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 Das Rädchen dreht sich...

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Varus

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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   Sa Jan 14, 2017 3:23 am

Talon hörte die Dose auch mehr, als dass er sie sah. Im Moment, als sie dann jedoch implodierte, hatte er Die Hand vor Mund und Nase gehalten. Seine Augen hatte er fest geschlossen und der Druck in seinem Kopf, ließ ihn taumeln. Er krachte auf die Knie, als der schmerz auch schon wieder aufhörte. Talon hatte das Gefühl, Wasser in den Ohren zu haben. Wie nah mussten die Feinde sein, wenn sie in Rollreichweite waren? Talon fühlte sich wie durch den Wolf gedreht und stöhnte leicht. Es hatte jedoch keinen Sinn, sich nun einfach gefangen nehmen zu lassen.

Talon, irgendwann bringst du dich um.

Sicherlich hätte er Clemens nun einfach dort liegen lassen und sich verkrümeln können, doch er war mit einem Vertrag gebunden. Auch wenn es nur ein Söldnervertrag war und kein Pakt. Er dachte jedenfalls nicht lange nach und entschied innerhalb von 3 Sekunden. Er zog eine weitere Spritze hervor und sprang in ein Gebüsch, wo er sich das Serum erneut in die Vene drückte. Dann zog er die Acht Wurfmesser und sie leuchteten kurz auf, ehe er sie so warf, dass sie kreisförmig um Clemens verstreut waren. Blätter und Moos versteckten sie gut, da sie ein wenig in den Boden eingedrungen waren. Wenn das hier jetzt schief ging, war’s das. Er wendete den gleichen Unsichtbarkeitszauber wie zuvor schon an und kletterte den Baum hoch, der ihm zur Rechten gewesen war. Dort saß er nun und wartete. Die ganze Aktion hatte keine 15 Sekunden gedauert, aber hatte es gereicht ungesehen zu bleiben?
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Clemens

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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   Sa Jan 14, 2017 4:05 am

Die Soldaten kamen an die Stelle gerannt, wo Clemens am Boden lag.
"Bleibt wachsam, der andere kann nicht weit sein."
Während die Soldaten die Umgebung absuchten, kniete sich der Kommandant neben Clemens und drehte ihn um. Er verpasste ihm einen harten Schlag ins Gesicht, sodass Clemens aufschreckte. Der junge Mann drückte Clemens auf den Boden.
"Du hattest schon immer ein Talent dafür, Chaos und Verwirrung zu verbreiten."
Clemens versuchte sich freizukämpfen.
"Du hattest jedoch auch deine einzigartigen Talente, John."
Der Mann seufzte.
"Mach jetzt bitte kein Theater, Sawyer. Es geht hierbei nicht um dich ... diese Sache ist größer als wir beide. Wenn du mir hilfst, ihn zu fangen, dann können sich unsere Wege wieder trennen."
Clemens zögerte einen Augenblick.
"Wer?"
John stand auf und zerrte Clemens mit sich.
"Spiel keine Spielchen. Du weißt genau von wem ich spreche. Er war mit dir auf dem Schiff, als wir es versenkt haben. Meine Spione wissen, dass er mit dir an die Küste gespült wurde."
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Varus

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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   Sa Jan 14, 2017 4:15 am

Talon saß auf seinem Baum er betrachtete die ankommenden Soldaten ruhig. Solange sie Clemens nicht verschleppen oder töten wollten, wäre es in Ordnung. Vier Soldaten und der Chef. Sie konnten offensichtlich Magie einsetzen. Vermutlich aber nur dieser John. Wobei er davon ausgehen musste, dass die anderen auch dazu in der Lage waren, da er es ja nicht genau wusste. Immer vom Schlimmsten ausgehen…
Er verhielt sich sehr ruhig und war etwas verwundert. Der einzige, der zusammen mit Clemens an die Küste gespült worden war, war er selbst und es erschien Talon unmöglich, dass sie ihn suchen könnten. Außer man hatte ihn verraten, was er auch nicht glaubte. Vielleicht war auch der Adlige gemeint, der ja laut Clemens eigener Vermutung nicht tot war. Oder der monströse Kerl, der nicht sterben konnte. Vielleicht auch jemand ganz anderes. Interesse war geweckt. Vielleicht sollte er dem Gespräch lieber noch etwas länger lauschen, aber jede verstrichene Minute, ließ die Wirkung des Serums schwinden und wenn sie ganz aufhörte, würde Talon ganz sicher einfach vom Baum fallen. Dennoch einen kleinen Moment, würde er noch zuhören.
Überraschend war auch, dass sich die beiden Männer kannten und scheinbar… alte Feinde waren.
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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   Sa Jan 14, 2017 11:15 pm

