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Anegin Ocard
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BeitragThema: Begegnungen   Mo Jan 28, 2013 5:56 am

„In einer Welt in der nichts mehr Wahr zu sein scheint und doch so greifbar ist, wie der Stein auf dem Boden das Blatt am Baum oder die Sterne am Himmel, hat sich die Kraft der Erde zurückerobert, was vor langer Zeit ihr eigen war. In unserer Welt gibt es nichts mehr, was von den früheren Hochkulturen Erbaut worden war und nur wenige Überbleibsel gigantischer Städte, von Menschen aber auch anderen Völkern erbaut, bilden die letzten Regionen widernatürlicher Bauwerke. Wälder überziehen die Kontinente wieder und Flüsse führen klares Wasser. Die Meere sind salzig und verschlingen die grässliche Fracht der alten Kulturen in ihren Leibern.
Kein Strauch der heute wächst ist in Monokulturen angepflanzt und kein Fahrzeug aus längst vergangen Zeiten verpestet die reine frische Luft, die nur an manchen Tagen und an einsamen Orten von dem Gestank verpestet wird, der noch aus den alten Tagen stammt...“


So oder so ähnlich steht es in Stein gemeißelt auf der großen Runentafel vor dem Eingang des Tempels zu Azoth. Der große Schrein, der aus Pflanzen besteht und niemand sagen kann, wie und warum die Natur dieses Bauwerk erschaffen hat. Der Schrein von Azoth, der Große Herr über die Welt, der von einigen angebetet wird und der seine Jünger mit langen Tagen und angenehmen Nächten beschenkt, der Herrscher der Gezeiten und der Winde und der ewigen Flamme der Berge... Er , der niemals schläft alle Zeit wacht und die Welt in den gewohnten Bahnen hält. Er wird wachen bis in alle Zeit. Nur wer die alte Sprache noch lesen kann, die Sprache der Drachen, kann überhaupt verstehen, was auf diesem Stein gemeißelt ist. Für die meisten sind es Zeichen, der keinerlei Bedeutung zuzumessen ist. Doch der Mann der sich heute vor dem Tempel herum drückte, war keiner dieser Tölpel, die nichts besseres im Sinn hatten, als auf dieser Tafel zu sitzen. Nein, er betrat den Tempel und sah sich um. Er war alleine und empfand Ehrfurcht vor diesem Ort, wenngleich er dem Glauben an Azoth keinerlei Bedeutung zu maß. Er trug eine Rüstung, die seinen Körper vollständig bedeckte und Seine Augen waren scharf wie die eines Falken. Sie hatten eine smaragdgrüne Farbe und schienen jeden zu durchleuchten, der ihm in jene Augen sah. Er trug sogar eine Art Schutz vor der Stirn, das wie ein Schild wirkte. Seine Langen wüsten Haare, waren zu einem Zopf gebunden und ein abgewetzter Umhang war an den Schulterplatten befestigt. Er sah sich das „Bauwerk“ genau an und befand, diese Art des „Bauens“ schon einmal erlebt zu haben. Es war das Werk der alten Elfenstämme. Er lächelte leicht und sagte leise: „Von wegen, Gottes Werk...“, jedoch benutzte er eine Sprache, die den meisten Fremd sein dürfte, da er ja aber eh alleine war, gab es keinen Grund zur Sorge. Zwei schön verzierte Dolche hingen an beiden Seiten seiner Hüften herab und ein großes Schwert trug er auf seinem Rücken. Er ging wieder hinaus und setzte sich auf einen Hügel, der zwischen den Baumgruppen herauf ragte. Er lächelte dem Sonnenlicht entgegen und verharrte so über mehrere Stunden. Dieses Licht... Er konnte es ewig genießen.

Eigentlich war er hergekommen, weil einer seiner Blutsverwandten hier irgendwo in der Nähe Unfrieden stiftete. Es war keiner von solch edlem Geblüt, wie er, sondern einer der niederen Wesen, die nichts besseres im Sinn hatten, als den schwächeren Wesen zu zeigen, wer hier der Boss war. Dieses Verhalten konnte und wollte er nicht dulden. Er würde diesen unverschämten Störenfried zur Rechenschaft ziehen. Anegin mochte das Friedvolle Leben. So wie es war, war es gut, auch wenn düstere Schatten in den Winkeln mancher Gegenden lauerten...
Aber im Moment war ihm viel mehr danach, die Sonne zu genießen. Ein rascheln zog seine Aufmerksamkeit auf sich, wenngleich es auch nur ein sehr leises kaum warzunehmendes Rascheln war. Er öffnete ein Auge und sah zum Waldrand. Auf der anderen Seite seines Hügels konnte er das Donnern eines Steines auf den Erboden hören. Keine fünfzig Schritt von ihm entfernt sah er wie sich der Blutsverwandte aus dem Boden grub.
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BeitragThema: Re: Begegnungen   Mo Jan 28, 2013 10:14 am

Obgleich das Gewicht von schwerem Leder, Stoff und Reisegepäck auf Grund von besonderen Erbanlagen und jahrelangem Training nahezu nichtig war, erdrückte eine emotionale Last das junge Mädchen und zwang sie bei fast jedem Schritt in die Knie. Eine Last, eine Verantwortung, die ihr bei ihrer Geburt auferlegt worden war und für die sie 17 Jahre lang vorbereitet wurde.

"Halte Schritt, Schwester!", sprach ein großer, kräftiger Junge mit roten Haaren mit einem Blick über seine Schulter zu seiner Zwillingsschwester. Beim Anblick ihrer grauen Augen fragte er sie:"Willst du eine Pause einlegen, Reuen?"
Reuen sah von ihren Stiefeln auf zu ihrem jüngeren Zwilling. Eine Strähne ihres wilden, roten Haares strich sie sich mit einer Handbewegung aus dem Gesicht.
"Es geht schon, Artair. Ich war nur in Gedanken" Das etwa einen Kopf kleinere Mädchen stieg über den selben bemoosten Stamm wie ihr Bruder zuvor. "Bist du dir sicher, dass dies der richtige Weg ist?"
Sie sah das wütende Funkeln in seinen smaragdgrünen Augen. "Willst du mich beleidigen?", fragte er mit leicht gereizter Stimme. "Ich wurde nicht ohne Grund von Kahlay mein Leben lang zum Jäger ausgebildet!"
Die Drachentöterin kicherte leise. "Ach Artair, alle wissen doch dass du der beste Drachenjäger bist."
Er schnaubte, dann bahnte er sich seinen Weg weiter durch das dichte Gestrüpp des Dschungels.

"Was wenn sich die Dorfbewohner geirrt haben?", fragte Reuen nach einer Weile. "Die kennen doch noch nicht einmal den Unterschied zwischen einem Lindwurm und einer Nachtschnecke. Vielleicht folgen wir hier einem Aberglauben."
"Es ist ein Hinweis", sagte Artair. "Selbst ein kleiner Hinweis ist besser als nichts!"
Reuen nickte zustimmend.

Nach gefühlten Stunden durch das grüne Labyrinth blieb Artair ohne Vorwarnung stehen und Reuen wäre fast in ihn hinein gerannt. Er ging in die Knie, sodass der Griff des silbernen Zweihänder, welches Artair auf seinem Rücken getragen hatte für Reuen in Reichweite war. Ehe er etwas sagen musste, griff sie bereits mit der rechten Hand danach.
Sie riss den zwei Meter langen Drachentöter aus der Scheide und hievte das schwere Zweihänder auf den Boden neben sich.

"800 Meter und viele Personen", sagte Artair und griff nach dem Drachenschild auf seinem Rücken. "Gib mir 5 Minuten."

