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 Wüstendämmerung-Archiv

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Saladin

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BeitragThema: Wüstendämmerung-Archiv   Fr Feb 01, 2013 2:24 am

Heute - Saladin kauerte auf dem Thorn des Sultans, den Nacken auf der einen Lehne, die Beine auf der gegenüber liegenden Lehne frei baumelnd. Eine geschälte Traube wurde ihm von einer Dienerin in den Mund gelegt, eine weitere fächerte ihm mit einem Palmblatt frischen Wind zu.
"Mich dürstet es!", säuselte er und erwartete, dass jemand für seinen Wunsch springen würde.

Dieses Szenario spielte sich noch einige Augenblicke weiter, dann wurde die schwere Eichentür aufgerissen und Saladins Patenonkel betrat mit schweren Schritten den großen Saal.
"Seid Ihr denn wahnsinnig, Neffe?", brüllte er durch den Saal. "Der Sultan ist eingetroffen. Noch seid ihr nicht der Sultan und noch ist das nicht euer Thron!"
Saladin hob seine Hand um seinen Schatten zu beschwichtigen.
"Ich liebe Euch mein Onkel, aber wenn ich Sultan bin, dann sollte sich Euer Benehmen mir gegenüber ändern!"
Saladin schwang seine Beine über die Lehne und stand auf.
In diesem Augenblick betrat sein Bruder, gefolgt von seinen Beratern und Begleitern den Thronsaal. Und natürlich von seinem weißen Schatten.
"Willkommen zurück, Bruder!", begrüsste ihn Saladin und sprang ihm in die Arme. "Wir haben dich vermisst."
Malik erwiderte die Begrüßung. Seit dem Tode ihres Vaters hallte Saladin seinen Bruder, den neuen Sultan, kaum zu Gesicht bekommen.
"Es war eine lange Reise und meine Gefolgschaft ist ausgehungert. Ich erwarte deine Anwesenheit."
Saladin nickte und verließ mit seinem Schatten den Saal.

Nach dem Abendessen mit seinem Bruder und seinen Offizieren wurde Saladin zu seinem Sultan gerufen. Vor den Toren versuchte die persönliche Leibwache des Sultan Saladins Schatten aufzuhalten.
"Lass ihn durch!", befahl Saladin. "Er folgt nur den Anweisungen seines Herren, eurem Prinzen!"
Malik sass vornüber gebeugt auf dem Thron. Ein Schatten lag über seinem Gesicht, während sein weißer Schatten neben dem Thron stand.
Als Malik Saladin erblickte, wich die Finsternis aus seinen Augen und seine blauen Augen strahlten auf. Er erhob sich und kam auf seinen jüngeren Bruder zu.
"Ich muss dich in dringenden Angelegenheiten sprechen, Bruder", sagte Malik und wies alle im Saal anwesenden an, diesen zu verlassen. Auch der weiße Schatten versuchte Saladins Schatten heraus zu führen, erneut mischte sich Saladin ein und verlangte seinen Schatten bei sich zu haben.
Malik lächelte sanft.
"Lasst ihn gewähren, Asim. Mein Bruder vertraut ihm", sagte Malik und nahm in in die Arme. "Du musst nach Jêsun und unsere Familie in Sicherheit bringen."
Saladin drückte sich von Malik weg.
"Wieso ich? Hast du keine Offiziere?"
"Keinem dem ich vertrauen kann. Ich habe nur euch beide, und meinen Schatten."
Saladin überlegte kurz. Es waren nun schon fast 5 Jahre her, seit er das letzte mal bei seiner Mutter und seiner Schwester war.
Saladin nickte.
"Ihr brecht am Besten heute Nacht noch auf", sagte der Weiße Schatten.
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Schatten

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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Fr Feb 01, 2013 2:58 am

Schatten beobachtete seinen Herrn, wie er da auf dem Thron herum lag und sich eine Traube nach der anderen in den Mund schieben ließ. Er ließ sich gerne verwöhnen und Schatten empfand innere Zufriedenheit. Seinem Herrn ging es gut. Er hatte das Leben, was er sich gewünscht hatte. Ohne der ständigen Angst, die er früher so oft gehabt hatte. Es schien nichts mehr aus dieser Zeit übrig zu sein und das alles seit jenem Tag, vor fünf Jahren, als Schatten den aller ersten wirklichen Befehl seines Herrn ausgeführt hatte. Dennoch trug er immer noch diese schwarze Maske. Obwohl es ihm nun gestattet war, mit Saladin zu sprechen, trug er sie weiterhin, nur dass sie nicht mehr aus Leder, sondern aus Stoff war und er gut zu verstehen war, wenn er mal sprach. Das und die Narben auf seiner Haut, waren das einzige, was aus jener Zeit zurückgeblieben war.
Der Onkel des jungen Herr trat ein und ging mit langen, schweren Schritten auf Saladin zu, wobei er ihn anbrüllte. Sofort war Schatten in Bereitschaft, wurde jedoch durch eine kleine Handbewegung zurückgehalten. Er gehorchte und blieb an Ort und Stelle stehen. Der Bruder kehrte Heim und mit ihm der weiße Schatten mit dem Namen Asim. Schatten lächelte unter der Maske, denn sein Herr schien überaus glücklich zu sein, was ihn wiederum mit Zufriedenheit erfüllte.