"Okay", erwiderte Clemens. "Du hast gewonnen. Ich sage dir wo er ist ... er ist ..."
Clemens zeigte mit dem Finger nach oben.
"Vielleicht ist er ja dort oben!?"
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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   So Jan 15, 2017 12:07 am

Nun war es ja so gewesen, dass Talon generell vom Schlimmsten ausging, aber das hier hatte er nicht erwartet. DU verrätst mich? Es brachte Talon doch ein wenig aus der Fassung. Er drückte sich nun an den Baumstamm und schuf ein sichtbares Trugbild von ihm, an die Stelle, an der er eben noch gesessen hatte. Dann sprang er hinab, wobei er sich einen Ort aussucht, der möglichst viele Soldaten zwischen ihm und dem Dolchkreis beinhaltete. Er zog beide Hände zu sich. Die Dolche, die er zuvor platziert hatte, kehrten nun zu ihm zurück. Und alle, die in einer Flucht zwischen ihm und den Dolchen gestanden hatten, würden entweder sehr schnell ausweichen müssen oder würden von den schnellen Wurfgeschossen getroffen werden. Warum suchten sie ihn?
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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   So Jan 15, 2017 12:41 am

Clemens spürte einen scharfen Stich in seiner Seite und kurz darauf durchbohrte ihn ein Dolch. Der Dolch schoss aus seiner Hüfte wieder raus. Clemens schrie leise auf und griff sich an die Austrittswunde.

Der gleiche Dolch traf den Kommandanten an der Schulter. Ein weiteres Messer schnitt ihm in den Oberschenkel und einen dritten fing er kurz vor seinem Auge ab. Alle Messer, die ihn oder einen seiner Soldaten oder ihre Aura berührten, verloren ihre Magie und fielen leblos zu Boden.

Der Kommandant packte Clemens am Hals und zog ihn hoch.
"Du gibst wohl niemals nach", sagte dieser gereizt zu Clemens. "Und wer ist dieser Magier?"
Clemens grinste ihn listig an. Er zog ihm das Messer aus dem Oberschenkel und stieß diesen in hohem Bogen gegen dessen Kopf. Der Kommandant hatte das Messer mit seiner freien Hand abgefangen, die Klinge mittig durch die Handfläche gebohrt.
Wütend warf er Clemens zu Boden.
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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   So Jan 15, 2017 12:54 am

Was war denn jetzt? Talon war verwirrt. Also gut. Egal. Erst die Feinde ausschalten, dann Fragen stellen. Drei von den Acht Messern waren zurückgekehrt und eines warf er einem der Soldaten direkt in die Stirn. Dem nächsten rammte er den Dolch in seiner Hand direkt in die Schläfe. Nun hatte er sich allerdings auch durch ein Rascheln verraten und Schüsse lösten sich. Einer Traf Talon am Oberarm und warf ihn ein wenig zurück. Er warf ein weiteres Wurfmesser, dass in den Bauch des Schützen eintrat und dann noch eins, was ebenfalls in der Stirn stecken blieb. Er huschte förmlich einen Baum hoch und sprang ab, wo er sich von oben auf den dritten Soldaten stürzte. Talon spürte eine Welle von Übelkeit und sein Körper würde sicher bald den Dienst versagen… Er kam taumelnd hoch und hechtet zur Seite, bevor ein neuerlicher Schuss ertönte. Er blieb kurz in der Hocke und hielt sich die Stirn. Noch nicht! Er versteckte sich hinter einem Baumstumpf und verlor die Konzentration. Die Unsichtbarkeit hob sich auf und der Blutjunge schloss kurz die Augen. Seine Sicht war leicht verschwommen. Entschlossen umfasste er seinen Dolch. Er würde seine haut teuer verkaufen.
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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   So Jan 15, 2017 1:24 am

"Halt!", rief Clemens, als er sah wie Talon von den Soldaten mit gezogenen Waffen umzingelt wurde. "Lasst ihn laufen. Ich helfe euch, den Prinzen zu finden."
Clemens hob die Hände kapitulierend in die Höhe.

"Selbst ein wildes Tier weiß also irgendwann, wenn es in die Ecke gedrängt wird, wann es aufzugeben hat." Der Kommandant ließ Clemens fallen.
Er schaute kurz zu seinen Soldaten. "Lasst den Blutjungen am Leben."