Artair stürmte vor und riss mit harten Stößen eine Furche durch das Gestrüpp. Nach wenigen Minuten stand er in einer riesigen Lichtung, die von einem Tempel ausgefüllt wurde. Artair wunderte sich einen Augenblick lang, dass ein solch gewaltiges Bauwerk so tief im Wald versteckt war.
Er kam zum Stehen und sah einen kleinen Wyrm emporsteigen. Artair spürte das Vibrieren des Bodens unter seinen Füssen.
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Anegin Ocard
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BeitragThema: Re: Begegnungen   Mo Jan 28, 2013 11:09 am

Anegin sah zu dem Wyrm und erhob sich. Die Gestalt dieser Kreatur erinnerte eher an einen Wurm, als an einen Drachen und die Erde Bröckelte von ihm wie faules Fleisch. Er war nicht riesig, aber für einen Menschen respektabel groß. Von den Baumreihen kam ein Kerl heraus gerannt. Das Schild vor sich und zum Angriff bereit. Die Menschen, die sich beim Tempel versammelt hatten schrien, als sie den Wyrm sahen. Drachen waren durchaus selten geworden nicht zuletzt, da die Menschen sich nette Rüstungen aus ihren Schuppen bastelten... Wenn sie doch einfach nur fragen würden. Anegin wusste jedenfalls – denn er war nicht dumm – das dieser Mann gekommen war, seinen Artgenossen zu töten. Blut zu vergießen war eine Schande... Egal von welchem Lebewesen. Anegin mochte diese Welt wie sie war und wenn nur ein Lebewesen von ihr ging, weil es aus purem Hass getötet wurde, schmerzte ihn das.
Er würde den Krieger nicht aufhalten, denn das letzte was er wollte, war sich in die Dinge einzumischen, die die Menschen betrafen... Nein keine Menschen. Er sah sich den Mann genauer an. Was war das denn? Floss in seinen Adern etwa...? Anegin hob eine Braue.
Schon seltsam, dass dieser Mann auf dem Hügel, den der junge Krieger mit dem Schild da erblickte, scheinbar keine Angst zu haben schien, dass hinter ihm ein Drache aufbegehrte. Anegin sah, dass dieser Krieger einen Drachenschild besaß, zweifellos vom Kleid eines echten Drachen gestohlen. Es machte ihn nicht wütend und er besann sich, den Mann mit dem gebührenden Respekt gegenüberzutreten, wie er ihn als Halbmensch verdiente.

Der Wyrm sah die Menschen und auch andere Wesen panisch fliehen. Er packte sich einen der Fliehenden und verspeiste ihn mit Wohlgefallen. Er schien den Krieger noch nicht bemerkt haben. Anegin aber schon. Der Wyrm krabbelte erstaunlich elegant auf Anegin zu, der sich nun endlich in Bewegung setzte und sein Schwert gegen den Wyrm richtete.
„HÖR AUF!“, befahl er dem Drachen und der schlängelte sich ein wenig zusammen angesichts dieser Machtvollen Stimme. Doch dann ringelte er sich wieder auf und sagte auf Drakonisch: „Manaiuq?“ (Warum?) Doch Anegin tat einen Teufel diesem Wyrm auf Drakonisch zu antworten.
„Wenn du nicht sofort aufhörst, wird das dein Tod sein!“ Nun für den außenstehenden Betrachter mochte es so aussehen, als sei auch er ein Drachenjäger, der nur ein wenig zögerlicher vorging, und versuchte den Drachen zu überreden, einfach zu verschwinden. Dennoch reckte er drohend das Schwert gegen das Schlangen-Wurm-Artige Wesen. Anegins Rüstung bestand aus edlen Drachenschuppen, weshalb auch das die Vermutung nahe legte, dass er schon einen der höheren Drachen erlegt haben musste.
„Rairom sinmo non. Des ut!“ (Ich werde nicht sterben. Sondern du!), rief der Wyrm und nun fiel ihm auch endlich der Krieger auf. Mit züngelnder Zunge schien er einen Moment zu überlegen, überlegte es sich dann scheinbar anders und raste mit dem Maul auf den mit dem Schild zu. Vielleicht sah er in ihm die weniger große Gefahr oder aber die Größere. Anegin seufzte und beobachtete erst mal.
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BeitragThema: Re: Begegnungen   Mo Jan 28, 2013 11:45 am

Artair winkte die Flüchtenden in Sicherheit. Auch wenn er und seine Schwester in aller erster Linie für den Kampf und die Vernichtung der drachischen Gefahren ausgebildet wurden, waren sie doch indirekt auch für den Schutz der Unschuldigen verantwortlich. Artair nutzte die ersten Orientierungsmomente um sich mit der Umgebung vertraut zu machen. Einen Hügel an der Seite, eingefallene Säulen vor dem Tempel, hohe Bäume um sie herum.
Als der Wyrm sich Artair als sein nächstes Ziel ausgesucht hatte, hob dieser den mächtigen Schild an seinem linken Arm vor seine Brust und zückte mit der anderen Hand ein kleines geladenes Bolzenschussgerät. Er holte mit dem Schild weit aus und verpasste dem Wyrm einen Schildschlag gegen den Unterkiefer. Gleichzeitig zielte er mit dem Bolzenschussgerät und zielte auf sein Auge. Es klirrte leise als die Stahlspitze des Bolzen an der harten Schale des Wyrm abprallte und ins Gras flog.
Artair fluchte leise, entfernte sich einige Meter vom Wyrm und wandte ihm daraufhin den Rücken zu.
In diesem Augenblick kam seine rothaarige Schwester aus dem Dickicht gerannt, den schweren Zweihänder hinter sich über den Boden her ziehend und gezielt auf ihren Bruder zugesteuert.
Altair hielt sich den Drachenschild über die Schulter, Reuen sprang aus dem Lauf heraus auf den Schild und ließ sich dann von Artair in die Luft schleudern. In der Luft zog Reuen den Zweihänder herum und zielte mit der Spitze auf die kleine Lücke zwischen den Schädelplatten des Wyrm.
Der Wyrm reagierte und drehte seinen Kopf zur Seite. Die Klinge glitt zwischen die lockeren Schuppenplatten am Hals und verkeilte sich. Durch kräftiges Kopfschütteln verlor Reuen ihren Griff und wurde vom Schwert weggerissen. Sie landete unsanft auf der Seite und rollte sich gleich wieder auf die Beine. Sie fluchte leise, zog die beiden Kurzschwerter, welche ihr am Gürtel hingen und stürmte wieder auf den vor Schmerz kreischenden Wyrm zu.
Artair nutzte die Ablenkung und lud sein Bolzenschussgerät nach.
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Anegin Ocard
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BeitragThema: Re: Begegnungen   Mo Jan 28, 2013 11:12 pm

