Endzeit

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 Wüstendämmerung

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Schatten

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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   So März 20, 2016 2:26 am

Das er seinen Vater einfach traf, war für Zel ein kleines Wunder. Dann drangen auch noch die Klingen Asims in den Körper und Zel glaubte seinen Vater endlich besiegt zu haben. Doch das war so was von naiv... Aziz stieß seinerseits die Schattenklinge durch den Leib. Und gerade legte Zel seine Klinge erneut an Aziz Hals, als der Raum in vollkommener Finsternis versank. Seine Klinge durchtrennte nichts.
Zel konnte in dieser absoluten Finsternis überhaupt nichts erkennen, er konnte nicht mal denken oder fühlen. Die Finsternis rief absolute Furcht in ihm hervor. Er konnte nicht sagen wo oben und unten war und die Angst umklammerte sein Herz. Es war kalt. Er suchte nach irgendwas und er suchte nach einem Funken Licht. Er fühlte etwas vertrautes. Etwas was er früher schon mal erlebt hatte... Oder? Er spürte nicht mal, wie Tränen aus seinen Augen liefen und war sich nicht bewusst, dass er in die Knie gegangen war. Er merkte nicht, wie sich seine Arme um seinen Körper schlangen und er dann leise in die Finsternis: "Vater...?"
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Saladin

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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   So März 20, 2016 7:34 am

In der Finsternis gibt es keine Schatten.
Und doch dominierte Aziz die Finsternis. Nein, es war vielmehr als wäre er die Finsternis selber. Seine Finsternis drang in die Gedanken seiner Feinde und schürte ihre innerste Furcht.
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Schatten

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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   So März 20, 2016 9:01 am

Zel hätte niemals für möglich gehalten, wie tief Furcht in sein Herz sickern konnte. Er war wie gelähmt und er wusste nichts mehr... Er versuchte bei klarem Verstand zu bleiben und es gelang ihm nur mäßig. Wenn sein Vater jemals was für ihn empfunden hatte... In diesem Moment glaubte Zel er wolle ihm mit seiner puren Macht, die auf ihn drückte töten! Vater! Zel schrie auf, hörte seine eigene Stimme nicht, weil selbst der Schall in Finsternis zu vergehen schien. Vater... Zel riss die Augen auf. Das hier war nicht sein Todesurteil! "Vater!!!" Zel versuchte die Furcht zu akzeptieren. Er versuchte sie in seinem Herzen zu tollerieren! Furcht empfand man doch immer, wenn man kämpfte! Ohne Furcht war man nichts als ein schlachtender Irrer! Zel öffnete die Augen dieses mal richtig. Er ließ die Furcht zu, versuchte sie zu akzeptieren und sie in seinem Herzen und seinem Verstand zu verschließen. "Vater..." Zel ließ alles los und er spürte seinen Vater, war ihm nie so nahe gewesen, wie in diesem Augenblick. Er ließ sich sich umarmen, von Dunkelheit und seiner Präsenz und plötzlich schlug Furcht in etwas neues und aufregendes um. Er sah seine Mutter, sah sich selbst, als er noch ein Säugling war... Er sah wundervolle Stunden der Zwei- und Dreisamkeit, sah immer wieder das glückliche Lächeln seiner Mutter. Er sah wie er beobachtet wurde aus den Schatten... Zel konnte nur beobachten... Nur sehen. Hätte er was gefühlt, er hätte geschrien. Er sah Schönes und Schreckliches und dann sah er seinen Vater. Diese dunkle Haut, dieses entstellte Gesicht, wonach die Schatten gierten und danach leckten, als wollten sie ihn verzehren. Später würde Schatten erst wirklich begreifen, aber jetzt... Jetzt hatte er das Gefühl, als würde eine unendliche Last auf seine Brust drücken.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   So März 20, 2016 12:26 pm

Ein Lichtblitz explodierte in mitten der Finsternis. Sofort verschlang die Finsternis das Licht wie eine zähflüssige Flüssigkeit. Ein weiterer Lichtblitz explodierte, dann ein dritter, ein vierter. Doch ein jeder kapitulierte an die Finsternis.

"Dein Widerstand ist zwecklos, Schatten des Lichtes. Ich werde dich hier und jetzt vernich..."
Aziz verstummte. Er spürte wie etwas das Leben des Sultans gefährdete und löste alle seine Schattenkräfte auf. Der Raum wandelte sich wieder dem ursprünglichen, nur seine Kleidung ließ er an, dann begann seine Erscheinung an zu flimmern und kurz bevor er verschwunden war, riss Asim den Jungen an sich und stürmte auf Aziz zu.

Wenngleich es für Aziz fast schon ein Leichtes war in die Schattenebene zu wechseln, benötigte er dennoch den Großteil seiner Kräfte. Asim fiel es hingegen schwerer seine körperliche Hülle aufzugeben und sich auf der anderen Welt wiederzufinden. Noch dazu weil er versuchte den Jungen mitzunehmen. Doch zum Glück würde er die Restenergie von Asim für sie nutzen können.
Es fühlte sich an, als würde ihn eine unbekannte Kraft von Vorne nach Hinten, von Links nach Rechts, von Oben nach Unten und von Außen nach Innen reißen. Es fühlte sich wie eine Ewigkeit an.

Schließlich stürzten die beiden zu Boden. Ihre Hände gruben sich in grauen Staub. Als Asim sich aufrichtete befanden sie sich noch in dem selben Gemach des Palastes. Alles glich dem Raum zuvor, das Bett, die Vorhänge, die Teppiche, die Vasen, das
Alles bis auf zwei wesentlichen Unterschiede: Zum einen war der gesamte Raum gespiegelt und andererseits war alles was in ihrer Welt aus lebender Materie bestand in dieser Welt nur ein schwacher Schemen.

Auf dem Bett lag der schlafende Sultan. Und dieses mal war es der echte.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   So März 20, 2016 8:32 pm

Zel wusste überhaupt nicht, was nun als nächstes geschah. Weiße Lichtblitze zuückten durch die Finsternis hellten den schwarzen Vorhang kurz auf, um dann in der verzehrenden, drückenden, Schwärze zu sterben. Schatten tastete mit seinen Sinnen nach irgendwas und schon im nächsten Moment wurde er gepackt. Zuerst glaubte er, es sei sein Vater, aber dann erkannte er kurz den weißen Schatten, eher ihn dieses unbeschreibliche Gefühl durchströmte. Was geschah hier, er hatte das Gefühl, als wäre alles falsch. Sein Körper war falsch, seine Wahrnehmung verdreht und seine Hände fanden sich in grauem Staub wieder. Er kniete, wann war er hingefallen? Benommen ließ er den Blick schweifen. Er war in dem Zimmer, aber irgendwie auch nicht. Er war in einem Negativ des Zimmers und auf dem Bett der Sultan. Zel richtete sich auf. Ein Schnitt… ein Stich und alles wäre vorbei! Zel sah nur noch die Erfüllung seiner Pflicht, sah nur noch, was Saladin ihm befohlen hatte und würde nicht scheitern! Nicht so nah vor dem Ziel, nicht jetzt, wo er so verzweifelt gekämpft hatte! Heute Nacht würde der Sultan sterben und mit ihm der Beste seines Clans.