Einer der Soldaten verpasste Talon einen Schlag mit dem Knauf gegen den Kopf. Die anderen prügelten ihn schließlich in die Ohnmacht.
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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   So Jan 15, 2017 2:03 am

Es kam, wie es kommen musste. Talon sah schon rötliche Flecken vor seinem Blickfeld. Er hatte nur zwei Mal das Serum benutzt, aber es war in so kurzen Abständen erfolgt, dass sein Körper keine Chance gehabt hatte, sich zu erholen. Er lehnte mehr oder weniger am Baum, als ihm auch schon auf fiel, dass er umzingelt war. Wo waren die hergekommen? Oh, Talon… Du und deine Prinzipien…
Clemens schien sich zu ergeben und endlich war auch klar, wen dieser Mann suchte. Hätte er sich aber auch denken können. Nun hatte er ja auch. Egal. Clemens verhandelte seine Freilassung und schon ging er zu Boden, weil ihn unvorbereitet ein Gewehrgriff an die Schläfe geschmettert wurde. Er hockte einen kurzen Moment dort, ehe ihn ein weiterer Schlag zur Seite stieß. Er lag dort und versuchte sich aufzurichten, doch ein Tritt in den Bauch beförderte ihn wieder nach unten. Er hatte zu tun, nicht zu kotzen und dann wurde sein Kopf durch einen Tritt gegen das Kinn nach hinten gerissen. Danach nahm er noch zur Kenntnis, dass man weiter auf ihn einschlug, ehe die Lichter ausgingen.

Talon wusste nicht, wie lange er weg gewesen war, was er aber sagen konnte, war dass er ziemlich lädiert war. Er konnte keine Knochenbrüche feststellen auf den ersten versuch hin sich in seinem Körper zurechtzufinden, aber Prellungen, Schürf- und Platzwunden, verunzierten diesen. Er stöhnte. Sein Kopf tat weh und mit jedem Pulsschlag intensivierte sich dieser Schmerz, ehe er wieder abflachte nur um wieder zu kehren. Ihm war schlecht und er musste sich erst mal übergeben. Dan versuchte er aufzustehen. Seine alten Wunden waren wieder aufgegangen, schienen aber noch ausreichend versorgt zu sein. Er hielt sich die Seite und stellte fest, dass das Blut schon wieder etwas geronnen war. Er lag hier wohl schon eine ganze Weile herum.
Langsam kam er auf die Knie und dann umständlich und mit Hilfe des Baumes auch auf die Füße. Er keuchte und sammelte seinen Dolch auf, wobei er fast wieder hingefallen wäre. Talon sah sich um. Es war niemand zu sehen. Und seine Wahrnehmung hatte schon bessere Tage erlebt. Er versuchte alle Messer einzusammeln, die hier verstreut lagen. Am Ende hatte er jedoch nur fünf. Dann begutachtete er die Umgebung. Vielleicht fand er ja ein paar Spuren, die ihn auf die Fährte der Angreifer führen könnten.
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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   So Jan 15, 2017 2:52 am

Die fuhr vorsichtig an die Notaufnahme des Krankenhauses ran und der Doktor wies dem Untoten - mit Unterstützung von Sybelles Überredungskunst - an, sich regungslos unter einem weißen Lacken zu legen.
Den herannahenden Notärzten wies er an, sich um den schwer verletzten Nordmannen und die Verletzungen der anderen zu kümmern, während er selbst die Leiche in das örtliche Leichenhaus bringen wollte.

Sybelle hatte einige kleinere Blessuren, Schnittverletzungen, Beulen, Schrammen, die sie von einem jungen Arzt versorgen ließ. Sie bekam zudem noch frische Kleidung, eine einfache Hose mit Pullover, sowie eine regenfeste Jacke.

Offensichtlich kannten die Verantwortlichen des Krankenhauses den Herrn Doktor und die Rebellen.

"Dem Jungen geht es den Umständen entsprechend gut", sagte der Arzt zum Herrn Doktor, nach einer längeren, anstrengenden Operation und erklärte ihm seine Operationsschritte, sowie den aktuellen Gesundheitszustand.
Lange, dünne Schläuche liefen von einer großen Maschine, von der Größe eines Schranks, in den Körper des Unholds. Die Maschine zischte und pumpte das alte Blut heraus und - anstatt es wie sonst üblich durch die Dialyse zu reinigen - lies der Herr Doktor die Maschine frisches Blut in den Körper des Untoten zurück pumpen.