Es war erfrischend zu sehen, dass der Mann, mit dem Drachenschild versuchte die anderen in Sicherheit zu bringen. Um so besser, dass er den Wyrm noch einen Moment hatte ablenken können. Doch nun griff er den Mann mit dem Mischblut an und bekam einen heftigen Schlag gegen den Unterkiefer. Sowohl der Schild, als auch der Kiefer des Wyrms blieben heil, aber beinahe hätte der Drache einen Bolzen im Auge gehabt. Aber glücklicher Weise traf ihn der Bolzen nur am Schuppenkleid, wo er klirrend abprallte.
Anergins Herz Schlug ruhig und gelassen in seiner Brust. Er betrachtete die beiden Kontrahenten und auf einmal kam ein rothaariger Wirbelwind aus dem Wald geschossen. Sie sprang von ihres Bruders Schulter auf den Drachen zu und rammte ihm die für sie viel zu große Klinge in den Spalt, zwischen den Platten am Hals des Drachen. Na ja. Zu groß war die Klinge nicht unbedingt, aber schon recht groß, für eine junge Frau ihres Baues. Anegin sah, wie dickes tiefrotes Blut den Hals des Drachen herunter lief. Das Mädchen wurde davon geschleudert und stürmte nun mit zwei Kurzschwerten auf den Drachen zu. Der Krieger lud seine Armbrust nach und Anegin hoffte, dass er dieses Mal treffen würde. Der Drache sollte nicht unnötiger Weise nun noch länger leiden.
Wütend schnappte der Drache nach der Frau, doch sie war geschickt und wich dem schwerfälligen Drachen aus. Anegin nährte sich dem Wyrm lamgsam, dann rannte er auf ihn zu und als er fast bei der Frau angekommen war drehte er sich zur Seite. Der lange Schwanz dieses Drachen, an dessen ende eine Art Keule hing traf ihn hart. Eigentlich hatte er nicht vorgehabt, dass er diesen Schlag einstecken musste, aber wenn er ausgewichen wäre, hätte es vermutlich das Mädchen getroffen, die so gar keinen Schutz zu haben schien. Anegin flog ein paar Schritt weit, wo es auch noch den Abhang hinab ging und kam stöhnend neben dem Krieger zum liegen, wo er noch ein paar mal entlang kullerte. Unzufrieden knurrte er und schüttelte den Kopf. Scheinbar war ihm kaum etwas passiert.
Er sah mit seinen tiefen grünen Augen zu dem Mann mit der Armbrust. „Schieß!“ Dabei setzte er sich auf und stand etwas wackelig auf. Er hatte den Zweihänder auf der Schulter und mühte sich den Berg hinauf. Er hätte gerne gewusst, ob diese beiden hier einfach nur so Jagd auf Drachen machten, oder ob es nur um diesen hier ging. Mit der jetzigen Ausrüstung die sie bei sich hatten, würden sie ihn vermutlich verletzen, aber nicht töten können. Aber er wollte ganz gewiss nicht gegen diese beiden kämpfen.
Der Erd-Wyrm knallte neben der Rothaarigen Kriegerin mit dem Maul in den Boden. Er schien ein wenig schwächer zu werden, denn das Blut rann unaufhörlich seinen Hals herab. Die Kehle das Ungetüms, deren Haut weitaus weicher, ja fast zart war, war nun einen Moment lang ungeschützt.
Anegin hielt im Lauf inne und betrachtete die Szene.
Ein Pfeil sirrte an ihm vorbei, als das rothaarige Mädchen dem Drachen die Schwerter in die Kehle rammte. Anegin wandte den Blick ab. Es machte ihn traurig, als er nicht nur sah, sondern auch spürte, wie der Drache seinen letzten Herzschlag erlebte und mit einem klagenden und Trauer verursachenden Geräusch verendete.


Zuletzt von Anegin Ocard am Di Jan 29, 2013 1:45 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Elentari



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BeitragThema: Re: Begegnungen   Di Jan 29, 2013 12:43 am

Der Aufschrei eines Drachen, ließ auch die junge Frau aufschrecken. Seine Stimme war mächtig genug, bis an ihr Ohr zu dringen. Warum machten sie immer so etwas. Haben sie denn durch die Apokalypse nicht gelernt,d ass die Natur sich immer durch setzt udn sich holte, was ihr gehörte? Warum mussten sie diese edlen Wesen nun auch noch töten? Natürlich verstand sie, dass diese Leute in gewisser Weise auch andere vor den Drachen schützten, aber es gab ihnen nicht das Recht jagd auf sie zu machen. Warum erschlossen sie nicht einfach Siedlungen und arrangeirten sich mit den Drachen und auch mit anderen Wesen?
Man musste sie nicht verstehen, nur mit ihnen Leben, wenn sie einem über den Weg liefen. Für gewöhnlich geschah das nicht oft udn wenn, versuchte man nur kurz mit ihnen zu tun zu haben. Es ar Zeit dem Tier entweder zu helfen, oder aber es nach seinem Ableben, verschwinden zu lassen. Die Bindung zu den Wesen dieser Welt war für sie normal, für Andere unbegreiflich.
Vorsichtig schob sie gerade den Vorhang aus Lianen an die Seite, als sie auch schon das Bollwerk der einstigen Bewohner hier vorfand.
Der Drache war bereits erlegt. Eine junge Kriegerin udn ein Krieger standen da rum, Dazu noch ein dritter,d er scheinbar zu ihnen gehörte. Wütend presste sie die Lippen aufeinander, so dass sie lediglich noch einen Strich bildeten. Schnellen Schrittes, ging sie auf den Drachen zu. Der Boden war mit seinem Blut getränkt, wärend den drei Angreifern scheinbar nichts fehlte.
sacht legte sie die Hand auf den Kopf des Drachen, der für andere Furchteinflößend und möglicherweise hässlich wirken mochte.
"Gue ma pa," (Ruhe in Fireden) meinte sie leise, als sie ihre Stirn an den Drachen hielt. Sie spürte, wie die Energie in sie einströmte, wie da Wissen von einigen Jahrzehnten in ihre Gedanken sickerte und sschließlich ihren Platz in ihrem Gedächtnis fand, wie schon von anderen zuvor.
Nun ging sie einige Schritte zurück, breitete die Arme aus und murmelte etwas unverständliches vor sich hin.
Die Erde begann zu beben, als sie sich auf tat und den Drachen in ihren Schlund zog. Unter der Erde hatte das Tier gelebt, also sollte es dort auch siene ewige Ruhe finden. Als der Zauber vorbei war, blieb sie einfach noch einen Moment reglos stehen. Diese Erde würde niemand mehr öffnen können, um sich an dem Leib des Drachen zu vergehen. an jener Stelle kniete sie sich hin, zeichnete ein Symbol mit der Hand in den Sand, welches einem Drachenkopf glich, ließ die Hand an der Stelle liegen, an der die zeichnung auf gehört hatte. Ein grüngelbes Licht erstrahlte das Symbol von ihrer Hand ausgehend. Als es aufhörte zu leuchten, war der Zauber gesprochen, der Bann gelegt.
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BeitragThema: Re: Begegnungen   Di Jan 29, 2013 2:33 am

Ein Schatten huschte auf Reuen zu. Ehe diese den Drachenschwanz bemerken, geschweige denn reagieren konnte, kam aus dem Nichts eine Gestalt daher und blockte den Angriff mit seinem Körper ab. Zuerst dachte Reuen an ihren Bruder, der sie mit seinem Schild blockte. Doch Reuen wusste, dass ihr Bruder nicht schnell genug zu ihr hätte eilen können. Nicht mit dem schweren Schild.
Reuen musste sich dagegen wehren ihrem Instinkt zu folgen und dem abgewehrten Schlag auszuweichen. Der Fremde schien für den Augenblick auf ihrer Seite zu sein und stellte für sie keine Gefahr dar. Reuen ignorierte fürs Erste den Fremden und die Auswirkungen die sein Einmischen mit sich brachten und stürmte weiter auf den Erdwyrm zu. Reuen sah das Glänzen des polierten Silber ihres Zweihänders, welches nach wie vor im Hals des Wyrm steckte.
Ein Bolzen löste sich aus Artairs Handgerät und zog eine dünnen Faden hinter sich her. Die Wiederhaken des Bolzen bohrten sich tief in eine der Drachenschuppen, ohne diese jedoch zu durchbohren. Mit einem kräftigen Ruck riss Artair den Kopf des Drachen gen Boden, in Reichweite von Reuen.
Reuen musste nicht hoch springen, auch wenn ihre Sprungkraft um ein vielfaches höher war als das Ziel vor ihr. Sie sprang, riss die überkreuzten Klingen über sich und schnitt mit einer scherenartigen Bewegung durch die ledrige Haut am Hals des Wyrm. Blut spritzte ihr entgegen und ergoss sich über den Boden unter sich. Reuen landete wieder auf dem Boden und rollte sich schnell unter dem Wyrm weg. Ihr Bruder war bereits zu ihr geeilt und zog ohne große Mühen den verkeilten Zweihänder aus den Drachenschuppen heraus.
Artair hievte den schweren Zweihänder auf seine Schulter und kletterte über die Schulter des Wyrm. Breitbeinig platzierte er sich über dem Kopf des röchelnden Ungetüms und rammte ihm mit beiden Händen die Klinge zwischen die beiden Schädelplatten tief ins Hirn. Dahin wo bereits Reuen gezielt hatte. Kein Laut war mehr zu vernehmen, nur noch ein leises Seufzen, dann waren die großen Augen leer. Reuen wartete einen Augenblick und gemeinsam mit ihrem Bruder sprachen sie in der Sprache der Naga ein Gebet für den Wyrm. Kurz darauf zückte sie ihre Klinge und entfernte dem Wyrm beide Augen.
Während die beiden sich noch von dem warmen, schweren Leib entfernten, verstaute Reuen die beiden Augäpfel, die so groß wie Menschenköpfe waren in einem Beutel. Artair hatte zwischenzeitlich ein wenig Wyrmblut in eine kleine Phiole gegossen und machte sich nun daran das Silber mit Hilfe eines Lederlappen vom Blut zu reinigen. Die beiden Geschwister trafen sich an einer umgestürzten Steintafel und sahen zu wie eine junge, blasse Frau, mit langen weißen Haaren zum Leichnam ging. Auch die anderen Bewohner und Besucher des Tempels trauten sich nun langsam heraus.

