dass ihr das beste Zimmer in meinem Hause bekommt, Lady Nishime."
Neyla erhob sich elegant, rieb sich die Armgelenke und streckte sich lang.
"Lord Barzin. Ich habe eurem Bruder aus persönlichen Gründen meine wahre Identität verschwiegen und ich bin euch dankbar, dass ihr es ihm gegenüber nicht erwähnt hattet."
Barzin nickte, schließlich hatte er sie vom aller ersten Augenblick an wiedererkannt.
"Darum möchte ich euch und euren Schatten darum bitten, das auch weiterhin für sich zu behalten."
Barzin spannte seine Kiefermuskeln an.
"Ihr habt mein Wort, dass niemand etwas von uns erfahren wird."
Neyla dankte Barzin und Efreet und ließ sich dann von Efreet zurück in ihr Zimmer geleiten.
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Schatten



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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   So Nov 24, 2013 10:59 am

Schatten sah fast ein wenig erschrocken aus, als Saladin so überrascht und rasch danach fragte. Zel sah auf den Boden und drehte die Klinge hin und her. Er betrachtete das Wappen und antwortete seinem Herrn. „Das erste Mal... in der Oase, als wir dieser Illusion erlagen. Dann lange Zeit gar nicht mehr, doch dann, als ich Verwundet wurde, hat er richtig zu mir gesprochen und hat mir dieses Schwert überreicht. Ich weiß nicht wie, aber ich war plötzlich in einer anderen Welt und er wollte, dass ich ihn besiege.“ Zel sah auf und blickte seinem Herrn nur kurz in die Augen. „Er sagt ich sei Schwach und er sagt, ich solle dieses Schwert mit Respekt behandeln, aber er sagte mir nicht, wer er war. Nur, dass er ich sei und ich konnte sein Gesicht nicht erkennen. Dennoch fühle ich eine gewisse Vertrautheit. Manchmal redet er ununterbrochen, aber dann wieder gar nicht. Ich weiß nicht. Erst glaubte ich, ich sei verrückt, aber dieses Schwert... Es ist mir Beweis genug, dass es in irgend einer Form real ist.“
Er wollte Saladin eigentlich nicht mit diesem Wissen belasten, aber er hatte gefragt und so war es doch selbstverständlich, dass er das beantwortete. Schatten sah wieder auf die Klinge und sagte nichts mehr. Schließlich hatte er bereits alles erzählt. Blieb nur abzuwarten, was Saladin davon halten würde. Schatten brannte noch eine andere Fragen auf den Lippen. Wie lange wollten sie hier bleiben? Wie sollte es weiter gehen? Wie sollten sie den Sultan finden und was waren die nächsten Schritte? Er hatte ein ungutes Gefühl hier zu sein und schließlich meldete sich die Stimme wieder zu Wort: Zu Recht... Furcht ist ein starker Verbündeter, wenn man es zulässt, aber ein sehr schlimmer Herr. Benutze deine Furcht und werde wachsam. Halte sie fest. Denn ein Furchtloser Mann ist ein Narr. Schatten sah auf. Er gehorchte aufs Wort und tastete die Umgebung ab. Er wollte wissen, ob sie belauscht oder beobachtet wurden.
„Wie lange gedenkt ihr hier zu bleiben?“, fragte Zel schließlich leise aber nicht sehr fordernd.
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Saladin



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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Di Nov 26, 2013 11:18 am

"Du bist nicht schwach, Zel", sagte Saladin. "Du wirst mit jedem Mal stärker. Schließlich lebe ich ja noch."
"Wieso fragst du?", fragte Saladin zurück. "Bist du diesen Ort schon satt? Wir können jederzeit von hier verschwinden, wenn dir das lieber ist."
Er macchte sich Sorgen um seinen Schatten, der für ihn mittlerweile mehr war als.
"Wir haben sowieso noch einige Dinge zu erledigen. "Meine Mutter und meine Schwestern, mein Bruder der Sultan, die Revolution deiner Brüder. Wenn du es also wünschst, dann können wir morgen früh sofort aufbrechen. Aber es gibt da noch etwas, dass ich gerne vorher hier getan hätte. Ich weiß nicht ob es dir aufgefallen ist, aber die Art und Weise wie die Leute hier die Blanche behandeln..."
Seit er sich erinnern kann hatte Saladin einen speziellen Sinn für Gerechtigkeit entwickelt. Angefangen bei der Art und Weise, wie ihre Schatten behandelt wurden, bis hin zur Dienerschaft, Bettlern und anderen Niederen.
"Wie kann ich für ein freies Land kämpfen, wenn ich meine Augen hierbei verschließe?"

Wenig später legte er sich schlafen.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Di Nov 26, 2013 11:47 am

Es fühlte sich unglaublich schön an, wie Saladin zu ihm sprach. Wie er ihn lobte und ihm sagte, er sei alles andere als schwach. Nun ja eigentlich war er ja auch wirklich nicht so schwach, wie es dieser Schatten in seinem Kopf immer gerne sagte. Er hatte ganz allein einen Sandwurm besiegt und er war nur verwundet worden, weil er unaufmerksam gewesen war. Und nun hatte er dieses Schwart, konnte in die Schattenebene reisen und... Nein er war nicht schwach. Irgendwie baute ihn das enorm auf und gab ihm Selbstbewusstsein zurück.
Doch schon gleich darauf kam sich Zel schon wieder bescheuert vor, weil er Saladin so offensichtlich gebeten hatte, dass sie weiter reisen würden. Er blickte auf und seine Augen fixierten die von Saladin regelrecht. „Die Rote Rau gefällt mir nicht. Deshalb.“ Das würde Saladin sicher auch verstehen, aber er würde entscheiden wann es los ging und Zel würde so lange hirer bleiben, wie Saladin es wollte und ihn schützen.
„Was wollt ihr tun? Es sind die Regeln eures Bruders.“, sagte er auf die letzte Aussage hin. Als Saladin sich zur Ruhe begab, beobachtete Zel ihn noch eine ganze Weile. Er trug wie jeden Tag die Maske und dieses mal lächelte er nicht darunter. „Was immer es ist... mein Prinz. Ein Wort und es wird geschehen.“
Er hatte einen Sultan ermordet, damit seinen eigenen Vater und das nur, weil Saladin es gesagt hatte. Er würde noch viele weitere Morde begehen, wenn Saladin das Wünschte. Er würde selbst Götter ermorden, wenn es sein müsste. Er würde alles tun!
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Mi Nov 27, 2013 6:19 am

"Schlaf jetzt", sagte Saladin und legte sich in das Bett.