Sybelle erkundigte sich über den Zustand ihrer Begleiter, ehe sie sich auf die Suche nach dem Herrn Doktor und ihrem Unhold machte.
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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   Mo Jan 16, 2017 12:38 am

Varus war nach einiger Zeit mit Sybelle und den anderen in der nächsten Siedlung angekommen. Sogleich wurde er dazu gedrängt, sich tot zu stellen und Sybelle erklärte ihm, dass der Anblick eines so entstellten Körpers die Leute erschrecken könnte. Außerdem sagte sie ihm, dass man ihn ganz sicher einsperren würde und sie wollte keinen Ärger haben. Schließlich überzeugt sie ihn so. Er legte sich hin. Und gerade wollten sie das Tuch über ihn legen, als er sich noch mal aufrichtete: „Sei aber vorsichtig.“, verlangte er von ihr und sah sie noch einen Augenblick an. Dann aber legte er sich hin und ließ sich in die Einrichtung bringen, wo es eine Dialyse geben sollte. An sich spürte er nichts dabei. Aber das war wohl auch kein Wunder, spürte er doch generell nichts. Als er da nun so lag und der Doktor sein Blut ablaufen ließ, fragte Varus sich, was das eigentlich für eine erbärmliche Existenz war, die er hier bestritt. Er hatte die Augen geschlossen und überlegte. Dieser Doktor half ihm, irgendetwas an diesem Körper zu verbessern.
„Wieso hilfst du mir?“, fragte Varus schließlich. Da es ihn auch ehrlich verwirrte. Er sah zum Doktor rüber. Was konnte die Motivation dieses Mannes sein?

Talon irrte mehr oder weniger durchs Unterholz. Der Regen hatte die meisten Spuren schon zerstört. Das und seine eingeschränkte Wahrnehmung, machten es ihm nicht unbedingt leicht, irgendwas zu finden und so musste er sich geschlagen geben. Das Wasser brannte in seinen Wunden und Talon entschied, dass er sich nach Nordwesten begeben würde. Er hatte einen Namen: John. Vielleicht würde er darüber und der Tatsache, dass er einen hochrangigen Soldaten suchte, etwas über diesen Mann herausfinden. Wo er sich meist aufhielt und was seine Ziele waren. Erst mal musste er sich versorgen lassen. Das Serum brannte in seinen Venen und der Blutjunge ging langsam, aber zielstrebig nach Nordwesten.
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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   Mo Jan 16, 2017 9:54 am

"Wjssenschaft!", rief der Herr Doktor aufgeregt. "Der Herr Professor ... dein Erbauer, ich und einige andere Männer der Wissenschaft haben sich der Erforschung der unbekannten Künste verschrieben. Du bist der erste deiner Art, der die ersten Stunden überstanden hat und der nicht seinen niederen Instinkten verfallen ist."

Sybelle wurde von dem jungen Arzt begleitet, der sie zum Herrn Doktor geführt hatte.

Neugierig schaute sie ihm über die Schulter, stellte interessiert Fragen und beobachtete die Dialyse des Unholds.

"Wie lange wird das dauern?"
"Unter normalen Umständen würde jch jhn ejn paar Stunden an den Schläuchen lassen. Aber unter jenen Umständen, werden wjr sobald der Junge Clemens ejntrjfft abbrechen müssen."

---

Die alte Jägerin lag bereits seit einigen Stunden auf der Lauer, als sie eine ungewöhnliche Bewegung in den Büschen wahrnahm.
Langsam legte sie einen Pfeil in den Bogen und richtete sich aus. Sie suchte die Stelle ab, ehe sie ihren Bogen vorsichtig spannte. Etwas großes bewegte sich tatsächlih im Unterholz. Sie spannte, wollte gerade loslassen, als sie einen Menschen erkannte.
Sie fluchte still, löste die Spannung vorsichtig und legte den Pfeil wieder ab.
Dieser Trampel würde ihr noch die Jagd vermasseln.
Was machte er überhaupt alleine, so weit ausserhalb der Stadt?
Sie erkannte, dass er taumelte und strauchelte. War er verletzt?
Die Jägerin kletterte behutsam von ihrem Hochsitz mitten in einem hohen Baum und näherte sich ihm auffällig.
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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   Di Jan 17, 2017 12:43 am

Und obwohl sich die Jägerin keine Mühe gab,, sich irgendwie zu verstecken und es geradezu heraufbeschwor entdeckt zu werden, bemerkte Talon sie erst spät. Er nahm das Rascheln wahr und zog sofort seinen Kampfdolch, den er ihr entgegen hielt. Jedoch bemerkte er recht schnell, dass sie ihm nichts Böses wollte. Verwundet, schwach und fertig, wie er war, hätte er auch keinen Kampf mehr bestreiten können. Er ließ die Klinge sinken, steckte sie aber nicht weg. Kurz musterte er sie noch und wollte einfach weiter gehen, ehe er noch mal stehen blieb und fragte: „Hast du einen Soldaten gesehen, dem ein schmächtiger, dunkelhaariger junger Mann mehr oder weniger freiwillig folgt?“ Er schwankte und hielt sich an einem Baum fest. Er blinzelte irritiert und strich sich mit der Hand über das Gesicht.