Es gab keinen offiziellen Vertrag darüber, dass die Drachenjäger entlohnt werden sollten, deshalb mussten die beiden Kinder darauf achten, dass sie sich selbst versorgten. Die beiden Wyrmaugen würden auf einem Schwarzmarkt für ein paar gute Goldmünzen sorgen. Reuen beobachtete neugierig wie die seltsame Frau den Wyrm im Erdboden verschwinden lies, während Artair den geheimnisvollen Fremden, der seiner Schwester zur Hilfe geeilt war, misstrauisch beäugte.
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Anegin Ocard
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BeitragThema: Re: Begegnungen   Di Jan 29, 2013 3:37 am

Anegin hatte noch nie gesehen, wie jemand einen solchen Zauber sprach. Es war das erste mal, das jemand einen Drachen zurück in sein Element schickte, um ihm Frieden zu gönnen. Auch wenn die Schuppen ihr Leben lang niemals verrotten würden, so fand er den Gedanken, den sie dabei hatte äußerst nett. Die anderen beiden, hatten sich von der getöteten Kreatur genommen, was sie brauchten, wofür sie das brauchten, war ihm jedoch ein Rätsel. Was machte Mann denn bitte mit Drachenaugen? Umso verwunderlicher fand er es, dass sie die Schuppen scheinbar gar nicht benötigten. Seltsam. Vielleicht waren sie ja wirklich nur hinter diesem Drachen her gewesen, weil er die Bewohner des Tempels und der Umgebung tyrannisiert hatte. Er war von Natur aus neugierig und aus diesem Grund würde er die beiden vielleicht im Auge behalten aber auch die weißhaarige Frau, die in einer fremden Sprache sprach...
Anegin stand unschlüssig herum. Die Drachentöter, trafen sich an der großen Tafel und er wurde mürrisch betrachtet. Nein, nicht mürrisch, sondern misstrauisch. Hatte er sich doch irgendwie verraten? Nein unmöglich. Außerdem... Er musste es wissen. Bevor er mit der Frau sprach, die er nicht aus den Augen ließ, würde er herausfinden, was das Ziel dieser beiden Fremden war, in denen das Blut eines Wesens floss, was entfernt mit dem verwand war, dessen Leben, sie gerade beendet hatten. Eigentlich war das schade, denn vielleicht hätte er den Drachen zum Gehen bewegen können, wenn er entsprechend Zeit gehabt hätte. Nicht alle Drachen waren gut. Besonders die chromatischen neigten dazu, aus purer Lust zu töten und zu zerstören.
Anegin war nicht entfallen, dass die blasse Frau scheinbar wirklich wütend darüber war, dass dieser Drache gestorben war. Er selbst empfand nur den Schmerz eines Lebewesens, das den Tod eines Artgenossen mit angesehen hatte. Doch er empfand auch den Gleichen Schmerz für die Menschen, die dem Zerstörer zum Opfer gefallen waren. Er befand, dass der Tod dieses Drachen die bessere Lösung gewesen war. Er lief jedenfalls zum Tempel und half einer Frau hoch, die bitterlich weinte. Er sah sie an und flüsterte ihr etwas ins Ohr, wobei er lächelte. Sie sah ihn erst erschrocken aber dann dankbar an und nickte. Ihr liefen zwar immer noch Tränen herab, aber sie schien nicht mehr so verzweifelt zu sein. Dann ging er zu den Beiden Kämpfern, die sich doch in gewissem Maße ähnlich waren, vor allem was ihre Herkunft betraf. Immer wieder sah er zu der Frau, die den Drachen „begraben“ hatte um sie nicht aus den Augen zu verlieren. Mal sehen, was er aus den beiden herauskitzeln konnte...
„Lange Tage, angenehme Nächte.“, begrüßte er sie. „Ihr habt die Bewohner von dem Drachen befreit. Habt Dank für die Mühe.“ Er neigte anerkennend den Kopf und sah wieder zu der Fremden. „Ihr seid nicht von hier. Rief man euch etwa zu diesem Ort?“
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Elentari



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BeitragThema: Re: Begegnungen   Di Jan 29, 2013 4:03 am

Die Schuppen des Drachens würden nicht vergehen, aber niemand könnte sie ihm noch rauben. Was sie noch wütender als den Tod des Wesens machte, war die Tatsache, ihn auch noch seiner Augen und seines Blutes beraubt zu haben. Langsam stand sie auf, sah zu den Wesen herüber, die ihn getötet hatten und zu dem Mann, der da in einer Rüstung aus Drachenschuppen stand. Warum tötete man ein solch erhabenes Wesen? Ihr Blick den Wesen da drüben gegenüber war entäuscht und wütend. Wie hatten sie es nur wagen können. Wäre sie eher hier gewesen, sie hätte dem Drachen die Flausen aus dem Kopf treiben können. Leider war sie nicht rechtzeitig hier gewesen und so blieb ihr nur noch den Drachen zu bestatten. Vielleicht sollte sie ... aber nein. Man würde erkennen was sie war, würde sie belagern und vielleicht sogar verfolgen. Der Mann ind er Drachenschuppenrüstung schien sie schon nicht aus den Augen zu lassen, da brauchte sie nicht noch mehr, die ihr nach spürten.
Ein Samen als Geschenk für den toten Leib über der Erde, um ihn auch vor Plünderern zu schützen fiel auf den Boden. In nur wenigen Sekunden sproß eine junge Pflanze aus ihr ehraus. Stark genug, nicht niedergetrampelt zu werden und doch so klein, dass es kaum auffallen würde.
Ihre Arbeit hier war getan. Die Menschen hier hatten einen schweren Verlust hin nehmen müssen, was sie außerordentlich bedauerte, doch war der Drache auch jung gewesen, übermütig. Ein wahrer Teenager, wenn man so wollte. Sie sah zu dem Bollwerk, welches die Menschen als von einem Gott erschaffenen Tempel verehrten. Dumm wie sie waren erkannten sie es eben nicht. Vielleicht war es besser ihnen nun den Rücken zu kehren, aber es wurmte sie regelrecht, das diese Wesen das Blut und die Auge des Drachen hatten. Allein deshalb blieb sie dort, strich sacht über den Setzling, welcher sich schon bald als riesiger Baum entpuppen würde, und stand schließlich auf.
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BeitragThema: Re: Begegnungen   Di Jan 29, 2013 5:31 am

Reuen war die erste, die auf den Fremden reagierte.
"Wir taten es nicht des Ruhmes' Willen. Sein Ableben war eine Notwendigkeit für Alle", sie setzte die widerspenstige Strähne wieder mit einer Handbewegung hinter das Ohr. "Nein, wir sind nicht von hier. Unsere Reise begann vor drei Monaten und wir folgen nur dem Ruf der Drachen. Siebzehn Dörfer zwischen der großen See und dieser Grabstätte, verloren Männer und Frauen, Kinder und Weise, an diese Bestie. Hätten wir uns beeilt, wären die Menschen hier nicht zu Schaden gekommen."
Reuen klang betrübt und beschämt und sah auf ihre Stiefel. Artair legte seine kräftige Hand auf Reuens zierliche Schulter.
"Mach deine Klingen sauber, sonst lässt sich das angetrocknete Blut nur mühsam entfernen", sagte er zu ihr und wartete, bis Reuen sich abgewandt hatte und mit einem lädierten Lederlappen aus ihrer Reisetasche das Blut von ihren Kurzschwertern entfernte. "Verzeiht, wir haben uns noch nicht vorgestellt. Ich bin Artair und dies ist meine Zwillingsschwester Reuen. Wie man vielleicht vermuten lässt, sind wir beiden Drachenjäger."
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Anegin Ocard
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BeitragThema: Re: Begegnungen   Di Jan 29, 2013 5:55 am