Nach dem Essen wurde Saladin zu seinem Bruder, dem Sultan gerufen. Der Thronsaal, ein Ort wohin Schatten eigentlich nicht mit durfte, aber sein Herr erwirkte wie so oft, die Erlaubnis... Nein, er erzwang sie. Gemeinsam gingen sie in den Saal und der Sultan erhob sich, wobei er bereits sagte, was los sei. Schatten ließ seinen Herrn ungern allein, doch Asim, war drauf und dran, ihm unmissverständlich mitzuteilen, dass auch er verschwinden sollte, doch wieder setzte sein Herr seinen Willen durch und der gute Bruder zeigte Verständnis. Dieser Schatten. Er hatte den Namen: Asim. Er wurde mit „Ihr“ angesprochen, war er etwas besonderes? Nur weil er weiße Haare hatte oder weil er der Schatten des Sultans war? Es hatte sich vieles geändert, seit der alte Sultan nicht mehr war, aber dennoch, war seine Art doch so was wie eine Dienerschaft oder Leibeigene. Zumindest waren sie keine Königssöhne. Auch wenn von diesem Schatten eine ungeheure Macht ausging... Er war nichts Besonderes! War das etwa Eifersucht? Schatten konzentrierte sich wieder auf das wesentliche, nämlich seinen Herrn.
Die Unterhaltung verlief einen Augenblick hitzig, aber dann zeigte Saladin Verständnis und die Notwendigkeit, dass er der einzige war, der dieser Tat gerecht wurde. Er stimmte zu und Asim sprach zu den beiden. Dieser Schatten würde ihm keine Befehle geben. Wobei Asim ja eigentlich keinen Befehl aussprach, sondern eher eine Empfehlung.
Er würde erst gehen, wenn es Saladins Wunsch war. In den letzten fünf Jahren, als Schattens innigster Wunsch war geworden war und er keinem Traum mehr nach jagen musste, war er erwachsener geworden. Mit seinen 17 Jahren, war er vermutlich weniger kindisch, als die meisten anderen Jungs. Er hatte viel gelernt. Viel mehr, als er es je erwartet hätte und sein Körper war muskulöser und stattlicher geworden. Er war Athletischer und flinker.. aber vor allem war er tödlicher geworden. Dennoch spürte er dass die macht dieses weißen Schattens noch viel größer war. Vielleicht hatte er deshalb eine Abneigung gegen ihn, wobei er es sich eigentlich nicht gestatte Wertungen über irgendjemanden abzugeben. Bei diesem Kerl war es jedoch anders. Er blickte auf.
„Wenn mein Herr es befiehlt.“, antwortete er dem Schatten und sah Asim in die weißen Augen.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Fr Feb 01, 2013 4:59 am

Saladin wartete bis Nacht war und die Lichter in den Zimmern erloschen waren, ehe er sich aus seinem Zimmer schlich und in die Ställe ging. Die Pferde und Kamele blieben ruhig, als er an ihren Ställen vorbei zum hintersten ging. Ein leises Tröten begrüsste ihn, als er in die Kabine stieg und seinen treuen Elefanten begrüsste. Der treue Rüssel fuhr ihm am Gesicht herum und suchte nach Erdnüssen in seinen Taschen.
Saladin schnallte einen Sattel an seinen Dickhäuter und ritt au seinem Rücken leise aus der Hauptstadt in die Wüste hinaus.

Die Wüste war heiß und quälend. Saladin machte sich sorgen um seinen Schatten und hatte dafür gesorgt, dass ein Sonnendach am Sattel angebracht war. Die erste Etappe ihrer Reise führte sie an eine Oase, die sie etwa zur späteren Mittagsstunde erreichten, und wo sich der Elefant erfrischen konnte.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Fr Feb 01, 2013 6:18 am

Schatten blieb seinem Herrn ständig nahe. Auch er konnte auf dem Elefanten mit reiten und Saladin hatte großzügiger Weise daran gedacht, ihn vor der direkten Sonne zu schützen. Es war heiß und Schatten ließ seinen Blick ständig über die kahlen Sandbänke gleiten und vergewisserte sich dauernd, ob ihnen jemand folgte.
Als die Sonne den Höchststand erreicht hatte. Kamen sie an einer Oase an. Das Wasser war klar und erfrischend und der Schatten der Bäume tat gut. Würde sein Herr sich in dem Wasser erfrischen, würde Schatten natürlich zu aller erst nachsehen, ob sich etwas Gefährliches darin befand. Man konnte nie wissen. Und natürlich würde sein Herr das tun. Schatten sprang mit einem Satz vom Elefanten und nährte sich dem Wasser. Er sah hinein und ihm viel nichts verdächtiges auf. Er Ging ein Mal am Ufer auf und ab und betrat das Wasser dann. Er beugte sich hinab und kostete es. Es schien alles ganz normal zu sein, doch Sicherheitshalber würde er in der Nähe bleiben. Die Oase war tief. Schatten tauchte ab und sah sich um. Immer noch konnte er keine Gefahr erkennen. Er konnte überhaupt nichts sehen, was ihn sogar fast sogar noch mehr sorgte.
Er tauchte auf und ging zurück an Land, wo er seine langen Haare ein Mal schüttelte. Er blickte sich um und sagte: „Ich glaube es ist sicher.“ Er hatte sich das Tuch vom Mund genommen, um bei seinem Tauchgang zu trinken. Hier war gar nichts. Er konnte kein einziges Lebewesen sehen, was sehr ungewöhnlich war unruhig sah er sich immer wieder um. Irgendwas konnte hier nicht stimmen. Schatten war unruhig.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Sa Feb 02, 2013 2:52 am

Saladin war die Sonne und die warme Wüste gewohnt. Sein Volk repräsentierte den Tag, während sein Schatten für die Nacht stand. Saladins treuer Hauselefant hing seinen Rüssel misstrauisch in das kristallklare Wasser, und entschied dann, das kühle Nass zu meiden.
Saladin lies der Gedanke nicht los, dass irgendetwas nicht Richtig war an diesem Ort.
"Normalerweise sind hier Karawanen und Händler", stellte er fest, schließlich waren die Oasen wichtige Reisepunkte.
Mit einem Blick auf seinen misstrauischen Elefanten sagte er:"Wir sollten das Wasser nicht trinken.", aber nach einem Blick zu seinem Schatten korrigierte er: "Ich sollte das Wasser nicht trinken!" Er wusste schließlich mittlerweile, dass die Schatten immun gegen die meisten Gifte und Krankheiten war.
"Und zur Sicherheit kampieren wir heute Nacht in der Wüste."
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Sa Feb 02, 2013 9:03 am

Schatten beobachtete den treuen Elefanten und seinen Herrn. Er nickte, auf seine Worte hin und sagte dann: „Wie ihr wünscht, Herr.“ Er blickte sich um und versuchte zu erkennen, ob sich irgend welche Gefahren nährten, aber er konnte nichts erkennen. Missmutig blickte er in das Wasser. Er sah zu seinem Meister, meinte im Augenwinkel etwas zu sehen und sah augenblicklich zurück. Da war nichts. Hatte er einen Sonnenstich? Er fühlte sich auch nicht besonders gut, was er seinem Herrn jedoch nicht zeigte. Warum sollte er ihn auch beunruhigen.
Er stieg aus dem Wasser, Die Oberfläche glättete sich wieder und Schatten suchte sich ein schattiges Plätzchen, wo er sich gegen den Baumstamm lehnte. Sein Herr würde sicher lieber weiter reisen wollen, anstatt an diesem unheimlichen Ort zu weilen. Es war drückend heiß und kein Wind wehte, es war absolut still. Was war hier los?
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Sa Feb 02, 2013 12:47 pm

Am nächsten Morgen erwachte Saladin mit einer gedrückten Stimmung und verspanntem Nacken. Er hatte geschlafen und geträumt. Er wusste nicht mehr was er geträumt hatte, aber er spürte, dass es anstrengend gewesen war.
Saladin sah sich um und fand sich in der leeren Wüste wieder. Weit und breit kein Zeichen der Oase oder anderen Lebens. Nur er, sein Schatten und der Elefant.
Irritiert blickte er zum Horizont, gen Osten, wo die Sonne aufgegangen war.
"Wo sind wir?", fragte er.