Auch diesesmal träumte er von einem kleinen Junge der auf einem spiegelglatten See stand und Saladin zu sich rief. Saladin folgte seinen Anweisungen und wattete bis zur Hüfte ins Wasser.
"Wer bist du? Was willst du von mir?", fragte Saladin.
Der Junge öffnete den Mund und gerade als er ihm antworten wollte,

schreckte Saladin aus seinem Traum auf und lag mit geöffneten Augen in seinem Bett.
Ein lautes Hämmern war an der Tür und in der Dunkelheit des Mondscheins erblickte Saladin die Silhouette seines Zels.
"Ich komme", keuchte Saladin und kletterte mühsam aus dem Bett. Nackt wie er war öffnete er die Tür und eine junge Blanche starrte ihm verdutzt aufs Gemächt.
"V-verzeiht, Herr!", flüsterte sie nervös und wandte ihren Blick ab. "Der Meister wünscht Sie zu sprechen, es ist dringend."

Saladin nickte, entschuldigte sich für einen Moment und kleidete sich in leichtem Stoff ein.
Die kleine Blanche führte Saladin und Zel zurück zum Kaminzimmer in dem bereits - oder noch immer - ein kleines Feuer flackerte. Es war stockfinster draussen. Nur ab und an erhellte ein wenig Mondschein die Dunkelheit. Barzin sass bereits hinter seinem großen Schreibtisch. Ein Tablett mit frischen Früchten und einem Kessel mit heißem Chai standen für die Anwesenden zur Verfügung.
Barzin sah aus als habe er nicht geschlafen. Er führte seine Feder über ein Pergament und nahm nebenbei einen kleinen Schluck von dem heißen Tee.
"Meine Beraterin wird auch gleich eintreffen, dann kläre ich euch über alles auf. Es geht um deine Freundin, Akh."
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Schatten



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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Mi Nov 27, 2013 8:41 am

Zel war aufgesprungen, bevor es geklopft hatte. Nicht nur seine scharfen Sinne ließen es zu, dass er gefahren schnell bemerkte, sondern auch seine Fähigkeiten als Schatten, die eigentlich immer wirkten. Selbst wenn er schlief. Jedoch war er dieses Mal aus einem anderen Grund aufgesprungen. Lange bevor er es normaler Weise bemerkt hätte. Nämlich diese merkwürdige Stimme hatte zu ihm gesprochen. Die Stimme, die ihn immer verhöhnte. Die Stimme die er nicht kannte und die ihm doch vertraut war. Er hatte sein Schwert gezogen, doch es stellte sich heraus, dass es nur eine Blace war, die erschrocken auf Saladins Manneskraft herab blickte.

Als sein Herr sich angezogen hatte, liefen sie auch gleich dort hin, wo sie erwartet wurden. Zel hielt sich so weit von Saladin und Barzin auf, wie es der mittelgroße Raum zu ließ. So die Beraterin... Na fein. Die konnte er vielleicht leiden. Er hatte das Gefühl, dass sie einem in die Seele schauen konnte, wenn sie einen ansah.
Die Frau kam herein und Schatten war direkt neben der Tür.
„Ich grüße euch, Astadh, hier bin ich.“, sagte sie und neigte noch im Türrahmen sanft den Kopf. Als sie den Raum betrat, musterte sie den Schatten Saladins und sah ihm ins Gesicht, dass er demütig geneigt hatte. Sie fuhr mit ihren Fingern an seinem Kinn entlang und hob es an, wobei sie irgendwie lächelte. Zel versuchte ihrem Blick auszuweichen, aber dann streifte er nur ein mal kurz ihre roten Augen und kam nicht mehr weg von ihr. Einen kurzen Moment sah sie Zel in diese weißen Augen und dann schien sie sich zu erschrecken. Ihre Augen weiteten sich und sie wandte den Blick ab und ließ Zel los, der in seinem Kopf eine furchtbar gehässige arrogante Lache hörte. So war das also...
Azaly stellte sich zu Barzin und wartete darauf, dass er das Gespräch eröffnete. Sie stand recht dicht bei ihm und war wie jedes mal, sehr erotisch. Nicht dass sie zu wenig an hatte oder gar zu obszön gekleidet war, aber... sie strahlte einfach immer etwas äußerst anziehendes aus.
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Saladin



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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Fr Nov 29, 2013 1:33 pm

In der Dunkelheit der Dämmerung flackerte das schwache Licht der Kerzen und brachte Barzins Augen zum Funkeln. Seine Hände waren vor seinem Gesicht, die eine zur Faust geballt, die andere umklammerte die Faust.
"Lady Neyla und mein Schatten sind verschwunden. Unter Berücksichtigung der Berichte meines Akh, über eine Revolte der Königsschatten, kann ich nicht ausschließen, dass mein Zel etwas damit zu tun hat", sein Blick - auch wenn man es ihm nicht ansah - fixiert Saladins Schatten.
Saladin spürte die feurige Aura seines Bruders.
"Nein! Er ist mit mir verbunden und ich übernehme die Verantwortung für seine Taten!", sagte Saladin und wollte einen Schritt zwischen seinen Bruder und Zel machen, doch seine Beine waren weich und er konnte sich nicht rühren.
Alle Flammen im Raum zischten laut auf und wuchsen explosionsartig zu großen Feuern an.
"Genug!", brüllte Barzin und schlug mit der rechten Faust auf den Tisch.
Die Flammen beruhigten sich wieder zu ihrer ursprünglichen Form.
"Du bist zu jung um zu verstehen was sich hier abspielt. Das ganze hat ein diplomatisches Gewicht, welches du dir nicht vorstellen kannst. Unser Bruder Malik mag dich all die Jahre in Schutz vor deiner kindlichen Naivität genommen haben, doch das hat jetzt ein Ende!", sagte Barzin energisch. "Du wirst mir gehorchen und deinen Schatten in Gewahrsam übergeben, hast du mich verstanden?"
Saladin hielt den Kopf gesenkt. Seine Hände zitterten vor Angst. Er versuchte sie zu einer Faust zu ballen, hatte jedoch nicht die Kraft dazu. Er fühlte sich so von der Aura seines Bruders erdrückt und ausgelaugt. Die Luft in dem Raum war so trocken, dass er den Mund kaum aufbekam.
Leise flüsterte er:"Lauf!"