Wie Anegin befürchtet hatte. Drachenjäger. Aber sie hatten Recht. Diesen Drachen zu töten, schenkte vielen schwächeren Lebewesen das Leben. Drachen hin oder her, jedes Gleichgewicht war anzustreben und da dieser Wyrm das Gleichgewicht empfindlich gestört hatte, war es eine Notwendigkeit ihn zu vertreiben, allerdings, hätte Anegin gern erfahren, was den Wyrm dazu gebracht hatte, sein eigentliches Revier zu verlassen. Drachen existierten in dieser Welt ohne Frage, auch wenn sie nicht mehr so häufig anzutreffen waren, wie früher, so waren sie Teil dieser elt und wenn nun ein Drache auf die Idee kam sich an den Menschen gütlich zu tun, einfach, weil er stärker war... so war das nicht in Ordnung. Der Krieger mit dem Namen Artair stellte sich und seine Schwester Reuen vor. Er schien ja trotzdem ganz nett zu sein und das Mädchen schien über den Verlust, der hier geschehen war betrübt.
„Verzeiht auch ich war unhöflich genug euch nicht zuvor meinen Namen zu nennen. Ich bin Anegin und auch ich war auf der Suche nach diesem Wyrm. Offenbar breiten sich Gerüchte in unserer Welt rasch.“ Vielleicht war es ein blöder Zufall, doch der Name ihres Gegenübers bedeutete in der Sprache der Drachen – wie Reuen feststellte - „entstammend“. Er verneigte sich kurz und sagte dann, fast unschuldig: „Wenn ich fragen dürfte... Wozu braucht man denn die Augen eines Drachen? Kann man daraus irgendwas herstellen? Ich habe noch von etwas derartigem gehört.“ Das Drachenblut magisch war und somit für allen möglichen Gebrauch gedacht war, wusste jeder, der nur einiger maßen etwas von Drachen verstand, aber Anegin konnte sich wirklich nicht vorstellen, was mit den Augen sein sollte. Wenn er sich vorstelle, man würde ihm die Augen... Er erschauderte. Dem Wyrm dürfte es wohl egal gewesen sein, schließlich war er schon tot.
Anegin blickte wieder zu der Frau. Sie erhob sich und beäugte sie wütend und enttäuscht. Was hätte er den machen sollen? Den Übeltäter beschützen und noch mehr Tode verursachen? Nein er war überzeugt, das Richtige getan zu haben.
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Elentari



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BeitragThema: Re: Begegnungen   Di Jan 29, 2013 6:33 am

Warum dieser Drache hatte sterben müssen, wusste sie natürlich noch immer nicht und auch wenn sie ihr doch sehr gutes Gehör genutzt hätte, wäre sie wahrscheinlich zwar nicht mehr wütend gewesen, aber denn noch entäuscht. Dieser Drache gehörte nicht heir her, so viel war sicher. Denn noch schmerzte der Verlust außerordentlich. Sie sah prüfend zum Wald. Etwas regte sich in ihm. Elentari sah zurück zu den Menschen. Sie würden sich fürchten, würden sie nun auch noch ein andres großes Wesen sehen, welches offensichtlich ein Raubtier war. War es ihr wirklich so egal? Sie litt, aber mussten deshalb auch andere leiden? Zu spät. Mit krachen und Brechen, sprang ein riesiger Säbelzahntiger heraus. Er brüllte und es musste wirken, als wolle er Elentari jeden Moment angreifen. Elentari drehte sich nicht einmal zu ihm herum. Es musste fast wirken als sei sie Taub. Erst als der Tiger auf sie zu sprang drehte sie sich zu ihm um und streichelte sein Gesicht. Das Tier war enorm groß, wie man es in frühren Zeiten wohl nur von den Überresten her kannte. Elentari sprach leise auf ihn ein. Das Tier schien genau zu zu hören.
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BeitragThema: Re: Begegnungen   Di Jan 29, 2013 6:56 am

Reuen sah irritiert auf den Beutel vor ihren Füssen. Sie hatte sich noch nie allzu große Gedanken darüber gemacht, wieso sie ausgerechnet die Augen der Drachenähnlichen entwendeten, anstelle eines Eckzahns, oder einer fast unzerstörbaren Schuppe. Die Augäpfel waren relativ klein, leicht zu entnehmen und einfacher zu transportieren. Aber woher ihr wahrer Wert stammte, darüber hatten sich die Geschwister noch nie Gedanken gemacht.
"Mit einem Drachenzahn oder einer Drachenschuppe können wir nichts anfangen", sagte Artair und klopfte auf seinen Schild aus einer einzigen schwarzen Drachenschuppe, die um ein vielfaches größer war, als die des Erdwyrm. "Zudem lassen sie sich auf dem Schwarzmarkt sehr schnell und teuer verkaufen. Aber selbst wir wissen nichts über ihren Zweck. Vielleicht als Delikatesse, oder aber als magische Zutat. Wir hatten uns nie Gedanken über ihren Zweck darüber gemacht."
Artair spürte noch immer die Präsenz des Drachen, vermutete jedoch, dass der verschüttete Körper unter der Erde noch immer warm war und eine Restenergie ausstrahlte. Andererseits...
Er sah nochmal zu dem Fremden.
"Interessante Rüstung. Ihr müsst selbst ein talentierter Drachenjäger sein, wieso habt ihr gezögert den Drachen aufzuhalten?"
Reuen zuckte kaum, als der Tiger aus den Büschen kam. Sie betrachtete neugierig das große Tier und seine Herrin.
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Anegin Ocard
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BeitragThema: Re: Begegnungen   Di Jan 29, 2013 8:02 am