Eine der Eigenschaften seines Elefanten war es, immer die nächste Wasserquelle zu finden, deshalb überlies Saladin diesem die Orientierung und Wegfindung. Früher oder später würden sie an eine weitere Oase oder Wasserquelle stoßen und wenn sie die erreichten, konnten sie sich hoffentlich neu orientieren.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   So Feb 03, 2013 1:41 am

Schatten erwachte mit seinem Herrn. Es war staubtrocken und die Sonne war bereits über den Horizont im Osten getreten. Schatten blickte sich um und sah ebenso irritiert aus, wie Saladin. Er sprang blitzschnell auf. Er betrachtete Saladin und suchte nach Wunden, fand aber keine, dann sah er an sich selbst herab. Nichts. Der Elefant des jungen Herrn, war auch noch da. Also sie waren nicht ausgeraubt worden, aber wo waren sie? In der Wüste war es unmöglich Spuren zu folgen, da diese innerhalb von wenigen Momenten verweht waren. Schatten ging hin und her und blickte zu dem Ort, wo die Oase hätte sein müssen.
„Sie war da...“, sagte er. „Ich... Bin im Wasser der Oase geschwommen. Ja sogar getaucht!“ Schatten spürte, wie jemand an ihm zog. Schnell wie der Wind hatte er seine Waffe gezogen, drehte sich um und... Da war niemand. Er drehte sich um, sah sich die gesamte nähere Umgebung an. Da war niemand! Was ging hier vor?
Er steckte den Dolch wieder weg und ging zurück zu seinem Herrn. Irgendwas war hier ganz und gar nicht in Ordnung. Schatten packte alles so weit zusammen und befestigte alles am Elefanten. Vorher holte er jedoch noch ungesäuertes Brot und Trockenfleisch heraus, wovon er seinem Herrn gab und selbst auch schon am kauen war. „Wir sollten so schnell es geht, von hier verschwinden, Herr.“, sagte er schließlich und blickte zum Horizont.
Der Elefant nahm die Führung und bis zum Mittag, schien sich die Wüste endlos zu erstrecken. Keine Oase nichts. Immer wieder tranken die beiden jungen Männer aus den Wasserschläuchen, die sie bei sich hatten, wobei Schatten natürlich darauf achtete, dass Saladin immer aus einem trank und er aus dem anderen. Schließlich war er sein Meister.
Nach einiger Zeit, als Schatten das Gefühl hatte, dass die Sonne ihn schon halb gar gekocht hatte, überkam ihn wieder dieses ungute Gefühl und obwohl die Sonne hoch am Himmel stand, wurde ihm ganz plötzlich kalt. Er schreckte auf, sah sich um und spürte, wie ihm etwas über das Gesicht strich. Bildete er sich das ein? Er hatte die Augen weit geöffnet und sagte: „Hört ihr das auch?“ Er hörte eine Stimme. Sie gehörte zu einem Mann und sie klang unwirklich nund irgendwie nicht von dieser Welt... Schatten konnte nichts erkennen, entweder, war das Wesen unsichtbar, oder ein Geist. Anders konnte er es sich nicht erklären. Oder bildete er sich das alles nur ein. Hatte er einen Stich? Schatten fröstelte und seine Hände waren eiskalt.


Zuletzt von Schatten am Fr Apr 26, 2013 12:35 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   So Feb 03, 2013 2:39 am

Saladin ritt auf seinem Elefanten weiter, bis dieser ohne Vorwarnung zusammenbrach und schwer atmend auf dem Boden liegen blieb. Saladin stieg ab und sah den Dickhäuter mitleidig an.
"Zel, wir müssen raus aus der Sonne! Sie tut euch beiden nicht gut!"
Er schaute nach oben zur Mittagssonne.
"Seltsam", sprach er und sah sich in der Wüste um. Die Fußspuren seines Elefanten im Sand, die er erwartet hatte, waren verschwunden. Es sah so aus, als wären sie hier stundenlang gerastet.
"Aus welcher Richtung waren wir gekommen?"
Es war schwer sich zu orientieren, wenn die Sonne am Zenit stand.
"Gehen wir noch nach Westen?"
Saladin schaute sich noch einmal um, da erblickte er in einiger Stunden Entfernung ein spitzes Dreieck, welches gen Himmel ragte. Er hörte eine leise Stimme flüstern.
"S..siehst du das auch? Ist das ein Bauwerk? Ich glaube es ruft uns."
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   So Feb 03, 2013 4:35 am

Schatten fühlte sich, als habe er seit Stunden in der Sonne gestanden, ohne auch nur einmal im Schatten gewesen zu sein. Als der Elefant zusammen brach, rutschte Schatten vom Rücken des Tieres und landete im Sand. Sein Herr hatte Recht, die Sonne tat wirklich nicht gut. Und Schattens Konzentration war dahin.
Zel... So sprach ihn sein Herr manchmal an und es vermittelte ein freundliches Gefühl in Schatten. Denn es klang fast wie ein Name, auch wenn es nichts weiter bedeutete, als das was er war. Ein Schatten. Er blickte zu dem Gebäude und obwohl es ihm schlecht ging und die Sonne beharrlich auf ihn nieder ging, hatte er immer noch den Nachhall dieses kalten Gefühls in sich. So als ob sich etwas totes über ihn legen wollte. Schatten blickte seinen Herrn an und sagte: „Dann sollten wir nicht dort hin gehen.“ Wenn es wirklich dieses Gebäude war, was sie rief, so fand Zel, dass sie auf keinen Fall dort hin gehen sollte. Dieser Gesang... Er verstand kein Wort nur ganz ab und zu hörte er etwas, dass ihrer Sprache ähnlich war. Er rappelte sich mühsam auf und legte dem Elefanten eine Hand auf den Kopf. Das Arme Tier. Vielleicht sollten sie ihr Wasser an den Elefanten weiter geben. Er wollte nicht, dass das Tier starb, aber noch weniger wollte er, dass sein Meister starb, also verwarf er diese Idee wieder. Er versuchte die Position auszumachen, wo war Westen und wo Osten? Er wusste es nicht. Dieses Bauwerk war immerhin ein Orientierungspunkt.
„Wenn wir dort hin gehen, sollten wir vorsichtig sein.“, sagte er dann langsam und schulterte Wasser, Rucksack und eben alles was er tragen konnte. So sehr sich alles in ihm sträubte, zu diesem Bauwerk zu gehen, so wusste er auch, dass es die einzige Möglichkeit war.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   So Feb 03, 2013 9:40 am

Saladin ignorierte die bedenken seines Schatten und bedeckte seinen Kopf mit einer improvisierten Haube. Bevor er losgehen wollte, wollte er zu erst einmal einen Sonnenschutz für seinen Elefanten bauen, aus dem Sonnenschutz und einem Loch, welches er in den Sand grub. Er befahl seinem Schatten, dem Elefanten einen Schluck Wasser aus seinem Wasserschlauch geben.