Barzin sprang auf und alle Kerzenflammen schossen bis an die Decke. Der ganze Raum war so hell wie die Wüste bei Tag.
"Ergreift sie beide!", schrie Barzin.
Saladin riss seine Arme schützend vor sich.
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Schatten



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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Mo Dez 02, 2013 10:22 pm

Als Barzin anfing zu sprechen, hatte Zel ein sehr ungutes Gefühl, nicht nur durch das, was er sagte, sondern auch wie er es sagte. Dieses Gespräch konnte nicht gut verlaufen. Er befürchtete sein ungutes Gefühl, würde sich bestätigen. Der Schatten sollte Neyla entführt haben? Das wagte er zu bezweifeln. Zumindest fände er es eine bodenlose Frechheit, die er dem freundlichen Schatten dieses Ekelpaketes so gar nicht zutraute. Und schon war es da. Er wurde schlecht, als Saladin ihn verteidigte und ihn in Schutz nahm. Die Flammen der Fackeln loderten auf und Zel fragte sich, warum sie eigentlich immer von einer üblen Situation in die nächste rutschen mussten.
Gleich darauf, klärte ihn Barzin über die Umstände in Königshäusern auf. Über Intrigen, die gesponnen wurden und über die Schutzfunktion Maliks, seinem Bruder gegenüber. Zel konnte nicht fassen, dass es nun schon wieder so weit gekommen war.
Er sollte ihm übergeben werden? Nur wenn Saladin es befahl. Er konnte die Aura von Efreet nicht spüren und das war immerhin schon mal was. Zumindest nicht hier im Raum. Dann kam der befahl. Lauf Warum in drei Teufels Namen, sollte Schatten so etwas tun? Wieso hätte der Befehl nicht lauten können: Rette uns! oder einfach nur Zel! Diesen Namen, den er ihm gegeben hatte! Er konnte Saladin unmöglich zurück lassen und schon gar nicht, nachdem, was Barzin nun als nächstes sagte.
Azaly sprang über den Tisch und Zel schlüpfte unter ihrer Hand hinweg, wobei er Saladin zur Seite drückte. Im selben Moment verwundete sein Schwert die Frau, als es mühelos durch ihr Fleisch fuhr, als sie schon wieder von ihm gepackt wurde und gegen Barzin geschleudert wurde. Die gesamte Bewegung hatte drei Sekunden gedauert... Wenn überhaupt, als Schatten schon wieder in die Knie ging und so mit Saladin in einer Flucht zum Fenster stand. Er sprang Saladin entgegen und hatte bereits eine Leichte Drehbewegung eingenommen, als er ihn mit dem linken Arm umklammert hielt, damit Saladin, nun, wo sie durch das Fenster flogen nicht zu schaden kam, sondern im Zweifel er. Allerdings hatte er Glück und das Glas verletzte ihn nicht, sondern rieselt einfach unter ihm zu Boden. Ein schwarzes Seil befand sich in seiner Hand, während das andere Ende an der Wand haftete. Durch den Schwung krachten sie gegen die Hauswand, was Zel mit seinem Körper abfing. Fast hätte er Saladin deswegen nun auch noch fallen gelassen, konnte jedoch noch mal nach fassen. Schnell ließ er sie herab gleiten und als sie unten waren sagte er: „Verzeiht.“ Er war ungehorsam gewesen und dafür würde er gerade stehen, aber er würde seien Herrn nicht zurück lassen, wenn dieser das nicht ausdrücklich befahl. Was sollte er auch machen, wenn er keinen Herrn hätte? Richtig. Gar nichts. Er war dafür geboren Saladin zu beschützen und ohne ihn hatte seine Existenz keinen Sinn mehr. Sie brauchten Pferde. Oben hörte man einen wütenden Schrei von Azaly.

Sie sprang aus dem Fenster und landete auf dem Boden, als sei es nichts. Ihr vor Zorn glühender Blick heftete sich nun an Zel, der ihr sein Schwert entgegen streckte. Sie hatte die Zähne regelrecht gefletscht und sagte. „Ihr werdet mir nicht entkommen. So sehr ihr es auch versuchen wollt!“ Zel machte zwei drei Schritte nach vorne um vor Saladin zu stehen, denn es war SEINE Aufgabe IHN zu schützen und nicht umgekehrt. Er sagte nichts und hatte nur den ruhigen, kalten Blick eines Mannes, der alles tun würde, um sein ziel zu erreichen. Und wenn er jeden abschlachten musste, der sich ihm in den Weg stellte. Er würde es tun... nun fast jeden.
Die Dame griff erneut an. Ihre Hände waren prankenartig und dunkles Feuer schoss aus ihnen hervor, als sie sie auf Zel richtete. Er hielt das Schwert hoch, doch das half nicht so viel wie er es geglaubt hatte. Dennoch hatte ihn ein dünner dunkler Film vor schlimmerem Bewahrt. Wenn er auswich, würde Saladin in Asche verwandelt. Also entschied er sich für den einzigen Ausweg den er sah. Er verschwand im Nichts und tauchte neben Azaly auf. Sie wich ihm jedoch aus und formte ein Magisches Schwert, was er jedoch blockte. „Du kleine Made! Ich töte dich!“, rief sie erbost, während Zel ganz ruhig blieb.
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Saladin