Anegin erschauderte bei dem Gedanken, dass sie diese Augen entnahmen und verkauften, weil sie möglicher Weise einfach nur eine Delikatesse waren. Wieder stellte er sich vor man würde seine Augen... Er schloss selbige und machte sie wieder auf. Denn zog er einen seiner Dolche. Er zeigte ihn Artair. Das Material aus dem der Dolch war, war blütenweiß und die Klinge war schartig. Am Ende, wo der Griff war, war simples Lederband gewickelt, was das Heft darstellte.
„Zähne erfüllen einen angenehmen Zweck. Wenn ihr das nächste Mal gegen einen Drachen kämpft, denkt daran.“ Er steckte den Dolch wieder weg. Hätte der junge Krieger das Schild gegen die Zähne des Wyrms gerichtet, hätte er vielleicht einen Arm weniger, denn die Zähne der Drachen, konnten durchaus, durch das Schuppenkleid ihrer Artgenossen hindurch schneiden.
„Ich... habe den ein oder anderen gehen sehen.“, meinte er schließlich. Er konnte nicht lügen, und er hatte auch keine Veranlassung. Er hatte schon Drachen getötet, aber nur zu seinem Schutz. Anegin strich sich beiläufig über die Rüstung. Die Schuppen selbiger waren wie Metall. Sie sahen aus wie Stahl.
„Ich habe nicht gezögert ihn aufzuhalten.“, antwortete Anegin schließlich. Er hatte lediglich gezögert ihn zu töten. Er hatte ihn ja aufhalten wollen, wenn die beiden nicht gewesen wären, hätte er ihn zumindest erst mal befragt, was los war, dass er so weit von seinem Revier entfernt war, aber so, war es ihm unmöglich gewesen. Plötzlich drang ein Brüllen an Anegins Ohr. Halb erschrocken sah er den riesigen Säbelzahn aus dem Wald auf die junge Frau zuspringen. Was machte dieses Tier da? Doch bevor er reagieren konnte, war diese Frau schon dabei, das Tier zu beruhigen und sprach mit ihm. Noch ein Grund mehr sie zu erforschen. Sie war so bestürzt über den Tod des Drachen gewesen. Überhaupt, was war das für eine eigenartige Situation. Die beiden Mischblüter töten einen Drachen und plötzlich taucht sie auf und entlässt den Leichnam zurück in die Erde... Das war schon ziemlich seltsam... Anegin sah die Frau durchdringend an.
Die Menschen die das Tier sahen fürchteten sich tatsächlich und rannten schreiend und durcheinander zurück in den Tempel. Auf der einen Seite hatten sie gesehen, was diese Fremde vollbracht hatte auf der anderen beschwor sie nun dieses Monster. Es lag in der Natur der Menschen sich zu fürchten. Anegin machte ihnen keinen Vorwurf.
Nun endlich rief er der Frau entgegen: „Wenn ihr die Macht habt, so entlasst euren Gefährten. Er macht den Bewohnern dieser friedlichen Stätte Angst.“ Er klang nicht zornig und nicht freundlich einfach nur sehr neutral. Anegin war ein bisschen traurig, dass dieser eben noch so friedliche Ort auf einmal zu so einem chaotischen Platz gemacht worden war. Das war ärgerlich aber bald würde das wieder anders. Er behielt die Frau im Auge. Sie schien ja nicht feindlich gesinnt, wenngleich sie offenbar verstimmt war. Jedenfalls würde Anegin nun nicht zu lassen, dass noch mehr Blut floss.
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BeitragThema: Re: Begegnungen   Di Jan 29, 2013 12:35 pm

"Wir sind nicht nach Trophäen aus, noch nach Ruhm. Wir nehmen nur was wir brauchen und den Rest überlassen wir den letzten Überlebenden, damit sie ihren Schmerz über den Verlust ihrer Liebsten mit dem Blutgold eines Drachen betäuben können", sagte Artair resigniert und zückte ein hölzernes Etui aus dem Reisesack den er auf den Boden gestellt hatte. Aus dem Etui fischte er ein seltsam gebogenes Werkzeug und hantierte damit an dem Bolzenschussgerät. Den hauchdünnen Faden, welchen er zuvor verschossen hatte, fädelte er sorgfältig auf einer Spindel im Gerät auf.

"Wir haben kein Interesse an dieser Bestie. Wir wurden geboren um Drachen zu töten und nicht um eure Katze zu ärgern", sagte Reuen zu der Weißhaarigen. Für sie war es selbstverständlich, dass ihr eine Aufgabe lange vor ihrer Geburt erteilt wurde, die sie jetzt stillschweigend ausführte. Ihr Bruder war als Jäger und Fährtenleser geboren, sie als Instrument zum Töten der Drachen und ihren Sprösslingen.

"Die Menschen hier hatten schon genug Unruhen für ihr Leben", sprach Reuen und sah zu ihrem Bruder Artair. "Erkundige dich wo wir unsere Wasservorräte auffrischen können, wir brechen gleich wieder auf."
Artair nickte und ging zu einigen Priestern des Tempels, zwei leere und eine halbvolle Wasserflasche in den Armen, um sich nach einer frischen Quelle zu erkundigen.
Reuen trat an Anegin heran und sah zu ihm hoch.
"Wir werden unsere Reise fortsetzen, ihr seht mir jedoch wie jemand aus, der sich in der Welt auskennt. Könnt ihr uns den Weg zur nächsten Handelsstadt weisen?"
Ihr Blick wich seinem aus und dabei fiel ihr zum ersten Mal die Tafel zu ihren Füssen auf.
"Seltsam", sprach sie mit heiser Stimme und beugte sich hinab. Mit einer Handbewegung wischte sie Blätter, Moos und Wurzeln von der Inschrift und fuhr mit dem Leder ihres Handschuh über die Gravuren. Erschrocken blickte sie auf und sah zum Tempel. "Lebten hier früher Drachen?", fragte sie sich selbst.
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Anegin Ocard
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BeitragThema: Re: Begegnungen   Di Jan 29, 2013 1:01 pm

„Das ist nobel. Ich glaube es ist jedem Wesen egal, was mit ihm, nach seinem Tode geschieht... Besonders die Drachen, dürften kein Problem damit haben, ihren Leib Höherem zu widmen...“
Die Frau auf dem Hügel verstand ihn natürlich falsch, was zu erwarten gewesen war. Anegin seufzte und führte an die Aussage Reuens an: „Wir haben dieses Geschöpf nicht aus Mordlust getötet, sondern, weil es wider der Natur gehandelt hat und schlichtweg dem Bösen verfallen war. Was weiß ein dahergelaufener Fremder, wie ihr es seid schon von solchen Dingen?“ Er klang nicht überheblich, aber er wollte doch mal sehen, was das Wesen dazu sagen würde. Sie war ganz klar kein gewöhnlicher Mensch, aber was war sie dann? Er spürte, wie das ziehen in seinen Rippen zu nahm. Hatte ihn der Drache doch mehr verletzt als er geglaubt hatte? Sein Körper war einfach viel zu schwach und manchmal mutete er sich mehr zu, als er eigentlich sollte. Er rieb sich unbewusst die Flanke und verzog leicht das Gesicht.
Anegin hörte Artair zu und er befand, dass er die Anspielung nicht verstanden hatte, was aber auch nicht schlimm war. Er musste ihm keine Informationen geben, wie man einen Drachen besser töten konnte, als mit Silber.
Doch dann wurde er wieder abgelenkt, nämlich durch Reuen. Sie betrachtete die Symbole, als wisse sie, was dort stand. Nein sie schien es wirklich lesen zu können. Wie praktisch, dass er dem Drachen nicht geantwortet hatte, und wie praktisch, dass er den vollen Namen nicht gesagt hatte, denn sein Voller Name bedeutete nichts weiter als: „Von den Drachen entstammend“ Anegin hatte keine Angst vor den beiden und nun wollte sie ihn als Führer engagieren... Er sah zum Tempel und ließ die Frau mit den weißen Haaren nicht aus den Augen.
„Ich weiß wo die nächste Hauptstadt ist. Ich kann euch führen in der Tat. Ich kenne mich hier gut aus.“ Dann betrachtete er den Tempel und die Tafel anschließend wieder zu der Frau mit dem Säbelzahn. „Ich weiß, dass hier früher Elfen lebten... Bei Drachen bin ich mir nicht ganz so sicher.“ Anegin wusste aber auch, dass die hohen Elfenlords nur drakonisch gesprochen und geschrieben haben um diese Kreaturen zu ehren...
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Elentari



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BeitragThema: Re: Begegnungen   Di Jan 29, 2013 1:17 pm

So ... wollten sie nicht hm? Vielleicht hatten sie recht, aber das Tier war ihr heilig gewesen und sie hätte es bestimmt davon ab bringen könne. Das Mädchen schien die alte Steinplatte mit der Gravur entdeckt zu haben. Auch gut. Der Rothaarige war i den Tempel verschwunden. Früher hatte ihr Volk her gelebt, die Drachen verehrt, wie sie selbst es heute noch tat. "Was ich weiß und was ich hätte tun können, sind vermutlich andere Dinge, als die, die ihr wisst," antwortete sie vom Hügel aus. Der mann da unten schien Schmerzen zu haben ... Es war ihre Pflicht ihm zu helfen. Wenn sie es nicht täte würde sie sich ewig schlecht fühlen, was bedeutete, sie würde sich schlechter als ohnehin schon fühlen. Sie bedeutete dem Tiger dort zu bleiben, wo er lag und kam unsicher etwas näher an die beiden Personen ehran. Sie legte den Kopf zur Seite, sah den Mann an, der die silbernen Schuppen eines wunderschön gewesenen Drachens am Körper als Rüstung trug. "Seid ihr verletzt?" fragte sie von weitem und blieb zunächst stehen. Sie würde ihm helfen, wenn er Hilfe bräuchte, eben so wie sie den Anderen auch helfen würde. Auch wenn sie den Drachen erlegt hatten, hatten sie Leben gerettet, was oberste Priorität hatte.
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BeitragThema: Re: Begegnungen   Di Jan 29, 2013 2:25 pm