Sobald er sich um seinen Elefanten gekümmert hatte, gab Saladin den Befehl zum Marsch zur Erscheinung. Je näher sie kamen, umso größer wurde das Objekt und aus dem einfachen Dreieck wurde eine Pyramide. Erst als sie den Fuß der Pyramide nach ein paar Stunden erreicht hatten, gab sie ihre tatsächliche Größe Preis. Etwa hundert Schritt in jede Richtung maß die Pyramide.
An der Seite, an der die beiden die Pyramide erreicht hatten, gab es einen großen, dunklen Eingang.

Saladin zögerte nur kurz, dann schickte er seinen Schatten vor.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   So Feb 03, 2013 12:38 pm

Schatten versorgte den Elefanten mit Wasser, ganz so, wie sein Herr es ihm auftrug. Geduldig wartete er, bis Saladin fertig war und ging ihm dabei zur Hand, den Elefanten vor der Sonne zu schützen. Das Kältegefühl war verschwunden, aber immer noch hatte er ein sehr ungutes Gefühl, bei der ganzen Sache.
Sie nährten sich einer Pyramide und Schatten wurde das dumpfe Gefühl nicht los, dass das ein riesengroßer Fehler war. Sie war riesig und der Eingang war ein schwarzes Gähnendes Loch. Schatten war nicht wohl bei der Sache, aber wenn sein Herr einen Wunsch hatte, würde er ihn erfüllen. Er hatte keine Ahnung was ihn erwarten würde oder wonach er überhaupt suchen sollte. Was war los mit Saladin, was wollte er hier? Der einzige Vorteil der sich hier bot, war die Tatsache, dass es kühl war. Aus diesem Grund wehte ihnen auch ein vergleichsweise kühler Wind entgegen, als sie sich dem Eingang nährten. Schatten ging hinein und dann hörte er wieder diese Stimme, sie säuselte leise: „Geh nicht...“, sagte sie. Schatten zögerte jedoch nicht und murmelte: „Als würde ich auf irgendeine Stimme hören...“
Er legte seine linke Hand auf die Wand links von ihm. Er würde sie so lange dort lassen, bis er wieder beim Ausgang war und wenn sich die Wände hier nicht verschieben würden, würde er so auch wieder heraus kommen. Was war das für ein Ort? Er versuchte zu lauschen, konnte jedoch nichts hören. Auch die Stimme meldete sich nicht noch einmal. Langsam schlich er Schritt für Schritt voran. Er hatte einen Dolch gezogen und alle seine Sinne waren, so weit ihm das in dieser absoluten Finsternis möglich war auf ein Maximum geschärft.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   So Feb 03, 2013 2:28 pm

Saladin wartete und wartete und wartete, bis er das Gefühl hatte, dass er eine Ewigkeit gewartet hatte.
"Schatten?", er rief in den dunklen Gang. Kein Echo, keine Antwort. Langsam näherte er sich dem Torbogen und berührte skeptisch den kalten Stein. Kalt und nass.
Ehe er es sich versah war er durch die Schwelle getreten und fand sich plötzlich einen Augenblick in der Schwerelosigkeit. Einen Lidschlag später war er unter Wasser und kämpfte um sein Leben. Saladin strampelte und ruderte und versuchte verzweifelt aufzutauchen.
Er rang nach Luft und schluckte Wasser.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   So Feb 03, 2013 7:04 pm

Schatten irrte durch die Finsternis. Er konnte nichts hören, außer seiner Hand die vorsichtig über den kalten Stein strich. Was machte er hier eigentlich? Er drehte sich um. Nichts. Sollte er vielleicht zurück gehen. Sein Herr kam nicht. Was sollte er nur tun? Er hatte den eindeutigen Befehl gehabt vorweg zu gehen, aber sein Herr kam nicht. Saladin schossen Millionen Fragen durch den Kopf. Er konnte sich nicht vorstellen, dass Saladin ihn hier hereingeschickt hatte, um ihn los zu werden. Das wäre nicht seine Art gewesen, außerdem hatte Schatten nichts falsch gemacht.
War da ein Geräusch gewesen? Oder entsprang das nur seiner Einbildung? Wurde er paranoid? Wie lange ging er schon? Was war hier nur los? Schattens Blut rauschte in seinen Ohren und er wurde unruhig. Ja er bekam schlichtweg Angst, die ihm fast die Kehle zu schnürte. Er hatte schreckliche Angst seinen Herrn nie wieder zu sehen. Er drehte sich um, nahm nun die Rechte Hand an die Wand und lief zurück immer weiter immer schneller, jedoch langsam genug, um nicht den Halt an der Wand zu verlieren.
Hätte er nicht schon längst am Ausgang sein müssen? Schatten atmete schnell und sein Puls hämmerte durch seine Adern das Adrenalin tat sein übliches. Er war es nicht gewohnt überhaupt nichts zu sehen. Er lief immer weiter, wenn diese Pyramide hier kein Hexenwerk war, würde er auf die Methode, die er gewählt hatte, wieder heraus kommen, aber … wie konnte ein Ort so dunkel sein? Schatten lief panisch weiter und irgendwann rief er aus vollen Lungen: „SALADIN!!!“ Es kam nicht oft vor, dass er seinen Herrn bei seinem Vornamen rief. Nun eigentlich kam es nie vor, aber jetzt in diesem Augenblick... Er hatte seinen Herrn auch noch nie in so einer Situation verloren. Er musste ja noch leben, sonst... hätte Schatten das gespürt.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Mo Feb 04, 2013 1:22 am