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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Di Dez 03, 2013 8:35 am

Saladin verhielt sich ruhig als Zel ihn packte und mit ihm aus dem Fenster sprang. Er keuchte, als sie gegen die Wand gedrückt wurden. Er wollte seinen Schatten schon tadeln, da landete Azaly neben ihnen und duellierte sich mit Zel. Saladin war besorgt um seinen Schatten und wollte ihn unterstützen.
Da explodierte das Fenster über ihnen und aus der Explosionswolke kam Barzin gesprungen. Mit einem starken örtlichen Beben landete zwischen Azaly und Zel. Beide Ärmel seines Mantels hatten sich aufgelöst und die nackte Haut seiner Arme war mit dichtem Rauch bedeckt.
Barzin richtete sich auf und packte sowohl Azaly, als auch Zel an ihren Waffenarmen. Fast schon mühelos hob er Zel breit über den Boden, bis sein Gesicht vor seinem war. Barzin schaute Zel tief in die Augen. Nase um Nase kaum einen Fingerbreit von einander entfernt. Mit einem kurzen Ruck riss Barzin seinen Kopf nach hinten und schmetterte ihn mitten in Zels Gesicht.
Saladin war schockiert.
"Hey!", rief er und wollte sich auch schon auf Barzin schmeissen und mit ihm anlegen, da warf ihm Barzin Zel in die Arme.
Erst jetzt ließ Barzin von Azaly ab.
"Informiere die Stadtwachen", sagte er in einem ruhigen Ton. "Ich dulde nicht, dass sie sich in unsere Angelegenheiten einmischen."
Dann drehte er sich wieder zu Saladin, der immer noch verdutzt mit Zel da stand.
"Entweder ist dein Zel dumm, oder du hattest Recht und er ist dir treu. Und ich mag keine Dummköpfe!"
Barzin schaute nach oben zum brennenden Zimmer.
"Da irgendjemand mein wunderschönes Zimmer in die Luft gejagt hat", es klang, als wäre es sein voller Ernst. "Erwarte ich euch Drei in einer halben Stunde im Gästehaus. Ich schicke einen Arzt um eure Wunden zu versorgen."
Barzin ging zurück ins Herrenhaus und koordinierte die Brandbekämpfung.


Saladin war verdutzter denn je.Zuerst wollte er doch noch verschwinden, entschied sich dann jedochj nach einigem zögern wieder dagegen. Unsicher ging er in das kleine Gästehaus.
"Wieso bist du nicht ohne mich geflüchtet?", fragte Saladin, obwohl er die Antwort bereits kannte.
Kaum waren sie drinnen, da lief ihnen auch schon ein Blanche entgegen, der sich als Arzt vorstellte und sich um Zels Verletzung kümmen wollte.
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Schatten



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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Do Dez 12, 2013 4:56 am

Im ersten Moment wollte Zel den hernieder gesprungenen Barzin enthaupten, ließ es aber bleiben. Er wollte erstens nicht noch mehr königliches Blut an seinen Händen kleben haben und zweitens ging ohnehin alles so schnell, dass er gar nicht dazu kam zuzuschlagen. Sein Waffenarm wurde festgehalten. Auch wenn ihn das nicht hätte aufhalten können, aus den Schatten heraus beliebig scharfe oder Spitze Gegenstände zu formen. Dennoch unterließ er es.
Barzin funkelte ihn an und Zel sah ihm ungerührt in die Augen, während Azaly scheinbar vollkommen verstört über die Lage war. Sie beruhigte sich jedoch noch schneller als Zel, der nicht mal kommen sah, was Barzin da machte. Krawumm!
Zel sah Sterne und zwar gehörig. Hatte er ihm eben mit der Stirn die Nase gebrochen? Vermutlich. Ehe er wieder realisierte wo oben und unten war, wurde er auch schon in seines herrn Arme geworfen, als sei er ein gebrauchtes Kleidungsstück. Wieso hatte der Kerl so viel Kraft? Er fragte sich das, während er sein eigenes Blut herunter schluckte und langsam wieder klar kam. Seine Nase war sofort angeschwollen und die Haut in seinem Gesicht spannte. Das würde gresslich aussehen. Wieso musste er in letzter Zeit so viel einstecken? Er hatte gewusste, dass die Zaeit außerhalb der behütenden Mauern hart werden würde, aber so? Nein, das hätte er sich im Leben nicht vorstellen können. Berzin befahl ihnen in ein Gästehaus zu kommen. Jetzt ergab das alles noch viel weniger sin. Er kam sich vor wie ein Gummiball der durch die Gegend geschleudert wurde und keine Ahnung hatte, wo er als nächstes hin fliegen würde. Situation prüfen, anpassen, das beste draus machen. Wenn sich die Situationen andauernd änderten und im Sekundentakt in vollkommen entgegengesetzte Richtungen liefen, war das so eine Sache. Fürchterlich.
Zel jedenfalls erhob sich und steckte sein Schwert weg. Ob er dumm war? Sicher nicht ob er treu war? Worauf er Gift nehmen konnte! Auch wenn er sich nicht sicher war, was Saladin dazu sagen würde, dass er gegen seinen Befehl gehandelt hatte. Wobei... hatte er das? Saladin hatte gesagt: Lauf! nicht Lauf und lass mich zurück! Egal.
Saladin entschied sich dazu dem Befehl von Barzin Folge zu leisten und Zel würde versuchen sich der neuen Situation wieder anzupassen. Er wollte hier ganz dringend weg. Azaly hatte ihn zwar mit Feuer verletzen können, aber sonst, hatte sie das nicht geschafft. Er war ihr gewachsen, so glaubte er, denn auch er hatte sein volles Potential noch nicht ausgeschöpft gehabt. Zel konnte jedoch nicht wissen, dass er mit seiner Einschätzung weit daneben lag...
Zels Wunden wurden behandelt und irgendwie kam ihm das alles hier sehr komisch vor. Er beobachtete alles in diesem Raum. Prüfte ob sich jemand in den Schatten versteckte und suchte auch speziell nach Neylas und Efreets Aura. Er würde es jedoch nur seinem Herrn verraten und nicht Barzin, sollte er irgendwas spüren. Dieses Mal beschrenkte sich sein Suchradius jedoch nicht nur auf das Gebäude sondern erstreckte sich viel weiter. Zu diesem Zweck jedoch schloss er nun die Augen und ließ seine unmittelbare Umgebung außer Acht. Er wurde jedoch schnell aus seinen gedanken gerissen, als ein Knacken und ein Schmerz ihn zurück holten. Der Arzt hatte ihm offenbar gerade die Nase gerichtet und Zel blinzelte seine Augen trocken. Oh man...
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Saladin