Zel sprang auf die Füße, er fühlte sich schwammig, als sei er selbst nicht echt und dann schnellte er nach vorne auf den Sultan zu, um ihm den Dolch durch die Kehle zu ziehen. Seine Klinge würde tief schneiden, ein Überleben wäre unmöglich und Zel würde dabei zusehen, wie sein Vater starb. Dieser Mann, der ihm NICHTS gegeben hatte. Die Visionen… Wunschdenken! Nein, sein Vater hatte ihn stets verachtet, hatte ihn nichts gelehrt und ihn allein gelassen. Er musste nicht traurig sein, seinen eigenen Vater zu töten, denn dieser Mann hatte nicht annährend etwas mit diesem Wort gemeinsam! Die Klinge schnellte nach vorne, um den letzten Streich zu vollführen.

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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   So März 20, 2016 10:31 pm

Aziz stellte sich seinem Sohn in den Weg.
"Ich benötige meine Kräfte nicht, um mit euch beiden fertig zu werden!"
Er packte seinen Sohn, eine Hand am Handgelenk, die andere an seiner Schulter, dann drückte er ihn zu Boden. Mit dem linken Fuß stoppte er Asims Schwerthieb, indem er gegen dessen Schwertknauf trat. Das Schwert glitt Asim aus der Hand. Mit der anderen Hand griff er erneut danach und führte seinen Hieb fort. Asim sprang über seinen Sohn hinweg und wich dem Hieb aus.

Aziz ließ seinen Sohn los und konterte Asims Angriffe mit den Händen. Die beiden teilten einige Dutzend Schläge und Hiebe aus.

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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   So März 20, 2016 11:00 pm

Zel sah sein Ziel so deutlich vor sich, doch Aziz war erneut da, um ihn von seinem Vorhaben abzuhalten. Flink wurde Zel gepackt und fand sich auf dem seltsamen Boden wieder. Nein ER schien nichts zu brauchen, um Zel oder Asim in die Schranken zu weisen. Dieser Schatten war doch wirklich eine Plage! Asim griff seinen Vater an und wieder konnte Zel nur zusehen, wie schnell und stark die beiden waren! Er fühlte sich schwach und unnütz. Er sprang auf, als er losgelassen wurde und schon erkannte Zel die nächste Chance. Asim lenkte seinen Vater erneut ab und Zel nutzte die Chance... Fehlanzeige. Aziz war so schnell da, dass Zel nur noch die Arme heben konnte, um das Schien ein des Vaters nicht direkt ins Gesicht zu bekommen. Er flog ein Stück weit und rollte sich ab. Wieso war er so verdammt stark?! Zel ließ die Wut erneut zu und jetzt änderte er den Plan. Er sprang wieder auf und dieses Mal stürzte er sich auf Aziz. ER konnte auch kämpfen! Und er würde das hier überleben und zu Saladin zurück kehren mit dem Blut des Sultans an den Händen! So zumindest mal der Plan...
Wie auch immer... Er wartete die Lücken ab, die Asim ließ und versuchte seinem Vater den Dolch in die Seite zu bohren. Er war schon verletzt, weshalb Zel im er wieder versuchte, die bereits verletzten Stellen mit Tritten und Schlägen zu treffen. Aziz war stark und schnell und sie hatten kaum eine Chance, aber ihn zu besiegen lag auch nicht bei Null. Oder doch? Zel wartete nur auf die Gelegenheit, endlich den Moment abzupassen, wo er an seinem Vater vorbeischlüpfen und den Sultan ermorden konnte.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   So März 20, 2016 11:22 pm

Asim grinste. Er trug keine Maske und so war seine Häme fast nicht zu leugnen. Ohne Vorwarnung brachte er sich auf Abstand, schloss seine Augen und konzentrierte sich einen kurzen Augenblick lang. Sein Körper wurde in ein helles Licht gehüllt und das Licht strahlte in alle Richtungen aus.

Wie zuvor verbrannte das Licht den Körper von Aziz, doch es gelang ihm abermals rechtzeitig in dem Schatten, den sein eigener Körper projizierte unter zu tauchen und in den Schatten, den sein Sohn auf den Boden warf wieder aufzutauchen. Diesmal schien das Licht aus dem Inneren von Asims Körper auszugehen anstelle eines Lichtblitzes. Umso schneller schien es wieder zu erlöschen. Aziz wartete mit gezückter Klinge hinter seinem Sohn, bereit im richtigen Augenblick seinen Angriff auf Asim zu starten. In jenem Augenblick, wo das Licht und die Dunkelheit sich in Waage hielten, dem Zwielicht, wo Asims eigenen Schattenkräfte und sein Licht sich gegenseitig neutralisierten.

Da war es! Aziz lehnte sich vor, wollte nach vorne stürmen, da spürte er ein Brennen auf seiner Haut. Das Licht! Es beugte sich um Zels Körper und setzte ihn in Brand. Es geschah so schnell und so unerwartet, dass er gar nicht hatte reagieren können. Er schrie vor Schmerz auf.