Saladin würgte und schluckte noch mehr Wasser. Langsam verlor er den Willen gegen das Ertrinken anzukämpfen und machte seinen Segen mit seinem Tod. Gerade als er dabei war sein Bewusstsein zu verlieren, erblickte er über sich ein schimmerndes Licht. Eine letzte Hoffnung. Die Oberfläche.
Mit schnellen Arm- und Beinbewegungen schwamm er in Richtung des Licht und tauchte gerade noch rechtzeitig auf. Er schnappte nach Luft und atmete hektisch. Er spuckte Wasser und hustete, aber er hatte wieder Luft zu atmen. Saladin musste hektisch strampeln, um nicht wieder unter zu gehen. Schon bald wurden seine Beine müde und es fiel ihm umso schwerer an der Oberfläche zu bleiben.
Erneut ging er unter, doch diesmal fanden seine Füsse halt und auf den Zehenspitzen stehend konnte er gerade noch so seinen Kopf über das Wasser halten und atmen. Er verharrte und schnaubte einige Male.
Der Himmel über ihm war blau und wolkenlos.
"Das war lustig!", sagte eine Stimme über Saladin und kicherte.
Spitze, rote Schuhe standen auf der Wasseroberfläche wie auf fester Erde. Saladin sah hoch und sah einen kleinen Jungen mit golden schimmernder Haut in roten Stoffen. "Ich habe Spaß an euch beiden!"
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Mo Feb 04, 2013 2:04 am

Schatten lief eine ganze Weile so an der Wand entlang und dann endlich sah er das Licht, was ihm entgegen schien. Das musste der Ausgang sein, wo sein Meister auf ihn wartete oder? Er musste dort sein, sonst, wäre er ihm ja entgegengekommen, außer er hat eine Abzweigung genommen. Etwas ruhiger lief er nun auf das Licht zu, beschleunigte jedoch die Schritte und nahm die Hand von der Wand. Er fing an zu rennen und rutschte auf irgendwas schleimigen aus. Gerade konnte er sich noch fangen und lief vorsichtiger. Er konnte im Lichtschein auf dem Gang etwas reflektieren sehen. War das etwa... Blut? Schatten ging in die Knie. Er strich über die klebrige Flüssigkeit und erkannte, dass er mit seiner Vermutung richtig lag. In seinem Kopf dröhnte es. Er redete sich immer wieder ein, dass dieses Blut nicht von seinem Meister war. Saladin musste einen Kampf gehabt haben und hatte ganz sicher seine Angreifer erledigt. Mit weichen Knien ging er weiter. Er sah auf den Boden und die Blutspur endete nicht draußen sondern in einem hellen Raum. So viel Blut...
Schatten sah, dass der gesamte Raum, der nun nicht gerade riesig war voller Blut war.. Blut und Innereien, Haarbüschel und auch Hautfetzen lagen herum und hier und da erkannte er einen Fingernagel und an den Wänden waren blutige Handabdrücke und Kratzspuren, doch das Hauptaugenmerk, lag auf der Person, die im Raum hing... Die Leiche war nackt und fürchterlich zugerichtet. Die Bauchdecke war geöffnet und es war eigentlich nichts mehr vorhanden, was hinein gehörte. Fetzen der Haut hingen in hinab. Die Leiche war eindeutig Männlich und was immer das hier getan hatte, es war noch nicht lange Weg, denn das Blut fing eben erst an zu gerinnen. Dem jungen Mann war die Haut Stellenweise in Streifen abgezogen und er war mit zwei dicken Haken aufgehängt. Jeweils einer steckte in einer Schulter. Der ganze Körper war von Brandwunden, Peitschenhieben und Schnitten übersät und Schatten fragte sich beiläufig, was der Junge getan haben mochte, dass man ihm das angetan hatte. So wie es in dem Raum aussah, musste, wer immer das hier getan hatte, eine wahre Orgie gefeiert haben. Und obwohl er in seinem Hinterkopf immer wieder dachte, dass dieser junge Mann hier nicht Saladin sein konnte, hatte er Angst dem Menschen den Leinensack vom Kopf zu ziehen. Er wollte gerade wieder gehen, als er hörte wie etwas hinter ihm zu Boden viel. Er drehte sich um und es war der Sack, der nun in der Blutlache unter dem aufgehängten Körper lag. Wie in Trance, sah Schatten hinauf und als er dem Mann ins Gesicht blickte, spürte er, wie sein Herz aussetzte. Das konnte nicht sein!
„Nein...“, Schatten sah in Saladins Leblose Augen. „NEIN!“ Er ging auf die Knie und links und rechts, liefen die Tränen über seine Wangen, als würde sein Körper alles Wasser aus ihm heraus treiben wollen. Schatten sah zu dem toten Körper und er konnte es nicht glauben und doch war es so greifbar und real. Er war so geschockt, dass er überhaupt nichts mehr tat. Er fragte sich, wie das sein konnte, sagte sich, dass er doch nur ganz kurz... Warum hatte er ihn allein gelassen? Er versuchte seinen Herrn herunter zu holen. Doch die Haken hatten Widerhaken und ließen sich nicht wirklich lösen. Schatten hatte keinen Antrieb mehr. Er konnte nicht mehr klar denken und alles schien vollkommen bedeutungslos. Er dachte an den Tag, wo er das Blut Saladins Vaters an den Händen gehabt hatte, wo er seinen eigenen Vater ermordet hatte, nur um seines Meisters Befehl auszuführen und nun hatte er das Blut des Sohnes an den Händen. Das Blut seines Herrn...
Plötzlich blickte er auf. Es war fast so, als sei ihm etwas außerordentlich wichtiges eingefallen. Er sah sich misstrauisch um und sagte dann: „Das kann nicht sein.“ Vermutlich sagte er das zu sich selbst. Er hatte gesehen, wie sein eigener Vater gestorben war, als er den damaligen Sultan ermordet hatte. Schatten dachte, wenn das hier echt war, hätte auch er sterben müssen! Er blickte sich um und sagte dann in den Raum hinein: „Was willst du von mir? Ich weiß, dass das hier nicht echt ist! Wo ist mein Meister?“ Seine Augen gingen hin und her und den Toten in der Mitte des Raumes ignorierte er. Schatten wusste, dass man nette Illusionen erzeugen konnte, wenn man gut genug war und er würde erst an den Tod seines Herrn glauben, wenn er selbst das Leben verlor. Er hatte sich ganz klar täuschen lassen. „Wenn ihm etwas fehlt, werde ich dich oder wie viele ihr auch immer seid auf diese Weise töten!“ Er deutete auf den Leichnam, in seinen Augen loderte blanke Wut und das, wo er doch sonst immer so gefasst war.
„So... Du glaubst also, dass du mich getötet hast?“ Diese Stimme! Schatten drehte sich um und vor ihm stand sein Vater. Das konnte nicht sein. Er hatte ihn sterben sehen! Hatte er sich doch geirrt? Und wenn ja, dann konnte diese Leiche... Schatten spürte das heftige Verlangen sich zu übergeben. Er taumelte zwei Schritte zurück und lehnte mit dem Rücken gegen die Wand, während sein Vater immer näher kam. Es gab keinen Ausweg, wie mächtig sein Vater war, hatte er oft gesehen und gespürt. Wie gut musste er dann erst jetzt nach weiteren fünf Jahren sein? Schattens Beine drohten nachzugeben. Er sah auf Saladins toten Körper und fragte mit zitternder Stimme: „Warst du das?“
„Nein... Das warst du.“, antwortete der Vater grinsend. „Nein.“, hauchte Schatten.
„Doch! Du hast ihn allein gelassen, wo es doch deine Pflicht ist ihn zu schützen! Du bist ein nichtsnutziger Versager! Du bist wertlos, wie der Wüstensand unter dem ich dich begraben werde!“
Schattens Beine knickten ein und er rutschte an der Wand herab. Seine Augen waren weit aufgerissen und starrten voller Furcht zu seinem Vater hinauf. Dann huschte sein Blick zu Saladin und Schatten stand drückte sich an der Wand hoch. Der Vater zögerte. „Dann töte mich.“, antwortete er leise. „Du hast Recht. Ich konnte ihn nicht beschützen, dann töte mich auf die selbe weise wie ihn. Aber... dann verdienst du dein Leben genauso wenig!“ Er zog eine Klinge und zielte auf die Stirn seines Vaters.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Mo Feb 04, 2013 5:44 am