Der Doktor erzählte ihm, seine Hintergründe und machte klar, wieso er Varus half. Scheinbar war er ein interessantes Versuchsobjekt. Ja, auch das hatte er schon gehört. Er hatte es ihm schon mal erklärt. „Verstehe.“ Er blieb weiterhin reglos liegen. Erst als Sybella kam und sich anschaute, was der Doktor da machte, regte er sich wieder. Er war ganz froh, dass Sybelle hier war, denn nur so konnte er sie beschützen. Er betrachtete die Schläuche. Das Blut, was seinen Körper verließ war dunkel und schon eher bräunlich, das Blut, was in ihn einströmte hingegen war von einem satten Rot. Varus mochte die Farbe von blut nicht und sah wieder zu Sybelle, wo er dann ein wenig überrascht aussah. Den Luxus etwas zu mögen oder es nicht zu mögen… irgendwie befriedigte es ihn, dass er etwas mochte oder eben nicht. Sybelle. Sie mochte er.
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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   Di Jan 17, 2017 8:21 am

Die alte Frau schaute Talon skeptisch an, dann schüttelte sie den Kopf. Ihre frei Hand kramte schnell in ihrer Seitentasche und zog ein Bündel Blätter hervor, welche sie Talon fordernd entgegen hielt.

---

Als die große Wanduhr zur zwölften Stunde schlug, schaute Sybelle zuerst nervös zu ihr auf, dann zum Doktor, und schließlich zu Varus. Sie hatte nicht bemerkt, dass sie diesem eine Hand auf die Schulter gelegt hatte.
"Ich mache mir sorgen", verkündete sie. "Clemens und Talon hätten schon längst zurück sein müssen."
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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   Di Jan 17, 2017 8:47 am

Talon sah eben so skeptisch zu der Frau zurück. War sie nicht ganz richtig im Kopf? Vielleicht verstand sie ihn nicht? Oder war das Kopfschütteln schon die Antwort auf seine Frage? War sie vielleicht stumm? Sie hielt ihm Kräuter hin. Aus seiner Ausbildung wusste er, dass diese Pflanze Schmerzen lindern konnte und zu einer schnelleren Heilung beitrug. Sie wollte ihm helfen. Nun er sah bestimmt auch nicht gerade frisch aus. Zögerlich kam er näher und streckte die Hand nach den Kräutern aus, sie würden helfen. Es würde erträglicher werden. Er ergriff die Blätter.

Nicht nur Sybelle selbst hatte nicht bemerkt, dass sie ihre Hand auf Varus Schulter gelegt hatte. Er hatte die Augen zu und nun, wo Sybelle wieder sprach öffnete er diese wieder. Er bemerkte sofort, dass ihre Hand auf seiner Schulter war. Es erschreckte ihn nicht mehr, nichts zu fühlen, aber in diesem Augenblick machte es ihn sogar fast traurig. Ganz so, als dürfe eine widernatürliche Existenz, wie er auch nicht das Recht haben, zu fühlen.
Auch Varus machte sich Gedanken zu Clemens. Der, der ihn erweckt hat. Er betrachtete Sybelle. Clemens hatte sie regelrecht entführt und unter Varus Aufsicht gestellt. Wieso sorgte sie sich dann um ihn? Varus wusste nicht mal, ob er es sich wünschte, dass Clemens zurückkam. Er war im Gegensatz zu Sybelle nicht sehr nett zu ihm gewesen, obwohl er ihm wenigstens einen Namen gestattet hatte. Er sagte nichts dazu und richtete sich auf. „Wie lange dauert das hier noch?“ Wollte er nun vom Doktor wissen.
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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   Di Jan 17, 2017 9:47 am

Die Jägerin signalisierte Talon, dass er die Kräuter in den Mund nehmen sollte. Dann winkte sie ihm, ihr zu folgen und sie führte ihn zu einer kleinen Jägerhütte in der Nähe.