"Jetzt!", schrie Asim. "Töte den Sultan!"
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   So März 20, 2016 11:36 pm

DAS musste Asim ihm nicht zwei mal sagen! Er wusste nicht genau, wie es geschehen war, noch WAS überhaupt geschehen war, aber der Aufschrei seines Vaters war fast wie das Signal, dass er endlich zuschlagen konnte! Eben noch hatte das Licht ihn geblendet und schon im nächsten Moment hatte Aziz Feuer gefangen!
Zel wartete keine Sekunde länger! Ihm war egal, ob sein Vater drauf ging! Er wollte den Kopf des Sultans und zwar jetzt! Dieser Mann hatte Saladin so viel Kummer gebracht. Jetzt musste er sterben! Die scharfe Klinge erschien in der Trübe dieses Raumes matt und Zel schnellte zum Bett, um diese nun in des Sultans Brust zu versenken. Er wusste genau, wo er zustechen musste und dieses Mal würde er nicht aufgehalten werden! Tief grub sich die Klinge in den Leib des Mannes, dann zog Zel sie wieder heraus und schlitzte auch noch die Kehle durch. Getan! Er hatte es getan! Nun würde auch sein Vater verschwinden und das erste Mal würde Zel sehen, was geschah, wenn ein Schatten versagte. Es war ihm fast eine Genugtuung seinen Vater versagen zu sehen. Es war ihm eine innige Freude diesen perfekten unnahbaren und mächtigen Schatten in seine Schranken gewiesen zu sehen. Hoffe ltich hatte er nun aber auch wirklich den echten Sultan ermordet und nicht wieder nur ein Trugbild.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   Mo März 21, 2016 12:33 am

Gerade als sich Zel seiner Tat sicher fühlte, packte ihn etwas am Unterarm. Der Griff zerquetschte ihm den Unterarm und unter dem Druck barsten einige Unterarmknochen.
"Du ... glaubst ... doch ... nicht wirklich ..."
Die Augen des Sultans waren nur halb geöffnet, doch sein Blick war kalt und hart.
"Ich bin dein Gott!", schrie er durch seine aufgeschlitzte Kehle heraus. Der Blutschwall stoppte und die Wunde schloss sich bald. Langsam, so als hätte er alle Zeit der Welt, richtete er sich auf und stellte sich vor Zel, den er durch seinen Griff in die Knie zwang. Sein Blick glitt kurz zu Aziz, dessen verbrannter Körper wie eine Statue auf den Knien saß. Seine Kleidung war versenkt und sein Blick starrte zur Decke.

Asim versuchte Zel zu Hilfe zu eilen und griff den Sultan an. Mit seiner freien Hand packte der Sultan Asim am Hals und hielt ihn über sich in die Höhe.
"Deine Fähigkeiten waren mir schon immer ein Dorn im Auge, zill 'abyad!"
Mit einem kräftigen Ruck entriss der Sultan dem weißen Schatten die Kehle. Dann ließ er den verletzten Körper und die herausgerissene Kehle zu Boden fallen.

Ein letzter Blick zum jungen Schatten zu seinen Füßen, dann riss er jenem den linken Arm mit Leichtigkeit aus.
"Ich werde das beenden, wozu mein Zel nicht im Stande war."
Der Sultan hob seine Hand über den Kopf und war bereit den Jungen zu köpfen.

Das Leben in Aziz Augen, das durch Asims Licht nahezu erloschen war, flammte kurz auf. Binnen eines Wimpernschlags stand er hinter dem Sultan und hielt ihm beide Arme fest. Es war nur ein kurzer Augenblick, den er gegen seine Stärke standhalten konnte.
"Rechts!", schrie er zu seinem Sohn. "Er trägt mein Herz auf seiner rechten Seite!"
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   Mo März 21, 2016 1:10 am

WAS?! Zell konnte nicht fassen, was sich nun wieder zutrug! Der Griff um seinen Arm war schmerzhaft und nach wenigen Augenblicken in denen er auch nicht frei kam, hörte und merkte er seine Knochen bersten. Überrascht war Zel und es entlockte ihm ein halblautes Stöhnen. Wieso war dieser Mann so stark?! Wenn überhaupt jemand sein persönlicher Gott war, dann ja wohl Saladin!!! Wütend hatte er zugesehen, wie die Wunde an der Kehle förmlich zu schmolz und dann eilte Asim ihm zur Hilfe. Nicht… Auch er hatte dem Sultan nichts entgegenzubringen! Eine Dimension in der Schatten keine Macht hatten.. gewieft den Sultan hier zu verstecken. Zel hatte aber eigentlich auch gar keine Zeit nachzudenken, als Asims Blut spritzte und ihm die Kehle herausgerissen wurde. Zels Augen waren weit geöffnet und er sah zu Asim, der auf dem Boden lag, dann wurde auch er wieder gepackt. Er würde es beenden? Er wurde am verletzten Arm gezogen und da wo die Knochen gesplittert waren gab auch unter einem lauten und gequälten Aufschrei Seitens Zels, sein Muskelfleisch und Haut nach. Kurz hielten die Sehnen noch, ehe auch diese zerrissen. Es war furchtbar. Es war so schmerzhaft und dann diese erhobene Hand. Zel blickte dem Tod ins Auge, doch WIEDER wurde er gerettet. Dieses Mal jedoch glaubte er weder Augen, noch Ohren zu trauen. Sein Vater. Der Schatten des Sultan! Er stand dort und umklammerte sein Licht, damit er ihn nicht tötete… Das musste eine Finte sein. Dann der Satz. In der rechten Brust? Keine Zeit nachzudenken, er hatte sowieso sonst keine andere Wahl mehr. Er kniete auf dem Boden schräg vor ihm war sein Messer. Ohne noch weiter nachzudenken oder zu zögern. Kippte er nach vorne und nahm es dabei zwischen die Zähne. Er rollte sich auf den Rücken nahm mit den Beinen Schwung und ließ diese wieder nach unten schnellen, um auf die Füße zu kommen. Er machte einen Schritt zum Sultan und sprang in die Höhe, wobei er den Sultan seinen Kopf unter das Kinn rammte. Dann schwenkte er den Kopf und rammte das Messer durch die Brust. Dieses Mal versuchte er es mit der Rechten Seite. Zuerst glaubte er, dass er einfach an den Rippen abrutschen würde, da er noch nie SO gekämpft hatte, doch dann glitt die Klinge in den Brustkorb ein und durchstieß das Herz… Zel hatte noch nicht realisiert, dass Aziz gesagt hatte, dass er SEIN Herz rechts trug, aber später würde ihn das wohl beschäftigen. Zel riss die Klinge wieder heraus und Blut spritzte dabei. Er viel zu Boden, weil er sich vom Sultan abdrückte. Der Sultan war ihm in diesem Moment komischer Weise sehr egal. Zel blickte nämlich zu seinem Vater. Wieso? Wieso hatte er das getan? Wieso hatte er ihm geholfen? Eben noch hatte er versucht ihn zu töten und jetzt?... Nein Nicht versucht ihn zu töten, nur aufzuhalten. Zels Gesicht war Blutverschmiert. All das spritzende Blut von allen beteiligten hatte ihn hier und da getroffen und auch sein eigenes. Sene Wangen jedoch zogen sich hellere Streifen herab. Es waren Tränen des Schmerzes und der Wut, aber jetzt… Zel empfand einen tiefen Verlust, als er seinen Vater nun betrachtete.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   Mo März 21, 2016 2:01 am

Aziz spürte den Schmerz in seiner Brust. Es war sein Herz, welches sein eigener Sohn durchstochen hatte. Und doch hatte es in der Brust des Sultans geschlagen.