Die Wasseroberfläche sank immer weiter ab. Zuerst ging es Saladin im Stehen bis zum Hals, dann bis zur Hüfte und schließlich bis zu den Knien und dann stand er im Trockenen. Saladin konnte nicht sagen, ob das Wasser weniger wurde, oder ob der Boden unter seinen Füssen anstieg. Der kleine Junge der vor ihm stand war vielleicht zwölf Jahre alt, wirkte aber Älter als jeder Menschen den Saladin getroffen hatte.
"Wer...was bist du?", fragte Saladin, dann schaute er sich rasch um. "Wo ist mein Schatten?"
"Du Dummerchen!", sagte der Junge und zeigte zu seinen Füssen.
Saladin lies sich täuschen und sah auf seine Füsse. Der Schatten, den das Licht auf den Boden projizierte lag regungslos vor seinen Füssen.
"Du weißt genau, wen ich meine!", brüllte Saladin und zog einen versteckten Dolch aus der Armschiene, welche er vor einigen Jahren von seinem Bruder geschenkt bekommen hatte.
Als er wieder aufsah, war der Junge verschwunden.
"Ihr beiden amüsiert mich!"
Er kicherte und dann schoss seine Hand nach vorn und zielte auf Saladins Stirn.

Saladin schloss die Augen und für einen Bruchteil einer Sekunde sah er seinen Schatten vor seinem geistigen Auge. In diesem Augenblick löste sich die Illusion auf und Saladin stand seinem Schatten gegenüber.

Die beiden befanden sich nun in einer kleinen, spärlich beleuchteten Kammer inmitten der Pyramide und der kleine Junge stand grinsend hinter Saladin.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Mo Feb 04, 2013 6:07 am

Gerade, als der Dolch in die Stirn seines Vaters einschlagen wollte, wurde es dunkel und im nächsten Moment stand Schatten Saladin gegenüber. Seine Augen wurden riesengroß und in diesem Moment konnte niemand sagen, wie erleichtert Schatten war, dass es doch nur eine Illusion gewesen war. Schnell wischte er sich die Tränen links und rechts aus dem Gesicht und blickte seinen Herrn an. Der auch ein wenig verdattert wirkte. Der Raum in dem sie sich befanden bot sehr viel Schatten und ein wenig Licht, gut für ihn, denn so konnte er die Dunkelheit gut ausnutzen, als in vollkommener Finsternis. Schatten sah sich blitzschnell um und machte sich ein erstes Bild von der neuen Situation, als er diesen jungen hinter Saladin erblickte. Ein Kind?! Er war nicht dumm und er brauchte nur eins und eins zusammen zählen, um zu wissen, dass dieses Kind dahinter steckte. Er ließ jedoch seine Gefühle hinten an stehen und geschmeidig wie eine Katze zog er Saladin von dem Jungen weg, und hatte die Klinge erhoben, um einen eventuellen Schlag, von dem Gör abzuwehren. Ebenso geschmeidig, wie er Saladin weggezogen hatte, führte er ihn förmlich hinter sich. Auch wenn dass seinem Herrn nicht unbedingt gefallen würde, er wollte nicht, dass er zu nah an dem seltsamen Kind dran stand. Er konnte sich vorstellen, dass dieses Kind noch ganz andere Tricks drauf hatte.
„Was willst du von meinem Meister.“, fragte Schatten mit derartig kaltem Hass in der Stimme, wie Saldadin es noch nie bei ihm gehört hatte.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Mo Feb 04, 2013 6:46 am

Saladin war erleichtert, seinen Schatten wieder bei sich zu haben.
"Ich will nur mit ihm spielen!", sagte der Junge und schnipste mit der linken Hand.

Im nächsten Augenblick öffnete Saladin die Augen und fühlte ein leichtes Schwanken. Überrascht blickte er auf und sah sich auf dem Rücken seines - nun wieder munteren - Elefanten wieder. Saladin verstand nicht. War dies wieder eine Illusion? Er spürte die Anwesenheit seines Schatten und wog sich in Sicherheit, vorerst.
Ein weiterer Blick nach vorn offenbarte ihm, dass sie auf dem Weg zur Oase waren und sogar aus dieser Entfernung konnte er Zelte, Kamele und Bewegungen wahrnehmen. Sollte das etwa bedeuten, dass sie ihre Reise erst begonnen hatten.
Was war jetzt Traum und was Wahrheit?

Saladin wollte das Spiel vorerst mitspielen und führte seinen Elefanten zur Oase. Alles wirkte so, wie er es von seinen Reisen kannte. Bärtige, sonnengebräunte Männer in langen, luftigen Roben, Elefanten, Kamele und einige wenige Rassepferde am Wasser tränkend. Händler, die unterwegs Geschäfte führten oder gar ihre Stände in der Oase aufgebaut hatten. Ein paar Soldaten des Sultan sorgten hier für Recht und Ordnung und hatten im westlichen Teil der Oase ein ganzes Feld für sich. Das glänzende Metall ihrer Rüstungen glänzte in der Sonne. Auch ein paar Fremdlinge aus den Wäldern waren da.
Saladin erinnerte sich, dass sein Bruder von Besuch erzählt hatte.
Eine kleine Gruppe von bandagierten Gestalten kam aus einem der vermieteten Zelte. Grauweiße Bandagen waren anstelle ihrer Haut zu sehen und um ihre Augen hing der Schatten einer Kapuze.