---

Der Arzt schaute kurz auf die Instrumente, die Blutbeutel und die Zugänge des Unholds. "Etwas über die Hälfte habt ihr bereits durch. Aber da die Pumpen das ganze Blut durch sein System treiben müssen, wird es sicherlich noch weitere vier Stunden benötigen. Doch ohne ein schlagendes Herz wird das gereinigte Blut keinen zwölf Stunden halten. Sein System ist bereits vergiftet, man müsste es erst einmal komplett waschen, ehe man es mit frischem Blut befüllt."

"Ein schlagendes Herz?", fragte Sybelle und versuchte den Gedanken zu fassen, den sie soeben hatte. Eine Erinnerung, etwas, das sie vor einiger Zeit gesehen, oder gehört hatte...
Das Herz ist der Sitz der Seele, hörte sie eine vertraute Stimme sagen. Sie sah sich wieder, wie sie vor dem Labor ihres Onkels stand und durch das Schlüsselloch lugte. Jetzt wusste sie, wer - oder was - da vor ihm auf dem Labortisch lag. Ihr Onkel griff zu einem Glas und betrachtete das große, kräftige Herz im schwachen Licht der Kerzen. Sybelle erkannte etwas, das für sie damals nicht von Bedeutung war. Sie hatte zwar schon des öfteren Organe in Formaldehyd gesehen, doch etwas an diesem Herzen war nicht richtig.

Sybelle zögerte kurz. "Onkelchen, könntet Ihr vielleicht ..."
Der Zwerg schaute zu ihr rüber. "Hm?"
"Sein Herz! Ich meine ... ich glaube mein Onkel hat da etwas in seinem Herzen versteckt."
Der Zwerg schaute sie streng an. "Jch fress nen Besen mjt Stjel, wenn der alte Grjesgram ..." Er trat neben Varus und musste sich auf einen Schemel stellen, um an seinen Oberkörper heran zu kommen. "Jch hatte ja schon an jhm gezwejfelt, als jch die fehlenden Nähte auf dem Brustkorb entdeckt hatte."
Der Zwerg schob vorsichtig seine Hand in das kleine, offen gelassene Loch zwischen den beiden Brustmuskeln. Er brauchte nicht lange, dann schrie er euphorisch auf und zog seine Hand wieder heraus. Zwei dicke, bunte Kabel hingen zwischen seinen Fingern.
"Er hat tatsächljch an ejnen Schrjttmacher gedacht, der verrückte Kauz!"
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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   Di Jan 17, 2017 10:07 am

Diese Frau war merkwürdig. Sie sagte ihm mit ihrer Geste, dass er die Kräuter in den Mund nehmen sollte, was er auch tat. Schließlich hatte er sie erkannt, dann winkte sie ihm, dass er nachkommen sollte. An sich, konnte er wohl einen kleinen Umweg machen, aber er wollte Clemens wieder finden. Sie brachte ihn zu einer Hütte und Talon blieb stehen. Er hielt sich den Kopf und sagte dann: „Ich… kann nicht… hier bleiben. Ich muss ihn wieder finden.“ Er war ihr zwar schon hier her gefolgt, hatte ja aber nur wissen wollen, was sie ihm zeigen wollte. Jetzt da er vermutete, was das hier werden sollte, musste er das Angebot trotzdem ausschlagen.

Der Doktor beantwortete seine Frage eher wenig zufrieden stellend. Wieso dauerte das denn so lange? Nun, es war scheinbar nicht zu ändern und so sah er zu Sybelle, die geistesabwesend über irgendwas nachzudenken schien. „Verstehe.“, sagte er nur und ließ diesen Quatsch weiter über sich ergehen. Dann sprach Sybelle jedoch aus, was sie überlegt hatte und der Doktor holte sich einen Hocker ran.
Varus beobachtete ihn zunächst nur, dann aber, als dieser seltsame Mann erneut an seinem „geliehenen Körper“ herum spielen wollte, griff er nach seinem Handgelenk und sagte: „Was wird das?“ Doch der Doktor dachte gar nicht daran, es ihm zu erklären. Varus jedenfalls ließ ihn wieder los und beobachtete ihn dabei wie er… in seinem Körper wühlte. Die Vorstellung davon war schon nicht so nett, aber es nun zu sehen, ohne es überhaupt zu spüren war doch sehr… grotesk.