Der Sultan blieb auf den Beinen stehen während er sein Leben aushauchte.
Und mit ihm würde auch Aziz gehen. Aziz war froh, zumindest seinen Sohn gerettet zu haben, auch wenn er dafür sein und das Leben des Sultans hatte aufopfern müssen. Doch dies war ihm ein Preis, den er gerne bezahlte.

Ein letztes Mal fuhren seine Augen erschrocken auf.
"Die Phantome", hauchte er ganz heiser. "Sie kommen um uns zu holen!"

Um den Palast herum sammelte sich ein schwarzer, violetter Nebel. Helle Blitze schlugen in ihnen kurz auf. In einer Spirale näherten sie sich den Vieren.

"Lauf, mein Sohn! Du musst von hier fliehen!", rief Aziz.
Schwerfällig robbte er sich zu Asim. Seine Beine waren bereits in einem kalten violetten Feuer verbrannt und sein Leib wie schwarze Asche vom rauen Wind davon geweht.
"Ich werde euer beide Energie benutzen um euch zurück zu schicken."

Asims Augen waren ruhig. Seine offene Kehle blutete und es gelang ihm nicht ein Wort von sich zu geben. Stattdessen nickte er nur zustimmend.

Aziz konzentrierte sich, legte den beiden je eine Hand an die Stirn.

Der Nebel drang mit Gewalt in den Raum ein. Er riss Gemäuer auseinander, ließ totes Holz bersten. Der Nebel näherte sich den Dreien immer schneller in einer spiralförmigen Umdrehung, bis sie vollkommen von ihm eingenommen wurden. Der Nebel war so dunkel und so dicht, dass sie kaum den anderen vor sich sehen konnten.

Eine Explosion schleuderte Zel durch den Raum und er schlug hart in der Wand ein, die mit ihm nachgab und vom Zentrum der Explosion weggedrückt wurde. Die Decke und der Boden stürzten ein.

Kurz darauf erschienen die ersten Wächter.

"Der Sultan!", schrie ein Mann. "Mein Bruder ist da drinnen! Helft mir ihn zu rauszuholen!"
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   Mo März 21, 2016 7:25 am

Selbst im Tode... Selbst jetzt blieb der Sulten standhaft. Aziz hatte sich damit abgefunden begrüßte den Tod mit offenen Armen und er rutschte hinter dem Sultan zu Boden Zel konnte kaum geradeaus sehen. Sein Arm schmerzte fürchterlich und er war am Ende seiner Kräfte. Violette Flammen verzehrten bereits die Beine seines Vaters. War es das? Starb ein Schatten so, wenn das Licht starb? Zel hörte die Stimme seines Vaters, der sich nun ruckartig wieder aufrichtete. Die Phantome... laufen? Mein Sohn?! Zel kam irgendwann wieder zu klarerem Verstand. Wieso hatte sein Vater das getan? Wieso hatte er ihm diese Information gegeben und den Mann sogar noch festgehalten? Zel starrte den Körper seines Vaters an. Wieso? Er erklärte, was er machen würde und Zel wollte eine Antwort haben. "Wie...so?", krächzte er. Doch es war zu spät. Der Nebel um sie herum verbarg die Sicht und vielleicht auch die Stimme des Vaters, denn das einzige was er nun noch mitbekam war, wie alles zerbarst. Er krachte irgendwo dagegen, wobei ihm die Luft aus den Lungen gedrückt wurde. Irgendwas in ihm brach und er verlor das Bewusstsein. Es dauerte jedoch nur Sekunden, ehe er wieder erwachte. Benommen, blutend und so schwach, wie nie sah er sich um. Er war in einem der Nebenzimmer. Sein linker Arm... Ungläubig schaute er auf die dunklere Haut, die sich an seinem Unterarm anschloss und ihm einen vorhanden Unterarm zeigte. Die Finger waren ein ganz kleines bisschen länger und mit scharfen spitzen Klauen anstatt Fingernägeln bestückt. Er erschrak über den Anblick. Es fühlte sich fremd und abartig an. Er hatte keine Zeit nachzudenken und kam mühsam auf die Beine. Er torkelte in den Schatten. Doch ein Schattensprung erschien ihm als unmöglich, so schwach, wie er war. Und verwirrt... Ja auch das war er. Er musste sich waschen musste etwas unternehmen, um nicht entdeckt zu werden! Er sah aus dem Fenster in den Garten und kurzer Hand machte er es auf und sprang hinaus. Er landete unsanft in einigen Sträuchern und schleppte sich zu einer Wasseranlage, die die Wenigen Frauen, die hin und wieder hier waren Pflegten, damit Tier und Mann nicht verdurstete. Ihm war egal, wenn er es jetzt mit Blut besudelte. Er tauchte ins Wasser ein und ließ sich umspielen. Die Wellenbewegung liebkoste seinen geschundenen Körper und ein Schauer durchlief ihn. Das kalte Nass wusch alles fort und auch seine Gedanken trieben in weite Ferne.
Jedoch ließer sich nicht zu lange Zeit. Er musste zu seinem Licht. Er wusste nicht wieso, aber er hatte furchtbare Angst, dass ihm etwas zustieß. Also machte er sich auf den Weg er schleppte sich durch die Nacht, tankte in den Schatten Energie und schließlich tauchte er neben Saladinin seinem Schatten auf. Den linken Arm versteckte er hinter seinem Rücken und kniete neben dem Bett nieder. Wobei er Saladin betrachtete. Schließlich nickte er nur langsam.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   Mo März 21, 2016 7:56 am

Saladin sah seinen Schatten irritiert an. Hatte er es tatsächlich vollbracht? War er an der lauten Explosion beteiligt? Er bemerkte, dass Zell voller Staub war und Teile seiner Kleidung versenkt. Die nassen Haare, den einen Arm hinter seinem Rücken versteckend ...
Saladin streckte seine linke Hand nach Zels rechter aus.
"Bist du verletzt?"
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   Mo März 21, 2016 8:07 am

Zunächst betrachtete Zel sein Licht ohne Emotion. Er kniete einfach nur da und blickte in das irritierte Gesicht. Saladin richtete sich etwas auf und musterte ihn so, dass Zel den Blick senkte. Er blickte etwas beschämt drein. Dann sah er, wie Saladin die Handfläche nach oben gerichtet auf ihn zubewegte, damit Zel seine Hand in jene legen konnte. Ob er verletzt war? Sicher... In seinem Stolz, in seinem Herzen und an seinem Körper. Zel nickte deshalb auf die Frage. Schließlich konnte er Saladin wohl kaum anlügen. Noch hinter seinem Rücken bildeten sich feste Schatten, wie Lederbänder um seinen Arm, seine Hand und seine Finger ehe er seine Hand zögerlich - ja fast furchtsam - nach vorne streckte und in die Hand Saladins legte. Selbst die Klauen waren umhüllt, was seine Finger aber nun noch länger wirken ließ.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   Mo März 21, 2016 8:26 am

Saladin hatte das Gefühl das etwas nicht stimmte. Doch ehe er der Sache auf die Spur kommen konnte, hörte er draußen vor seiner Tür hastige Schritte.