Die Priester des Tempels wiesen Artair eine frische Quelle, wo er sich bedienen könne. Nachdem die drei Wasserschläuche wieder mit frischem, klarem Quellwasser gefüllt waren, kam er zu Reuen zurück und überreichte einen der Schläuche an seine Schwester, den zweiten behielt er für sich und den letzten verstaute er in seiner Tasche als Reserve. Er zog ein Leinentuch heraus und fischte ein paar getrocknete Früchte raus. Eine Handvoll hielt er seiner Schwester hin, die die kleinen Früchte dankbar entgegen nahm und sie leise kauend zerkleinerte. Artair sah noch einmal über die Schulter zu dem kleinen Schössling, der eben erst frisch gewachsen war. Eine schöne Gäste, wie er fand. Hätten ihre Schöpfer nur ebenso viel Wert auf eine ehrenhafte Bestattung für die Geschuppten gelegt, wie auf die Jagd und das Töten. Mit dem Mund voller Beeren sagte er zu der Weißen Frau:"Danke."

Es war laut genug dass man es hören konnte, aber zu leise um ein Gespräch anzufangen. Reuen verstand ihren Bruder auch ohne viel Worte. Artair war schon immer eher wortkarg und überlies meist ihr das Reden. Doch dieses kurze, ehrliche Danke aus seinem Mund bedurfte keiner weiteren Worte ihrerseits und sie schwieg und nickte nur leicht.
"Ein schönes Tier", sagte Reuen mit Blick auf den Vertrauten der Weißen Frau. "Lebt es hier im Wald?"
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BeitragThema: Re: Begegnungen   Di Jan 29, 2013 9:52 pm

Die junge Frau, sie kam auf ihn zu und sagte dabei ziemlich verworren, dass sie scheinbar mehr über die Dinge wusste als er, oder einfach, dass sie ein anderes Wissen hatte, als er. Jedenfalls schien sie trotz ihrer Worte recht unsicher und es überraschte Anegin, dass sie ihn fragte, ob er verletzt sei. Er musterte sie mrit seinen tiefen smaragdgrünen Augen, die sie zu durchdringen schienen und antwortete dann wahrheitsgemäß. „Die Wucht des Schlagen schien größer als gedacht. Ich denke es heilt von selbst.“ Er wollt unter keinen Umständen, dass sie ihn aufforderte die Rüstung auszuziehen, um nachzusehen. Schließlich würde das nur unangenehme Fragen nach sich ziehen.
Als sie nun aber so nah dran war, konnte Angein fast nicht mehr ausschließen, was sie war. Die edlen Züge, der Sanftmut und ihr Hang zu Drachen, war sie eine aus dem Volk der Elben? Sein Blick wandte sich zu Artair und zu Reuen, sie bedankten sich, für das Begräbnis? Nun gut, oder vielleicht war sie gewillt war, ihre Wunden zu heilen. Nun die zwei schienen ja keine zu haben. Anegin sah in den Himmel. So spät schon. Sie könnten langsam aufbrechen, dann wären sie am Abend des dritten Tages in dem Handelsörtchen Güldenglanz. Es gab keine Ländergrenzen, aber sicherlich würde sich bald wieder ein Geschlecht erheben und versuchen alles zu erobern, was es war. Das war das Problem an den Menschen, sie konnten einfach nicht nebeneinander existieren. Irgendwie bedauerte Anegin das. Er sah zu der Frau, die sich immer noch ncith vorgestellt hatte,
„Ja ein wirklich schönes Tier, mein Name ist Anegin und ich hoffe euer anfänglicher Groll gegen uns hat sich verflüchtigt, Ihûgdil.“ Das letzte Wort sprach er auf Elbisch, wollte er doch mal sehen, ob sie es verstand. Vielleicht konnte sie ihre Muttersprache ja, wenn sie eine Elbin war. Das Wort bedeutete jedenfalls „Drachenfreund“. Auf drakonisch wollte er es gar nicht erst versuchen, er wollte schließlich nicht noch mehr Verdacht erwecken.
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BeitragThema: Re: Begegnungen   Mi Jan 30, 2013 12:35 am

Sonderbar. Der Rothaarge junge Mann bedankte sich. Da er keine Wunden hatte, knnte es sich nru umd as Begräbnis des Drachen handeln. Die kleine Rothaarige dagegen, schien eher an dem Säbelzahntiger interessiert zu sein. Noch ein Stück kam sie näher, wärend der Mann in der Drachenschuppenrüstung mit ihr sprach. Natürlich verstand sie ihn. Sie war ja nicht immer allein gewesen. Ein Lächeln legte sich auf ihre Lippen.
"Aiya Mellon," erwiederte sie, was so viel bedeutete wie: "Seid gegrüßt Freund." Wie lange hatte sich niemand mehr mit ihr in dieser Sprache unterhalten? Sie wusste es nicht. Zu lange war es her. Wieder kam sie einen Schritt weiter auf ihn zu. Lächelnd udn in den Augen ein Strahlen von Glück. Sie sah zud er kleinen Rothaarigen und nickte auf irhe Frage. "Wir beide leben dort. Er begleitet mich seit seinen ersten Wochen." Wieer sah sie den Mann vor sich an. Vorsichtig lege sie ihre Hand auf die Rüstung. "Seine Keule hat euch etwas gebrochen," meinte sie und schon im ächsten Moment spürte sie,wie die warme Energie durch ihre Hand in die Schuppen und von dort aus in seinen Körper gelangte. Sie konnte spüren, wie sich das kleine Stück gesplitterten Knochens zusammen setzte und den Platz einnahm, den es zuvor hatte. Starke Knochen waren es und sie fügten sich ihrem Willen, wieder in die richtige Position zu gelangen. nach wenigen Augenblicken, ließ sie die Hand wieder sinken. "Mein Name ist Elentari," stellte sie sich vor. Da er ihre Sprach sprach, würde er wissen, was das bedeutete. "Ihr habt ihn getötet um diese Leute zu beschützen. Es war nicht falsch und doch trifft es mich sehr." Sie drehte sich zu den beiden Anderen. "Ihr habt für ihn gebetet?"
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BeitragThema: Re: Begegnungen   Mi Jan 30, 2013 1:52 am

Artair nickte. "Ja das taten wir."
Er verstaute seine Ausrüstung wieder in seinem Reisesack und schnürte ihn fest, dann erhob er das Zweihänder und schob es vorsichtig in die Lederriemen auf seinem Rücken, dann band er sich sein Bündel über die Schultern und schnürte den vollen Wasserschlauch an die Seite. Auch Reuen tat ihm gleich, wobei Artair ihr zur Hand ging. Ihr Bündel war um ein vielfaches kleiner ausgefallen, auch wenn sie durch ihre Blutlinie wesentlich stärker war als viele Männer, musste sie doch jederzeit einsatzbereit und agil bleiben. Den Reisesack jederzeit abstreifen um mit den beiden Kurzschwertern, oder dem Zweihänder in den Kampf zu gehen. Als letztes hing Artair das große Drachenschild an seinen Rucksack, sodass er von hinten wie eine große schwarze Schildkröte mit rotem Kopf aussah.
Noch einmal prüften die beiden Zwillinge alle Riemen, Schnallen und Knoten und zogen sie nochmal fest.
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BeitragThema: Re: Begegnungen   Mi Jan 30, 2013 2:15 am