Schließlich hatte der Mann gefunden wonach er gesucht hatte und schien sich zu freuen. Varus blickte die Drähte verwundert an. Was sich nicht alles so in seinem Körper befand. Kristalle, Drähte… Was hatte sich sein Erschaffer dabei gedacht? War es nicht schon schlimm genug, dass er in einem Toten wohnte? Wirklich… Varus schloss die Augen und beschloss für sich, sich einfach seinem Schicksal zu ergeben. Sollte er doch machen, was er wollte…
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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   Mi Jan 18, 2017 9:02 am

Der Zwerg kicherte leise.
"Wenn wir diese Drähte an eine Stromquelle anbringen ... dann könnten wir sein Herz zum Schlagen bringen. Zumindest solange, wie Strom durch das Herz fließt."
Der junge Arzt, welcher immer noch im Raum stand, brachte dem Zwerg ein unbenutztes Stromkabel, woraufhin dieser es an den Drähten anbrachte.
Ein starker Stromschlag durchzuckte den Körper des Unholds, als man ihn unter Strom setzte.

---

Die Jägerin zuckte mit den Schultern, dann zeigte sie abermals in ihre Hütte. Sie signalisierte dem fremden Mann etwas zu Essen, und daß sie sich um seine Wunden kümmern wolle.
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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   Mi Jan 18, 2017 9:22 am

Dieses Kichern des Doktors… beunruhigte Varus ein wenig. Der hatte schon wieder irgendwas ausgeheckt und bisher hatte Varus eher den Eindruck gehabt, als sei er nur ein Versuchsobjekt und … na egal. Wenigstens hatte er so einen echten Zweck. Auch Sybelle zu beschützen, empfand er als einen guten Zweck.
Der Doktor legte Strohm an und der Schlag durchzuckte seinen Körper. Die Folge davon war denkbar einfach, seine Muskeln kontrahierten und Varus Körper spannte sich kurz an. Was aber viel ungewöhnlicher war, war das, was nebenher geschah. Varus Iris weitete sich kurz extrem und Ein wirklich ernstgemeinter Schmerzensschrei verließ seine Kehle. Dann war es wieder vorbei und Varus spürte erneut absolut nichts. Schockiert sah er aus und er wendete den Blick erst zum Doktor, dann zu Sybelle, beide sahen gebannt auf seine Brust. Varus sah mit geweiteten Augen auf seine Brust, wobei er sich leicht aufsetzte, ohne die Kabel herauszureißen und er konnte nicht glauben, was er sah. Sein Brustkorb, der sich nicht mal durch eine Atmung hob und senkte, bebte nun. Und zwar im pochenden Rhythmus eines schlagenden Herzens. Reglos verharrte er und hauchte dann: „Es… schlägt!“
Nicht dass er es groß spürte, aber er konnte es sehen und legte dann seine linke Hand auf eben ene Stelle unter der sein Herz sein müsste.

Talon zog eine Braue hoch. Was war los mit ihr? Es war schon spät und obwohl Talon ohnmächtig gewesen war, war er müde. Alles tat weh und er wusste auch gar nicht, wo er hin musste… Er stieß die Luft aus und rieb sich die Schläfen. Er konnte nicht fassen, dass sie dafür keine Gegenleistung verlangen wollte. Wollte sie ihn in eine Falle locken? Er würde wachsam sein müssen, aber wie konnte er das, wenn er zum Beispiel schlief? Er entschied, das Risiko zu wagen.
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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   Mi Jan 18, 2017 9:59 am

Die Jägerin entfachte ein großes Feuer in ihrer Hütte und stellte einen Topf mit Suppe darüber. Während die Suppe langsam vor sich hin kochte, versorgte sie die Blessuren des Jungen. Als die Suppe heiß genug war, schöpfte sie ihm zwei Kellen voll in eine Blechdose und überreichte sie ihm. Sie holte einen Löffel, den sie symbolisch anpustete, bevor sie so tat, als würde sie ihn sich in den Mund schieben. Dann wiederholte sie das Schauspiel, ehe sie den Löffel an den Mann überreichte.
---
Sybelle erschrak, als Varus vor Schmerz aufschrie.

Der Zwerg zelebrierte laut, als er das Herz hinter der Brust schlagen sah.

"Hört auf!", schrie Sybelle. "Ihr tut ihm weh!"
Sie hatte Tränen in den Augen.

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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   Mi Jan 18, 2017 10:22 am

Talon folgte dieser Frau also nun mehr oder weniger freiwillig in ihr Haus. Sie wollte ihn versorgen und stellte während dessen Suppe übers Feuer. Talon wusste, dass es Gifte gab, die man weder riechen noch schmecken konnte. Er ließ sich die Wunden versorgen und betrachtete dann die Suppe. Sie erklärte ihm, wie er zu essen hatte. Er nickte und steckte den Löffel in die Suppe, den sie ihm gab. In dem Moment fiel ihm auf, dass sie ihm gerade erklärt hatte, wie man aß. Sogar zwei Mal. Was glaubte sie, wie alt er war? 5?! Er sah einen Moment noch in die Suppe und riss sich zusammen. Er pustete und kostete dann. Es schmeckte wirklich nicht schlecht. Aber das war ihm ohnehin egal. „Warum helft ihr mir?“, wollte er nun wissen.