Seine Augen weiteten sich vor Schreck.
"Sie sind bestimmt auf der Suche nach dir. Schnell, versteck dich!"

Nach einem kurzen Klopfen traten vier Wächter ein, noch ehe Saladin etwas erwidern konnte und begannen mit der Durchsuchung des Zimmers.

Ohne Rücksicht auf Saladin warfen sie sein Bett um, zerbrachen Vasen, Schränke und zerrissen Kissen. Saladin versuchte zu protestieren und zu intervenieren, da stießen sie ihn unsanft von sich.

"Sie haben den Sultan ermordet!", sagte eine ihm bekannte Stimme und Saladin schaute zur Tür. Sein Cousin Darius stand im Türrahmen. "Dein Vater ..."

Dein V a t e r ... Saladin realisierte es jetzt dass sein Vater tot war. Schlimmer noch, Zel hatte ihn ermordet. Und das schlimmste von allem, Zel musste dabei zusehen wie sein eigener Vater mit dem Sultan starb. Was hatte er nur angetan? Was hatte Saladin nur von seinem Schatten verlangt?
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   Mo März 21, 2016 8:47 am

Zel legte die Hand zögerlich und leicht wie eine Feder auf die seines Lichtes und noch ehe dieser etwas sagen konnte, überschlugen sich die Ereignisse aufs Neue! Lärm von draußen und ein weiterer Befehl. Er solte sich verstecken. Zels Körper verschwand vor Saladins Augen, als auch schon die Tür aufgerissen wurde. Was bitte suchten diese Armleuchter? War ihnen nicht klar, dass sie einen Schatten, der nicht gefunden werden wollte, auch nicht finden würden? Nicht mit ihren menschlichen, eingeschränkten Sinnen. Als sie nun auch noch Hand an Saladin legten, wurde Zel nur von einem beiläufigen Signal Saladins zurückgehalten.
Darius lehnte nun auch am Türrahmen. Zel betrachtete ihn, blieb aber ganz ruhig. Er klebte in einer der Ecken des Zimmers. Genug Schatten, den die Wand warf. Er suchte nach dem Schatten des Cousins, aber er gab schnell auf, weil er so erschöpft war. Zel schloss die Augen. Selbst jetzt tat ihm alles weh, aber eisern verbarg er sich. Er konnte Darius nicht ausstehen. Und jetzt, wo er die Tatsache verkündete, die Zel zu verschulden hatte, sah er zu seinem Licht. Es sah irgendwie so aus als würde ihn diese Nachricht schockieren, was gut war, da man ihm so glauben würde, dass er nichts damit zu tun hatte. Zel sah immer nur gleich nüchtern in den Schatten aus. Keine Regung zeigend sah er lediglich seinen Schützling an. Irgendwie hatte er das Gefühl, dass ihn das alles sehr mitnahm, aber... Er hatte es doch so gewollt oder nicht? Hatte Zel einen Fehler gemacht? Jetzt beschlich ihn ein ungutes Gefühl.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   Mo März 21, 2016 9:14 am

"Er ist hier", sagte einer der Wächter und schaute auf seinen Unterarm. Eine eingebrannte Tätowierung leuchtete violett auf. Weitere, weniger stark leuchtende Tätowierungen waren über seinen ganzen Arm miteinander verschlungen.
"Holt ihn da raus!", befahl er und deutete auf die Wand.

Zwei Wächter traten an die beiden Seiten er Wand und legten ihre Hände an diese. Rote Flammen züngelten über weitere Tätowierungen an ihren beiden Armen bis sie schließlich an ihren Händen ankamen. Je eine Spirale entsprang aus jeder Seite, schlängelte sich einige Male um die Hände der Männer, ehe sie in einem weit ausholenden Bogen - eine oberhalb, die andere unterhalb - zur anderen Spirale hinüber wanderte. Als sich die Spiralen berührten fauchten die Flammen kurz auf.

Der erste Wächter setzte an, hielt die linke Hand ausgestreckt vor sich und richtete sie auf den eingesperrten Schatten. Der Kreis, den die Spiralen gebildet hatten, löste sich und die beiden Spiralen sprangen auf den Jungen über, schlängelten sich um seine Beine, Arme, Brust, Hals und schließlich um seinen Kopf. Das orange Leuchten blieb.
"Führt ihn ab!"

Saladin versuchte sich in den Weg zu stellen, doch die kräftigen Männer hielten ihn ohne Mühe in Schacht.

"Lasst ihn los!"
Alle hielten inne und ein jeder blickte wieder zur Tür. Ein großer Mann stand hinter Darius, mit Haut so Weiß wie Elfenbein, lange, silberne Haare und Augen so blau wie ein Amethyst.
"Es war mein Shadow der den Mord an meinem Vater begangen hat."

Mit sofortiger Wirkung veranlassten der Rat die Auslöschung des abtrünnigen Shadow und die Verbannung des s c h a t t e n l o s e n Sohnes Sinaa. Auf bitten Sinaas wurde der am Mord beteiligte junge Shadow begnadigt.

In jener Nacht lag Saladin alleine auf seinem Bett, den Arm über die Augen gelegt. Leise konnte man ihn schluchzen hören und irgendwann, in einer ruhigen Minute, flüsterte er leise: "Danke, aber es tut mir leid, dass ich dich darum gebeten habe, Zel."


Heute - Saladin kauerte auf dem Thorn des Sultans, den Nacken auf der einen Lehne, die Beine auf der gegenüber liegenden Lehne frei baumelnd. Eine geschälte Traube wurde ihm von einer Dienerin in den Mund gelegt, eine weitere fächerte ihm mit einem Palmblatt frischen Wind zu.
"Mich dürstet es!", säuselte er und erwartete, dass jemand für seinen Wunsch springen würde.