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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Sa Dez 14, 2013 11:43 am

Barzin lies nicht lange auf sich warten und betrat energisch wie eh und je den Raum, in dem sein Bruder bereits auf ihn wartete. Zum ersten Mal jedoch richtete er seine Aufmerksamkeit auf seine Besucher und schaute ihm beim Sprechen in die Augen.
"Die Sache ist ernst, Schaqieq. Ich weiß nicht wie viel du über deine Begleiterin oder über ihr Volk weißt, aber ihr Verschwinden könnte für genügend Sprengstoff sorgen um einen weltweiten Krieg anzuzetteln."
Saladin verzog die Brauen skeptisch.
"Ich schwor ihr, dir nichts zu verraten, doch ich kann sie nicht ohne deine Hilfe finden."
Saladin sah besorgt zu seinem Schatten, ehe er antwortete:"Ich helfe nur, weil sie eine Freundin von uns ist. Danach sind wir weg und du auf dich allein gestellt."
Barzin nickte nachdenklich.
"Ich verstehe. Lass deinen Zel wissen, dass ich ihn nur für seinen Ungehorsam strafte. Und weil er eine Klinge gegen meine Beraterin erhoben hatte. Es ist nichts persönliches."
Barzin sah zurück, als einer seiner Sklaven den Saal mit einem Bündel an zusammengerollten Karten betrat. Barzin breitete die erste Karte auf dem Esstisch aus.
"Diese Stadt wurde auf einer alten Ruine errichtet. Unter meinem Haus gibt es einen Zugang zu dem verwirrenden Labyrinth aus Gängen und Kammern. Mein Zel kennt sich bestens da unten aus. Da keine meiner Wachen ihn gesehen hatte, muss er durch die Ruinen geflüchtet sein. Ich lasse euch meine Beraterin begleiten, sie kennt sich hier in der Gegend aus. Finde und rette deine Freundin."

Saladin schüttelte den Kopf. "Ich brauche niemanden, der mich daran erinnert."
Dann packte er die Karten, die ihm Barzin in die Arme drückte.
"Noch was, Sal...", Barzin zögerte einen Augenblick. "Wenn er sich euch in den Weg stellt: Tötet meinen Schatten!"
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Schatten



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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Sa Dez 14, 2013 1:43 pm

Sollte das alles ein Schlechter Witz sein?! Zel ließ sich selbstverständlich nichts anmerken. Durch die Maske die er trug, war sein Gesicht ohnehin weitestgehend verborgen, dennoch hätte er Pupillen gehabt, sie hätten sich kurz geweitet. Pha! Die Klinge gegen sie gerichtet, war ja nicht so, dass er sich nur verteidigt hatte. Egal. Offenbar ging es hier um was Wichtigeres als um den Verrat eines Schattens am Königshaus.
Na toll... Noch ein Labyrinth. Das Schicksal hatte es offensichtlich auf ihn und seinen Herrn abgesehen und dann kam auch schon die nächste Hiobsbotschaft! Azaly! Ausgerechnet SIE sollte sie begleiten?! Das war doch schon kein schlechter Scherz mehr, das war zum totlachen... Oh man... Eigentlich war es zu ernst um lustig zu sein. Dennoch grinste Zel unter der Maske grimmig und stellte sich schon mal darauf ein in nächster Zeit wenig zu schlafen.
„Es ist mir eine Ehre Herr.“ Das sagte sie nicht nur so dahin. Sie diente Barzin leidenschaftlich gerne, solange sich ihre Interessen irgendwie deckten und bisher hatte er ihr nicht den Anlass gegeben sich von ihm abzuwenden. Sie hatte es hier gut, wurde nicht verfolgt, aufgrund ihrer Talente und konnte ihr Leben fristen, wie sie es gerne wollte. Sie hatte einen Menschen an ihrer Seite, der sie nicht abwies, der sie hin und wieder in die Schranken wies und sie hatte die Freiheit zu gehen, wann immer sie wollte. Nichts band sie an Barzin, außer ihrem freien Willen. Ein Geschäft, was für beide Vorteilhaft war, denn Azaly hatte erstens keinen Grund Barzin zu verraten, da er sie zu nichts zwang und zweitens, konnte er aus dieser Verbindung so etwas wie einen freundschaftlichen Nutzen ziehen, denn Azaly wusste außerordentlich viel über diese Welt und nicht nur über diese. Würde sie ihn eines Tages verlassen, dann nicht aus einem Groll heraus. Und solch eine Verbündete, war für jeden Herrscher oder Subherrscher Gold wert.
Zel hingegen war überaus unzufrieden über den Gang des Geschehens. Wenngleich er seinem Herrn niemals widersprechen würde. Nicht heute und nicht in Zukunft. Dennoch behagte es ihm so garn nicht, dass er Efreet im Falle des Falles töten sollte. Dieser Schatten war ihm nicht nur sympathisch gewesen, er war es, der ihm eine entscheidende Sache beigebracht hatte.
Du verträumter Narr!, hallte es in seinem Hinterkopf wieder. Ein Schatten bleibt ein Schatten. Und wenn du noch so viele romantische Gefühle hast... Dein Meister bleibt den Meister und du wirst tun, was er sagt... was immer es ist... Die Stimme lachte laut auf, dann verstummte sie und Zel glaubte ihn los zu sein, als er sich zurück meldete. Glaub mir, Zel ich weiß wie es ist, Befehlen nicht zu gehorchen... und es doch zu tun. Egal was du tust, wichtig ist nur eins deinem Herrn treu bleiben, sonst wirst du mit ihm unter gehen... Zel sah ein wenig überrascht aus und senkte schnell den Blick. Dieser Kerl ging ihm auf den Geist. Wieder dieses Lachen und Zel wünschte sich nichts sehnlicher, als dass er ihn in Ruhe ließ... zumindest für den Moment.
Ja das hättest du gern, hm?