"Wir brauchen ein Zelt", stellte Saladin fest. Er hätte zwar jederzeit in den militärischen Bereich gehen können und sich das Zelt des Offiziers, Essen und Trinken von den Händlern und Frauen die ihn nachts im Bett wärmen nehmen können. Aber sein Bruder hatte ihn nicht ohne Grund ohne Eskorte und mitten in der Nacht fortgeschickt.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Mo Feb 04, 2013 7:12 am

Schatten wollte diesem frechen Knirps gerade die Klinge entgegen strecken, als er sich auf einmal auf dem Elefantenrücken wieder fand. Er blickte sich um. Was zum Teufel...?! Er sah zu Saladin, der sich gerade ein wenig umschaute. Hatte er wirklich nur geträumt? Schatten wusste nicht mal, ob nur er das Erlebt hatte und Saladin gar nichts mitbekommen hatte. Aber es war so echt gewesen... Benommen blickte er sich um. Die Oase war in Sichtweite und Schatten sah hinauf zur Sonne. Sie stand nicht am Mittag. Welcher Tag war eigentlich? Er war vollkommen durch den Wind und wusste nicht, was er von der ganzen Sache halten sollte. Also wendete er sich ein weiteres von den wenigen Malen, wo er Saladin zuerst ansprach, an seinen Herrn und fragte: „Alles in Ordnung?“ Mehr nicht. Er wollte ja nur wissen, ob er sich was getan hatte, wenn das alles hier echt gewesen war. Er tastete nach den Wasserschläuchen. Sie waren voll. Hatten sie wirklich nur alles geträumt? Nein, hatte er das alles geträumt? Das konnte doch wohl echt nicht angehen. Sie waren doch … Schatten blickte sich in der Oase um, es war nichts zu sehen, was auf die Oase aus seinem Traum hin deutete. Gar nichts! Die Oase war so stink normal, dass es schon fast ätzend war. Schatten blickte sich die Ganze zeit über um. Er achtete nicht nur auf Klingen und eventuelle Angriffe, sondern auch auf Taschendiebe. Seine Augen waren unter der Kapuze kaum zu sehen, nur wenn er wirklich jemandem in die Augen schaute. Er hatte die Erfahrung gemacht, dass fremde oft ihre Aufmerksamkeit auf ihn lenkten, wenn sie diese Weißen Augen sahen, daher verbarg er sie für den unachtsamen dahergelaufenen Reisenden.
Er folgte seinem Herrn Stumm und nahm sich vor, diese bandagierten im Auge zu behalten, sollten sie in ihrer Nähe sein.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Mo Feb 04, 2013 11:32 am

Saladin war es nicht gewohnt, dass Schatten einen seiner Befehle missachtete. Aber offenbar schien er abgelenkt oder extrem wachsam.
"Zel? Ein Zelt!", erwiderte er erneut und gab diesmal einen direkten Befehlt. "Und Kümmer dich um Ubaid. Ist alles okay? Du wirkst so abwesend. "

Während sich sein Schatten um alles mögliche kümmern sollte, beschloss Saladin den örtlichen Wahrsager aufzusuchen. Es war töricht eine wochenlange Reise quer durch die Wüste zu unternehmen, ohne sich bei einem Wahrsager über Sandstürme, Monsune und andere Gefahren zu informieren. Saladin betrat das große, blaue Zelt und wollte schon an den anderen Wartenden vorbei durch den, mit einem Seidenvorhang abgehängten Durchgang durchgehen, als sich ihm ein schlanker mit sehr dunkler Haut in den Weg stellte.
Saladin wurde barsch darauf hingewiesen, dass er sich wie jeder andere in diesem Zelt hinten anzustellen hatte.
Saladin knirschte mit den Zähnen.
Wenn du wüsstest, dachte er. Ich würde dich kastrieren lassen!
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Mo Feb 04, 2013 12:27 pm

Schatten reagierte, als hätte Saladin ihn gerade aus einem Tagtraum gerissen. Zel sah ihn fast erschrocken an und sagte schnell: „Ja. Verzeiht, Herr. Ich kümmere mich darum.“ Damit verschwand er fast zwischen den Leuten und bewegte sich unauffällig durch die Oase. Es schien fast, als verschmelze er mit den Menschen und sei der gewöhnlichste Kerl, der hier herum lief. Schatten lächelte still. Immer, wenn er ihn bei seinem „Namen“ rief, schlich sich dieses Lächeln auf seine Züge. Als erstes besorgte er ein Zelt. Es war nicht sehr groß, aber den Zwecken, die sie verfolgten durchaus angemessen. Es sollte ja nicht jeder sehen, wer sein Herr war. Dann kümmerte er sich um den Elefanten. Er rieb die Haut der Dickhäuters mit Schlamm ein und spülte ihn ab. Er ließ sich viel Zeit damit, diesem großartigen Tier, ein paar Streicheleinheiten zu gönnen, wobei er mehrfach von dem Wasser nass gespritzt wurde, was dieser Schlingel aus den Eimern schöpfte. Schatten lachte einmal sogar, als der Elefant Wasser heraus pustete und ihn somit duschte. Zum Schluss gab er ihm einen Apfel, den der treue Elefant gerne entgegen nahm. Schatten wollte sich gerade auf den Weg machen, als er spürte, wie jemand an seinem Gürtel zog. Schnell wie der Wind hielt er dem Dieb Klinge an die Kehle und sah ihn mit seinen Furcht erregenden Augen an. Der junge Mann wurde kreidebleich und hob die Hände, als Zeichen dafür, dass er die Finger von ihm lassen würde. Schatten sah ihn noch einmal verächtlich an, schubste ihn nach hinten, sodass der Mann in den Staub fiel und ging dann weiter.
Er kaufte Dinge ein, die sie auf der weiteren Reise benötigen würden und sah sich immer wieder um. Immer noch hatte er ein ungutes Gefühl, wegen diesem goldenen Jungen, der ein sehr groteskes Spiel mit ihm gespielt hatte und er war sich immer noch nicht sicher, ob sein Herr auch so einen Traum gehabt hatte. Als er Fertig war, sah er ganz schön bepackt aus, aber im Notfall konnte er alles einfach fallen lassen, da er es so geschickt miteinander verknotet hatte, dass alles mit einem Strick, der über seiner Schulter lag zusammen hielt. Er legte es ab und wartete bei dem Elefanten. Hier würde sein Herr ihn am ehesten finden und außerdem würde Saladin nicht das Gefühl haben, dass Schatten ihm hinterher schlich, wenn er hier geduldig watete.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Di Feb 05, 2013 8:27 am