Dieses Szenario spielte sich noch einige Augenblicke weiter, dann wurde die schwere Eichentür aufgerissen und Saladins Patenonkel betrat mit schweren Schritten den großen Saal.
"Seid Ihr denn wahnsinnig, Neffe?", brüllte er durch den Saal. "Der Sultan ist eingetroffen. Noch seid ihr nicht der Sultan und noch ist das nicht euer Thron!"
Saladin hob seine Hand um seinen Schatten zu beschwichtigen.
"Ich liebe Euch mein Onkel, aber wenn ich Sultan bin, dann sollte sich Euer Benehmen mir gegenüber ändern!"
Saladin schwang seine Beine über die Lehne und stand auf.
In diesem Augenblick betrat sein Bruder, gefolgt von seinen Beratern und Begleitern den Thronsaal. Und natürlich von seinem weißen Schatten.
"Willkommen zurück, Bruder!", begrüsste ihn Saladin und sprang ihm in die Arme. "Wir haben dich vermisst."
Emir erwiderte die Begrüßung. Seit dem Tode ihres Vaters hatte Saladin seinen Bruder, den neuen Sultan, kaum zu Gesicht bekommen.
"Es war eine lange Reise und meine Gefolgschaft ist ausgehungert. Ich erwarte deine Anwesenheit."
Saladin nickte und verließ mit seinem Schatten den Saal.


Zuletzt von Saladin am Mo März 21, 2016 11:11 am bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Schatten

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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   Mo März 21, 2016 10:12 am

Damals hatte Zel gelernt, dass er in seiner Arroganz beinahe die Auslöschung erfahren hatte. Er hatte unterschätzt, zu was die Menschen in der Lage waren und er hatte nicht damit gerechnet, dass sie IHN einfach so aufspüren konnten. Heute war das anders. Er war reifer und vor allem nicht mehr so von sich überzeugt. Seit jenem Tag hatte Saladin niemals seinen Arm gesehen und Zel legte es auch nicht darauf an, dass dies geschah. Er verbarg sich soeben in den Schatten und betrachtete sein Licht mit einem Lächeln. Er schien zufrieden. Sein Leben verlief in besseren Bahnen, so fand Schatten. Er musste keine Angst mehr haben und der Sultan war nicht mehr. Damals hatte Sinaa ihn beschützt. Wieso auch immer. Asim wurde ausgelöscht und er war begnadigt worden. Es war gut, denn so wurde Saladin nicht verbannt und konnte so leben, wie er es wollte. In Frieden und Reichtum. Er saß auf dem Thron und verlangte nach Wasser. Zel zögerte keinen Moment, tauchte im Schattend es kleinen Stehtisches neben dem Thron auf und füllte einen Becher mit Wasser, den er ihm reichte. Er tat dies immer nur mit seiner rechten unversehrten Hand. Er wollte Saladin ungern mit dieser abartigen Klaue berühren.
Der Patenonkel betrat den Thronsaal. Er hatte gleich wieder spitze Bemerkungen über Saladins Verhalten auf der Zunge und er erfuhr nur durch Saladins Gnade keine Bestrafung durch Zel, so Respektlos zu sein. Er hielt sich also am Tisch und wartete. Ein Kurzer Schlagabtausch und Zel suchte nach dem Schatten des Onkels. Er sah in ihm keine echte Gefahr, hielt sich aber bereit, den Schatten aufzuhalten, sollte er etwas versuchen. Gerade als Saladin aufgestanden war kam der junge Sultan in den Saal. Emir war ein sehr geliebter Bruder seines Lichtes. Schatten blieb natürlich in gebührendem Abstand. Als die beiden sich kurz begrüßt hatten, verließ Saladin den Saal und mit ihm ging auch Zel. Er folgte lautlos und doch wusste Saladin, dass er stets da war, selbst, wenn er unsichtbar für ihn blieb. Es gefiel dem jungen Schatten, dass sein Licht sich immer auf ihn verließ und dass er ihm vertraute. Früher hatte er es kaum gewagt sich etwas zu wünschen, aber seit dem Tode des Sultans, waren all seine bescheidenen Wünsche wahr geworden. Saladin war zufrieden und er durfte mit ihm sprechen, ohne eine Bestrafung zu fürchten, bei der sein Licht wieder mehr leiden würde als er selbst. Eigentlich war Zel glücklich.
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Saladin

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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   Mo März 21, 2016 12:26 pm

Saladin betrat den Speisesaal. Zwei lange Tische standen nebeneinander, reich verziert mit Gold und Samt.
Zwei halbe Dutzend Diener standen am Rande und waren bereit die anwesenden mit Wein, Fleisch, Obst, Käse und Gebackenem zu verwöhnen.

Emir speiste gemeinsam mit seinen Brüdern, den Onkeln - Brüder seines Vater -, den Schwagern, den Männern seiner Tanten - ebenfalls väterlicherseits -, und ihren Söhnen. Saladin sass zu seiner linken, zu seiner rechten Cem, sein Schatten und Berater. Cem hatte ein nahezu normales Aussehen, schulterlanges dunkelbraunes Haar und golden strahlende Augen. Er trugt auch feine Kleidung, nicht so prächtig wie die der anwesenden Offiziere und Botschafter, doch fein genug um nicht unterzugehen.
Saladins eigener Schatten musste hinter ihm Stellung halten, so war es zumindest der Brauch und Emir hatte Schwierigkeiten sich mit den Verwandten anzulegen.

Abermals fiel Saladin auf, wie wenig Wertschätzung einige der Schatten bei ihren Herren hatten. Der älteste Bruder ihres Großvaters beschimpfte, schlug und peinigte seinen Schatten bei jeder Gelegenheit. Obgleich der Großonkel bereits über 80 Jahre alt war, erstrahlte er sich bester Gesundheit und sah kaum einen Tag älter als 25 Jahre aus. Umso herunter gekommener wirkte dagegen sein Schatten. Mager, ausgeblichen, zittrig.
Ein Cousin von ihm lies sich von seinem Schatten die Speisen vorkosten, ehe er es in Betracht zog etwas zu essen.

Emir vermied es während der Mahlzeit über Politik zu reden, genoss es stattdessen seine Familie und Freunde bei sich zu sehen und den Moment des Friedens zu genießen. Emir blieb bis zum Schluss sitzen. Lange nachdem der letzte Verwandte gegangen war und die Dienerschaft den Tisch abgeräumt hatten, fragte ihn Cem, ob es ihm gut ginge. Eine rhetorische Frage, denn er wusste es besser.
"Danke für deine Fürsorge, Cem. Ich brauche nur noch eine Minute."