Gemeinsam gingen nun die Drei unter Barzins Anwesen in das Labyrinth. Azaly hatte eine Fackel und Zel verabscheute sie schon jetzt. „Kommt, bitte.“, sagte sie leise und sanft. Zel ließ wie immer seinen Herrn vor sich gehen und Azaly ging ganz vorne weg. Zel gefiel das alles nicht... Im Gegenteil er fühlte sich irgendwie unwohl und vor allem in eine Rolle gepresst, die er nicht haben wollte.
„Seid vorsichtig, mein Prinz. Es könnte sein, dass ihr unwissentlich in eine Falle tretet. Am besten ihr geht den genauen Weg, den auch ich gehe. Ich würde es mir nicht verzeihen, wenn euch etwas zustoßen würde.“ Sie schien wie ausgewechselt. Sie war plötzlich furchtbar nett und alles schien vergessen. Zel hingegen bewahrte ein gesundes Misstrauen, dieser Frau gegenüber und war alle Zeit bereit.
„Vielleicht solltet ihr euch um Fallen kümmern, verehrter Schatten und nicht um mich.“
Irgendwie trieb das Zel fast die Schamesröte ins Gesicht. Woher...? Er sah zur Seite weg. Sie hatte sich nicht mal umdrehen müssen, um es zu bemerken! Wer war diese Frau?!
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Mo Dez 30, 2013 10:12 am

Sinari Saladin folgte weitestgehend stillschweigend Azaly, verkneifte es sich natürlich nicht, ihr regelmässig auf den schönen, wogenen Hintern zu starren. Das Licht der Fackel war schwach und strahlte kaum fünf Schritt weit. Je weiter sie hinein traten, umso kühler wurde es in den unterirdischen Gängen. Saladin legte sich in Gedanken eine Karte mit dem Weg, den sie durch das Labyrinth gingen an. Für den Fall, dass sie ohne ihre Begleitung zurück kehren müssten.
In seiner geistig angelegten Karte verließen sie gerade die südöstlichste Stadtgrenze.
"Was liegt im Osten?", fragte Saladin.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Mi Jan 01, 2014 11:55 pm

Azaly kannte sich in der Gegend aus, jedoch nicht so genau in diesem Labyrinth. Sie hatte ein Fallengespür, wie wenige Menschen, aber sie konnte auch nicht alles entdecken. Und gerade, als sie auf eine lockere Steinplatte treten wollte, schnellte Zel nach vorne und riss sie von den Füßen. Sie wollte eigentlich nur auf Saladins Frage antworten, aber offenbar hatte sie das genug abgelenkt, diese Platte nicht zu bemerken. Zel wurde von ihr gegen die Wand geschleudert und wunderte sich, warum dieses Miststück so viel Kraft hatte.
„Ich bin auf eurer Seite!“, fauchte sie und Zel sah sie finster an, wobei er gerade aufstand. Er sagte nichts dazu und blickte sich nur aufmerksam um. „Mein Prinz, ich kann so nicht für eure Sicherheit und das Gelingen unserer Mission garantieren!“, sie klang nicht wirklich wütend, aber sie schon vorwurfsvoll. Zel verdrehte die Augen und verschwand im Schatten. Wenn Sal es nicht besser wüsste, sah das so aus, als sei Zel beleidigt.
Azaly seufzte und sagte: „Im Osten ist eine Ebene, einer Wüste nicht unähnlich. Giftige Kreaturen und Pflanzen, treiben sich dort umher. Die ebene liegt an den Hängen des großen Gebirges, das das Königreich vom Rest des Kontinentes trennt. Es bildet eine Natürliche Grenze. Und weit dahinter befindet sich der Ozean.“ Sie ließ den Blick schweifen. Offenbar suchte sie Zel, fand ihn aber nicht. „Gehen wir weiter.“
Zel befand sich zunächst nur in den Schatten, aber dann versuchte er noch einmal den Schritt, sich mit den Schatten zu verbinden, aber es wollte ihm nicht so recht gelingen. Was zum Teufel? Warum schaffte er es nciht noch einmal? Das letzte Mal, war es einfach geschehen. Das letzte Mal hatte er sich mit dieser vermummten Gestalt unterhalten und Zel fürchtete, dass er es ohne die Hilfe, dieses... geistes(oder was auch immer er war) niemals schaffen würde. Statt dessen versuchte er wieder die Aura von Efreet zu erspüren oder die von Neyla und streckte seine Fühler aus, während er dabei stehen blieb. Jedoch nur kurz, um die anderen beiden nicht aus den Augen zu verlieren. Vielleicht sollte er sagen, dass sie doch besser kurz anhalten sollten...
Da fiel ihm etwas ein.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Do Jan 02, 2014 5:33 am

Saladin hatte Mühe sich unter Spinnweben und niedrigen Decken hinweg zu ducken. Ihm entging nicht, dass die Stimmung zwischen seinem Schatten und dieser Frau angespannt war.
"Ich danke dir", sagte Saladin, ohne in die Schatten zu schauen. Es war schließlich nicht selbstverständlich, dass die Schatten jemand anderes, ausser ihren Meister beschützten. Selbst wenn der andere der Sultan wäre. Ohne direkten Befehl ihres Meisters hatten die Schatten keine Motivation selbstständig zu agieren. Schließlich war dies auch einer der Gründe, weswegen Saladin seinen Schatten darum bitten konnte, den alten Sultan zu ermorden.
"Es wäre das Beste, wenn du die Führung übernimmst, Zel. Gibt es in der östlichen Ebene irgendwelche nennenswerten Orte?"
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Fr Jan 03, 2014 12:31 am