Varus sah Sybelle überrascht an, die nun befahl, dass man aufhören sollte, weil es ihm Schmerzen bereitet hatte. Aber Varus hatte das erste Mal, seit er hier auf dieser Welt war nur ganz kurz das Gefühl gehabt, wirklich zu leben! Es war so ein starkes intensives Gefühl gewesen, dass es ihn sehr überrascht hatte. Der Doktor freute sich, dass nun das Herz in Varus Brust schlug und Sybelle hatte Tränen in den Augen. Sie sorgte sich um ihn. Varus richtete sich nun ganz auf und saß auf der Liege. Er blickte Sybelle an. Was war das nur? Es störte ihn, dass sie traurig war. Also sagte er zum Doktor: „Ihr habt sie gehört.“
Es war ihm egal, dass ER diesen heftigen Schmerz als … wundervoll empfunden hatte und dass es ihn wirklich mit einer Art Glücksgefühl erfüllte, ein Schlagendes Herz zu haben, wenn es dieses Geschöpf hier traurig machte.
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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   Mi Jan 18, 2017 10:53 am

Die Jägerin zuckte mit den Schultern.

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Der Zwerg seufzte.
"Seid nicht töricht, Kind. Euer Onkel hat einen wichtigen Schritt getan, um das Ungeheuer am Leben zu halten. Er kann keinen echten Schmerz spüren, das sind nur Impulse."

Eine Krankenschwester schritt herein, und informierte den jungen Arzt ganz aufgeregt über einen kritischen Patienten.
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Varus

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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   Mi Jan 18, 2017 11:25 am

Talon sah die Frau an, die nur die Achseln zuckte. Er musterte sie noch einen Moment und tat es ihr dann gleich. Wie auch immer. Er würde die Nacht noch hier verbringen und dann weiter gehen. Er sagte schließlich: „Danke.“

Varus sah den Doktor unzufrieden an. Ihm war auch egal, dass es hier einen kritischen Notfall geben sollte. Varus saß ja immer noch da und betrachtete das Blut, was durch seinen Körper floss. Es wurde vom Herzen gepumpt und wenn er die Kabel herausziehen würde, so würde sein Herz wieder stehen bleiben. Vielleicht würde er auch einfach mehr mit heraus ziehen? Egal. Er packte die Kabel und zerrte daran. Kurz hielt die Verbindung noch, aber dann riss er die Kabel heraus. Kurz funkte es er krümmte sich oder viel mehr versteifte sich und keuchte. Da war es wieder gewesen. Sein Herz hatte kurz noch mal kontrahiert und nun blieb es wieder still.
Er funkelte den Doktor an und widerholte sich: „Ihr habt sie doch gehört.“ Er betrachtete Sybelle, die sich auch um Talon und Clemens gesorgt hatte und so fragte er sie nun: „Willst du sie suchen?“ Das hier war doch lächerlich! Zwar hatte Clemens gesagt, sie solle beim Doktor bleiben, aber Clemens hatte nicht gesagt, dass er den Doktor nicht einfach mit sich schleppen konnte. Zur Not auch gefesselt.
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Clemens

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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   Do Jan 19, 2017 7:34 am

"Was machst du denn da?", schrie Sybelle auf. "Das hättest du nicht ...Ich wollte doch nicht, dass du gleich ... oh man. Du bist echt verrückt!"
Sie musste etwas schmunzeln.
"Ja, können wir bitte nach den beiden suchen?"
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Varus

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BeitragThema: Re: Das Rädchen dreht sich...   Do Jan 19, 2017 7:38 am

Varus sah Sybelle an. Sie schien schockiert, über das, was er getan hatte. Er hatte nicht beabsichtigt, dass sie sich erneut erschreckte. Was denn nun? Sie hatte nicht gewollt, dass er die Kabel raus zog? Was denn dann? Er blickte auf die Schläuche in seinen Armen und dann wieder zu Sybelle. Sie schmunzelte und so glaubte Varus, doch das richtige getan zu haben. Er zog erst den Schlach mit dem „verdorbenen“ Blut ab und dann den anderen. Dann erhob er sich und dünne Blutfäden liefen seine Unterarme herab. Ihm schien es weder aufzufallen, noch kümmerte es ihn. „Ja.“, antwortete er Sybelle. Dann blickte er den Doktor an und verlangte: „Und ihr kommt mit!“
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