Saladin wartete mehrer Stunden lang, ehe er dran kam. Während er gewartet hatte kamen natürlich ein paar Noblen herein und klimperten nur kurz vor dem Türsteher, sodass sie als nächsten zum Wahrsager vorgelassen wurden. Wem dabei der Platz weggenommen wurde, der hatte diese Ungerechtigkeit wortlos zu schlucken und eine weitere Runde zu warten.
Auch Saladin hatte dieser Umstand ereilt und eine Gruppe aus hellhäutigen Menschen mit pechschwarzen Rüstungen hatte sich vor ihn gedrängelt. So helle Haut und eine solch dunkle Rüstung hatte Saladin bisher noch nicht gesehen und wusste auch nicht, woher sie wohl gekommen waren. Ihre Gesichter waren streng und ihre Bewegungen scharf.

Saladin wartete bis er dran war.

Der Wahrsager war so alt, dass Saladin dachte, er sei aus getrocknetem Ton. Tiefe Furchen liefen quer über das Gesicht und wie Sonnenstrahlen von seinen Augen in alle Richtungen. Dicke buschige Augenbrauen verdeckten seine großen blauen Augen. Ein langer weißer Bart hing ihm vom Mund auf den Boden, auf dem er mit nackten Füssen sass. Die knochigen Finger waren auf dem Schoss zusammengefaltet.
"Tretet ein, mein Prinz", sagte der Wahrsager und seine stimme knarzte wie eine alte Eiche. Saladin traf der Schlag und kalter Schweiß lief ihm hinab. Woher wusste er...?
"Ihr fragt Euch sicherlich, woher ich Euch kenne", antwortete der Greis. "Was wäre ich für ein Wahrsager, wenn ich noch nicht einmal das erkenne, was vor mir steht? Setzt Euch, Prinz."
Saladin schluckte und suchte sich eine gemütliche Position auf einem der Kissen die vor ihm standen.
"Ich kann Euch nicht sagen was ihr hören wollt, wenn ihr mich nicht fragt." Der Bart bewegte sich nach oben, offenbar das Zeichen dafür dass der Alte lächelte.
"Ich bin auf dem Weg zur Goldenen Stadt, meinem Geburtsort. Ist die Reise für mich und meinen Begleiter sicher?"
Der alte Greis lachte laut auf.
"Es ist nicht das Wetter, um das ihr euch Sorgen machen solltet, mein Lieber! Es gibt weitaus größere Gefahren da draußen!"
Saladin zuckte zusammen. Saladin erinnerte sich daran, wie er unter Wasser gezogen wurde und Wasser schluckte. Dann sah er das Gesicht des kleinen Jungen.
Saladin wischte sich über die Augen.
"Was ist es, dass du tatsächlich wissen möchtest?"
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Di Feb 05, 2013 12:28 pm

Während der Schatten wartete und beobachtete, warteten andere und beobachteten ihn. Dass ein Schatten den Ort betreten hatte, blieb nicht unbemerkt, auch nicht, wer sein Begleiter - Nein, sein Meister war.
Die weißen Augen schauten aus dem Schatten heraus und merkten sich jegliches Detail über die Neuankömmlinge und gaben die Informationen an den Höchstbietenden weiter.

Eine Gestalt mit grauem Haar trat aus dem Schatten und kam auf Schatten zu. Die Kapuze hing auf den Schultern und fing die langen Haare auf. Die eine Seite des Gesichts war weiß wie Schnee, die andere Schwarz wie die Nacht. Die beiden Augen Weiß wie die eines Schatten.
"Erschrecke nicht, Suton. Ich bin hier um dich vor deinem Meister zu warnen. Er darf sein Ziel nicht erreichen, sonst wird er sterben und du mit ihm!"
Die Gestalt wartete einen Augenblick, beantwortete jedoch keine Fragen, die ihm der Schatten gestellt hatte.
"Wenn du mehr darüber erfahren willst, finde und schaue in ein Drachenauge!"
Sobald ihn Schatten berührte, zerfiel seine Hülle zu einer hauchdünnen Hülle aus Asche und wurde vom Wind davon geweht.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung-Archiv   Di Feb 05, 2013 10:51 pm

Schatten wehrte gerade wieder den verspielten Rüssel des Elefanten ab, als ihm eine Bewegung auffiel. Ein Mann trat aus dem Schatten und kam auf ihn zu Schatten beobachtete ihn genau und die unheimliche Gestalt des Mannes, rief Misstrauen hervor und warum auch nicht... Schatten griff unter den schwarzen Stoff, seiner Überkleideung und schon fing der Mann an zu sprechen. Schatten hörte was der Mann sagte, doch es ergab überhaupt keinen Sinne. Er warnte ihn vor seinem Meister?
„Wer bist du?“, doch es gab keine Reaktion. „Rede!“ und dann sprach der Mann von einem Drachenauge. Schatten war total verwirrt und wollte den Kerl packen, um mehr aus ihm herauszuholen, doch er zerfiel einfach zu Staub. Großartig. Er sah sich um, hatte außer ihm noch jemand diese Gestalt gesehen? War sie echt gewesen? Was zum Teufel war denn hier los. Und welche Ziel hatte der Mann gemeint? Etwa die Reise in seine Heimat? Schatten musste mehr erfahren, aber wo zum Teufel fand man denn nur ein Drachenauge? Schatten zweifelte an seinem Verstand. Schatten fasste einen Entschluss. Saladin hatte zwar gesagt, dass er sich um alles kümmern sollte und das hatte er auch getan, aber er hatte ihm nicht befohlen hier zu warten. Hatte er auf dem Markt Drachenaugen gesehen? Er lief noch einmal über den Marktplatz und durchsuchte alle stände, selbst die, von irgendwelchen zwielichtigen Typen. Einem Mann, der extra hier war um auf Reittiere aufpasse, versprach er einiges an Silber, wenn er auf den Elefanten aufpasste und der Kerl schien sich über das Angebot zu freuen. Schatten lief durch die Oase, auch wenn er sich fast sicher war, dass er sich den Mann nur eingebildet hatte, konnte es wohl nicht schaden, wenn man wenigstens versuchte mehr herauszufinden. Solange er bei Saladin sein würde, würde sein Herr nicht sterben, dachte Schatten.
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