Aneign war erfreut, ein Geschöpf aus der alten zeit zu sehen. Eigentlich hatten die Elben diese Welt verlassen, als die große Katastrophe satt gefunden hatte, nur ein paar hat es in dieser Welt gehalten und jene die geblieben waren, lebten nun im Einklang mit der Natur. Es war erfrischend diese Frau zu treffen. Aber was machte sie hier so alleine? Anegin spürte die Wärme ihrer Berührung, die durch die Rüstung hindurch in seinen Körper drang. Er spürte, wie der Schmerz kurz auf ein Maximum stieg und dann vollkommen verschwunden war. Die heilenden Kräfte dieses Volkes, waren bekannt, wenngleich die Kunst des Heilens auch von anderen Rassen erlernt werden konnte. Sie schien auf einmal viel glücklicher zu sein. Sie sprach mit ihm auf Elbisch und das war es wohl auch, was sie so strahlen ließ. Sternenkönigin... Ja der Name passte zu ihr. Er fragte sie nun jedoch wieder in der Gemeinsprache, da er die anderen beiden nicht ausschließen wollte: „Und warum seid ihr so weit weg von eurem Volk?“ Er war der Meinung Elben konnten nicht lange ohneeinander. Hatte sie ihr Volk verloren? Wurde ihre Sippe vielleicht ausgelöscht? Die nächsten Elben, von denen Anegin wusste, lebten so zurückgezogen, dass man sie nie zu Gesicht bekam, außer sie wollten gefunden werden.
Anegin fragte sich jedenfalls, zu welchem Gott sie wohl beten mochten. Es gab so viele die mittlerweile wieder verehrt wurden und Anegin befand, dass die Menschen und auch die anderen Wesen offenbar an irgendetwas glauben mussten. Er selbst legte sich da nicht fest. Er hatte noch kein göttliches Wesen gesehen. Die beiden Krieger schienen aufbruchbereit und die junge Elbin schien gefallen daran gefunden zu haben, dass er ihre Sprache beherrschte. Anegin mochte die zierlichen Wesen, die sich durch ihren Sanftmut auszeichneten und sagte: „Begleitet uns doch ein Stück, Elentari.“, sagte er und blickte sie freundlich an vielleicht auch ein bisschen neugierig. Auf der Reise kann es nicht schaden, wenn wir noch ein Reisender dazustößt. Um so Reicher wird das Angebot an Geschichten sein.“ Anegin liebte Geschichten. Er war eine zeit lang mal mit einem Barden gereist, der so viele bunt geschmückte Geschichten erzählen konnte, dass es ihm das Herz und den Geist gewärmt hatte. Denn obwohl Anegin bewaffnet war und eine Rüstung trug, war er ein Feingeist und Liebhaber alles Schönem. Dazu zählten auch die Edelmetalle und Edelsteine.
„Ich habe gehört, dein Volk kann zweistimmig singen, vielleicht gebt ihr uns ja eine Kostprobe, dieser zauberhaften Melodien, wenn wir am Lagerfeuer sitzen.
Anegin glaubte scheinbar, dass die Reise zum nächsten Handelsknoten eine verträumte Wanderung werden würde. Vielleicht wünschte er sich das aber auch nur. Denn obwohl diese Welt friedlich war, lauerte im Schatten und unter der Erde doch so mache Gefahr. Er wusste um diese Dinge, aber die meißte Zeit verbrachte er damit zu träumen und nicht sich zu sorgen.
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BeitragThema: Re: Begegnungen   Mi Jan 30, 2013 4:39 am

Die beiden Anderen waren mit ihrem gepäck beschäftigt, wärend Anegin sich mit ihr Unterhielt. Er schien wirklich sehr freundlich und begeistert zu sein. Ihre Mimik änderte sich schlagartig, als er sie nach ihrer familie fragte. Sie sah zu dem Säbelzahntiger, der sich hinten imemrnoch nicht rührte. "Er ist meine Familie." Mehr war sie nicht bereit zu sage. Zumindest jetzt noch nicht. "Ihr habt richtig gehört ... Vielleicht werde ich euch diesen Wunsch erfüllen. Wo woltl ihr hin?" fragte sie ein wenig vorsichtiger. Sie wollte nicht unbedingt in Städte reisen. Da blieb sie doch lieber in den Wäldern. Sie hatte es unter diese Ansammlungen von Menschen und anderen Völkern zu geraten. Den Tiger würde sie in eine solche Stadt sicher auch nicht mit nehmen. Schließlich würde er dort vermutlich nur als Trophäe gelten. "Toss kann eure sachen tragen. Dann habt ihr nicht so schwer zu schleppen," meitne sie, nun deutlich freundlicher. "Ich danke euch, das ihr für den Drachen gebettet habt. E zeigt mir, das ihr keine schlechten Geschöpfe seid," erklärte sie. Anegin schie sehr verträumt. Sie selbst hatte es auch imemr geliebt den Geschichten der älteren zu lauschen. Lang war es her.
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BeitragThema: Re: Begegnungen   Mi Jan 30, 2013 5:52 am

"Wieso sollten wir unsere Last einem anderen Wesen auferlegen?", fragte Reuen etwas bissig. "Wir tragen unsere Beutel lieber selbst."
Artair legte eine Hand auf Reuens Schulter und deutete ihr inne zu halten. Er war der ruhigere der beiden und musste seine stürmische Schwester des Öfteren ruhig stellen. Reuen wurde von ihren Vätern zu einer emotions- und gewissenlosen Kämpferin gezüchtet. Artair hatte es dagegen besser gehabt. Sein Ziehvater und Jägermeister, Kahlay, gab ihm ein sanfteres und freundlicheres Gemüt.
Artair sah zum Himmel und sog die kühle Luft ein.
"Wir sollten aufbrechen, bevor das Wetter umschlägt."
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Anegin Ocard
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BeitragThema: Re: Begegnungen   Mi Jan 30, 2013 6:30 am

Da sie mit einem Mal ganz traurig wurde und er mit seiner Vermutung offenbar voll ins Schwarze getroffen hatte, bohrte er lieber nicht noch einmal Nach. Es tat ihm fast weh, das Lächeln dieses Geschöpfes zerstört zu haben. Nun, er würde versuchen sie auf ihrer Reise wieder aufzuheitern, indem er eine lustige Geschichte wählte, die er erzählen könnte. Oder vielleicht auch eine romantische, Elben mochten die Liebe anderer Wesen zueinander, wenn sich Elben verliebten, dann für die Ewigkeit. Anegin hatte noch nie davon gehört, dass sich ein Elb von seinem Partner getrennt habe. Sie sind eher beim Tode ihres Geliebten, vor Gram dahingewelkt und ihm gefolgt. Anegin erinnerte sich schweren Herzens an die Geschichte des Elbenkrieges. Wie viele waren in der Schlacht gestorben? Und wie viele waren ihren Liebsten gefolgt? Er dachte lieber nicht weiter darüber nach und forschte in seinen Gedanken nach einer Schönen Geschichte. Einer Geschichte, die eben so schön, wie auch fröhlich war und er fand auch eine...
Auf Reuens bissigen Kommentar reagierte er nicht wirklich es verwunderte ihn auch nicht. Jedes Wesen hatte seinen eigenen Charakter und diese junge Dame schien nicht viel von der Sanftheit zu besitzen, die zum Beispiel in der Natur ihres Bruders lag. Anegin fand, dass er recht hatte und nickte.
„In Ordnung. Wir steuern die nächste Siedlung an. Güldenglanz. Der Weg dorthin ist weit und je eher wir los gehen, umso besser.“ Er sah zu Elentari und meinte: „Ihr kennt euch bestimmt besser in diesem Wald aus als ich, vielleicht führt ihr uns, bis wir ihn verlassen müssen. Ihr kennt gewiss einen freundlichen Unterschlupf, wo wir die Nacht verbringen können.“
Die Argumentation ergab durchaus Sinn, wenn sie in diesen Wäldern heimisch war, konnten sie auch genauso gut, von ihr geführt werden. Jedenfalls wandte er sich nun zum gehen. Er summte eine Melodie vor sich hin, die sehr tief und wunderschön begann und leicht melancholisch wurde, obwohl er dabei lächelte.
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