Es war ein kleines Missverständnis zwischen Zel und Saladin getreten, denn Zel hatte Azaly nicht gerettet, sondern verhindert, dass sie eine Falle auslöste, die womöglich Saladin getroffen hätte. Nun ja. Zel jedenfalls glaubte, dass sich Saladin bei ihm bedankte, weil er ihn bewahrt hatte. Im Grunde genommen war es auch egal, wofür sich Saladin bedankte.
Azaly hingegen fand es ein wenig merkwürdig, dass sich Saladin nun bedankte. Hatte er etwa irgendwas… Eigentlich war es auch egal. Saladin entschied, dass Zel die Führung übernehmen sollte und auch wenn er dies ungern tat, machte es Azalys aussage notwendig: „Ja ich schätze das ist das Beste. Ich habe ihre Fährte verloren.“ Zel sah sie ungläubig an und Azaly sah sich noch einmal um, kniete sich sogar hin. Das war ja wunderbar! Zel sagte zu an Saladin gewandt: „Wie ihr wünscht.“
Er stallte sich vor Azaly und tat genau das, was er nun eigentlich vorgehabt hatte, bevor er den Auftrag bekommen hatte, er veränderte seine Sicht. Wie schon einmal stellte er sich so hin, dass seine Beine Schulterbreit auseinander standen. Er schloss die Augen und faltete die Finger vor seiner Brust. Es dauerte einen Moment ehe sein Vorhaben geglückt war. Er nahm die Arme herunter und drehte sich zu Azaly und Saladin. Als er ihre Aura ansah, blendete sie ihn förmlich. Sie loderte wie ein Leuchtfeuer! Er wandte den Blick ab und konzentrierte sich aufs Wesentliche. Die äußeren Augenwinkel waren von pulsierenden schwarzen Adern gekennzeichnet und schon ging es los. Zel verfolgte die nachhallende rote Aura von Efreet, wo hingegen Neylas Aura kaum auffiel.
„Was hat er gemacht?“, fragte Azaly neugierig und lief Zel nach. Sie gingen wieder im Gänsemarsch, damit sie nicht in irgendwelche Fallen traten. Durch die Bewegungen der deutlichen Aura, konnte Zel den Weg rekonstruieren.
„In der Ebene gibt es ein paar Oasen und Städte. Nichts von Belang, jedoch am Fuße des Gebirges steht ein längst vergessener Ort, an den sich wenig Leute trauen, es heißt dieser Ort ist verflucht und einige sagen, dort wohnt das Böse. Auch wenn ich glaube, dass das albernes Gewäsch ist. Was die Städte betrifft, dürften sie nicht sonderlich von Belangen sein. Kesh ist ein Handelspunkt, wo man alles bekommen kann. Mir wurde gesagt, dass es dort sogar einen Schwarzmarkt gibt. Herbun ist für seine Edelsteine und Schmuckstücke bekannt, wohingegen Limea eher so vor sich hin vegetiert. Auch um diese Stadt jedoch ranken sich ein paar Gerüchte. Teufelsanbetung…“
Sie wurden beide aufgehalten, als Zel den Arm ausstreckte und sie beide an einem Mechanismus vorbei schleuste. Er schien sich sehr zu konzentrieren und lauschte nicht mal dem Gespräch.
Nach einiger Zeit jedoch spürte Zel, wie es sehr anstrengend wurde, diese art des Sehens aufrecht zu erhalten. Er spürte, wie es schmerzte und wagte nicht mal sich die Augen zu reiben. Er musste Efreet und Nayla finden! Er lief noch eine Weile so weiter und irgendwann wurde der Schmerz so unerträglich, dass er sich eingestehen musste, es nicht weiter tun zu können. Er schloss die Augen und stützte sich an der Wand ab. Er bekam es kaum hin, die Transformation rückgängig zu machen und Tränen mischten sich mit Blut. Was ihn schaurig aussehen ließ. Er hatte den Blick jedoch abgewandt und versuchte sich unter Kontrolle zu bringen. „Es geht nicht mehr.“, gab er zu verstehen und mit einem letzten aufwallen dieses widerlichen Schmerzes normalisierten sich seine Augen. Es brannte fürchterlich, wie kleine Nadelstiche fühlte es sich an. So lange hatte er es noch nie aufrecht erhalten und offenbar war das wohl auch besser so. Er sah Saladin an und sagte: „Ich brauche einen Moment.“ Immerhin hatte er noch gesehen, dass die Aura von Efreet ein paar Schritte entfernt links abgebogen war.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Sa März 05, 2016 2:23 pm

Je weiter die Drei in den Katakomben voran kamen, umso mehr wichen die gemauerten Wände einheitlichen Kellerwänden aus Lehm, Zement oder Hühnermist und schließlich in Stein gehauenen oder ins Erdreich gegrabenen Stollen.
Als sie die Grenze zwischen den Katakomben und dem Stollen durchliefen, blieb Saladin kurz stehen und besah sich die schwere, offen stehende Eisentür zu ihrer linken.
Einige Worte der Warnung waren in einer alten fast universellen Sprache niedergeschrieben.
"'Ard Albaria", las Saladin und sah Azaly fragend an. "Das Land der Wilden?"
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Sa März 05, 2016 2:52 pm