Saladin war früh mit seinem Cousin Dario vom Speisesaal verschwunden und machten sich auf den Weg in die Untere Stadt.

"Hey! Wartet auf mich!!"

Saladin fluchte. "Mist, Talia hat uns gefunden."
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   Di März 22, 2016 1:15 am

Zel wusste genau, wie er sich bei Tisch zu verhalten hatte. Er betrachtete die einzelnen und verschaffte sich einen Überblick. Es waren einige Verwandte zugegen und Saladin saß neben seinem Bruder dem Sultan und neben dem Sultan der Schatten namens Cem. Er wusste nichts genaues über diesen Schatten. Nur, dass er … nun er sah recht einfach aus. Nicht besonders dünn oder breit, ein nichtssagendes Aussehen und auch sonst, wusste Zel nichts, über besondere Fähigkeiten. Aber das war auch egal, denn Zel hatte sich damals vorgenommen, dass er niemals wieder jemanden unterschätzen würde. Er hatte einmal den Fehler gemacht und nur durch die Hilfe von Asim und Aziz überleben können. Dafür hatte er mit seinem linken Unterarm bezahlt und irgendwas abscheuliches ist daraus entstanden. Und damit nicht genug! Saladin hatte sich in jener Nacht auch noch bei ihm entschuldigt. Etwas, was er ausgesprochen schrecklich fand. Und das nur, weil er sich verletzt hatte und auch noch so dumm gewesen war, es Saladin auf die Nase zu binden. Zel hatte damals nichts sagen können, weil er seinem Licht ja auch wirklich nur sehr ungern widersprach und nur den Kopf gesenkt. Er sah es so scharf vor sich, wie sich Saladin Vorwürfe gemacht hatte.
Wie andere der Familie ihre Schatten behandelten, war Zel eigentlich sehr egal. Er kümmerte sich wenig um seine Verwandten und auch wenn es offiziell hieß, dass Asim den Sultan ermordet hatte, so wusste Zel, dass seine Mutter es besser wusste. Einmal hatte er sie gesehen und sie hatte ihn mit einem Blick angesehen, den er zuvor nie bei ihr gesehen hatte. Seit jener Nacht, waren sie nicht ins Gespräch gekommen und Zel spürte jedes Mal, wenn er sich diesen Blick vorstellte einen unangenehmes Ziehen in seinem Bauch.
Er und Saladin verließen gemeinsam mit Dario und seinem Schatten den Raum, noch bevor alles zu Ende war. Sie gingen in Richtung Stadt und sowohl Zel als auch Shawkat folgten ihrem Licht. Zel mochte weder Dario noch seinen Schatten. Shawkat hatte einen kraftvollen und muskulösen Körper. Er sah sehr stattlich und voller Energie aus, während Zel gegen ihn eher schmächtig wirkte. Zel war zwar nun auch nicht mehr so dürr wie früher, auch er hatte zugelegt und seinen Körper geformt, aber mit Shawkat konnte er – und auch kaum ein anderer Schatten rein körperlich mithalten. Wo der hinschlug, hinterließ er in der Regel ein Loch. Zel hielt Abstand von diesem Schatten, aber Shawkat schien einfach nicht begreifen zu wollen, dass er seine Ruhe haben wollte und kam wieder zu ihm herüber. „Still wie immer, hä? Irgendwann sollten wir uns mal messen!“
„Du solltest dich lieber auf deine Aufgabe konzentrieren, anstatt mich zu belästigen.“
„Ich kann mich nicht erinnern, dir je was getan zu haben. Ich frage mich, wieso du mich so hasst.“
„Ich hasse dich nicht.“ Shawkat sah ihn skeptisch an. Er hatte aber das Gefühl, dass es so war. Zel hielt den Blick gesenkt. Er spürte regelrecht, wie Shawkat ihn musterte und dann fragte er: „Was ist?!“ „Du solltest dich mal sehen. Du siehst aus, als müsstest du dir was verkneifen. Was Schlechtes gegessen?“ Zel hatte nicht mal einen Seitenblick für diesen unverschämten Schatten übrig und meinte nur: „Ich widerhole mich nur ungern. Ich bin nicht an deiner Gesellschaft interessiert!“
Sein Licht rief aus, dass Talia sie gefunden hatte. Er hatte das Mädchen kommen sehen, aber es war ihm egal gewesen und wo sie war, war ihr Schatten auch nicht fern. Zel stieß die Luft aus. „Ze~el!“ Sie verstand es wirklich überhaupt nicht, unauffällig zu sein. Musste wirklich jeder mitbekommen, dass drei Mitglieder des Königshauses auf dem Weg in die Stadt waren?!
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   Di März 22, 2016 8:32 am

Wie ein Wirbelwind sauste Thalia an ihnen vorbei.
Darius schimpfte lauthals über sie und schwang seine grobe Faust.
Saladin lachte leise, als die beiden sich gegenseitig ankeiften.
"Still jetzt, dort vorn ist sie."

Die drei betraten, in Beisein ihrer Schatten, den großen Marktplatz nahe dem Eingang der Hauptstadt. Eine Gruppe von Soldaten hatte die Stadt betreten. Unter all den großen Männern ragte jedoch eine Person um mindestens einen halben Kopf empor. Die Person legte ihren Helm ab und eine rothaarige Frau blinzelte in die grelle Sonne.
"Ah, Al'var ... die Stadt der Lügen und Geheimnisse. Wie lang waren wir nicht mehr in diesem nach Pisse stinkendem Loch, Amira?"

Die Drei näherten sich der großen, kräftig gebauten Frau in ihrer schweren, matt-roten Plattenrüstung.
"Hallo, Mutter."
"Hallo, Tante."
"Hallo, Tante."

"Hallo, Mutter? Hallo Tante? Ist das eine richtige Begrüßung für eine Generalin?"

Die Kinder schauten sich verblüfft gegenseitig an.
"Verzeiht, Tante", erwiderte Saladin. "Es war nicht unsere Absicht Euch zu kränken."