Azaly beobachtete was der Schatten des Prinzen trieb. Er schien genau zu wissen, was er tat, bis er jedoch inne hielt und meinte, dass es nicht mehr gehen würde. Zel führte also noch in den Gang links von ihnen und schließlich gabelte sich der Weg auch nicht mehr. Er ging neben Saladin und Azaly hinter ihnen. Zel vertraute ihr noch immer nicht und er fragte sich, wie sie nur wieder in diese Lage geraten waren. Unzufrieden war er, aber stets auf der Hut, seinen Herrn zu verteidigen und zu schützen. Zel blickte Azaly ebenfalls an, die nachdenklich wirkte. Sie schüütelte etwas den Kopf und sagte: "Es könnte ungemütlich werden, wenn wir auf Bewohner dieses Landes stoßen. Wir mässen auf der Hut sein. Besser wir sind nun vorsichtiger." Was genau sie erwarten würde, schien sie wohl nicht zu wissen. Von wegen, Zel traute ihr keine Sekunde über den Weg und er sagte zu Saladin: "Sie verbirgt etwas." Schon alleine ihre Aura! Sie war wie ein Leuchtfeuer gewesen, wie ein Stern! Und die Aura hatte nicht einfach nur eine Farbe gehabt, sie hatte förmlich in Flammen gestanden. Als würde die Dimension um sie herum brennen und ihren Körper umschmeicheln. Der Schatten jedenfalls wartete auf Saladins Befehl.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   So März 06, 2016 10:24 am

"Wir sind auf sie angewiesen. Vorerst. Behalte sie weiterhin im Auge."
Saladin wusste nicht wirklich was er von ihr halten sollte, wohl jedoch dass sie für seinen Bruder Barzin von Bedeutung war.

"Gibt es Spuren die beweisen könnten, dass hier jemand vor kurzem durchgekommen ist?, wollte Saladin von seinem Schatten wissen.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Mo März 07, 2016 8:14 am

Azaly folgte einfach nur und ignorierte auch, dass Saladin und sein Schatten sich über sie unterhielten. Sie wusste, wer sie war und es war ihr egal, ob man ihr misstraute oder nicht. Sie blieb ruhig und äußerte sich nicht dazu.
Der Schatten ließ den Blick schweifen und untersuchte den Fußboden und die Wände er war sich nicht sicher, wann hier jemand durchgekommen war, aber er wusste, wie er es herausfinden konnte. Allerdings fürchtete er sich fast ein bisschen vor dieser Methode, hatte er doch eben erst bemerkt, dass ein zu langes aufrechterhalten der zweiten Augen nicht nur schmerzhaft, sondern auch gefährlich für seine Augen war. Er blickte den Gang noch einmal hinab und wieder hinauf. Er faltete die Finger ineinander, schloss die Augen und schließlich gab er einen gequälten Laut von sich und die schwarzen Adern neben seinen Augen traten hervor. Er erhaschte den Blick auf das nachklingen der bekannten Aura und beendete die Technik wieder. Erneut entwich ihm ein Geräusch der Kehle und er hielt sich kurz die Augen. Dabei sagte er: „Sie… war hier.“
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Mo März 07, 2016 1:00 pm

Saladin bedankte sich knapp bei seinem Schatten und forderte ihn auf voraus zu gehen und der Spur bis zum Ende zu folgen.
Dass das Ende tatsächlich auch das Ende der Höhlensysteme sein sollte, hatte Saladin nicht wissen können, obgleich er es zumindest ahnte.

Irgendwann standen sie am Abstieg einer Treppe, die in den Fels der Höhle gehauen war und schauten im Dunkel die endlose Treppe hinab. Im schwachen Dämmerlicht seiner Lampe konnte Saladin nur einige Dutzend Stufen ausmachen. Er zögerte nicht lange und trat die Stufen hinab. Nach knapp 200 Stufen abwärts erreichten sie eine kleine, etwa 10 auf 10 Schritt großen natürlichen Höhle mit je einer geschlossenen Tür ihnen direkt gegenüber. Tageslicht drang zwischen den Spalten hindurch.
Saladin ging an die Tür, legte die Klinge vorsichtig um und öffnete sie so vorsichtig und so leise er wie er nur konnte. Mit einem lauten Quietschen schwang das Holzbrett nach Innen. Sonnenlicht fiel in die Höhle und das grelle Licht blendete sie, nachdem sie sich einige Stunden lang an das düstere Licht der Höhlen gewöhnt hatten.

Saladin löschte die Laterne, welche er mit genommen hatte und stellte sie behutsam in einer Nische in der Höhle ab. Dann ging er als erster durch die geöffnete Türe. Er spürte wie sein linker Fuß an etwas hängen blieb und gleich darauf hörte er ein leises Klicken.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Di März 08, 2016 5:37 am

Zel war es nicht geheuer, dass sein Herr die Tür öffnete. Er war eigentlich immer auf der Hut, aber diese Tür machte auch nichtunbedingt den Eindruck, als wäre sie mit übermäßigen Fallen bestückt. Dennoch machte es ihn fast krank, dass Saladin so fahrlässig war. Er rieb sich die Augen. Dieses Licht tat weh und jetzt, wo das Tageslicht auf sein Gesicht schien, waren die blutigen Schlieren deutlich auf seinen fahlen Wangen zu sehen, die ihm aus den Augen gelaufen waren und sich mit Tränen vermischt hatten. Er war unachtsam, konnte nichts sehen und glaubte geblendet zu sein. Tageslicht… ein notwendiges Übel, damit es überhaupt Schatten gab. Saladin schritt voran. Zel hörte den Schritt, hörte das Klicken und sprang nach vorne, wo er Saladin aus der Höhle riss und auf ihm landete, um ihn möglicher Weise mit seinem Körper zu schützen. R wusste nicht, was es für ein Mechanismus war, der ausgelöst worden war, aber er würde seinen Herrn schützen oder bei dem Versuch sterben. Jawohl!
Azaly hatte überhaupt nciht reagiert unds stand noch im Höhleneingang, sie war einfach viel zu überrascht gewesen.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Mi März 09, 2016 6:36 am

Zwei Pfeile gruben sich in Zels linken Torso. Ein weiteres Dutzend flog über ihnen hinweg und sprangen an den harten Höhlenwänden ab.

Saladin keuchte als er mit dem Brustkorb auf dem festgestampften Boden landete. Auch Zels Gewicht drückte ihm die Luft aus den Lungen.
"Uff."
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