Die blauen Augen der Frau musterten die drei streng, dann formte sich ihr Mund zu einem breiten Lachen und sie lachte laut. Einer ihrer Schneidezähne war ihr in der Hälfte durchgebrochen.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   Di März 22, 2016 11:54 am

Zel werte den durchgeknallten Schatten ab, die ihm aus irgendeinem Grund immer um den Hals fallen wollte! Shawkat grinste feist und schien belustigt zu sein. „Lass mich in Frieden!“, fauchte Zel und der weibliche Schatten von Talia grinste Zel an. „Du bist aber auch verklemmt.“
„Ich will bloß meine Ruhe, damit ich meine Pflicht erfüllen kann, ist das so schwer zu begreifen?“
Riah sah ihn von der Seite an. „So wie DU dein Licht betrachtest, hat man das Gefühl, dass dein Dienst weit über Pflichterfüllung hinausgeht.“ Es dauerte einen Moment, bis Shawkat es begriff und Zel fragte. „Was meinst du damit?“ „Ach nichts.“ Zel sah sie an und ihr Gesicht schrie förmlich dass, sie sich über ihn lustig machte. Er zog die Brauen zusammen und schließlich wandte er sich bloß ab. „Ihr seid die gleichen Kinder, wie früher.“ Shawkat verkniff es sich zu sagen, dass SIE wenigstens einen richtigen Namen hatten.
Zel folgte seinem Licht und den anderen beiden in gebührendem Abstand und in Hörweite. Zumindest so, dass Saladin ihn ohne große Mühe rufen konnte, er aber nichts von den privaten Gesprächen zwischen den Lichtern mitbekam.
Blitzschnell wich er Riah aus, die ihn erneut in den Schwitzkasten nehmen wollte, ohne sie überhaupt anzusehen. Er fragte sie gereizt: „Was stimmt bloß nicht mit dir?!“, blieb aber leise dabei. „Wir wollen doch nur ein bisschen reden und uns amüsieren! Musst du immer so ein eingeigelter Krebs sein?“ Zel musterte sie und sagte: „Wir können uns amüsieren, wenn unsere Pflicht getan ist und die Familie des Sultans sicher ist und schläft!“ „Wirklich?!“ Sie schien es als ein Angebot aufzunehmen, dass er sich zu späterer Stunde mit ihr treffen würde und Zel drehte sich einfach wieder um. Er sah auf den Boden und fragte sich womit er das verdient hatte! Er war viel zu abgelenkt und als er nun wieder zu Saladin sah, blieb er wie gelähmt stehen. Sie! Da stand sie… Nicht die Frau, die eigentlich die imposantere der beiden Frauen war, brachte ihm Unbehagen, sondern ihr Schatten. Mutter?! Zels Augen hatten sich geweitet und er verlor für einen Augenblick die Kontrolle. Er war starr vor Schreck und sammelte sich nur mühsam. Erst als er die Stimme seiner Mutter vernahm, die kühl herüber wehte, fasste er sich. „Fünf Jahre.“, antwortete sie leise. Die drei „Kinder“ wurden von der Tante/Mutter begrüßt, wobei sie auch lachte. Zel hob den Blick wieder und sah zu seiner Mutter, die ihn scheinbar fixierte. Er sah ihr in die Augen. Sie hatte ihm noch immer nicht verziehen. Es war kein Hass, was er herauslas. Er konnte es nicht mal wirklich deuten, was genau es war, aber es bereitete ihm ein derartiges Unbehagen, dass er eine Gänsehaut bekam.
Amira blieb in ebenso gebührendem Abstand, wie ihr Sohn zu ihrem Licht und sie ließ kühl den Blick schweifen. Allerdings lag auch – für ihr Licht deutlich erkennbar – ein melancholischer und von Trauer gezeichneter Ausdruck in ihrem Gesicht.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   Di März 22, 2016 12:14 pm

Die Tante schimpfte. Sie schimpfte gern und sie schimpfte laut. Thalia war ihr zu dünn, Darius zu dick und ihr gefiel nicht, das Saladin noch nicht verheiratet war.
"Wenn das deine arme Mutter miterleben müsste", japste sie und drückte ihn an sich. "Ich musste ihr versprechen mich um dich zu kümmern."
Saladin merkte wie er ein wenig traurig wurde.
"Schluss mit den Sentimentalitäten, ich habe eine lange Reise hinter mir und bin hungrig wie zwei Löwinnen! Begleitet mich doch bitte, Kinder!"

Saladin, Darius und Thalia begleiteten sie in den Palast, wo sie zuerst ihren Neffen, den Sultan begrüsste und im Anschluss mit den anderen Frauen der Familie Haidar zu Mittag aß. Auch Thalia nahm sie mit sich.
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BeitragThema: Re: Wüstendämmerung   Di März 22, 2016 12:26 pm

Zel senkte den Blick wieder. Während Saladins Tante sprach oder besser tadelte spürte er ganz deutlich, wie ihn der Blick seiner Mutter nun wieder förmlich aufspießte. Dann wieder nicht mehr und schließlich gingen sie zurück. Zel war nun etwas Dichter bei Saladin, er hatte nicht bemerkt, dass Saladin kurz traurig gewesen war, weil er viel zu sehr mit sich beschäftigt war. Seit jenem Tag vor fünf Jahren, hatte er nicht mehr mit seiner Mutter gesprochen. Auch wenn er sie davor auch kaum gesehen hatte, so hatte sie wenigstens immer einen Moment genutzt wenigstens ganz kurz bei ihm zu sein. Wenn sie sich über den Weg gelaufen waren, hatte sie ihm dieses verhaltene, aber warme Lächeln geschenkt, wie es nur eine Mutter konnte, aber jetzt? Der Weg zurück war die Hölle und Zel so unaufmerksam, wie sonst nie. Erst als er wieder mit Saladin alleine war und ihm in den Garten folgte, versuchte er wenigstens sich zu konzentrieren. Er spürte diesen unangenehmen Druck auf seiner Brust und er hatte das Gefühl, als würde es ihm die Kehle zuschnüren. Dann ballte er die Fäuste und wurde zornig. SIE hätte es ebenso getan! Es war ein Befehl von seinem Licht gewesen! Er hatte ja gar keine Wahl gehabt und was hatte Aziz auch schon JE für ihn getan? Er blieb in der Nähe Saladins stehen und stand in Hörweite im Schatten eines Baumes. Er betrachtete Saladin und seine Brauen waren zusammengezogen. Er sah überhaupt so aus, als würde er sich über etwas ärgern. Was ja auch der Fall war.

Amira stand hinter ihrem Licht, als diese mit den anderen Frauen speiste. Riah stand in ihrer Nähe und sah sie von der Seite an, traute sich aber trotz ihres Wesens nicht, die Frau anzusprechen. Sie war wunderschön und makellos. Manchmal wünschte sie sich, sie sei wie SIE.
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